Nachbericht Deutsche Meisterschaft U16 26./27.09.2026

Ganz nah am Halbfinale und am Ende Fünfter in Deutschland: Die U16-Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen haben bei der Deutschen Meisterschaft in Gnutz über weite Strecken gezeigt, was in ihnen steckt. Nur wenige Bälle trennten die Heidschnucken im Viertelfinale vom Sprung unter die besten Vier, ehe das lange offene Duell gegen den späteren Bronzemedaillengewinner VfL Kellinghusen in der Schlussphase kippte. Die Enttäuschung war groß – mit zwei Siegen zum Abschluss kämpften sich die Jahnlerinnen aber noch auf Rang fünf und beendeten ihre Feldsaison versöhnlich.

Schon am Samstag erspielten sich die Rot-Weißen eine gute Ausgangsposition. Zum Auftakt gegen den ESV Schwerin führten Jette Meyer, Ronja Röhrs, Hanne Röhrs, Lotta Schröder, Greta Baden und Viktoria Paukstys in beiden Sätzen komfortabel, brachten ihre Vorteile jedoch nicht konsequent ins Ziel. Nach dem 11:13 retteten sie mit einem 12:10 zumindest noch das 1:1-Unentschieden. Deutlich souveräner präsentierte sich der Jahn-Nachwuchs danach gegen den TSV Gärtringen (11:8, 11:7) und den TV Hallerstein (11:4, 11:9) und blieb in beiden Begegnungen ohne Satzverlust. So fehlte bei 5:1 Punkten am Ende lediglich das bessere Ballverhältnis zum Gruppensieg, den sich Schwerin knapp vor den Heideblütenstädterinnen sicherte. Als Gruppenzweiter führte der Weg damit ins Achtelfinale gegen den TV Stammheim, wo die jungen Heidschnucken mit 11:5 und 11:2 nichts anbrennen ließen und souverän das Ticket für die Runde der besten Acht lösten. Dort wartete am Sonntagmorgen mit dem VfL Kellinghusen einer der großen Favoriten. Davon zunächst unbeeindruckt, holten sich die Jahnlerinnen mit einer starken Ronja Röhrs im Angriff und einer aufmerksamen Mannschaft dahinter den ersten Satz mit 12:10. Der VfL antwortete allerdings deutlich und erzwang mit einem 6:11 den Entscheidungssatz. Auch hier erwischten die Rot-Weißen zunächst den besseren Start und erspielten sich eine 7:5-Führung, ehe ihnen in der entscheidenden Phase die letzte Konsequenz fehlte. Kellinghusen nutzte die wenigen Nachlässigkeiten, drehte den Durchgang zum 9:11 und beendete damit den Traum von einer erneuten DM-Medaille. „Das war natürlich bitter, weil wir die Chance auf das Halbfinale wirklich in der eigenen Hand hatten. Auf diesem Niveau entscheiden wenige Bälle – und die haben wir in dieser Phase leider nicht gemacht“, bilanzierte Trainer Olaf Neuenfeld. Lange ließen die Heideblütenstädterinnen die Köpfe allerdings nicht hängen. Gegen den bis dahin ungeschlagenen MTV Diepenau, ebenfalls als Titelkandidat nach Gnutz gereist, meldeten sie sich eindrucksvoll zurück und zogen mit einem überraschend deutlichen 2:0 (11:7, 11:5) ins Spiel um Platz fünf ein. Dort schloss sich gegen Schwerin der Kreis zum Auftakt des Wochenendes. Nach dem 11:8 im ersten Satz deutete bei einer 8:2-Führung im zweiten bereits vieles auf einen schnellen Erfolg hin, doch erneut kämpfte sich der ESV zurück und erzwang mit 10:12 den Entscheidungssatz. Diesmal brachten die Heidschnucken die Partie zu Ende und machten in einer engen Schlussphase mit 12:10 den fünften Platz perfekt. Die erhoffte Medaille blieb damit zwar aus, die Bilanz konnte sich dennoch sehen lassen: Von sieben Begegnungen verlor der TV Jahn lediglich das Viertelfinale gegen Kellinghusen. „Bis auf einige Phasen war das von allen eine sehr gute Leistung. Wenn wir jetzt noch lernen, in Stresssituationen und bei Rückständen ruhiger zu bleiben, sind wir auf einem sehr guten Weg“, zog Neuenfeld ein positives Fazit. Für die Überraschung des Finaltages sorgte derweil die SG ESV Dresden/FV 1925 Glauchau-Rothenbach. Am Samstag als Gruppenzweiter noch eher unauffällig durch die Vorrunde gekommen, steigerten sich die Sächsinnen am Sonntag von Runde zu Runde und spielten sich überraschend bis zum Deutschen Meistertitel. Im Finale ließen sie dem MTV Wangersen beim deutlichen 2:0 keine Chance. Bronze sicherte sich der VfL Kellinghusen vor dem TSV Karlsdorf.

Zum Einsatz kamen: Jette Meyer, Ronja Röhrs, Hanne Röhrs, Lotta Schröder, Greta Baden und Viktoria Paukstys

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„So gibt es nur Verlierer“ – Olaf Neuenfeld spricht über seine Entlassung als Faustball-Bundestrainer der Männer

Mehr als 20 Jahre, 187 Länderspiele und zwölf internationale Titel – dann war die Ära innerhalb eines Gesprächs von 15 Minuten beendet. Faustball Deutschland hat sich mit sofortiger Wirkung von Männer-Bundestrainer Olaf Neuenfeld getrennt. Für den Schneverdinger kam die Entscheidung nach eigener Aussage völlig unerwartet.

