Vorbericht Männer-Europameisterschaft 12.–15.08.2026

Die nächste Titelmission führt Olaf Neuenfeld nach Dänemark: Wenn am Mittwoch in Tønder erstmals eine Männer-Europameisterschaft auf dänischem Boden beginnt, steht der Schneverdinger erneut an der Seitenlinie der deutschen Nationalmannschaft. Seit 2006 trägt Neuenfeld die Verantwortung für das deutsche Männerteam, hat es zu vier Weltmeistertiteln und zahlreichen weiteren internationalen Erfolgen geführt. Nun soll in Tønder der nächste Europameistertitel folgen – mit einem Kader, der sich gegenüber den vergangenen Großereignissen allerdings deutlich verändert hat.

Die jüngere EM-Bilanz könnte kaum eindrucksvoller sein. Seit dem dritten Platz 2012 gewann Deutschland jede ausgetragene Europameisterschaft: 2014 in Olten, 2016 in Grieskirchen, 2018 in Adelmannsfelden, 2022 in Kaltern und zuletzt 2024 in Frauenfeld. Gerade der jüngste Erfolg besitzt für Neuenfeld besonderen Stellenwert. Nach zahlreichen Rücktritten musste er damals eine neue Mannschaft formen, die im Finale überraschend den favorisierten Österreichern in einem Sieben-Satz-Krimi den Titel entriss. Bei den World Games 2025 folgte Silber nach der Finalniederlage gegen Brasilien. Auch diesmal reist Deutschland nicht mit derselben Formation zum nächsten Großereignis. Gleich vier Spieler stehen in Tønder vor ihrem EM-Debüt, zusätzlich musste Neuenfeld nach einer Verletzung kurzfristig einen weiteren Abwehrspieler nachnominieren. „Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen und neuen Spielern, die in die Mannschaft drängen“, sieht Neuenfeld darin auch eine Chance. „Das ist durchaus ein Vorteil, wenn neue Spieler Druck machen und neue Impulse einbringen.“ Bevor es am Dienstag Richtung Dänemark ging, holte der Bundestrainer seinen EM-Kader noch einmal nach Schneverdingen. Bei der abschließenden Vorbereitung lag der Schwerpunkt vor allem auf der Abstimmung – denn der letzte Härtetest lieferte einen Warnschuss zur richtigen Zeit. Gegen die Schweiz verlor Deutschland beim Obersee Masters mit 1:4 und beendete anschließend auch das Turnier lediglich auf Rang sieben. Beunruhigen lässt sich der erfahrene Bundestrainer davon nicht. „Das war sicherlich keine Glanzleistung von uns. Ich denke, dass es ein rechtzeitiger Warnschuss war. Wir wissen, dass wir es besser können. In Dänemark werden die Karten neu gemischt.“ Zeit zum Hineinfinden bleibt dem Titelverteidiger ohnehin kaum. Deutschland hat mit Österreich, der Schweiz und Italien eine stark besetzte Vorrundengruppe. Zum Auftakt wartet am Mittwoch um 14.15 Uhr Italien, am Donnerstag folgen Österreich um 12.30 Uhr und die Schweiz um 18.30 Uhr. In der zweiten Gruppe kämpfen Gastgeber Dänemark, Tschechien, Belgien und Serbien um die Platzierungen. Nach der Vorrunde, in der innerhalb der Gruppen jeder gegen jeden spielt, erreichen alle acht Nationen das Viertelfinale. Ab dort entscheidet jedes Spiel über den weiteren Weg: Die Sieger ziehen am Freitagnachmittag ins Halbfinale ein, am Samstag folgen um 15 Uhr das Spiel um Bronze und um 17 Uhr das Finale. Gerade die anspruchsvolle Vorrunde dürfte früh zeigen, wo Neuenfelds neu formierte Mannschaft tatsächlich steht. Neben Österreich zählt der Bundestrainer inzwischen vor allem die Schweiz zum Kreis der größten Konkurrenten. Die Eidgenossen unterstrichen ihre Form zuletzt nicht nur gegen Deutschland, sondern auch mit einem 3:0-Erfolg gegen Brasilien. „Wir haben als Ziel den EM-Titel ausgegeben. Alles andere würde unseren eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden“, macht Neuenfeld dennoch keinen Hehl aus den deutschen Ambitionen. Für den 56-Jährigen besitzt die Europameisterschaft darüber hinaus eine besondere persönliche Note. Von 2002 bis 2005 trainierte Neuenfeld selbst die dänische Nationalmannschaft und führte sie unter anderem erstmals zu den World Games. Die Verbindungen ins Nachbarland bestehen bis heute. Den Austragungsort in Tønder kennt er bereits von einem Besuch im vergangenen Jahr. „Damals war schon eine Energie und Vorfreude zu verspüren. Ich bin mir sicher, dass es eine außergewöhnliche und top-organisierte EM wird.“ Mehr als zwei Jahrzehnte später kehrt Neuenfeld nun als Trainer des Titelverteidigers nach Dänemark zurück. Die Favoritenrolle ist nach dem personellen Umbruch und den zuletzt durchwachsenen Testspielen keineswegs so eindeutig wie die beeindruckende deutsche EM-Serie vermuten lässt. Am Anspruch des Rekord-Bundestrainers ändert das wenig: Fünf Europameistertitel in Folge stehen bereits in den Büchern – in Tønder soll der sechste folgen.

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Nachbericht U16 Jürgen-Wegner-Pokal 25./26.07.2026

Der Jürgen-Wegner-Pokal war zum Greifen nah: Erst zwei verlorene Ballwechsel im Entscheidungssatz des Finals verhinderten den Turniersieg der U16-Mädchenauswahl Niedersachsens. Mit Ronja Röhrs und Greta Baden standen auch zwei Nachwuchsspielerinnen des TV Jahn Schneverdingen im Aufgebot, das sich nach einer überzeugenden Vorrunde erst im Endspiel dem Team aus Schwaben geschlagen geben musste.

