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Natalie Scharapowa

Natalie Scharapowa

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Vorbericht World Games Chengdu (China)

Von Europa nach Asien – oder genauer: von der Kleinstadt Schneverdingen in die Millionenmetropole Chengdu. Helle Großmann und Bundestrainer Olaf Neuenfeld gehören zum deutschen Faustballaufgebot für die 12. World Games in Chengdu.

Vom 7. bis 17. August 2025 finden in Chengdu (China) die World Games statt – das größte Multisportevent nach den Olympischen Spielen. Die Faustballwettkämpfe werden vom 9. bis 13. August 2025 im eigens dafür angelegten Tianfu Sports Park ausgetragen. Mitten im Geschehen: Helle Großmann (Spielerin) und Olaf Neuenfeld (Männer-Bundestrainer) vom TV Jahn Schneverdingen. Großmann rückte bei der letzten Austragung der World Games 2022 in Birmingham (USA) kurzfristig für eine verletzte Spielerin ins deutsche Team nach und ist seither fester Bestandteil der Frauen-Nationalmannschaft. Bei ihrer ersten internationalen Meisterschaft gewann sie direkt die Goldmedaille. In den darauffolgenden Jahren sicherte sie sich 2023 den Europameistertitel und wurde zuletzt in Argentinien Vizeweltmeisterin. Bislang war sie bei internationalen Turnieren stets mit Teamkolleginnen vom TV Jahn unterwegs. In diesem Jahr ist sie jedoch die einzige Spielerin des Vereins, die Bundestrainerin Eva Krämer und Co-Trainer Ruben Schwarzelmüller überzeugen konnte. Nicht mehr wegzudenken aus dem Männerteam ist hingegen ihr Heimtrainer Olaf Neuenfeld. Seit 2006 ist er Bundestrainer der Männer-Nationalmannschaft und blickt auf eine äußerst erfolgreiche Bilanz zurück. 2009 nahm er erstmals mit seiner Auswahl an den World Games in Kaohsiung (Taiwan) teil und belegte dort den vierten Platz. Der große Durchbruch gelang 2013 mit dem Gewinn der Goldmedaille in Kolumbien. Es folgten weitere Titel 2017 in Polen und 2022 in den USA. Für 2025 sieht Neuenfeld allerdings geringe Titelchancen: „Die großen Favoriten sind Österreich und Brasilien. Dahinter folgen die Schweiz und wir mit Außenseiterchancen. Aber auch die anderen vier Teams – Italien, Argentinien, Chile und Neuseeland – haben enorm aufgeholt und sind keineswegs zu unterschätzen.“ Bei den Frauen gelten nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2024 die Brasilianerinnen als klare Titelfavoritinnen – knapp dahinter das deutsche Team. Bundestrainerin Eva Krämer gibt sich kämpferisch: „Die Mädels haben ganz klar Gold als Ziel ausgegeben“, sagt sie mit Blick auf die doch recht deutliche Niederlage im WM-Finale 2024. Seit der Aufnahme des Frauenwettbewerbs bei den World Games 2022 treten in diesem Jahr erstmalig acht Nationen bei den Frauen und Männern an. Die jeweils acht Teams sind in zwei Leistungsgruppen unterteilt. Die sogenannte Gold-Gruppe umfasst die vier bestplatzierten Teams der letzten Weltmeisterschaft, die Silber-Gruppe die vier nächstplatzierten. In der Vorrunde besteht die Gold-Gruppe bei den Frauen und Männern aus Deutschland, Brasilien, Österreich und die Schweiz. Die Silber-Gruppe besteht aus Chile, Argentinien, Neuseeland und den USA. Bei den Männern ersetzt Italien die USA in der Silber-Gruppe. Alle Spiele – ebenso wie viele weitere Sportarten der World Games – können aus Deutschland über die extra eingerichtete „The World Games“-App live verfolgt werden. Aufgrund der Zeitverschiebung finden die Spiele allerdings zu mitteleuropäisch eher ungemütlichen Uhrzeiten statt. Die Frauen starten am kommenden Samstag um 4:30 Uhr deutscher Zeit gegen Österreich und treffen am gleichen Tag um 11:30 Uhr auf die Schweiz. Ihre dritte Vorrundenpartie findet am Sonntag um 8:30 Uhr gegen Brasilien statt. Die Männer haben am Samstag um 8:30 Uhr ihre Partie gegen Brasilien und treffen am Sonntag um 4:30 Uhr auf die Schweiz und um 11:30 Uhr auf Österreich. Ziel beider Teams ist es vorerst in der Gold-Gruppe mindestens Platz eins oder zwei zu erreichen, um sich direkt für das Halbfinale am Dienstag zu qualifizieren. Andernfalls wäre ein zusätzlicher Umweg über das Viertelfinale am Montag gegen einen Silbergruppen-Gegner erforderlich. Ein Vorteil könnte sich durch einen spielfreien Montag ergeben, betont Bundestrainerin Krämer: „Es wird spannend, wie sich die Spielfelder tatsächlich spielen lassen. Außerdem verbringen wir täglich mindestens zwei Stunden im Bus – allein für Hin- und Rückfahrt zur Spielstätte. Auch die hohen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit sind Herausforderungen, die wir so von bisherigen Faustballturnieren nicht kennen.“ Die Livestreams sind spätestens ab Mittwoch zu verfolgen, wenn die deutschen Frauen und Männer nach den Medaillen greifen wollen. Der Finaltag beginnt mit dem Bronzespiel der Frauen um 3:00 Uhr, gefolgt vom Spiel um Platz drei der Männer um 5:30 Uhr sowie dem Frauenfinale ab 8:30 Uhr und dem Männerendspiel um 10:45 Uhr (alles deutsche Zeiten).