In der Faustballszene wird nun über das Aus eines der erfolgreichsten Trainer des deutschen Faustballs diskutiert. Auch einige Tage später beschäftigt Neuenfeld die Entscheidung noch: „Nach drei schlaflosen Nächten und der Suche nach den wirklichen Gründen der Entlassung geht es mir mittlerweile etwas besser. Momentan ist es aber immer noch ein Mix aus Enttäuschung, Fassungslosigkeit und Wut.“ Vor rund einer Woche wurde Neuenfeld in einem persönlichen Gespräch über das Ende der Zusammenarbeit informiert. Zwei Tage später machte er seine Entlassung selbst öffentlich. Fast zeitgleich würdigte Faustball Deutschland in einer Mitteilung sein „jahrzehntelanges Engagement“, seine „hohe fachliche Kompetenz“ und seine Verdienste – konkrete Gründe für die Trennung nannte der Verband öffentlich jedoch nicht. Neuenfeld kritisiert genau das. Eine schriftliche Begründung habe auch er nicht erhalten. Eingeladen worden sei er vom vierköpfigen Vorstand lediglich zu einem Gespräch über die Zukunft der Männer-Nationalmannschaft. „Mehr Infos hatte ich nicht. Ich hatte schon ein komisches Gefühl und habe darauf bestanden, dass mein Co-Trainer Chris Löwe dabei sein soll“, berichtet Neuenfeld. Leistungssportreferent Markus Knodel, der für die Nationalmannschaften zuständig ist, habe schließlich einen etwa fünfminütigen Text verlesen und zum Ende die sofortige Trennung ausgesprochen. „Der Beschluss des Vorstands stand fest und ich hatte keine Chance, Stellung zu beziehen.“ Nach Neuenfelds Darstellung wurden ihm vor allem das gestörte Verhältnis zu Knodel, Kommunikationsprobleme sowie Kritik am Umgang mit Spielern und anderen Beteiligten vorgehalten. Dass das Verhältnis zwischen beiden schwierig war, bestreitet Neuenfeld nicht. „Mit Markus Knodel war die Zusammenarbeit von Anfang an schwierig. Wir kennen uns schon seit Jahrzehnten und mochten uns tatsächlich noch nie so richtig. Das beruht auf Gegenseitigkeit.“ Dennoch habe die Zusammenarbeit aus seiner Sicht professionell funktioniert. Dabei nimmt Neuenfeld sich selbst nicht aus der Kritik: „Ich habe sicherlich auch nicht alles richtig gemacht und habe meine Eigenarten, aber Ehrlichkeit steht bei mir immer an oberster Stelle.“ Vor allem aber der Zeitpunkt lässt für Neuenfeld Fragen offen. Noch wenige Wochen zuvor wurde für die Zukunft geplant. Anfang August sprach er nach eigener Darstellung mit Knodel über 2027, während der EM sogar über die Unterkunft für die im kommenden Jahr bevorstehende WM in Brasilien. Zuvor war Neuenfeld im Frühjahr noch zu einer Zukunftssitzung des Verbandes eingeladen worden. Zwar habe es zuvor bereits zwei Krisengespräche gegeben, in denen eine Art „Burgfrieden“ geschlossen worden sei. Eine Zusammenarbeit sei für ihn aber weiterhin möglich gewesen. „Ich konnte die Situation immer professionell ausfüllen und im Grunde genommen hatten wir ja auch immer das gleiche Ziel, nämlich den Erfolg. Das hat Markus auch so gesehen, zumindest hat er mir das gesagt.“ Wann das Vertrauensverhältnis aus Sicht des Verbandes endgültig zerbrach und warum noch kurz zuvor gemeinsam für 2027 geplant wurde, bleibt in dessen öffentlicher Mitteilung unbeantwortet. War vielleicht die EM der Wendepunkt? Auffällig ist die zeitliche Nähe zur Europameisterschaft in Dänemark. Sportlich erreichte Deutschland mit einem deutlich veränderten Kader das Finale und gewann Silber. Hinter den Kulissen beschreibt Neuenfeld die Tage allerdings als konfliktreich. Besonders das Auftreten Knodels als Delegationsleiter und dessen Umgang mit Teammanager Ralf Klein hätten zu Spannungen geführt. „Ein Delegationsleiter bei einer Meisterschaft sollte sich in meinen Augen um die Belange der Mannschaft kümmern. Das hat Markus leider in keinem Moment getan“, kritisiert Neuenfeld. Besonders eine Entscheidung habe ihn im Nachhinein irritiert: Knodel habe Klein bereits am ersten Spieltag mitgeteilt, dass dieser seinen Posten im folgenden Jahr verlieren werde. „Zum Glück habe ich das erst nach der EM erfahren, denn Markus hat mit so einer unabgesprochenen Aktion den gesamten EM-Erfolg aufs Spiel gesetzt“, sagt Neuenfeld. Nach der EM wandte er sich selbst an den Vorstand und äußerte Kritik an Knodel. „Auf meine Kritikpunkte, die aus dem Feedback der Mannschaft, des Trainerstabs und sogar von unseren Fans kamen, wurde nicht eingegangen. Das nächste Gespräch war meine Entlassung.“ Ob zwischen beiden Vorgängen ein ursächlicher Zusammenhang besteht, ist offen. Schwer wiegt zudem der Vorwurf, das Verhältnis zwischen Bundestrainer und Mannschaft sei nicht mehr zielführend gewesen. Neuenfeld widerspricht dieser Darstellung. „Als Bundestrainer hat man niemals nur Freunde, da man Entscheidungen treffen muss und von 20 Spielern eben nur zehn nominieren kann.“ Einen grundsätzlichen Bruch zwischen Trainern und Mannschaft habe er nicht wahrgenommen. Gleichzeitig gibt ihm die Zeit nach seiner Entlassung zu denken: „Gegen meine Wahrnehmung spricht allerdings, dass sich seit meiner Entlassung nur fünf von 20 Spielern bei mir gemeldet haben. Das ist in der Tat enttäuschend.“ Bereits nach den World Games 2025 war Neuenfeld mit einem anonymen Schreiben eines unzufriedenen Spielers konfrontiert worden. Nach seiner Darstellung sei Knodel an dessen Zustandekommen beteiligt gewesen und habe den Verfasser gekannt. Neuenfeld kritisiert den gewählten Weg scharf: „Man kann mir alles ins Gesicht sagen, aber dieser Weg ist einfach nur primitiv.“ Dass nach mehr als zwei Jahrzehnten irgendwann ein anderer Trainer übernehmen könnte, stellt Neuenfeld grundsätzlich nicht infrage. Mehrfach habe das Trainerteam seit 2023 signalisiert, seinen Platz freizumachen, wenn die Verantwortlichen sportlich einen neuen Impuls wollten. Was ihn deshalb besonders trifft, ist die Art der Trennung. Im Gespräch sei ihm angeboten worden, selbst seinen Rücktritt zu erklären und damit einen „selbstbestimmten und respektvollen Übergang“ zu ermöglichen. Das lehnte Neuenfeld ab. „Ein Rücktritt meinerseits kam zu keinem Moment infrage. Das wäre ja gelogen – und warum sollte ich mich und die Faustballgemeinschaft anlügen?“, sagt er. Die Verantwortlichen hätten ihn seit Jahrzehnten gekannt. Die nun gegen ihn erhobenen Vorwürfe könne er nicht nachvollziehen. Sein Fazit fällt entsprechend deutlich aus: „Auf diese Art und Weise gibt es nur Verlierer in dieser Sache.“ Rückhalt erfährt der Schneverdinger seitdem aus der Faustballszene. Zahlreiche Nachrichten und Reaktionen hätten ihn persönlich erreicht – geprägt von Zuspruch, aber auch Fassungslosigkeit und Unverständnis über die Art des Abschieds. „Ich habe am vergangenen Wochenende von über 90 Personen aus der ganzen Welt Zuspruch erhalten“, berichtet Neuenfeld. Darunter seien auch Menschen gewesen, die er kaum kenne, die aber seine jahrelange Arbeit anerkennen und respektieren würden. Die Stellungnahme des Verbandes empfindet er dagegen als „oberflächlich und inhaltlos“. Unabhängig vom Streit über das Ende bleibt eine außergewöhnliche sportliche Bilanz. Seit Anfang 2006 führte Neuenfeld die deutsche Männer-Nationalmannschaft durch 187 Länderspiele, gewann vier Weltmeisterschaften, fünf Europameisterschaften und dreimal die World Games. Noch 2025 erreichte Deutschland das World-Games-Finale, wenige Wochen vor seiner Entlassung folgte EM-Silber. Nach mehr als 20 Jahren endet damit eines der prägendsten Kapitel des deutschen Faustballs – anders, als Neuenfeld es sich vorgestellt hatte. Die Erinnerung daran will er sich vom Ende nicht nehmen lassen. „Bei mir überwiegt trotzdem die Freude über 20 Jahre erfolgreiche Arbeit, die vielen Erfolge, die vielen tollen Bekanntschaften und Freundschaften sowie die Tatsache, mir immer treu geblieben zu sein.“ Neuenfeld sagt, er könne weiterhin jeden Tag in den Spiegel schauen und habe sich seine Haltung bewahrt. „Ich verlasse den Posten des Faustball-Bundestrainers mit erhobenem Haupt und voller Stolz.“ Mit der Nationalmannschaft habe er abgeschlossen. Mit den Geschehnissen der vergangenen Tage noch nicht: „Dieses Kapitel ist damit für mich endgültig beendet. Die Auseinandersetzung mit dem Vorstand noch nicht.“

