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Natalie Scharapowa

Natalie Scharapowa

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Mit einer außergewöhnlichen Teamleistung krönte sich der TV Jahn Schneverdingen in einem schon verloren geglaubten Finale zum Deutschen Meister im Hallenfaustball der Frauen. Nachdem mit Helle Großmann und Theresa Schröder im dritten Satz zeitweise beide Angreiferinnen das Feld verletzungsbedingt verlassen mussten, drehten die Schneverdingerinnen mit einem unbändigen Einsatzwillen das Spiel und schlugen den Titelverteidiger vom TSV Calw mit 3:1. Danach überschlugen sich die Emotionen der Spielerinnen förmlich. „Das war das emotionalste Spiel, das ich jemals gespielt habe“ sagte Spielführerin Hinrike Seitz, die dachte, sie hätte in ihrer langen Karriere schon alles erlebt. „Verrückter und emotionaler hätte das Wochenende nicht laufen können“ ergänzte Helle Großmann, die nach einer medizinischen Behandlung des Teamarztes der Männernationalmannschaft, Dr. Andreas Schmitz, für alle in der Halle überraschend im letzten Satz auf das Feld zurückehren konnte. Humpelnderweise und mit gezerrten Bändern erzielte sie die entscheidenden Punkte zur nicht mehr geglaubten Goldmedaille. Beim Tapen von Großmanns Fußgelenks unterstützte der Physiotherapeut vom TSV Calw, Philipp Löwe. „Das war eine tolle Aktion von Philipp und das macht unsere Sportart so besonders“ zeigte sich TV Jahn-Betreuer Olaf Neuenfeld beeindruckt von dieser Hilfsbereitschaft des Gegners. Großmann wird voraussichtlich in einigen Wochen in die Vorbereitung auf die Feldsaison einsteigen können. Bei Schröder stehen weitere Untersuchungen des Knies an. Nach 4 Titeln auf dem Feld war dies der erste Hallentitel seit 2013, den DM-Neuling Kimberly Groß nach ihrem starken Auftritt als Stammspielerin wie folgt kommentierte: „Das war meine erste DM im Frauenbereich. Die werde ich so oder so nicht vergessen. Das war eine echte Teamleistung“. Abwehrkollegin Laura Kauk, die nach den Verletzungen kurzzeitig die Angriffsrolle übernehmen musste, hob ebenfalls den Kampfgeist und die Moral der Mannschaft hervor: „Wir hatten nach den zwei Verletzungen nichts mehr zu verlieren und haben bis zur letzten Sekunde gekämpft.“ Die zweite Saison in Folge ohne Niederlage kommentierten Zoe Kleiböhmer und Annika Kriger auch einen Tag später noch ungläubig: „Diese Meisterschaft war die emotionalste Achterbahnfahrt, die ich je beim Faustball erlebt habe.“

offizieller Bericht der DFBL

Deutscher Meister im Hallenfaustball der Frauen wird die Mannschaft des TV Jahn Schneverdingen. In einem völlig verrückten Endspiel mit mehreren Verletzungspausen und einem unerwarteten Comeback gewinnt das Team aus der Lüneburger Heide mit 3:1 Sätzen gegen den Titelverteidiger TSV Calw.

Die an diesem Wochenende stärksten aufspielenden Mannschaften haben sich fürs Endspiel qualifiziert – Schneverdingen deutlich gegen Ahlhorn und Calw ähnlich klar gegen Dennach.

Die Norddeutschen erwischen einen Fehlstart: Calw nutzt Unsicherheiten in der Abwehrreihe des Jahn zu einer schnellen 5:0-Führung. TV-Trainerin Tine Seitz muss schon früh eine erste Auszeit nehmen, um ihre Fünf neu einzustellen. Titelverteidiger Calw nimmt den Vorsprung natürlich gerne mit – Henriette Schell erhöht mit Power auf 9:3. Schneverdingen wechselt früh, bringt Annika Kriger für Nationalmannschaftskollegin Terry Schröder. Der Satzgewinn ist kein Problem für Calw – auch wenn Kriger gleich offensiv erfolgreich sein kann. Per Angabe macht Henriette Schell das 11:6 klar.

Die Dominanz des TSV Calw ist auch im zweiten Abschnitt deutlich. Schell macht weiter kräftig Druck und bei Schneverdingen blicken die Zuschauer in ratlose Gesichter – 5:2. Doch abschreiben darf man das Team aus der Heide nie. Auch diesmal nicht, denn bei 6:6 ist der Satz wieder ausgeglichen, bei 9:8 liegt der TV Jahn erstmals vorne in diesem Endspiel. Immer wieder nehmen die Frauen in Rot nun Gegner-Angreiferin Schell aus dem Match. So gibt es den ersten Satzball und kurz darauf auch einen zweiten. Helle Großmann verwandelt zum 12:10 und 1:1

Plötzlich läuft’s beim Ersten der Nord-Bundesliga: 4:0 eilen die Schneverdingen davon. Und gerade als es so richtig gut läuft, knickt Schlagfrau Helle Großmann um und muss aus der Partie genommen werden. Sie wird ersetzt durch Kimberly Groß. Das Jahn-Pech ist damit noch nicht zu Ende, denn nur einen Ball später muss auch Terry Schröder vom Feld. Sie hat’s am ohnehin schon lädierten Knie erwischt. Ohne etatmäßigen Angriff schmilzt der 7:2-Vorsprung des TV Jahn. Jedoch gelingt es dem TSV Calw nicht, den Rückstand richtig aufzuholen – mit 11:4 holt Schneverdingen sich den 2:1-Satzvorsprung.

Wenig später kommt Helle Großmann zurück – wieder fit gemacht und getaped vom Teamarzt der Männer-Nationalmannschaft. Schneverdingen nun mit viel Selbstvertrauen und Calw mit neuem Personal: Anna Winkler für Laura Flörchinger. Großmann macht ihrem Namen nun alle Ehre und zeigt ein ganz großes Spiel – sie peitscht ihre Schneverdingerinnen zum 7:3 und 9:4. Auch den Matchball zum 10:4 macht die Jahn-Schlagfrau. Sechs Matchbälle gegen sich, schlägt Calw-Gegenüber Henriette Schell gleich ihr nächstes Service ins Netz.

Das ist die Entscheidung: In einem völlig verrückten Endspiel der DM von Moslesfehn sichert sich damit der TV Jahn Schneverdingen die Goldmedaille. Titelverteidiger Calw muss sich diesmal mit Silber begnügen.

Mit dem heutigen Tage treten in Niedersachsen weitreichende Lockerungen in Kraft. Für den Sport von Erwachsenen gelten ab sofort keine G-Regeln mehr. Eine Unterscheidung zwischen Indoor- und Outdoorsport wird nicht mehr vorgenommen. Auch für ungeimpfte oder nicht vollständig geimpfte Personen entfallen alle Beschränkungen!

Einzig bei Sportveranstaltungen mit Zuschauerzahlen ab 51 gilt für Zuschauer*innen die 3G-Regel.

Ansonsten besteht in geschlossenen Räumen weiterhin FFP2-Maskenpflicht für Personen ab 14 Jahre. Diese gilt allerdings nicht bei der Sportausübung und im Sitzen.

  • Ball
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  • Racket
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  • Jacke
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