Schon der erste Turniertag zeigte, warum Niedersachsen bis zum Schluss um den Titel mitspielen sollte. Bei hochsommerlichen Temperaturen absolvierte die Auswahl im Modus „Jeder gegen Jeden“ mit Hin- und Rückrunde gleich vier Partien und ließ dabei nichts anbrennen. Sachsen (11:8, 11:3), Baden (11:9, 11:5), Bayern (11:9, 11:7) und selbst Mitfavorit Schwaben (11:5, 11:6) hatten das Nachsehen. Durch viele Wechsel hielt das Trainerteam die Belastung über den langen Turniertag bewusst gering – ohne dass die Qualität auf dem Feld darunter litt. „Wir sind richtig gut ins Turnier gestartet. Gerade bei der Hitze hat es uns geholfen, dass wir viel wechseln konnten und jede Spielerin ihren Beitrag geleistet hat“, sagte Ronja Röhrs. Auch am Sonntag knüpfte Niedersachsen zunächst an die starke Leistung an. Zwar gingen gegen Sachsen (11:5, 7:11) und Bayern (11:5, 9:11) jeweils ein Satz verloren, die Mannschaft ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Mit einem überzeugenden 2:0 (11:5, 11:7) gegen Baden und einem ebenso souveränen 2:0 (11:7, 11:5) gegen Schwaben sicherte sich Niedersachsen verdient den ersten Platz der Vorrunde und zog mit viel Selbstvertrauen ins Endspiel ein. Dort kam es nur kurze Zeit später zum erneuten Duell mit Schwaben. Niedersachsen erwischte den besseren Start und entschied den ersten Satz mit 11:7 für sich. Anschließend entwickelte sich ein hochklassiges Finale, in dem sich beide Teams kaum etwas schenkten. Der zweite Satz ging nach großem Kampf unglücklich mit 14:15 verloren, bevor Schwaben den Entscheidungssatz mit 11:9 für sich entschied und den Turniersieg perfekt machte. „Natürlich ist die Enttäuschung nach so einem Finale erst einmal groß. Trotzdem können wir stolz auf unsere Leistung sein. Wir haben als Mannschaft über das gesamte Wochenende zusammengestanden und gezeigt, was in uns steckt“, zog Greta Baden ein positives Fazit. Mit der Silbermedaille feierte Niedersachsen dennoch ein starkes Ergebnis. Während die U16-Jungenauswahl mit Rang fünf zufrieden sein musste, sicherte sich Schwaben mit den Turniersiegen bei den Mädchen und Jungen auch die Gesamtwertung des Jürgen-Wegner-Pokals. Damit ging der Gesamtsieg, den Niedersachsen im Vorjahr noch gewonnen hatte, in diesem Jahr an die Schwaben.

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Nachbericht Frauen-Europameisterschaft 24./25.07.2026

Bronze mit dem TV Jahn, Gold mit der Nationalmannschaft: Für Helle Großmann und Aniko Müller setzte sich der Medaillenregen in Reiden (Schweiz) fort. Mit einer makellosen Turnierleistung verteidigte Deutschland den Europameistertitel eindrucksvoll und unterstrich einmal mehr seine Ausnahmestellung in Europa. Für Aniko Müller war es bereits der vierte EM-Titel ihrer Karriere, Helle Großmann durfte sich über ihre zweite Goldmedaille auf europäischer Bühne freuen.

Bereits der Freitag zeigte, warum Deutschland als Titelfavorit nach Reiden gereist war. Trotz vier Vorrundenspielen innerhalb von nur neun Stunden ließ die deutsche Auswahl zu keinem Zeitpunkt Zweifel an ihrer Qualität aufkommen. Gegen Serbien gelang ein ungefährdeter 2:0-Erfolg (11:2, 11:2), anschließend folgte ein ebenso souveränes 2:0 (11:1, 11:3) gegen Namibia. Auch den Dauerrivalen Österreich bezwang Deutschland mit 2:0 (11:5, 11:9), ehe zum Abschluss des langen Tages Gastgeber Schweiz mit 2:0 (11:7, 11:3) besiegt wurde. Ohne Satzverlust und mit 8:0 Punkten zog die Auswahl beeindruckend souverän und hochverdient als Vorrundensieger ins Halbfinale ein. „Vier Spiele an einem Tag sind körperlich und mental eine echte Herausforderung. Umso wichtiger war es, dass wir unseren Kader so gut nutzen konnten“, sagte die Jahnlerin Helle Großmann. Genau darin lag über das gesamte Turnier hinweg eine der größten Stärken der deutschen Mannschaft. Auf nahezu jeder Position standen mehrere Spielerinnen auf internationalem Spitzenniveau bereit. Dadurch konnte das Trainerteam jederzeit wechseln, ohne dass das Spielniveau abfiel. Nach dem intensiven Freitag richtete sich der volle Fokus auf den Finaltag. Im Halbfinale dominierte Deutschland Serbien von Beginn an und zog mit einem deutlichen 3:0 (11:1, 11:2, 11:4) souverän ins Endspiel ein. Dort wartete mit Gastgeber Schweiz der erwartet stärkste Gegner des Turniers. Im Finale demonstrierte Deutschland noch einmal eindrucksvoll die außergewöhnliche Qualität seines Kaders. Alle zehn Spielerinnen kamen zum Einsatz – ein auf diesem Niveau eher ungewöhnliches Bild, das die enorme Breite der deutschen Mannschaft eindrucksvoll unterstrich. Aniko Müller gehörte zunächst zur Starting Five und setzte auf der Position vorne rechts mit ihren druckvollen Angaben immer wieder wichtige Akzente. Mitte der Partie reagierte das Trainerteam mit einem Doppelwechsel: Während Müller vom Feld ging, rückte Großmann auf der linken Angriffsseite ins Spiel. Die Schneverdingerin fügte sich nahtlos ein und sorgte mit einer cleveren Mischung aus langen Angriffsbällen sowie präzisen, druckvollen Schlägen auf die Vorderpositionen immer wieder für direkte Punkte. Deutschland kontrollierte das Finale über die gesamte Spielzeit und gewann verdient mit 3:0 (11:7, 11:7, 11:4). Den ersten Matchball nutzte Großmann direkt selbst: Mit einem platzierten Ass über die Schweizer Hauptangreiferin verwandelte sie ihn zum umjubelten Europameistertitel. „So ein Finale macht einfach unglaublich viel Spaß. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen und genau das hat uns in diesem Turnier ausgezeichnet“, freute sich Großmann nach dem Titelgewinn. Auch Aniko Müller hob die außergewöhnliche Breite des deutschen Kaders hervor und richtete gleichzeitig ein besonderes Lob an ihre Vereinskollegin, die sie im Finale nach dem Doppelwechsel ersetzte: „Wir hatten auf jeder Position mehrere Spielerinnen auf höchstem Niveau. Helle hat nach ihrer Einwechslung ihr Spiel einfach durchgezogen. Sie hat überragend gespielt, ich bin sehr stolz auf sie.“ Mit dem erneuten Triumph setzt Deutschland seine beeindruckende Erfolgsserie bei Europameisterschaften fort. Nach den Titeln 2015, 2017, 2019 und 2023 ging auch 2026 die Goldmedaille an die deutsche Auswahl. Für Helle Großmann und Aniko Müller krönen damit zwei Medaillen innerhalb kurzer Zeit einen sportlich erfolgreichen Sommer. Einmal mehr tragen zwei Spielerinnen des TV Jahn Schneverdingen den Europameistertitel nach Hause.