Vorbericht Deutsche Meisterschaft U16 26./27.09.2026

Noch einmal alles abrufen zum Abschluss der Feldsaison: Für die U16-Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen steht am kommenden Wochenende der letzte große Höhepunkt des Jahres an. Bei der Deutschen Meisterschaft in Gnutz treffen 16 Mannschaften aufeinander – und nach Silber im vergangenen Jahr wollen die Jahnlerinnen auch diesmal zeigen, dass sie mit Deutschlands besten Nachwuchsteams mithalten können.

Ganz so geradlinig verlief der Weg zur DM in diesem Jahr allerdings nicht. Bei der Regionalmeisterschaft Nord Ende August erwischten die Heideblütenstädterinnen auf heimischer Anlage einen schwierigen Tag und mussten lange um die Qualifikation kämpfen. Erst im entscheidenden Spiel um Platz fünf gegen den TV Brettorf fanden die Rot-Weißen zu ihrer sichersten Leistung und lösten mit einem deutlichen 2:0 das letzte DM-Ticket. „Unsere Saison war insgesamt wechselhaft und etwas holprig. An diesem Wochenende wollen wir noch einmal zeigen, welche Entwicklung die Mädels trotzdem genommen haben“, blickt Trainerin Christine Seitz auf den Saisonabschluss voraus. Dabei kann sie größtenteils auf die Mannschaft bauen, die bereits im vergangenen Jahr gemeinsam die deutsche Vizemeisterschaft feierte. Mit Jette Meyer, Ronja Röhrs, Hanne Röhrs, Lotta Schröder und Greta Baden sind fünf Spielerinnen aus dem damaligen Kader weiterhin dabei. Ergänzt wird das Aufgebot durch U14-Spielerin Viktoria Paukstys, die bereits bei der Regionalmeisterschaft zum Team gehörte. Die Ausgangslage in Gnutz einzuschätzen, fällt dennoch schwer. Durch die altersbedingten Veränderungen treten viele Vereine Jahr für Jahr mit neuen Formationen an. „Ich sehe die 16 Mannschaften leistungsmäßig sehr eng beieinander. Deshalb wird viel von der Tagesform abhängen. Für uns wird entscheidend sein, ob wir es schaffen, auf allen fünf Positionen gleichzeitig unsere Leistung abzurufen“, erklärt Seitz. Zum erweiterten Favoritenkreis zählen aus Schneverdinger Sicht unter anderem Diepenau, Wangersen, Kellinghusen, Gärtringen und Unterhaugstett. Doch schon die Vorrunde verspricht für die Heidschnucken anspruchsvolle Aufgaben. Zum Auftakt geht es am Samstag um 11.05 Uhr gegen ESV Schwerin – einen Gegner, mit dem sich die Schneverdingerinnen regelmäßig enge Duelle liefern. Anschließend wartet mit Gärtringen der Bronzemedaillengewinner der vergangenen DM, ehe die Partie gegen den TV Hallerstein die Gruppenphase beschließt. Gerade das Aufeinandertreffen mit dem TSV Gärtringen dürfte damit früh zeigen, wo der TV Jahn an diesem Wochenende steht. Unabhängig von der Vorrundenplatzierung geht es für alle 16 Mannschaften anschließend noch am Samstag ins Achtelfinale. Für die Heidschnucken ist deshalb zunächst entscheidend, sich eine möglichst gute Ausgangsposition zu erspielen und anschließend den Sprung unter die besten acht Mannschaften zu schaffen. „Unser erstes Ziel ist ganz klar das Viertelfinale. Dafür müssen wir jedes Spiel als Herausforderung annehmen, denn leichte Gegner gibt es bei dieser Meisterschaft nicht“, gibt Seitz die Richtung vor. Wie weit es danach gehen kann, dürfte vor allem die Konstanz entscheiden. Vor einem Jahr kämpften sich die U16-Jahnlerinnen bis ins DM-Finale und mussten sich dort dem TV Brettorf erst im Entscheidungssatz denkbar knapp mit 14:15 geschlagen geben. Diesmal reisen die Rot-Weißen nicht mit einer ähnlich klaren Erwartung nach Gnutz – wohl aber mit dem Wissen, was an einem guten Wochenende möglich ist.

