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Natalie Scharapowa

Natalie Scharapowa

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Nachbericht Faustball WM U18 in Llanquihue/Chile

Bei der Faustball Weltmeisterschaft der U18 in Llanquihue/Chile hat die deutsche Auswahl der Mädchen mit den beiden Schneverdingerinnen Maja Rogosch und Emilia Schwarz die Silbermedaille gewonnen. Im Finale unterlag der Titelverteidiger gegen Österreich mit 0:3.

In der Vorrunde startete die deutsche Mannschaft mit zwei souveränen 3:0 – Erfolgen gegen Argentinien und die Schweiz. Ein spannendes Spiel entwickelte sich anschließend gegen Mitfavorit Österreich. Nach zwei verlorenen Sätzen starteten die Deutschen eine furiose Aufholjagd und glichen zum 2:2 aus. Im Entscheidungssatz hatten dann die Österreicherinnen knapp mit 11:9 die Nase vorn und sicherten sich dadurch vorzeitig den Gruppensieg. In den beiden abschließenden Gruppenspielen gewann Team Deutschland mit 3:0 gegen Chile und mit 3:1 gegen Brasilien.
Nach dem erfolgreichen Viertelfinale, in dem Chile ohne größere Probleme erneut mit 3:0 geschlagen wurde, stand das Halbfinale gegen die Schweiz an. Mit den beiden Jahnlerinnen Emilia Schwarz im Angriff und Maja Rogosch in der Abwehr starten die deutschen mit einem 11:4 Satzerfolg optimal ins Spiel. Im zweiten Satz musste man nach einer frühen Führung beim Stand von 8:8 den Ausgleich hinnehmen. Begünstigt von drei Schweizer Angriffsfehlern baute Deutschland den Spielstand nach Sätzen auf 2:0 aus. Im dritten Durchgang konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Nach dem zwischenzeitlichen Stand von 7:7 gelangen dem Favoriten vier Punkte in Folge zum 11:7 Satzgewinn. Mit 3:0 zogen die deutschen Mädchen unter dem Jubel der zahlreich mitgereisten Fans und Eltern ins Finale ein. Emilia Schwarz wurde nach einer starken Leistung als MVP, also als wertvollste Spielerin des Spiels, ausgezeichnet. Nicht zuletzt dank ihrer erfolgreichen Angriffspunkte steht Deutschland damit im Finale gegen Österreich. „Das lief heute richtig gut bei mir und ich freue mich über diese Auszeichnung“ fühlte sich Schwarz geehrt.
Bei schwierigen Bedingungen mit 12 Grad, Regen und starkem Wind startete Titelverteidiger Deutschland im Finale erneut mit Emilia Schwarz in der Startformation. Maja Rogosch musste trotz einer überzeugenden Vorstellung im Halbfinale zu Beginn auf der Bank Platz nehmen. In einem hart umkämpften ersten Durchgang hatte Österreich mit 11:9 das bessere Ende für sich. Der schwer zu bespielende Platz ließ kaum einen ruhigen Spielaufbau zu und so kam es mehr und mehr auf die Angaben beider Teams an. Im zweiten Satz lief Deutschland von Beginn an einem Rückstand hinterher. Mitte des Satzes musste Schwarz den Platz für Leni Hasselberg vom TV Brettorf im Angriff räumen, aber auch diese Maßnahme zeigte keine Wirkung. Die deutsche Abwehr war läuferisch nicht auf dem Niveau, um die Angriffe der Österreicherinnen parieren zu können. Kaum ein Ball wurde im Spielfeld gehalten und somit kam man zu keinem Spielaufbau oder eigenen Angriffen. Mit 7:11 ging man nun mit einer schweren 0:2 – Hypothek in den nächsten Abschnitt. Aber auch hier war in der Abwehr keine Besserung in Sicht und lediglich die erfolgreichen Angaben der erst 15-jährigen Hasselberg hielten den Titelverteidiger noch im Spiel. Mitte des Satzes kam Rogosch dann doch noch zu ihrem Finaldebüt, konnte aber auch keine entscheidenden Impulse mehr setzen. Beim Stand von 10:9 verwandelte Österreich den ersten Matchball und sicherte sich damit den dritten WM-Titel der weiblichen U18.
Nach der ersten Enttäuschung überwog bei Rogosch und Schwarz dennoch der Gewinn der Silbermedaille und eine bis zum Finale überzeugende Weltmeisterschaft der beiden Heidschnucken: „Diese WM war ein großartiges Erlebnis, dass ich nie vergessen werde. Ich bin sehr stolz darauf, Teil dieser Mannschaft gewesen zu sein“ sagte Angreiferin Emilia Schwarz nach der Siegerehrung. Ähnlich euphorisch fiel das Fazit von Abwehrspielerin Maja Rogosch am Ende des Turniers aus: „Ich bin dankbar dafür, dass ich diese Chance bekommen habe, hier sein zu dürfen. Ich habe jeden Moment genossen und es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Mit diesem Team auf dem schönsten Faustballplatz der Welt mit Vulkan im Hintergrund spielen zu können und dann noch Vize-Weltmeister zu werden macht mich sehr glücklich.“