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Vorbericht Frauen Europameisterschaft 24./25.07.2026

Kaum ist die Bronzemedaille der Deutschen Meisterschaft gewonnen, wartet bereits die nächste Titelchance. Für Helle Großmann und Aniko Müller bleibt nach der Endrunde in Bardowick kaum Zeit zum Durchatmen. Nur wenige Tage nach dem Gewinn der Bronzemedaille reisen die beiden Angreiferinnen des TV Jahn Schneverdingen mit der deutschen Nationalmannschaft zur Frauen-Europameisterschaft nach Reiden in der Schweiz. Dort soll im besten Fall am Freitag und Samstag der fünfte Europameistertitel in Folge eingefahren werden.

Reiden wird in den kommenden Tagen zum Mittelpunkt der internationalen Faustballszene. Parallel zur Frauen-Europameisterschaft finden von Donnerstag bis Sonntag auch die U18-Weltmeisterschaften der Mädels und Jungs statt. Aus den Reihen des TV Jahn wird in den Nachwuchswettbewerben jedoch keine Spielerin vertreten sein – die noch jungen Jahn-Nachwuchstalente verpassten den Sprung in den Jugendnationalkader denkbar knapp. Für deutschlands Frauen beginnt die Europameisterschaft am Freitag mit einer einfachen Vorrunde gegen Serbien, Namibia (mit Sonderstartrecht aufgrund des fehlenden afrikanischen Kontinentalwettbewerbs), Österreich und Gastgeber Schweiz. Gespielt wird zunächst im Modus „Jeder gegen jeden“. Die vier bestplatzierten Mannschaften qualifizieren sich für die Halbfinalspiele am Samstag, ehe am Abend der neue Europameister ermittelt wird. Die Zielsetzung der deutschen Auswahl ist eindeutig. Seit 2015 ging jeder ausgetragene Europameistertitel an Deutschland – 2015 in Italien, 2017 im eigenen Land, 2019 in Tschechien und zuletzt 2023 in Österreich. Entsprechend selbstbewusst blickt auch Aniko Müller auf das Turnier: „Es wäre tief gestapelt, wenn wir sagen würden, dass wir etwas anderes als den Titel holen wollen. Dafür fahren wir zur Europameisterschaft.“ Ganz selbstverständlich ist die Favoritenrolle dennoch nicht. Bei der Weltmeisterschaft 2024 musste sich Deutschland im Finale dem außereuropäischen Topteam Brasilien deutlich geschlagen geben. Auch bei den World Games 2025 blieb der große Wurf aus. Nach einer denkbar knappen Halbfinalniederlage gegen die Schweiz gewann die deutsche Auswahl zwar souverän das Spiel um Platz drei gegen Österreich, verpasste den Finaleinzug jedoch hauchdünn. Vor der Europameisterschaft sprechen die Vorzeichen allerdings wieder für Deutschland. Mit Tanja Bognar hat die langjährige Schweizer Hauptangreiferin und prägendste Persönlichkeit des Nationalteams ihre Karriere beendet. Gleichzeitig reist die deutsche Auswahl mit einem eingespielten Kader nach Reiden. Nahezu alle Nationalspielerinnen standen noch am vergangenen Wochenende bei der Deutschen Meisterschaft auf dem Feld und befinden sich im Wettkampfrhythmus. Mittendrin: zwei Spielerinnen des TV Jahn Schneverdingen, deren Nationalmannschaftskarrieren kaum unterschiedlicher sein könnten. Für Helle Großmann gehört das Nationaltrikot trotz ihrer noch jungen Laufbahn längst zum festen Bestandteil ihrer Karriere. Seit den World Games 2022 ist sie fester Bestandteil der Frauen-Nationalmannschaft und absolvierte bislang 16 A-Länderspiele. Nach dem Titelgewinn bei den World Games und ihrer ersten Europameisterschaft soll nun der nächste internationale Erfolg folgen. „Wir wissen, welche Qualität wir im Kader haben. Jetzt wollen wir diese auch auf dem Platz zeigen und den Titel verteidigen“, sagt Großmann. Aniko Müller zählt dagegen seit Jahren zu den erfahrensten Spielerinnen im deutschen Aufgebot. Die 25-fache Nationalspielerin gewann bereits drei Europameistertitel und zwei Weltmeisterschaften. Nach der Nichtnominierung für die World Games im vergangenen Jahr gehört sie nun wieder zum deutschen Aufgebot und möchte ihre beeindruckende Titelsammlung erweitern. „Ich freue mich riesig, wieder Teil dieser Mannschaft zu sein. Solche Turniere sind immer etwas Besonderes. Jetzt wollen wir die Chance nutzen und den Titel nach Deutschland holen.“ Alle Spiele der Europameisterschaft werden kostenlos im Livestream auf fistball.TV übertragen. So können auch die Fans des TV Jahn Schneverdingen Helle Großmann und Aniko Müller auf ihrem Weg zur möglichen Titelverteidigung live verfolgen.