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Nachbericht EFA Champions Cup 19./20.09.2026

Versöhnlicher Abschluss auf internationaler Bühne: Die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen haben den EFA Champions Cup in Ahlhorn mit Bronze beendet. Nach einer makellosen Vorrunde stoppte Union Compact Freistadt die Heideblütenstädterinnen im Halbfinale. Die Enttäuschung darüber schüttelten die Jahnlerinnen jedoch schnell ab und sicherten sich gegen Union Nussbach doch noch internationales Edelmetall.

Dabei lief am Samstag zunächst alles nach Plan. Gegen den Schweizer Vertreter FB Elgg-Ettenhausen erwischte die bewährte Jahn-Formation um Helle Großmann, Aniko Müller, Alina Karahmetovic, Luca von Loh und Laura Kauk einen souveränen Start. Zwar forderte Hauptangreiferin Kim Sprenger die Schneverdinger Defensive immer wieder mit druckvollen und präzise platzierten Bällen, insgesamt präsentierte sich der TV Jahn aber als kompaktere Mannschaft. Mit 11:6, 11:9 und 11:7 geriet der Auftaktsieg nie ernsthaft in Gefahr. Da Elgg anschließend auch gegen Union Nussbach verlor, stand der Halbfinaleinzug bereits vor dem zweiten Gruppenspiel fest. Gegen die Österreicherinnen ging es damit nur noch um den Gruppensieg – und den machten die Heidschnucken trotz schwieriger Bedingungen auf Feld zwei ebenfalls souverän perfekt. Annika Kriger rückte für von Loh in die Startformation. Im deutsch-österreichischen Duell kam Schneverdingen vor allem defensiv deutlich besser mit Boden und Wind zurecht. Nach zwei 11:8-Sätzen ließen die Jahnlerinnen beim 11:2 im dritten Durchgang nichts mehr anbrennen. Seitz konnte früh durchwechseln und brachte von Loh für Kauk in der Abwehr. Kurz vor Schluss feierte zudem U16-Spielerin Greta Baden ihr internationales Debüt bei den Frauen. Mit zwei 3:0-Siegen und ohne Satzverlust hatte sich der TV Jahn damit eine optimale Ausgangslage für den Finaltag erspielt. Doch im Halbfinale änderte sich das Bild schlagartig. Union Compact Freistadt hatte schon am Vortag beim knappen 2:3 gegen Ahlhorn seine Qualität angedeutet – gegen Schneverdingen lief vor allem die brasilianische Nationalangreiferin Cecilia Jacques zur Höchstform auf. Nahezu fehlerfrei in Angabe und Rückschlag, mit enormem Druck und hoher Präzision fand sie immer wieder die Lücken in der Jahn-Defensive. Seitz reagierte, ließ verschiedene Abwehrformationen ausprobieren und suchte nach einer Antwort auf das druckvolle Angriffsspiel. Zunächst vergeblich: Mit 8:11 und 5:11 gerieten die Heideblütenstädterinnen schnell mit 0:2 in den Satzrückstand. Aufgeben wollten sie den Finaleinzug dennoch nicht. Schneverdingen zwang Jacques nun konsequenter selbst in die Defensive, reduzierte die eigene Fehlerquote und brachte Kriger für Kauk. Der TV Jahn kämpfte sich zurück und erzwang mit einem umkämpften 14:12 den vierten Satz. „Wir haben wirklich alles ausprobiert und immer wieder versucht, eine neue Antwort zu finden. Dass wir uns trotzdem noch einmal in das Spiel zurückgekämpft haben, spricht für uns“, erklärte Helle Großmann. Doch Freistadt ließ sich nicht mehr entscheidend aus dem Rhythmus bringen. Selbst als Alina Karahmetovic im Spielaufbau ungewöhnlich weit zurückrückte und nahezu auf einer Höhe mit der Abwehr agierte, fand Jacques immer wieder neue Lücken. Mit 6:11 ging auch der vierte Satz an die amtierenden österreichischen Meisterinnen. „Freistadt war in diesem Halbfinale einfach besser. Wir haben taktisch alles versucht, was uns zur Verfügung stand, aber gegen eine Angreiferin in dieser Form war an diesem Vormittag kaum ein Kraut gewachsen“, erkannte Trainerin Christine Seitz die Leistung des Gegners an. Wie außergewöhnlich diese Vorstellung gewesen war, zeigte sich wenige Stunden später: Im Finale agierte Freistadt deutlich fehleranfälliger und Ahlhorn verteidigte mit ungewöhnlich wenig Mühe mit einem klaren 3:0 seinen Titel. Für die Jahnlerinnen hieß es dagegen, die Enttäuschung möglichst schnell abzuschütteln. Im Spiel um Bronze wartete mit Nussbach ein Gegner, den sie am Vortag noch deutlich beherrscht hatten – diesmal entwickelte sich jedoch eine wesentlich engere Partie. Die Defensive der österreichischen Vizemeisterinnen spielte sich zunehmend fest, lange Ballwechsel prägten das Geschehen und eine ungewohnt hohe Fehlerquote in der Schneverdinger Angabe hielt Nussbach zusätzlich im Spiel. Beim 8:10 wehrte der TV Jahn im ersten Satz zwei Satzbälle ab und drehte den Durchgang noch zum 13:11. Fast dasselbe gelang anschließend erneut: Aus einem 7:10 machten die Rot-Weißen ein 10:10, diesmal setzte Nussbach jedoch die entscheidenden Punkte zum 12:10. Mit dem Satzausgleich reagierte Seitz und brachte Kriger für von Loh – ein Wechsel, der dem Schneverdinger Spiel zusätzliche Stabilität verlieh. Die spätere MVP war in der Defensive fortan kaum zu überwinden und entschärfte immer wieder schwierige Bälle. Gleichzeitig gewannen die Heidschnucken in den langen Ballwechseln zunehmend die Oberhand und ließen sich auch von einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen nicht aus dem Rhythmus bringen. Mit 11:4 und 11:6 entschieden sie die folgenden Sätze deutlich für sich und machten Bronze perfekt. „Nach dem verlorenen Halbfinale war es gar nicht so einfach, noch einmal den Schalter umzulegen. Aber wir wollten dieses Wochenende unbedingt mit einer Medaille beenden“, sagte Kriger. So endete der Champions Cup für den TV Jahn zwar nicht im erhofften Finale, aber erneut auf dem europäischen Podest. Nach einer wechselhaften Feldsaison und Bronze bei der Deutschen Meisterschaft belohnten sich die Schneverdingerinnen auch im europäischen Vergleich mit Edelmetall. „Natürlich hätten wir gerne um Gold gespielt. Nach so einem Halbfinale musst du dich aber erst einmal wieder sammeln und wenige Stunden später erneut voll da sein“, zog Seitz Bilanz. „Genau das hat die Mannschaft geschafft. Deshalb können wir mit dieser Bronzemedaille am Ende sehr zufrieden sein.“

