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Nachbericht Deutsche Meisterschaft – Silbermedaillle!

Faustball, DM in Dresden: Kämpferischer TV Jahn verpasst Titel Nummer fünf

Schneverdingen/Dresden. Silber, Silber und noch einmal Silber: Die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen mussten sich gestern nach den beiden zweiten Plätzen beim Champions-Cup und bei den World-Tour-Finals erneut mit der Silbermedaille begnügen.

Gegen den Nord-Konkurrenten Ahlhorner SV gab es im Finale der deutschen Meisterschaft in Dresden ein enges, aber letztlich verdientes 1:3 (11:9, 7:11, 8:11, 8:11). Der TV Jahn verpasste damit seinen fünften DM-Erfolg in Serie. Gleichwohl bleibt festzuhalten: Der Monat Juli war für die Heidschnucken äußerst erfolgreich. „Wir haben in dieser Saison viel erreicht“, nahm Kapitänin Laura Kauk die Niederlage sportlich. Kleinigkeiten in entscheidenden Momenten hätten in diesem Duell „auf Augenhöhe“, wie es Trainerin Christine Seitz ausdrückte, den Ausschlag gegeben. Im Vergleich zum Finale des Champions-Cups Anfang Juli, das der TV Jahn auch gegen Ahlhorn verlor, sei es eine deutliche Steigerung gewesen. Es waren tolle Rahmenbedingungen in Dresden, die Partie wurde von der ARD live im Internet gestreamt, die Zuschauer vor Ort hatten freien Eintritt, nahmen dieses Angebot zahlreich an und durften die Sportart Faustball im Rahmen der „Finals“ genauer unter die Lupe nehmen. Kauk freute sich über „mega Stimmung“. Andreas Kürten kommentierte das Spiel am ARD-Mikro, Unterstützung bekam er von Bundestrainerin Eva Krämer, die von einem „tollen Finale“ sprach. „Es war ein Spiel, das von Wind und Regen geprägt war“, sagte Krämer. Unter zunächst noch trockenen Bedingungen kam der TV Jahn besser rein, er war fokussiert, gewann Durchgang eins mit 11:9, vor allem, weil Aniko Müller fünf Angaben ins Ziel brachte. Der einsetzende Regen veränderte das Spiel auch dahingehend, der Ball wurde schneller. In Satz zwei hatte sich der ASV besser auf die Angaben des TV Jahn eingestellt, Ahlhorn brachte viele Bälle zurück ins Feld und nutzte Abstimmungsprobleme in der Defensive der Schneverdingerinnen. Über 10:5 ging der Abschnitt mit 11:7 an Ahlhorn. TV-Jahn-Trainerin Christina Seitz und Co-Trainer Olaf Neuenfeld reagierten im dritten Satz. Alina Karahmetovic, die bei den starken Angaben von Jordan Nadermann immer wieder unter Druck geraten war, und Laura Kauk tauschten die Seiten, später ging es wieder auf die Stammpositionen zurück. Das forderte den ASV, der Durchgang war deutlich enger, beim Stand von 6:7 leistete sich der TV Jahn aber leichte Fehler, kam nicht mehr rein ins Spiel, auch ein Angabentausch half nicht mehr, der ASV gewann 11:8. Schneverdingen überzeugte gestern einmal mehr kämpferisch, ließ sich im vierten Satz von einem 2:5-Satzrückstand nicht schrecken. Mit dem schönsten Punkt des Tages – Angreiferin Helle Großmann traf den Ball gekonnt mit viel Wucht und mit Drall – glich der TV Jahn zum 6:6 aus. Doch hinten heraus reichten die Körner nicht mehr, der TV Jahn, der direkt von den World-Tour-Finals nach Dresden gereist war, konnte Ahlhorn nicht mehr unter Druck setzen und verlor auch diesen Durchgang (8:11). „Wir sind in der Schlussphase vielleicht zu sehr ins Risiko gegangen“, sagte Kauk. Dem Ahlhorner SV ist damit die Wachablösung gelungen, Rekordmeister Schneverdingen ist entthront: „Das ist ein geiler Abschluss einer geilen Saison. Wir standen überall sicher und haben vorne die nötigen Punkte gemacht“, freute sich Ahlhorns Mieke Kienast am ARD-Mikro.

Zum Einsatz kamen: Helle Großmann, Aniko Müller, Laura Kauk, Alina Karahmetovic, Hinrike Sagstetter, Lena Meyer, Maja Rogosch, Emilia Schwarz.

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