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Nachbericht Deutsche Meisterschaft 18./19.07.2026

Bronzemedaille nach einer Saison mit Höhen und Tiefen: Die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen haben die Deutsche Meisterschaft in Bardowick auf dem dritten Platz beendet. Nach einem dramatischen Viertelfinalsieg gegen den TSV Pfungstadt, der Halbfinalniederlage gegen den TSV Dennach und einem überzeugenden Erfolg im Spiel um Bronze gegen den TV Brettorf kehren die Heidschnucken mit einer weiteren DM-Medaille nach Hause. Es ist der verdiente Abschluss einer Saison, in der die Mannschaft immer wieder Rückschläge wegstecken musste – und sich dennoch erneut auf nationaler Bühne behauptete.

Schon vor dem ersten Ballwechsel schien das Turnier unter keinem guten Stern zu stehen. Beim Aufwärmen verletzte sich Mannschaftsführerin Laura Kauk am Knöchel. Mit einem kurzfristig getapten Fuß biss sie zwar auf die Zähne und stand dennoch in der Startformation, die Verletzung war ihr jedoch während des gesamten Spiels deutlich anzumerken. „Ich habe schnell gemerkt, dass ich der Mannschaft nicht so helfen konnte, wie ich es eigentlich wollte. Das war unglaublich frustrierend. Umso glücklicher bin ich, dass wir als Team Lösungen gefunden haben“, berichtete Kauk später. Diese Lösungen waren zunächst allerdings nicht in Sicht. Gegen den TSV Pfungstadt fand der TV Jahn überhaupt nicht in die Partie. Vor allem die gebürtige österreichische Angreiferin Teresa Thomas stellte die Schneverdingerinnen mit ihren druckvollen und präzisen Angaben immer wieder vor unlösbare Aufgaben. Mit zahlreichen Assen Pfungstadts und einer selbst ungewohnt hohen Eigenfehlerquote geriet der TV Jahn schnell mit 7:11 und 8:11 in Rückstand. Auch spielerisch blieb die gesamte Mannschaft zunächst weit unter ihren Möglichkeiten. Doch erst Mitte des dritten Satzes – als die Rot-Weißen bereits kurz vor dem vorzeitigen DM-Aus standen – gelang Trainerin Christine Seitz der entscheidende taktische Kniff. Die Jahnlerinnen lösten ihre klassische X-Formation auf und stellten auf eine W-Formation um. Alina Karahmetovic rückte dabei im Spielaufbau einige Meter weiter nach hinten, während Kauk und Luca von Loh die Spielfeldecken konsequent schlossen. Die Umstellung zeigte sofort Wirkung. Pfungstadt verlor seine größte Stärke, Schneverdingen gewann Sicherheit und kämpfte sich Punkt für Punkt zurück. Mit 11:8, 11:9 und 11:6 drehten die Heidschnucken den Nervenkrimi tatsächlich noch zu ihren Gunsten. Es war sinnbildlich für die gesamte Saison: Rückschlag, Umstellung, Comeback. Nicht immer schön, oft wackelig – aber am Ende erfolgreich. Die Euphorie über das Comeback hielt allerdings nicht lange an. Nur wenige Stunden später wartete im Halbfinale der ungeschlagene Südmeister TSV Dennach. Trotz ihrer Verletzung stellte sich Kauk erneut in den Dienst der Mannschaft. Nach einem umkämpften ersten Satz (8:11) riss der Spielfaden der Schneverdingerinnen im zweiten Durchgang (5:11) ab. Zu viele Angabenfehler, Unsicherheiten in der Abstimmung und fehlende Konsequenz ermöglichten den Pink Ladies die Kontrolle über die Partie. Im dritten Satz kämpfte sich der TV Jahn mit einem 11:8 noch einmal eindrucksvoll zurück. Vor allem Annika Kriger zeigte nach nur drei Trainingseinheiten eine bemerkenswert starke Leistung und knüpfte phasenweise an ihr früheres Niveau an. Im vierten Satz (7:11) spielten die Favoritinnen ihre Klasse aus und zogen verdient ins Finale ein. Helle Großmann wurde nach der Partie als wertvollste Spielerin (MVP) ausgezeichnet. Die Enttäuschung über das verpasste Finale hielt sich nach diesem Saisonverlauf aber in Grenzen. Am Sonntag bot sich den Schneverdingerinnen im Spiel um Platz drei jedoch noch einmal die Chance auf einen versöhnlichen Abschluss – und diese nutzten sie eindrucksvoll. Kauk musste aufgrund ihrer Verletzung passen und unterstützte ihre Mannschaft stattdessen von der Seitenlinie. Von Loh bildete gemeinsam mit Annika Kriger ein kaum zu überwindendes Defensivduo. Kriger kämpfte sich im Verlauf der Meisterschaft immer besser hinein und überzeugte mit großem Einsatz und sehenswerten Rettungsaktionen. Alina Karahmetovic war einmal mehr der ruhende Pol im Spielaufbau, während Helle Großmann konsequent im Angriff punktete. Vor allem Aniko Müller zeigte jedoch ihre vielleicht beste Leistung der gesamten Saison. Mit einer Vielzahl druckvoller Angaben erzielte sie zahlreiche direkte Punkte und führte den TV Jahn zu einem ungefährdeten 11:6, 11:9 und 11:4 gegen den TV Brettorf. Dafür wurde sie ebenso wie Großmann am Vortag als MVP ausgezeichnet. Entsprechend erleichtert fiel das Fazit der Schneverdingerinnen aus. „Diese Medaille fühlt sich in diesem Jahr besonders wertvoll an“, sagte die Mannschaftsälteste Müller nach dem Turnier. „Wir hatten eine Saison mit unglaublich vielen Veränderungen, mussten ständig improvisieren und haben trotzdem nie aufgehört, an uns zu glauben. Dass wir uns am Ende mit Bronze belohnen konnten, macht uns unglaublich stolz.“ Auch Trainerin Seitz zog ein positives Fazit: „Natürlich fragt man sich nach dem Halbfinale, ob vielleicht noch mehr möglich gewesen wäre. Umso schöner war aber die Reaktion der Mannschaft am Sonntag. Genau diesen Charakter hat unser Team die gesamte Saison ausgezeichnet.“ Damit spiegelte die Deutsche Meisterschaft den gesamten Saisonverlauf wider. Es gab Verletzungen, Rückschläge und schwierige Phasen, aber ebenso große Moral, taktische Lösungen und einen beeindruckenden Zusammenhalt. Die Nachwuchsspielerinnen Greta Baden, Merle Mund und Nina Karahmetovic sammelten erstmals Endrunden-Erfahrung und unterstützten ihre Mannschaft unermüdlich von der Bank. Am Ende steht für den TV Jahn Schneverdingen erneut eine Medaille bei einer Deutschen Meisterschaft – vielleicht nicht die insgeheim immer erhoffte goldene, aber eine, die nach dieser außergewöhnlichen Saison einen ganz besonderen Wert besitzt.