Zum Einsatz kamen: Aniko Müller, Helle Großmann, Alina Karahmetovic, Luca von Loh, Annika Kriger, Laura Kauk, Greta Baden und Nina Karahmetovic

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Nachbericht Deutschlandpokal 19./20.09.2026

Bronze mit der U18 und Gold in der Gesamtwertung: Für Merle Mund vom TV Jahn Schneverdingen endete der Deutschlandpokal in Empelde gleich doppelt erfolgreich. Als einzige Schneverdingerin gehörte die Zuspielerin zum Aufgebot der weiblichen U18-Auswahl des Niedersächsischen Turner-Bundes und spielte sich mit ihrem Team nach einer makellosen Vorrunde bis auf das Podest. Am Ende durfte Mund nicht nur über U18-Bronze, sondern gemeinsam mit dem gesamten niedersächsischen Nachwuchs auch über den Deutschen Meistertitel der Mitgliedsverbände jubeln.

Für Mund und die weibliche U18 begann das Wochenende am Samstag mit einer überzeugenden Vorrunde. Zum Auftakt setzte sich Niedersachsen mit 2:0 (11:8, 11:7) gegen Schwaben durch und knüpfte daran nahtlos an. Auch gegen Pfalz (11:3, 11:4), Sachsen (11:4, 11:6) und Baden (11:9, 11:7) ließ die NTB-Auswahl nichts anbrennen. Vier Spiele, vier Siege und kein einziger verlorener Satz bescherten Mund und ihren Mitspielerinnen den Gruppensieg und damit den direkten Einzug ins Halbfinale. Dort wartete am Sonntag mit Bayern die erste echte Hürde. In einer engen Partie hielten die Niedersächsinnen lange dagegen, mussten sich am Ende aber mit 8:11 und 9:11 geschlagen geben. Für die U18-Nachwuchsspielerinnen hieß es damit, die Enttäuschung über den verpassten Finaleinzug schnell abzuschütteln – denn wenig später bot sich gegen Schwaben noch die Chance auf Bronze. Und die nutzte die NTB-Spielerinnen: zwar ging der erste Satz mit 9:11 verloren, anschließend kämpften sich Mund und ihre Mitspielerinnen aber zurück in die Partie. Mit 13:11 erzwangen sie den Entscheidungssatz und machten dort mit 11:8 den dritten Platz perfekt. „Natürlich waren wir nach dem Halbfinale erst einmal enttäuscht, weil wir nach der starken Vorrunde gerne ins Finale eingezogen wären. Umso schöner war es, dass wir uns noch einmal zusammengerissen und gemeinsam Bronze geholt haben“, blickt Mund auf den U18-Wettbewerb zurück. Parallel zur weiblichen U18 kämpften in Empelde auch die weibliche und männliche U14 sowie die männliche U18 um Punkte für ihre Landesverbände. Aus den Ergebnissen aller vier Wettbewerbe ergab sich schließlich die Gesamtwertung des Deutschlandpokals – und dort hatte Niedersachsen am Ende die Nase vorn. Damit durfte Mund gemeinsam mit dem gesamten NTB-Team über den Deutschen Meistertitel der Mitgliedsverbände jubeln. „Die Stimmung im gesamten Niedersachsen-Team war das ganze Wochenende richtig gut. Dass wir uns am Ende gemeinsam den Sieg in der Gesamtwertung sichern konnten, war ein richtig schöner Abschluss“, so die Jahnlerin. Für die einzige Schneverdingerin im weiblichen U18-Aufgebot ging damit ein erfolgreiches Wochenende mit Bronze im eigenen Wettbewerb und Gold mit dem Team Niedersachsen zu Ende.

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Vorbericht EFA Champions Cup 19./20.09.2026

Zurück auf der internationalen Bühne und die nächste Chance auf Edelmetall: Die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen treten am kommenden Wochenende beim EFA Champions Cup in Ahlhorn an. Die sechs besten Vereinsmannschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kämpfen um die europäische Krone – nach Silber im vergangenen Jahr wollen die Heideblütenstädterinnen erneut in die Medaillenentscheidung eingreifen.

