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Natalie Scharapowa

Natalie Scharapowa

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Nachbericht EFA Champions Cup 19./20.09.2026

Versöhnlicher Abschluss auf internationaler Bühne: Die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen haben den EFA Champions Cup in Ahlhorn mit Bronze beendet. Nach einer makellosen Vorrunde stoppte Union Compact Freistadt die Heideblütenstädterinnen im Halbfinale. Die Enttäuschung darüber schüttelten die Jahnlerinnen jedoch schnell ab und sicherten sich gegen Union Nussbach doch noch internationales Edelmetall.

Dabei lief am Samstag zunächst alles nach Plan. Gegen den Schweizer Vertreter FB Elgg-Ettenhausen erwischte die bewährte Jahn-Formation um Helle Großmann, Aniko Müller, Alina Karahmetovic, Luca von Loh und Laura Kauk einen souveränen Start. Zwar forderte Hauptangreiferin Kim Sprenger die Schneverdinger Defensive immer wieder mit druckvollen und präzise platzierten Bällen, insgesamt präsentierte sich der TV Jahn aber als kompaktere Mannschaft. Mit 11:6, 11:9 und 11:7 geriet der Auftaktsieg nie ernsthaft in Gefahr. Da Elgg anschließend auch gegen Union Nussbach verlor, stand der Halbfinaleinzug bereits vor dem zweiten Gruppenspiel fest. Gegen die Österreicherinnen ging es damit nur noch um den Gruppensieg – und den machten die Heidschnucken trotz schwieriger Bedingungen auf Feld zwei ebenfalls souverän perfekt. Annika Kriger rückte für von Loh in die Startformation. Im deutsch-österreichischen Duell kam Schneverdingen vor allem defensiv deutlich besser mit Boden und Wind zurecht. Nach zwei 11:8-Sätzen ließen die Jahnlerinnen beim 11:2 im dritten Durchgang nichts mehr anbrennen. Seitz konnte früh durchwechseln und brachte von Loh für Kauk in der Abwehr. Kurz vor Schluss feierte zudem U16-Spielerin Greta Baden ihr internationales Debüt bei den Frauen. Mit zwei 3:0-Siegen und ohne Satzverlust hatte sich der TV Jahn damit eine optimale Ausgangslage für den Finaltag erspielt. Doch im Halbfinale änderte sich das Bild schlagartig. Union Compact Freistadt hatte schon am Vortag beim knappen 2:3 gegen Ahlhorn seine Qualität angedeutet – gegen Schneverdingen lief vor allem die brasilianische Nationalangreiferin Cecilia Jacques zur Höchstform auf. Nahezu fehlerfrei in Angabe und Rückschlag, mit enormem Druck und hoher Präzision fand sie immer wieder die Lücken in der Jahn-Defensive. Seitz reagierte, ließ verschiedene Abwehrformationen ausprobieren und suchte nach einer Antwort auf das druckvolle Angriffsspiel. Zunächst vergeblich: Mit 8:11 und 5:11 gerieten die Heideblütenstädterinnen schnell mit 0:2 in den Satzrückstand. Aufgeben wollten sie den Finaleinzug dennoch nicht. Schneverdingen zwang Jacques nun konsequenter selbst in die Defensive, reduzierte die eigene Fehlerquote und brachte Kriger für Kauk. Der TV Jahn kämpfte sich zurück und erzwang mit einem umkämpften 14:12 den vierten Satz. „Wir haben wirklich alles ausprobiert und immer wieder versucht, eine neue Antwort