Faustball, DM in Dresden: Kämpferischer TV Jahn verpasst Titel Nummer fünf

Schneverdingen/Dresden. Silber, Silber und noch einmal Silber: Die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen mussten sich gestern nach den beiden zweiten Plätzen beim Champions-Cup und bei den World-Tour-Finals erneut mit der Silbermedaille begnügen.

Gegen den Nord-Konkurrenten Ahlhorner SV gab es im Finale der deutschen Meisterschaft in Dresden ein enges, aber letztlich verdientes 1:3 (11:9, 7:11, 8:11, 8:11). Der TV Jahn verpasste damit seinen fünften DM-Erfolg in Serie. Gleichwohl bleibt festzuhalten: Der Monat Juli war für die Heidschnucken äußerst erfolgreich. „Wir haben in dieser Saison viel erreicht“, nahm Kapitänin Laura Kauk die Niederlage sportlich. Kleinigkeiten in entscheidenden Momenten hätten in diesem Duell „auf Augenhöhe“, wie es Trainerin Christine Seitz ausdrückte, den Ausschlag gegeben. Im Vergleich zum Finale des Champions-Cups Anfang Juli, das der TV Jahn auch gegen Ahlhorn verlor, sei es eine deutliche Steigerung gewesen. Es waren tolle Rahmenbedingungen in Dresden, die Partie wurde von der ARD live im Internet gestreamt, die Zuschauer vor Ort hatten freien Eintritt, nahmen dieses Angebot zahlreich an und durften die Sportart Faustball im Rahmen der „Finals“ genauer unter die Lupe nehmen. Kauk freute sich über „mega Stimmung“. Andreas Kürten kommentierte das Spiel am ARD-Mikro, Unterstützung bekam er von Bundestrainerin Eva Krämer, die von einem „tollen Finale“ sprach. „Es war ein Spiel, das von Wind und Regen geprägt war“, sagte Krämer. Unter zunächst noch trockenen Bedingungen kam der TV Jahn besser rein, er war fokussiert, gewann Durchgang eins mit 11:9, vor allem, weil Aniko Müller fünf Angaben ins Ziel brachte. Der einsetzende Regen veränderte das Spiel auch dahingehend, der Ball wurde schneller. In Satz zwei hatte sich der ASV besser auf die Angaben des TV Jahn eingestellt, Ahlhorn brachte viele Bälle zurück ins Feld und nutzte Abstimmungsprobleme in der Defensive der Schneverdingerinnen. Über 10:5 ging der Abschnitt mit 11:7 an Ahlhorn. TV-Jahn-Trainerin Christina Seitz und Co-Trainer Olaf Neuenfeld reagierten im dritten Satz. Alina Karahmetovic, die bei den starken Angaben von Jordan Nadermann immer wieder unter Druck geraten war, und Laura Kauk tauschten die Seiten, später ging es wieder auf die Stammpositionen zurück. Das forderte den ASV, der Durchgang war deutlich enger, beim Stand von 6:7 leistete sich der TV Jahn aber leichte Fehler, kam nicht mehr rein ins Spiel, auch ein Angabentausch half nicht mehr, der ASV gewann 11:8. Schneverdingen überzeugte gestern einmal mehr kämpferisch, ließ sich im vierten Satz von einem 2:5-Satzrückstand nicht schrecken. Mit dem schönsten Punkt des Tages – Angreiferin Helle Großmann traf den Ball gekonnt mit viel Wucht und mit Drall – glich der TV Jahn zum 6:6 aus. Doch hinten heraus reichten die Körner nicht mehr, der TV Jahn, der direkt von den World-Tour-Finals nach Dresden gereist war, konnte Ahlhorn nicht mehr unter Druck setzen und verlor auch diesen Durchgang (8:11). „Wir sind in der Schlussphase vielleicht zu sehr ins Risiko gegangen“, sagte Kauk. Dem Ahlhorner SV ist damit die Wachablösung gelungen, Rekordmeister Schneverdingen ist entthront: „Das ist ein geiler Abschluss einer geilen Saison. Wir standen überall sicher und haben vorne die nötigen Punkte gemacht“, freute sich Ahlhorns Mieke Kienast am ARD-Mikro.