Dabei reist der TV Jahn mit einer ungewohnten Ausgangslage zum europäischen Saisonhöhepunkt. Zweiter beim Champions Cup, Zweiter bei der Deutschen Meisterschaft und Zweiter bei den World Tour Finals – 2025 standen die Schneverdingerinnen bei allen drei großen Feldveranstaltungen im Endspiel, der ganz große Titel blieb ihnen jedoch verwehrt. Besonders das Champions-Cup-Finale in Kreuzlingen dürfte noch in Erinnerung sein. Nach einer erfolgreichen Vorrunde und einem souveränen Halbfinalsieg gegen Sportunion Arnreit trafen die Jahnlerinnen im Endspiel auf den Ahlhorner SV – und waren beim deutlichen 0:3 chancenlos. Auch bei der Deutschen Meisterschaft 2025 in Dresden ging Gold an Ahlhorn. Ein Jahr später haben sich die Kräfteverhältnisse nicht grundlegend verändert. Der Ahlhorner SV geht als Titelverteidiger, amtierender Deutscher Meister und Gastgeber als klarer Favorit in das Wochenende. Die Heideblütenstädterinnen dagegen mussten sich in einer wechselhaften Feldsaison immer wieder neu finden. Fehlende Konstanz, personelle Veränderungen und nicht immer optimale Trainingsbedingungen begleiteten die Heidschnucken durch die vergangenen Monate. Bei der Deutschen Meisterschaft reichte es vor wenigen Wochen dennoch für Bronze. „Wir wissen, dass wir momentan nicht die Mannschaft sind, die automatisch als erster Titelkandidat genannt wird. Aber wir wissen genauso, was möglich ist, wenn wir ein Wochenende lang unsere Leistung abrufen“, blickt Mannschaftsführerin Laura Kauk voraus. Schon die Vorrunde dürfte zeigen, wohin die Reise geht. In Gruppe A trifft der TV Jahn auf die FG Elgg-Ettenhausen aus der Schweiz und Union Nussbach aus Österreich. In der Parallelgruppe kämpfen Gastgeber Ahlhorn, Union Compact Freistadt und SVD Diepoldsau-Schmitter um den Einzug in die Endrunde. Gerade die internationale Konkurrenz ist schwer einzuschätzen. Elgg-Ettenhausen bündelt die stärksten Spielerinnen der beiden Schweizer Vereine Elgg und Ettenhausen, während Nussbach seit Jahren zur österreichischen Spitze zählt. „Auf internationaler Ebene kann man sich kaum auf vergangene Ergebnisse verlassen. Die Mannschaften entwickeln sich ständig weiter und an so einem Wochenende entscheiden oft Kleinigkeiten. Wir müssen deshalb von Beginn an voll da sein“, weiß Trainerin Christine Seitz. Viel Zeit zum Hineinfinden bleibt ohnehin nicht. In den beiden Dreiergruppen entscheidet bereits der Samstag über den Sprung in die Medaillenrunde. Die jeweils ersten beiden Teams erreichen das Halbfinale, für die Gruppendritten bleibt das Spiel um Platz fünf. Am Sonntag beginnen die Frauen-Halbfinals um 10.15 Uhr, um 12.45 Uhr wird Bronze ausgespielt und um 15.15 Uhr bildet das Frauenfinale den Abschluss des Champions Cups. Für den TV Jahn ist das Ziel damit klar: zurück unter die besten vier Mannschaften Europas und erneut um Edelmetall spielen. Eine Medaille wäre angesichts der schwierigen Saison ein Erfolg – auch wenn die eigenen Maßstäbe nach sieben Gold- und 15 Silbermedaillen im Europapokal traditionell hoch liegen. Sollte es erneut zum Duell mit Ahlhorn kommen, ist die deutliche Finalniederlage aus dem vergangenen Jahr noch nicht vergessen. „Uns ist bewusst, dass gegen Ahlhorn momentan vieles zusammenpassen muss. Sie müssten vielleicht einen nicht ganz perfekten Tag erwischen und wir einen sehr guten. Aber genau für solche Spiele fährt man zu einem Champions Cup“, sagt Kauk. Personell setzt Schneverdingen auf Helle Großmann, Aniko Müller und Nina Karahmetovic im Angriff, Alina Karahmetovic im Zuspiel sowie Laura Kauk und Luca von Loh in der Defensive. Nach ihrem erfolgreichen Einsatz bei der Deutschen Meisterschaft unterstützt Annika Kriger erneut die Mannschaft. U16-Spielerin Greta Baden darf erstmals internationale Luft im Bundesligateam schnuppern. Merle Mund fehlt dagegen, da sie zeitgleich mit der niedersächsischen U18-Auswahl beim Deutschlandpokal in Empelde antritt. Nach dreimal Silber bei den großen Feldhöhepunkten 2025 und DM-Bronze in diesem Jahr beginnt für die Rot-Weißen in Ahlhorn die nächste Jagd nach internationalem Edelmetall. Dass der Weg dorthin schwer wird, wissen die Schneverdingerinnen – dass mit ihnen trotzdem zu rechnen ist, haben sie in Europa oft genug bewiesen.

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Nachbericht Landesmeisterschaft U10 12.09.2026

Drei Unentschieden, knappe Entscheidungen und am Ende Platz fünf: Die U10-Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen zeigten bei der Landesmeisterschaft in Wangersen, dass sie mit den besten Mannschaften Niedersachsens mithalten können. In einer ausgeglichenen Vorrunde fehlten nur wenige Punkte zum Einzug ins Halbfinale, doch im abschließenden Platzierungsspiel sorgten die jungen Jahnlerinnen dann noch einmal für einen erfolgreichen Abschluss ihrer Feldsaison.

Drei Wochen nach dem Gewinn der Silbermedaille bei der Bezirksmeisterschaft traten Emily Ahlbrecht, Shania Brauß, Latisha Kerti, Emily Paukstys, Nike Ruschmeyer und Luisa Skirke nun auf Landesebene an. Gleich zum Auftakt gegen den TSV Essern entwickelte sich ein enges Duell. Nach dem knapp verlorenen ersten Satz (11:13) steigerten sich die Rot-Weißen deutlich und sicherten sich mit einem klaren 11:4 noch das 1:1-Unentschieden. Auch gegen den TV Brettorf teilten sich beide Mannschaften die Punkte. Diesmal legten die Heidschnucken mit 11:9 vor, mussten den zweiten Durchgang aber mit 8:11 abgeben. Damit blieb vor dem letzten Gruppenspiel gegen den TV Huntlosen noch alles offen. Erneut erwischten die Jahnlerinnen den besseren Start und entschieden den ersten Satz mit 11:8 für sich. Im zweiten Durchgang fehlte jedoch die nötige Konstanz, sodass Huntlosen mit einem deutlichen 4:11 noch zum Ausgleich kam. Drei Spiele, drei Unentschieden – damit belegte der TV Jahn mit 3:3 Punkten Rang drei der Vorrundengruppe B. Besonders bitter: Nur ein Punkt trennte die Heideblütenstädterinnen von Essern und Brettorf auf den beiden Halbfinalplätzen. Statt um die Medaillen ging es für den Jahn-Nachwuchs damit im abschließenden Platzierungsspiel gegen den TSV Burgdorf um Rang fünf. Dort wurde es noch einmal spannend. Schneverdingen gewann den ersten Satz mit 11:8, musste nach einem 8:11 im zweiten Durchgang aber in den Entscheidungssatz. Dort behielten die jungen Rot-Weißen die Nerven und machten mit einem weiteren 11:8 den 2:1-Erfolg und damit Platz fünf perfekt. „Die Mädels haben insgesamt eine gute Landesmeisterschaft gespielt. Hier und da haben uns ein paar Unstimmigkeiten wichtige Bälle gekostet, aber wir waren auch von den Mannschaften, die am Ende auf dem Podest standen, nicht weit entfernt“, bilanzierte Trainerin Hanne Röhrs. Gerade das Unentschieden gegen den späteren Bronzemedaillengewinner TV Brettorf unterstrich, wie eng es in der Vorrundengruppe zuging. So beendeten die Jahnlerinnen die Landesmeisterschaft ohne Niederlage und mit einem versöhnlichen Sieg zum Abschluss auf einem guten fünften Platz. Den Landesmeistertitel sicherte sich der Ahlhorner SV vor dem MTV Wangersen und dem TV Brettorf.