zu finden. Dass wir uns trotzdem noch einmal in das Spiel zurückgekämpft haben, spricht für uns“, erklärte Helle Großmann. Doch Freistadt ließ sich nicht mehr entscheidend aus dem Rhythmus bringen. Selbst als Alina Karahmetovic im Spielaufbau ungewöhnlich weit zurückrückte und nahezu auf einer Höhe mit der Abwehr agierte, fand Jacques immer wieder neue Lücken. Mit 6:11 ging auch der vierte Satz an die amtierenden österreichischen Meisterinnen. „Freistadt war in diesem Halbfinale einfach besser. Wir haben taktisch alles versucht, was uns zur Verfügung stand, aber gegen eine Angreiferin in dieser Form war an diesem Vormittag kaum ein Kraut gewachsen“, erkannte Trainerin Christine Seitz die Leistung des Gegners an. Wie außergewöhnlich diese Vorstellung gewesen war, zeigte sich wenige Stunden später: Im Finale agierte Freistadt deutlich fehleranfälliger und Ahlhorn verteidigte mit ungewöhnlich wenig Mühe mit einem klaren 3:0 seinen Titel. Für die Jahnlerinnen hieß es dagegen, die Enttäuschung möglichst schnell abzuschütteln. Im Spiel um Bronze wartete mit Nussbach ein Gegner, den sie am Vortag noch deutlich beherrscht hatten – diesmal entwickelte sich jedoch eine wesentlich engere Partie. Die Defensive der österreichischen Vizemeisterinnen spielte sich zunehmend fest, lange Ballwechsel prägten das Geschehen und eine ungewohnt hohe Fehlerquote in der Schneverdinger Angabe hielt Nussbach zusätzlich im Spiel. Beim 8:10 wehrte der TV Jahn im ersten Satz zwei Satzbälle ab und drehte den Durchgang noch zum 13:11. Fast dasselbe gelang anschließend erneut: Aus einem 7:10 machten die Rot-Weißen ein 10:10, diesmal setzte Nussbach jedoch die entscheidenden Punkte zum 12:10. Mit dem Satzausgleich reagierte Seitz und brachte Kriger für von Loh – ein Wechsel, der dem Schneverdinger Spiel zusätzliche Stabilität verlieh. Die spätere MVP war in der Defensive fortan kaum zu überwinden und entschärfte immer wieder schwierige Bälle. Gleichzeitig gewannen die Heidschnucken in den langen Ballwechseln zunehmend die Oberhand und ließen sich auch von einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen nicht aus dem Rhythmus bringen. Mit 11:4 und 11:6 entschieden sie die folgenden Sätze deutlich für sich und machten Bronze perfekt. „Nach dem verlorenen Halbfinale war es gar nicht so einfach, noch einmal den Schalter umzulegen. Aber wir wollten dieses Wochenende unbedingt mit einer Medaille beenden“, sagte Kriger. So endete der Champions Cup für den TV Jahn zwar nicht im erhofften Finale, aber erneut auf dem europäischen Podest. Nach einer wechselhaften Feldsaison und Bronze bei der Deutschen Meisterschaft belohnten sich die Schneverdingerinnen auch im europäischen Vergleich mit Edelmetall. „Natürlich hätten wir gerne um Gold gespielt. Nach so einem Halbfinale musst du dich aber erst einmal wieder sammeln und wenige Stunden später erneut voll da sein“, zog Seitz Bilanz. „Genau das hat die Mannschaft geschafft. Deshalb können wir mit dieser Bronzemedaille am Ende sehr zufrieden sein.“