Zum Einsatz kamen: Helle Großmann, Aniko Müller, Laura Kauk, Alina Karahmetovic, Hinrike Sagstetter, Lena Meyer, Maja Rogosch, Emilia Schwarz.

https://www.faustball.com/#/contest/6913/competition

Vorbericht Deutsche Meisterschaft Bundesliga

Hallensaison: vierter Platz beim Champions Cup, vierter Platz bei den Deutschen Meisterschaften. Feldsaison: zweiter Platz beim Champions Cup, zweiter Platz bei den World Tour Finals. Folgt nun endlich wieder Gold? Die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen reisen für die Finalspiele der deutschen Meisterschaft nach Dresden. Bei Deutschlands größtem Multisportevent geht es am Mittwoch in die Halbfinals und am Donnerstag in die Finalspiele.

Den Startschuss machen der TSV Calw und der Ahlhorner SV. Ein Duell zweier erfahrener Finalteilnehmer, die sich auch in dieser Saison wohl wieder auf Augenhöhe begegnen werden. Beide Mannschaften bringen enorme Erfahrung mit, sowohl auf dem Feld als auch mit ihren Trainern an der Seitenlinie. Melissa Leopold fehlt beim ASV weiterhin verletzt. Ahlhorns Spielertrainerin Sarah Albrecht freut sich aber auf das Halbfinale und zeigt sich zuversichtlich: „Durch das besondere Umfeld und die Live-Übertragung kann es ein richtig starkes Spiel werden.“ Doch auch die Löwinnen reisen selbstbewusst an. Als Staffelsieger der Süd Liga mit nur einem verlorenen Spiel darf das Team keinesfalls unterschätzt werden, besonders nicht mit Nationalspielerinnen wie Henriette Schell und Ida Hollmann. Calws Trainerin Petra Pfrommer bringt es auf den Punkt: „Wir wollen in Dresden im Finale stehen. Zudem haben wir mit dem World Tour Finals in Vöcklabruck direkt vorher ein Event, indem wir Spielpraxis sammeln können, Nachteil ist die geringe Erholungszeit. Außerdem hängt es davon ab, inwieweit Henny Schell ihre Verletzungen plagen.“ Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Topteams entschied der ASV für sich – ein Vorteil, der im Halbfinale allerdings wenig zählt. Alles ist angerichtet für ein Duell auf höchstem Niveau. Die Schneverdingerinnen greifen mit dem zweiten Halbfinale ab etwa 14 Uhr ins Spielgeschehen ein und treffen auf den zweiten der Südstaffel. Wenn der TV Jahn Schneverdingen auf den TV Segnitz trifft, ist eins sicher: diese beiden Teams kennen sich bestens. In den vergangenen Jahren gab es zahlreiche Aufeinandertreffen, die immer eng und von hoher Qualität waren. So kommt es auch in diesem Jahr zu dieser Spielbegegnung. Mannschaftsführerin Laura Kauk resümiert: „Wir haben diese Saison zu oft gegen uns selbst gespielt, wir wollen in diesem Spiel vollen Fokus auf uns legen und unser eigenes Spiel aufziehen, dann haben wir gute Chancen.“ Die letzten Begegnungen unter dem Hallendach gingen beide an die Fränkinnen, doch in der Feldrunde jubelten zuletzt immer die Nordbundesligistinnen. Die Jahnlerinnen wollen sich nach zwei Finaleinzügen in den letzten Wochen erneut mit dem Endspiel belohnen. Kurz vor ihrer Abreise erreichte dem Trainerduo Christine Seitz und Olaf Neuenfeld allerdings eine unglückliche Nachricht. Die Belastungen der U18-Vizeeuropameisterin Emilia Schwarz mit Europameisterschaft, anschließender Teilnahme am Jugendlager, Einsätzen bei den World Tour Finals und dem Kampf bei der U18 Norddeutschen Meisterschaft, waren zu groß. Durch eine Verletzung am Knie kann die 17-jährige nicht wie gewohnt antreten und wird lediglich auf der Bank Platz nehmen müssen. Nach vier Tagen World Tour Finals und den Partien gegen die besten Mannschaften der Welt, kann im restlichen Teil des Jahn-Aufgebots wohl nicht von „frisch erholt und top-fit“ gesprochen werden, aber der Wille ist durchaus da: „Wir sind spät in der Nacht von Sonntag auf Montag aus Österreich heimgekehrt und sind am Dienstagnachmittag direkt wieder los nach Dresden. Diese Belastung nehmen wir nicht auf uns, um am Mittwoch wieder durch zu sein. Wir wollen ins Finale und unseren Titel verteidigen.“, erklärt Hauptangreiferin Helle Großmann. Nochmal ein zusätzlicher Ansporn durfte die Übertragung sein. Während die Halbfinals wie gewohnt online gestreamt werden können, sind für die Platzierungsspiele erstmalig TV-Übertragungen im ARD und ZDF geplant.

https://www.faustball.com/#/contest/6913/competition

  • Ball
    € 100,-
  • Racket
    € 200,-
  • Jacke
    € 300,-
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Liegestütz/ Tag