Zum Einsatz kamen: Aniko Müller, Helle Großmann, Alina Karahmetovic, Luca von Loh, Annika Kriger und Laura Kauk

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Vorbericht Deutsche Meisterschaft Frauen 18./19.07.2026

Jetzt geht’s um die nationalen Medaillen: Wenn am kommenden Wochenende in Bardowick die Deutsche Meisterschaft im Faustball ausgetragen wird, gehört der TV Jahn Schneverdingen einmal mehr zum Teilnehmerfeld. Für die Heidschnucken ist die Endrunde längst zur Tradition geworden – doch selten war der Weg dorthin so steinig wie in diesem Jahr. Trotz zahlreicher personeller Veränderungen und immer neuer Formationen sicherten sich die Schneverdingerinnen als Vizemeister der Bundesliga Nord erneut das Ticket für den Saisonhöhepunkt.

Die vergangenen Monate verlangten der Mannschaft einiges ab. Nach personellen Veränderungen in der laufenden Spielsaison und der Fingerfraktur von Abwehrspielerin Luca von Loh mussten Positionen neu verteilt werden, Nachwuchsspielerinnen rückten früher als geplant in den Bundesligakader und immer wieder waren zusätzliche Spielerinnen gefragt, um personelle Lücken zu schließen. Auch Lena Meyer unterstützte die Mannschaft während der Saison mehrfach, ist für die Deutsche Meisterschaft jedoch privat verhindert und steht nicht zur Verfügung. Trainerin Christine Seitz war dadurch Woche für Woche zum Umdenken gezwungen – und führte ihre Mannschaft dennoch sicher auf den zweiten Tabellenplatz. „Wir mussten uns praktisch jede Woche neu sortieren und konnten kaum einmal in derselben Formation spielen“, blickt Mannschaftsführerin Laura Kauk zurück. „Umso mehr bedeutet uns diese Deutsche Meisterschaft. Wir haben als Mannschaft unglaublich viel dazugelernt und wollen jetzt zeigen, dass wir uns diesen Platz verdient haben.“ Im Qualifikationsspiel am Samstagmittag wartet mit dem TSV Pfungstadt der Drittplatzierte der Südstaffel. Mit Stephanie Thomas, einer ehemaligen Nationalspielerin mit unzähligen internationalen Meistertiteln, und der österreichischen Nationalangreiferin Teresa Thomas verfügen die Hessinnen über eines der erfahrensten Angriffsduos der Endrunde. Für die Heideblütenstädterinnen ist der Gegner weitgehend unbekannt. „Wir kennen Pfungstadt nur aus wenigen Spielen. Deshalb wird es wichtig sein, schnell Lösungen zu finden und unser eigenes Spiel durchzuziehen“, sagt Nationalangreiferin Helle Großmann. „Bei einer Deutschen Meisterschaft entscheidet oft die Tagesform. Wenn wir unser Potenzial abrufen, brauchen wir uns vor keiner Mannschaft zu verstecken.“ Mit einem Sieg würde der TV Jahn ins Halbfinale gegen Südmeister TSV Dennach einziehen. Als größter Titelfavorit reist jedoch erneut der Ahlhorner SV nach Bardowick. Die Oldenburgerinnen dominierten die Bundesliga Nord ohne Niederlage und gehen gemeinsam mit Dennach als die Mannschaften ins Rennen, die es zu schlagen gilt. Dabei gehörte genau diese Favoritenrolle in den vergangenen Jahren meist den Jahnlerinnen. Zwischen 2021 und 2024 gewann der TV Jahn viermal in Folge die Deutsche Meisterschaft – 2021 und 2022 jeweils im Finale gegen Dennach, 2023 und 2024 gegen den Ahlhorner SV. Erst im vergangenen Jahr riss die beeindruckende Serie mit der Finalniederlage gegen Ahlhorn. Diesmal reisen die Heidschnucken mit einer anderen Ausgangslage nach Bardowick – eine Rolle, mit der sich die Mannschaft aber inzwischen durchaus wohlfühlt. „Ahlhorn und Dennach haben in dieser Saison die größte Konstanz gezeigt und gehen verdient als Favoriten in die Meisterschaft“, ordnet Trainerin Christine Seitz die Ausgangslage ein. „Wir haben in dieser Saison gelernt, auf jede Situation zu reagieren. Diese Erfahrung kann auf einer Deutschen Meisterschaft viel wert sein.“ Mit Helle Großmann und Aniko Müller stehen dem TV Jahn weiterhin zwei Nationalangreiferinnen zur Verfügung, die jeder Partie ihren Stempel aufdrücken können. Komplettiert wird der Kader von Alina Karahmetovic, Laura Kauk, Luca von Loh und Annika Kriger. Außerdem gehören die Nachwuchsspielerinnen Nina Karahmetovic, Merle Mund und Greta Baden zum Aufgebot, die erstmals Deutsche-Meisterschaft-Luft schnuppern und wertvolle Erfahrungen auf höchstem Niveau sammeln sollen. Für die Heidschnucken dürfte sich die Endrunde dabei fast wie ein Heimturnier anfühlen. Bardowick liegt nur rund 45 Autominuten von Schneverdingen entfernt, zahlreiche Fans werden den TV Jahn vor Ort unterstützen. Tagestickets für Samstag und Sonntag sind weiterhin erhältlich. Eines hat diese Saison bereits gezeigt: Dieses TV Jahn Team lässt sich von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen. Aus personellen Engpässen ist ein echter Zusammenhalt entstanden, aus Improvisation neue Stärke. Genau mit diesem Selbstverständnis reisen die Heidschnucken nun nach Bardowick. Nicht als Topfavorit – sondern als Mannschaft, die gerade dann besonders gefährlich ist, wenn sie niemand ganz oben auf der Rechnung hat. Beste Voraussetzungen also für ein stimmungsvolles Faustball-Wochenende – und vielleicht für das nächste Kapitel einer außergewöhnlichen Schneverdinger Erfolgsgeschichte.