Zum Einsatz kamen: Aniko Müller, Helle Großmann, Alina Karahmetovic, Luca von Loh, Annika Kriger, Laura Kauk, Greta Baden und Nina Karahmetovic

https://www.faustball.com/#/contest/9240/competition

Nachbericht Deutschlandpokal 19./20.09.2026

Bronze mit der U18 und Gold in der Gesamtwertung: Für Merle Mund vom TV Jahn Schneverdingen endete der Deutschlandpokal in Empelde gleich doppelt erfolgreich. Als einzige Schneverdingerin gehörte die Zuspielerin zum Aufgebot der weiblichen U18-Auswahl des Niedersächsischen Turner-Bundes und spielte sich mit ihrem Team nach einer makellosen Vorrunde bis auf das Podest. Am Ende durfte Mund nicht nur über U18-Bronze, sondern gemeinsam mit dem gesamten niedersächsischen Nachwuchs auch über den Deutschen Meistertitel der Mitgliedsverbände jubeln.

Für Mund und die weibliche U18 begann das Wochenende am Samstag mit einer überzeugenden Vorrunde. Zum Auftakt setzte sich Niedersachsen mit 2:0 (11:8, 11:7) gegen Schwaben durch und knüpfte daran nahtlos an. Auch gegen Pfalz (11:3, 11:4), Sachsen (11:4, 11:6) und Baden (11:9, 11:7) ließ die NTB-Auswahl nichts anbrennen. Vier Spiele, vier Siege und kein einziger verlorener Satz bescherten Mund und ihren Mitspielerinnen den Gruppensieg und damit den direkten Einzug ins Halbfinale. Dort wartete am Sonntag mit Bayern die erste echte Hürde. In einer engen Partie hielten die Niedersächsinnen lange dagegen, mussten sich am Ende aber mit 8:11 und 9:11 geschlagen geben. Für die U18-Nachwuchsspielerinnen hieß es damit, die Enttäuschung über den verpassten Finaleinzug schnell abzuschütteln – denn wenig später bot sich gegen Schwaben noch die Chance auf Bronze. Und die nutzte die NTB-Spielerinnen: zwar ging der erste Satz mit 9:11 verloren, anschließend kämpften sich Mund und ihre Mitspielerinnen aber zurück in die Partie. Mit 13:11 erzwangen sie den Entscheidungssatz und machten dort mit 11:8 den dritten Platz perfekt. „Natürlich waren wir nach dem Halbfinale erst einmal enttäuscht, weil wir nach der starken Vorrunde gerne ins Finale eingezogen wären. Umso schöner war es, dass wir uns noch einmal zusammengerissen und gemeinsam Bronze geholt haben“, blickt Mund auf den U18-Wettbewerb zurück. Parallel zur weiblichen U18 kämpften in Empelde auch die weibliche und männliche U14 sowie die männliche U18 um Punkte für ihre Landesverbände. Aus den Ergebnissen aller vier Wettbewerbe ergab sich schließlich die Gesamtwertung des Deutschlandpokals – und dort hatte Niedersachsen am Ende die Nase vorn. Damit durfte Mund gemeinsam mit dem gesamten NTB-Team über den Deutschen Meistertitel der Mitgliedsverbände jubeln. „Die Stimmung im gesamten Niedersachsen-Team war das ganze Wochenende richtig gut. Dass wir uns am Ende gemeinsam den Sieg in der Gesamtwertung sichern konnten, war ein richtig schöner Abschluss“, so die Jahnlerin. Für die einzige Schneverdingerin im weiblichen U18-Aufgebot ging damit ein erfolgreiches Wochenende mit Bronze im eigenen Wettbewerb und Gold mit dem Team Niedersachsen zu Ende.

https://www.faustball.com/#/contest/10104/competition

Vorbericht EFA Champions Cup 19./20.09.2026

Zurück auf der internationalen Bühne und die nächste Chance auf Edelmetall: Die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen treten am kommenden Wochenende beim EFA Champions Cup in Ahlhorn an. Die sechs besten Vereinsmannschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kämpfen um die europäische Krone – nach Silber im vergangenen Jahr wollen die Heideblütenstädterinnen erneut in die Medaillenentscheidung eingreifen.