Zum Einsatz kamen: Emily Ahlbrecht, Shania Brauß, Latisha Kerti, Emily Paukstys, Nike Ruschmeyer und Luisa Skirke

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Nachbericht Deutsche Meisterschaft U18 05./06.09.2026

Starke Vorrunde, bitteres Viertelfinale und am Ende Platz fünf: Die U18-Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen haben sich bei der Deutschen Meisterschaft im nahegelegenen Essel unter den besten fünf Mannschaften Deutschlands platziert. Der ganz große Wurf blieb dem jungen Team verwehrt, doch insbesondere im Viertelfinale fehlten nur wenige Bälle zum Einzug unter die besten Vier.

Schon am Vorrundensamstag warteten schwierige Bedingungen auf die zehn besten Mannschaften Deutschlands. Böiger Wind, Regen und Sonne wechselten sich ab und machten den tiefen Boden zusätzlich schwer bespielbar. Ausgerechnet gegen den späteren Bronzemedaillengewinner TV Brettorf starteten die Schneverdingerinnen in das Turnier. In einem von den Angaben geprägten Duell hielten die Rot-Weißen lange dagegen, mussten sich aber knapp mit 0:2 (8:11, 9:11) geschlagen geben. Anschließend fanden die Jahnlerinnen immer besser in die Meisterschaft. Gegen den SV Tannheim gelang mit 2:0 (11:7, 11:8) der erste Sieg, gegen den TV Stammheim folgte nach einem schwachen ersten Satz noch ein 1:1 (7:11, 11:9). Ein abschließendes 2:0 (11:8, 11:8) gegen den MTSV Selsingen bescherte den Heideblütenstädterinnen schließlich den zweiten Gruppenplatz und damit das Viertelfinalticket. „Unter diesen Bedingungen war es wichtig, sich in die Meisterschaft hineinzukämpfen. Wir haben nicht fehlerfrei gespielt, uns aber immer wieder gefangen und als Mannschaft Lösungen gefunden“, bilanzierte Trainerin Christine Seitz den ersten DM-Tag. Am Finaltag wurde es dann richtig bitter. Im Viertelfinale gegen den MTV Wangersen entwickelte sich das wohl stärkste Spiel der Heidschnucken an diesem Wochenende. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, starke Angaben und eine aufmerksame Defensive sorgten für lange Spannung. Im ersten Satz führte der TV Jahn bereits mit 8:6, konnte den Vorsprung aber nicht ins Ziel bringen. In der Verlängerung behielt Wangersen beim 13:15 die Oberhand. Auch im zweiten Durchgang legten die Jahnlerinnen immer wieder vor und führten zwischenzeitlich mit 6:3. Doch der MTV blieb dran und nutzte in der entscheidenden Phase wenige Schneverdinger Nachlässigkeiten zum 11:13 – und damit zum 2:0-Erfolg. „Das sind genau die Spiele, die auf diesem Niveau an Kleinigkeiten entschieden werden. Wir waren ganz nah dran und haben gesehen, dass jeder einzelne Ball am Ende der entscheidende sein kann“, fasste Seitz zusammen. Die Enttäuschung über die verpasste Chance saß zunächst tief. „Man hat gemerkt, dass die Mädels dieses Viertelfinale erst einmal verdauen mussten. Trotzdem haben sie sich noch einmal zusammengerauft. Genau das gehört bei einer Deutschen Meisterschaft auch dazu“, lobte Betreuer Olaf Neuenfeld die Reaktion des jungen Teams. Im abschließenden Spiel um Platz fünf traf Schneverdingen erneut auf den SV Tannheim. Nach einem umkämpften 12:10 und einem deutlichen 5:11 mobilisierten die Jahnlerinnen noch einmal ihre Kräfte und sicherten sich mit 11:7 im Entscheidungssatz den 2:1-Erfolg. Dabei erhielten noch einmal alle Spielerinnen Einsatzzeit.  Für Kapitänin Nina Karahmetovic bedeutete Platz fünf zugleich das Ende ihrer Zeit im Jugendfaustball. „Unsere Meisterschaft war durchwachsen, mit vielen sehenswerten Bällen, aber auch einigen Nachlässigkeiten. Gerade das Viertelfinale hat trotz der Niederlage unglaublich viel Spaß gemacht und gezeigt, was wir als Mannschaft spielen können“, zog sie ihr Fazit nach ihrem letzten Auftritt im TV-Jahn-Jugendtrikot. Den Deutschen Meistertitel sicherte sich der VfL Kellinghusen vor Gastgeber TSV Essel, Bronze ging an den TV Brettorf.

Zum Einsatz kamen: Nina Karahmetovic, Hanne Röhrs, Lotta Schröder, Greta Baden, Ronja Röhrs, Jette Meyer, Merle Mund und Marie Küsel

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Vorbericht Deutsche Meisterschaft U18 05./06.09.2026

Von Bronze im Norden zum nationalen Saisonhöhepunkt: Die U18-Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen treten am kommenden Wochenende bei der Deutschen Meisterschaft im nahegelegenen Essel an. Mit Platz drei bei der Norddeutschen Meisterschaft lösten die Heideblütenstädterinnen Mitte August das Ticket für den Saisonhöhepunkt. Mit einem jungen Kader und einer bislang wechselhaften Saison reist der TV Jahn zwar nicht als Favorit an, das Potenzial für den Sprung in die Endrunde ist aber vorhanden.