Nachbericht 7. Spieltag Frauen Bundesliga 05.07.2026

Mit Rückenwind zur Deutschen Meisterschaft: Die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen haben den letzten Spieltag der Bundesliga Nord erfolgreich abgeschlossen und sich mit zwei Siegen den zweiten Tabellenplatz gesichert. Durch die Erfolge zuhause gegen den VfL Kellinghusen und den Ohligser TV reisen die Heidschnucken damit als Nordvizemeister zur Deutschen Meisterschaft nach Bardowick.

Bereits das Auftaktspiel gegen den direkten Verfolger aus Kellinghusen hatte Endspielcharakter. Mit Helle Großmann und Aniko Müller im Angriff, Alina Karahmetovic im Zuspiel sowie Laura Kauk und der nach ihrer Fingerfraktur zurückgekehrten Luca von Loh in der Abwehr setzte Trainerin Christine Seitz auf ihre erfahrenste Formation. Die Jahnlerinnen nutzten ihre langjährige Kenntnis des Gegners konsequent aus, spielten taktisch variabel und setzten Kellinghusen immer wieder unter Druck. So fanden die Gäste nie richtig in die Partie und mussten sich mit 6:11, 5:11 und 9:11 deutlich geschlagen geben. Mit dem 3:0-Erfolg war dem TV Jahn der zweite Tabellenplatz der Nordliga nicht mehr zu nehmen – während Kellinghusen gleichzeitig die letzte Chance auf die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft verlor. Über das Ausscheiden des direkten Konkurrenten durfte aus der Ferne auch der TV Brettorf jubeln, der sich damit das letzte DM-Ticket sicherte. Im zweiten Spiel gegen den Ohligser TV nutzte Seitz die Gelegenheit, ihrer Mannschaft weitere Variationsmöglichkeiten zu geben. Für Luca von Loh rückte die ehemalige Bundesligaspielerin Annika Kriger nach ihrer Babypause und eigentlich schon vollzogenem Faustball-Ruhestand in die Startformation. Im Angriff erhielt Nachwuchsspielerin Nina Karahmetovic ihren nächsten Bundesligaeinsatz an der Seite von Helle Großmann, die erneut die Doppelrolle aus Angabe und Rückschlag übernahm. Gegen die druckvolle Hauptangreiferin der Ohligserinnen präsentierte sich die Schneverdinger Defensive aufmerksam und entschärfte zahlreiche gefährliche Angaben. In vielen langen Ballwechseln behielten die Gastgeberinnen zudem häufig die Oberhand. Nach zwei gewonnenen Sätzen durfte schließlich auch U16-Spielerin Greta Baden erstmals Bundesligaluft schnuppern. Die Debütantin fügte sich in der Abwehr nahtlos ein und setzte mit mehreren sehenswerten Aktionen sofort Akzente. Trotz der vielen Umstellungen und einer Mannschaft, in der mit Nina Karahmetovic, Greta Baden und Annika Kriger gleich drei Spielerinnen nur wenig gemeinsame Spielpraxis mit der Stammformation besaßen, setzte sich der TV Jahn mit 3:1 (11:8, 11:7, 8:11, 11:9) verdient durch. „Mit dem zweiten Tabellenplatz haben wir das Maximum aus dieser Bundesligasaison herausgeholt“, bilanzierte Mannschaftsführerin Laura Kauk. „Wenn man sieht, wie viele personelle Veränderungen wir verkraften mussten, können wir auf diese Leistung wirklich stolz sein. Die vielen jungen Spielerinnen haben ihre Chancen genutzt und uns in schwierigen Phasen enorm geholfen.“ Der Blick richtet sich nun auf die Deutsche Meisterschaft in Bardowick. Nach einer Saison, die von Verletzungen, zahlreichen personellen Veränderungen und gleich mehreren Bundesligadebüts geprägt war, fällt das Fazit der Schneverdingerinnen besonders positiv aus. Selten zuvor musste Trainerin Christine Seitz so häufig improvisieren und Spielerinnen integrieren, die eigentlich eine Pause vom Leistungssport eingelegt hatten. Statt erneut um die Nordmeisterschaft zu kämpfen, mussten die Saisonziele früh angepasst werden. Umso bemerkenswerter ist der Gewinn der Vizemeisterschaft in der Bundesliga Nord. „Wir werden bei der Deutschen Meisterschaft nicht als Favoritinnen an den Start gehen“, ordnet Seitz die Ausgangslage ein. „Aber die Mannschaft hat in dieser Saison immer wieder bewiesen, dass sie Rückschläge wegstecken und sich weiterentwickeln kann. In Bardowick wollen wir erneut das Beste aus unseren Möglichkeiten herausholen.“

