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Vorbericht EFA Champions Cup 19./20.09.2026

Vorbericht EFA Champions Cup 19./20.09.2026

Zurück auf der internationalen Bühne und die nächste Chance auf Edelmetall: Die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen treten am kommenden Wochenende beim EFA Champions Cup in Ahlhorn an. Die sechs besten Vereinsmannschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kämpfen um die europäische Krone – nach Silber im vergangenen Jahr wollen die Heideblütenstädterinnen erneut in die Medaillenentscheidung eingreifen.

Dabei reist der TV Jahn mit einer ungewohnten Ausgangslage zum europäischen Saisonhöhepunkt. Zweiter beim Champions Cup, Zweiter bei der Deutschen Meisterschaft und Zweiter bei den World Tour Finals – 2025 standen die Schneverdingerinnen bei allen drei großen Feldveranstaltungen im Endspiel, der ganz große Titel blieb ihnen jedoch verwehrt. Besonders das Champions-Cup-Finale in Kreuzlingen dürfte noch in Erinnerung sein. Nach einer erfolgreichen Vorrunde und einem souveränen Halbfinalsieg gegen Sportunion Arnreit trafen die Jahnlerinnen im Endspiel auf den Ahlhorner SV – und waren beim deutlichen 0:3 chancenlos. Auch bei der Deutschen Meisterschaft 2025 in Dresden ging Gold an Ahlhorn. Ein Jahr später haben sich die Kräfteverhältnisse nicht grundlegend verändert. Der Ahlhorner SV geht als Titelverteidiger, amtierender Deutscher Meister und Gastgeber als klarer Favorit in das Wochenende. Die Heideblütenstädterinnen dagegen mussten sich in einer wechselhaften Feldsaison immer wieder neu finden. Fehlende Konstanz, personelle Veränderungen und nicht immer optimale Trainingsbedingungen begleiteten die Heidschnucken durch die vergangenen Monate. Bei der Deutschen Meisterschaft reichte es vor wenigen Wochen dennoch für Bronze. „Wir wissen, dass wir momentan nicht die Mannschaft sind, die automatisch als erster Titelkandidat genannt wird. Aber wir wissen genauso, was möglich ist, wenn wir ein Wochenende lang unsere Leistung abrufen“, blickt Mannschaftsführerin Laura Kauk voraus. Schon die Vorrunde dürfte zeigen, wohin die Reise geht. In Gruppe A trifft der TV Jahn auf die FG Elgg-Ettenhausen aus der Schweiz und Union Nussbach aus Österreich. In der Parallelgruppe kämpfen Gastgeber Ahlhorn, Union Compact Freistadt und SVD Diepoldsau-Schmitter um den Einzug in die Endrunde. Gerade die internationale Konkurrenz ist schwer einzuschätzen. Elgg-Ettenhausen bündelt die stärksten Spielerinnen der beiden Schweizer Vereine Elgg und Ettenhausen, während Nussbach seit Jahren zur österreichischen Spitze zählt. „Auf internationaler Ebene kann man sich kaum auf vergangene Ergebnisse verlassen. Die Mannschaften entwickeln sich ständig weiter und an so einem Wochenende entscheiden oft Kleinigkeiten. Wir müssen deshalb von Beginn an voll da sein“, weiß Trainerin Christine Seitz. Viel Zeit zum Hineinfinden bleibt ohnehin nicht. In den beiden Dreiergruppen entscheidet bereits der Samstag über den Sprung in die Medaillenrunde. Die jeweils ersten beiden Teams erreichen das Halbfinale, für die Gruppendritten bleibt das Spiel um Platz fünf. Am Sonntag beginnen die Frauen-Halbfinals um 10.15 Uhr, um 12.45 Uhr wird Bronze ausgespielt und um 15.15 Uhr bildet das Frauenfinale den Abschluss des Champions Cups. Für den TV Jahn ist das Ziel damit klar: zurück unter die besten vier Mannschaften Europas und erneut um Edelmetall spielen. Eine Medaille wäre angesichts der schwierigen Saison ein Erfolg – auch wenn die eigenen Maßstäbe nach sieben Gold- und 15 Silbermedaillen im Europapokal traditionell hoch liegen. Sollte es erneut zum Duell mit Ahlhorn kommen, ist die deutliche Finalniederlage aus dem vergangenen Jahr noch nicht vergessen. „Uns ist bewusst, dass gegen Ahlhorn momentan vieles zusammenpassen muss. Sie müssten vielleicht einen nicht ganz perfekten Tag erwischen und wir einen sehr guten. Aber genau für solche Spiele fährt man zu einem Champions Cup“, sagt Kauk. Personell setzt Schneverdingen auf Helle Großmann, Aniko Müller und Nina Karahmetovic im Angriff, Alina Karahmetovic im Zuspiel sowie Laura Kauk und Luca von Loh in der Defensive. Nach ihrem erfolgreichen Einsatz bei der Deutschen Meisterschaft unterstützt Annika Kriger erneut die Mannschaft. U16-Spielerin Greta Baden darf erstmals internationale Luft im Bundesligateam schnuppern. Merle Mund fehlt dagegen, da sie zeitgleich mit der niedersächsischen U18-Auswahl beim Deutschlandpokal in Empelde antritt. Nach dreimal Silber bei den großen Feldhöhepunkten 2025 und DM-Bronze in diesem Jahr beginnt für die Rot-Weißen in Ahlhorn die nächste Jagd nach internationalem Edelmetall. Dass der Weg dorthin schwer wird, wissen die Schneverdingerinnen – dass mit ihnen trotzdem zu rechnen ist, haben sie in Europa oft genug bewiesen.

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