In Essel gehen die Schneverdingerinnen mit einem besonders jungen Aufgebot an den Start. Lediglich Nina Karahmetovic, Marie Küsel und Merle Mund gehören der U18 an, Jette Meyer, Greta Baden, Hanne Röhrs, Ronja Röhrs und Lotta Schröder sind noch in der U16 spielberechtigt. Entsprechend ihres jungen Alters verlief die Saison bislang nicht immer konstant. Eine letzte Generalprobe sollte die U16-Regionalmeisterschaft am vergangenen Wochenende liefern – doch ausgerechnet dort blieb der Jahn-Nachwuchs deutlich unter seinen Möglichkeiten. Zu viele leichte Fehler in Angriff, Zuspiel und Defensive verhinderten einen ruhigen Spielfluss. „Das müssen wir jetzt aus den Köpfen bekommen. Die Mädels können es deutlich besser und zeigen das auch im Training. Bei einer Deutschen Meisterschaft kommt es aber darauf an, diese Leistung auch unter Druck abzurufen“, sagt ihre Trainerin Christine Seitz. Zehn Mannschaften kämpfen in Essel um den deutschen Meistertitel. In zwei Fünfergruppen geht es am Samstag zunächst um die Ausgangsposition für die Endrunde am Sonntag. Die beiden Gruppensieger ziehen direkt ins Halbfinale ein, die Zweit- und Drittplatzierten spielen über das Viertelfinale um den Einzug in die Vorschlussrunde. Für den TV Jahn beginnt die Meisterschaft am Samstag um 11.30 Uhr gleich mit einem echten Gradmesser gegen den TV Brettorf. Danach warten in der Vorrundengruppe A der SV Tannheim, TV Stammheim und MTSV Selsingen. Mit Brettorf trifft Schneverdingen dabei direkt auf einen der Favoriten. Der Norddeutsche Meister verfügt mit Leni Hasselberg im Angriff über eine erfahrene U18-Nationalspielerin. Zum engsten Favoritenkreis zählt Seitz außerdem den Gastgeber TSV Essel um Nationalangreiferin Mara Bartsch sowie den VfL Kellinghusen mit U18-Nationalallrounderin Chiara Meyn, die bereits ordentlich Bundesligaspielerfahrung mitbringt. Auch mehrere Jahnlerinnen durften sich in diesem Jahr über teilweise erste Lehrgangsnominierungen freuen – für den Sprung in den Jugend-WM-Kader reichte es letztlich jedoch noch für keine von ihnen. Laut Seitz wird weniger eine einzelne Akteurin entscheidend sein als die Frage, welche Mannschaft ihre Qualität über alle Positionen am konstantesten auf den Platz bringt. Genau dort liegt die Aufgabe, aber besonders auch die Chance für den TV Jahn. „Das Potenzial für die Endrunde ist vorhanden. Dafür muss es aber auf allen Positionen zusammenpassen. Auf einer Deutschen Meisterschaft können für uns zu viele einfache Fehler das Aus bedeuten“, weiß Seitz. Nach dem fünften Platz bei der Norddeutschen Meisterschaft und dem damit verbundenen Saisonende im vergangenen Jahr sind die Schneverdingerinnen diesmal beim nationalen Saisonhöhepunkt dabei. Nun wollen sie in Essel zeigen, was in ihrem jungen Kader steckt.

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Nachbericht Regionalmeisterschaft U16 29.08.2026

Durch einen schwierigen Meisterschaftstag zum ersehnten DM-Ticket: Die U16-Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen erwischten bei der Regionalmeisterschaft Nord auf heimischer Anlage spielerisch nicht ihren besten Tag. Doch als es darauf ankam, waren die Jahnlerinnen zur Stelle: mit Platz fünf sicherten sie sich den letzten Startplatz für die Deutsche Meisterschaft am 26. und 27. September in Gnutz.

Während nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt das Schneverdinger Heideblütenfest gefeiert wurde, hatten Hanne Röhrs, Lotta Schröder, Greta Baden, Ronja Röhrs, Viktoria Paukstys und Jette Meyer auf dem Faustballplatz zunächst wenig Grund zum Feiern. Schon zum Auftakt gegen den VfL Kellinghusen machten ihnen der stark böige Wind und eine ungewohnt hohe Eigenfehlerquote zu schaffen. Immer wieder wechselten sich gute Aktionen mit kleinen Unkonzentriertheiten ab, sodass kein konstanter Spielfluss entstand. Trotzdem blieben die Schneverdingerinnen in beiden Durchgängen an den Schleswig-Holsteinerinnen dran und erspielten sich im zweiten Satz sogar eine zwischenzeitliche 7:6-Führung. In der entscheidenden Phase fehlte jedoch erneut die nötige Sicherheit und der VfL entschied die Partie mit 2:0 (11:9, 11:8) für sich. Auch gegen den ESV Schwerin brauchten die Heideblütenstädterinnen zunächst Zeit, um mehr Ruhe in ihr Spiel zu bekommen. Nach dem 8:11 im ersten Durchgang stabilisierte sich das Team zunehmend, stand in der Defensive sicherer und setzte auch im Angriff konsequentere Akzente. Bis zum 8:8 blieb der zweite Satz völlig offen, ehe die Heidschnucken die entscheidenden Punkte setzten und sich mit 11:9 das 1:1-Unentschieden erkämpften. „Wir haben uns an diesem Tag mit zu vielen eigenen Fehlern selbst das Leben schwer gemacht und nur phasenweise zu unserem Spiel gefunden. Gleichzeitig haben die Mädels aber immer wieder gezeigt, was eigentlich in ihnen steckt“, ordnete Trainerin Christine Seitz die Vorrunde ein. Als Gruppendritter führte der Weg für den TV Jahn anschließend über die Qualifikation zum Halbfinale. Gegen den MTV Wangersen entwickelte sich erneut ein lange ausgeglichenes Duell. Bis zum 6:6 im ersten und 7:7 im zweiten Satz begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Während Wangersen insbesondere im Angriff nahezu fehlerfrei agierte, fehlte den Rot-Weißen in den entscheidenden Momenten erneut die nötige Konstanz. Mit 0:2 (7:11, 9:11) ging die Partie verloren und der Einzug ins Halbfinale war verpasst. Damit rückte das letzte Spiel des Tages umso stärker in den Fokus. Gegen den TV Brettorf ging es um Platz fünf – und gleichzeitig um den letzten Startplatz für die Deutsche Meisterschaft. In diesem entscheidenden Duell fanden die Jahnlerinnen zu ihrer sichersten Leistung des Tages. Von Beginn an bestimmten sie die Partie und ließen beim deutlichen 2:0 (11:3, 11:4) nichts mehr anbrennen. Das ersehnte DM-Ticket war damit doch noch perfekt. „Wir freuen uns natürlich, dass wir unser Ziel erreicht haben. Gleichzeitig wissen wir, dass wir deutlich mehr können, als wir heute über weite Strecken gezeigt haben. Bis zur Deutschen Meisterschaft wollen wir vor allem unsere Eigenfehler reduzieren und wieder mehr Konstanz in unser Spiel bekommen“, blickte Seitz voraus.

Zum Einsatz kamen: Hanne Röhrs, Lotta Schröder, Greta Baden, Ronja Röhrs, Viktoria Paukstys und Jette Meyer

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