Zum Einsatz kamen: Helle Großmann, Aniko Müller, Laura Kauk, Alina Karahmetovic, Luca von Loh, Annika Kriger, Nina Karahmetovic und Greta Baden

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Vorbericht 7. Spieltag Frauen Bundesliga 05.07.2026

Generalprobe mit Bedeutung: Für die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen steht am kommenden Sonntag der letzte Spieltag der Bundesliga Nord auf heimischer Anlage an. Die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft ist zwar bereits geschafft, dennoch geht es gegen den VfL Kellinghusen und den Ohligser TV noch um eine möglichst gute Ausgangsposition für die Endrunde in Bardowick.

Mit 18:6 Punkten belegen die Heideblütenstädterinnen aktuell den zweiten Tabellenplatz hinter Nordmeister Ahlhorner SV. Um diesen Rang zu verteidigen, genügt den Schneverdingerinnen bereits ein Sieg aus den beiden verbleibenden Begegnungen. Besonders das Auftaktspiel gegen den direkten Verfolger VfL Kellinghusen besitzt dabei richtungsweisenden Charakter. Gewinnt der TV Jahn, ist Platz zwei endgültig gesichert und die zweite Partie gegen den Ohligser TV kann ohne zusätzlichen Druck angegangen werden. Die Platzierung aus der Ligarunde könnte sich bei der Deutschen Meisterschaft als entscheidender Vorteil erweisen. Als Zweiter der Nordstaffel würden die Jahnlerinnen im Qualifikationsspiel aller Voraussicht nach auf den TSV Pfungstadt treffen. Sollte Kellinghusen den TV Jahn hingegen noch von Rang zwei verdrängen, würde vermutlich der TSV Calw warten. Die Calwer Löwinnen gelten seit Jahren als äußerst unangenehmer Gegner und mussten in dieser Saison bislang erst zwei Niederlagen hinnehmen, während Pfungstadt bereits viermal als Verlierer vom Platz ging. „Natürlich wollen wir den zweiten Tabellenplatz verteidigen. Wenn wir gleich gegen Kellinghusen gewinnen, fällt eine Menge Anspannung von uns ab“, sagt Zuspielerin Alina Karahmetovic. „Wir wollen unseren Heimspieltag genießen, gleichzeitig aber auch mit einem guten Gefühl und einer möglichst starken Ausgangslage zur Deutschen Meisterschaft fahren.“ Personell bleibt die Situation bei den Rot-Weißen spannend. Mit Helle Großmann, Aniko Müller, Alina Karahmetovic und Mannschaftsführerin Laura Kauk steht das bewährte Stammgerüst der Mannschaft zur Verfügung. Nach ihrer Fingerfraktur könnte zudem Abwehrspielerin Luca von Loh erstmals wieder in den Kader zurückkehren. Nachwuchsspielerin Nina Karahmetovic gehört nach ihren gelungenen ersten Bundesligaeinsätzen erneut zum Aufgebot, während U18-Zuspielerin Merle Mund privat verhindert ist. Dafür könnte mit Greta Baden bereits die dritte Jugendspielerin innerhalb von drei Wochen ihr Bundesligadebüt feiern. Unterstützung erhält Trainerin Christine Seitz außerdem von einer alten Bekannten: Die ehemalige Schneverdinger Bundesligaspielerin Annika Kriger wird den personell angeschlagenen Kader aushilfsweise verstärken. „Die Mannschaft hat sich in den vergangenen Wochen immer wieder neu gefunden und viele Ausfälle aufgefangen. Jetzt wollen wir uns für diesen Aufwand belohnen und den zweiten Tabellenplatz aus eigener Kraft sichern.“ sagt Jahn-Trainerin Seitz. Mit der Endrunde bereits in der Tasche können die Heidschnucken zwar befreit aufspielen – verschenken möchten sie vor heimischem Publikum dennoch nichts. Schließlich könnte der letzte Bundesligaspieltag bereits die Weichen für einen erfolgreichen Weg bei der Deutschen Meisterschaft stellen.

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Nachbericht 6. Spieltag Frauen Bundesliga 28.06.2026

DM-Ticket gelöst: Die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen haben beim sechsten Bundesligaspieltag in Wangersen vorzeitig die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft perfekt gemacht. Der souveräne 3:0-Erfolg gegen Gastgeber MTV Wangersen reichte trotz der anschließenden 2:3-Niederlage gegen den TV Brettorf aus, um das große Saisonziel bereits einen Spieltag vor Schluss zu erreichen.

Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen war der Spielbeginn auf 9:30 Uhr vorverlegt worden – eine Entscheidung, die sich im weiteren Tagesverlauf auszahlen sollte. Gleich zwei der drei Begegnungen gingen über die volle Distaanz und verlangten den Spielerinnen bei steigender Hitze alles ab. Im ersten Spiel des Tages rückte gegen die Gastgeberinnen die U18-Spielerin Merle Mund bei ihrem Bundesligadebüt direkt in die Startformation. Die Nachwuchszuspielerin übernahm zwischen den beiden Angreiferinnen Helle Großmann und Aniko Müller Verantwortung im Spielaufbau, während Alina Karahmetovic und Laura Kauk die Abwehr bildeten. Die Gastgeberinnen nahmen die Debütantin von Beginn an gezielt ins Visier. Mund stellte sich dieser Herausforderung jedoch mutig, fand gemeinsam mit ihren erfahrenen Mitspielerinnen immer besser in die Partie und gewann mit zunehmender Spielzeit an Sicherheit. Die Schneverdingerinnen ließen sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen, kontrollierten die Begegnung über weite Strecken und feierten mit 11:9, 11:7 und 11:7 einen verdienten 3:0-Erfolg. Im anschließenden Spitzenspiel gegen den TV Brettorf setzte Trainerin Christine Seitz auf eine veränderte Formation: Nachwuchsspielerin Nina Karahmetovic erhielt nach ihrem gelungenen Debüt in der Vorwoche ihren zweiten Bundesligaeinsatz und bildete gemeinsam mit Aniko Müller den Angriff. Alina Karahmetovic rückte zunächst ins Zuspiel, während Laura Kauk und Helle Großmann die Defensive übernahmen. Der TV Jahn erwischte den besseren Start und sicherte sich den ersten Satz mit 11:7, wobei Nina Karahmetovic sich besonders auszeichnete und den entscheidenden Satzball verwandelte. Anschließend schlichen sich jedoch vor allem im Angriff zu viele vermeidbare Fehler ein, wodurch Brettorf den zweiten Durchgang deutlich für sich entschied (3:11). Seitz reagierte darauf, stellte Großmann wieder in den Angriff und Alina Karahmetovic zurück in die Abwehr. Mit der bewährten Formation gelang den Heidschnucken prompt die erneute Satzführung (11:8). Doch auch im vierten Satz verhinderten zu viele Eigenfehler den vorzeitigen Sieg und Brettorf glich mit 7:11 erneut aus. Im Entscheidungssatz stabilisierte sich das Angriffsspiel zwar wieder, dafür fand Brettorf nun immer häufiger die Lücken in der Schneverdinger Defensive. Die Heidschnucken gerieten früh in Rückstand und liefen diesem bis zum 7:11 vergeblich hinterher. „Mit der Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft haben wir unser großes Zwischenziel erreicht. Darauf können wir nach den vielen personellen Umbrüchen in dieser Saison wirklich stolz sein“, freute sich Mannschaftsführerin Laura Kauk. „Jetzt können wir befreit in den letzten Spieltag gehen und anschließend den Fokus voll auf die Deutsche Meisterschaft richten.“ Mit nun 18:6 Punkten behauptet der TV Jahn Schneverdingen den zweiten Tabellenplatz der Bundesliga Nord. Während sich der Ahlhorner SV bereits die Nordmeisterschaft sicherte, steht für die Schneverdingerinnen die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft bereits vorzeitig fest. Zwar könnte der VfL Kellinghusen die Heidschnucken am letzten Spieltag rechnerisch noch auf Rang drei verdrängen, Brettorf und der Ohligser TV können die Jahnlerinnen jedoch nicht mehr einholen.

Zum Einsatz kamen: Helle Großmann, Aniko Müller, Laura Kauk, Alina Karahmetovic, Nina Karahmetovic und Merle Mund

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Vorbericht 6. Spieltag Frauen Bundesliga 28.06.2026

Richtung Deutsche Meisterschaft: Für die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen steht am kommenden Sonntag in Wangersen ein richtungsweisender Spieltag auf dem Programm. Gegen Gastgeber MTV Wangersen und den direkten Verfolger TV Brettorf wollen die Heidschnucken wichtige Punkte im Kampf um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft sammeln.

Zwei Spieltage vor Saisonende befindet sich der TV Jahn in einer vielversprechenden Ausgangsposition. Mit aktuell 16:4 Punkten belegen die Heideblütenstädterinnen den zweiten Tabellenplatz hinter Spitzenreiter Ahlhorner SV. Da sich die ersten drei Mannschaften der Bundesliga Nord für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren, könnten die Schneverdingerinnen bereits in Wangersen einen weiteren großen Schritt in Richtung Endrunde machen. Gleichzeitig lauern mit dem VfL Kellinghusen und dem TV Brettorf zwei Verfolger, die den Rot-Weißen weiterhin dicht auf den Fersen sind. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Aufeinandertreffen mit Brettorf zu. Die Brettorferinnen rangieren aktuell auf dem vierten Tabellenplatz und benötigen dringend Punkte, um ihre Chancen auf die DM-Qualifikation zu wahren. Bereits in der Hinrunde entwickelte sich zwischen beiden Mannschaften eine umkämpfte Begegnung, die die Heidschnucken letztlich für sich entscheiden konnten. Entsprechend erwartet das Team von Trainerin Christine Seitz auch diesmal eine enge Partie. Zuvor wartet allerdings mit Gastgeber MTV Wangersen eine Mannschaft, die tabellarisch zwar im unteren Drittel steht, auf heimischer Anlage jedoch traditionell schwer zu bespielen ist. Auch diese Hinrundenpartie konnten die Heidschnucken für sich entscheiden, mussten dabei aber phasenweise hart arbeiten, um ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. „Wir haben uns eine gute Ausgangslage erarbeitet, aber entschieden ist noch gar nichts“, betont Angreiferin Aniko Müller. „Gerade gegen Brettorf erwarten wir ein enges Spiel. Der Fokus muss auf uns und unseren eigenen Leistungen liegen – wenn die passen, dann gehören die Punkte uns.“ Personell bleibt die Situation bei den Heidschnucken weiterhin angespannt. Nach der Fingerfraktur von Abwehrspielerin Luca von Loh steht Trainerin Christine Seitz nach wie vor nur ein eingeschränkter Kader zur Verfügung. Vor allem in der Defensive fehlt damit eine wichtige Stütze. Mit Helle Großmann, Aniko Müller, Alina Karahmetovic und Mannschaftsführerin Laura Kauk bildet jedoch das Stammgerüst der Mannschaft die Basis für einen erfolgreichen Spieltag. Nach ihrem gelungenen Bundesligadebüt in Hagen gehört zudem erneut Nachwuchsspielerin Nina Karahmetovic zum Aufgebot. Erstmals nominiert wurde außerdem U18-Zuspielerin Merle Mund, die vor ihrem Debüt in der höchsten deutschen Spielklasse steht. Nach dem Spieltag in Wangersen wartet auf die Jahnlerinnen nur noch der abschließende Heimspieltag eine Woche später. Entsprechend groß ist die Bedeutung der Begegnungen am kommenden Sonntag.

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