Dabei reist der TV Jahn mit einer ungewohnten Ausgangslage zum europäischen Saisonhöhepunkt. Zweiter beim Champions Cup, Zweiter bei der Deutschen Meisterschaft und Zweiter bei den World Tour Finals – 2025 standen die Schneverdingerinnen bei allen drei großen Feldveranstaltungen im Endspiel, der ganz große Titel blieb ihnen jedoch verwehrt. Besonders das Champions-Cup-Finale in Kreuzlingen dürfte noch in Erinnerung sein. Nach einer erfolgreichen Vorrunde und einem souveränen Halbfinalsieg gegen Sportunion Arnreit trafen die Jahnlerinnen im Endspiel auf den Ahlhorner SV – und waren beim deutlichen 0:3 chancenlos. Auch bei der Deutschen Meisterschaft 2025 in Dresden ging Gold an Ahlhorn. Ein Jahr später haben sich die Kräfteverhältnisse nicht grundlegend verändert. Der Ahlhorner SV geht als Titelverteidiger, amtierender Deutscher Meister und Gastgeber als klarer Favorit in das Wochenende. Die Heideblütenstädterinnen dagegen mussten sich in einer wechselhaften Feldsaison immer wieder neu finden. Fehlende Konstanz, personelle Veränderungen und nicht immer optimale Trainingsbedingungen begleiteten die Heidschnucken durch die vergangenen Monate. Bei der Deutschen Meisterschaft reichte es vor wenigen Wochen dennoch für Bronze. „Wir wissen, dass wir momentan nicht die Mannschaft sind, die automatisch als erster Titelkandidat genannt wird. Aber wir wissen genauso, was möglich ist, wenn wir ein Wochenende lang unsere Leistung abrufen“, blickt Mannschaftsführerin Laura Kauk voraus. Schon die Vorrunde dürfte zeigen, wohin die Reise geht. In Gruppe A trifft der TV Jahn auf die FG Elgg-Ettenhausen aus der Schweiz und Union Nussbach aus Österreich. In der Parallelgruppe kämpfen Gastgeber Ahlhorn, Union Compact Freistadt und SVD Diepoldsau-Schmitter um den Einzug in die Endrunde. Gerade die internationale Konkurrenz ist schwer einzuschätzen. Elgg-Ettenhausen bündelt die stärksten Spielerinnen der beiden Schweizer Vereine Elgg und Ettenhausen, während Nussbach seit Jahren zur österreichischen Spitze zählt. „Auf internationaler Ebene kann man sich kaum auf vergangene Ergebnisse verlassen. Die Mannschaften entwickeln sich ständig weiter und an so einem Wochenende entscheiden oft Kleinigkeiten. Wir müssen deshalb von Beginn an voll da sein“, weiß Trainerin Christine Seitz. Viel Zeit zum Hineinfinden bleibt ohnehin nicht. In den beiden Dreiergruppen entscheidet bereits der Samstag über den Sprung in die Medaillenrunde. Die jeweils ersten beiden Teams erreichen das Halbfinale, für die Gruppendritten bleibt das Spiel um Platz fünf. Am Sonntag beginnen die Frauen-Halbfinals um 10.15 Uhr, um 12.45 Uhr wird Bronze ausgespielt und um 15.15 Uhr bildet das Frauenfinale den Abschluss des Champions Cups. Für den TV Jahn ist das Ziel damit klar: zurück unter die besten vier Mannschaften Europas und erneut um Edelmetall spielen. Eine Medaille wäre angesichts der schwierigen Saison ein Erfolg – auch wenn die eigenen Maßstäbe nach sieben Gold- und 15 Silbermedaillen im Europapokal traditionell hoch liegen. Sollte es erneut zum Duell mit Ahlhorn kommen, ist die deutliche Finalniederlage aus dem vergangenen Jahr noch nicht vergessen. „Uns ist bewusst, dass gegen Ahlhorn momentan vieles zusammenpassen muss. Sie müssten vielleicht einen nicht ganz perfekten Tag erwischen und wir einen sehr guten. Aber genau für solche Spiele fährt man zu einem Champions Cup“, sagt Kauk. Personell setzt Schneverdingen auf Helle Großmann, Aniko Müller und Nina Karahmetovic im Angriff, Alina Karahmetovic im Zuspiel sowie Laura Kauk und Luca von Loh in der Defensive. Nach ihrem erfolgreichen Einsatz bei der Deutschen Meisterschaft unterstützt Annika Kriger erneut die Mannschaft. U16-Spielerin Greta Baden darf erstmals internationale Luft im Bundesligateam schnuppern. Merle Mund fehlt dagegen, da sie zeitgleich mit der niedersächsischen U18-Auswahl beim Deutschlandpokal in Empelde antritt. Nach dreimal Silber bei den großen Feldhöhepunkten 2025 und DM-Bronze in diesem Jahr beginnt für die Rot-Weißen in Ahlhorn die nächste Jagd nach internationalem Edelmetall. Dass der Weg dorthin schwer wird, wissen die Schneverdingerinnen – dass mit ihnen trotzdem zu rechnen ist, haben sie in Europa oft genug bewiesen.

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