Die Bronzemedaille sicherte sich die Schweiz durch einen 3:0 – Sieg über Brasilien.

Beim parallel ausgetragenen Wettbewerb der männlichen U18 gewann das deutsche Team die Goldmedaille. Gegen starke Brasilianer setzte sich die Mannschaft des Bundestrainer-Duos Kolja Meyer und Tim Lemke in einem dramatischen Finale mit 3:2 durch und sicherte den 7. Weltmeistertitel für Faustball Deutschland in dieser Altersklasse. Im Spiel um Platz 3 behielt Österreich mit 3:1 die Oberhand über die Schweiz. Randnotiz: An gleicher Stelle in Llanquihue gewannen die deutschen U18 Männer bereits 2006 den WM-Titel gegen Brasilien. Als Spieler stand damals der heutige U18-Bundestrainer Tim Lemke auf dem Feld. Der Bundestrainer 2006 war seinerzeit der Schneverdinger Olaf Neuenfeld, der heute Männer-Bundestrainer ist.

Ergebnisse: www.24.fistballu18wc.com/results/

Vorbericht U18-Weltmeisterschaft in Chile mit Emilia Schwarz und Maja Rogosch

Die besten Faustball-Nachwuchsteams der Welt mit dem Weltmeistertitel im Blick: Nach drei Jahren Unterbrechung findet vom 31. Oktober bis 3. November im chilenischen Llanquihue die Faustball-Weltmeisterschaft der männlichen und weiblichen U18 statt. Nach 2006 – rund 18 Jahre später – finden die U18-Welttitelkämpfe damit wieder im Süden Chiles statt.
Die herausragende Jugendarbeit von den Schneverdinger Vereinstrainern zeigt hier erneut ihren Erfolg. Mit Emilia Schwarz und Maja Rogosch schafften gleich zwei Spielerinnen des TV Jahn Schneverdingen den Sprung in den Nationalkader – sie haben ihren Heimatort Schneverdingen bereits verlassen und befinden sich auf dem Weg zu ihrer Highlight-Meisterschaft ihrer noch sehr jungen Spielerinnenkarriere.

Die Vorbereitung laufen auch Hochtouren, der Countdown läuft: Vom 31. Oktober bis 3. November wird das Vereinsgelände des Club Gimnástico Alemán Llanquihue wieder die besten U18-Nationalteams zu Gast haben. Einen malerischeren Ort für eine U18-Weltmeisterschaft dürfte es dabei wohl kaum geben. Das Gelände, das direkt am See Llanquihue mit Blick auf die Vulkane Osorno und Calbuco liegt, hat sich in der Vergangenheit den Ruf als einer der schönsten Faustballplätze der Welt erarbeitet. Vier Tage lang sind nun die besten Nachwuchsteams im Faustball in Chile zu Gast. „Die gemeinsame Austragung der 2. WM der männlichen U18 und 1. WM der weiblichen U18 war im Januar 2006 ein großartiger Erfolg“, sagt Jörn Verleger, Präsident der International Fistball Association (IFA) und so auch die IFA selbst „Der Club Llanquihue und der Faustballverband in Chile haben in der Vergangenheit bereits mehrfach unter Beweis gestellt, welch großartige Faustballveranstaltungen sie organisieren können. Wir sind überzeugt, dass uns in den nächsten Tagen das nächste bevorsteht.“
Nach der Absage von Indien werden 14 Teams – 8 bei der männlichen U18 und 6 bei der weiblichen U18 – in Llanquihue um den Titel kämpfen. Bei den U18-Männern bekommt es Titelverteidiger Deutschland dabei mit starker Konkurrenz zu tun. Aus Europa werden noch Europameister Österreich, die Schweiz und Dänemark zur Weltmeisterschaft antreten, hinzu kommen aus Amerika die Teams von Südamerika-Champion Argentinien, Brasilien, Chile sowie Namibia (Afrika). In der weiblichen U18 gehen neben Titelverteidiger Deutschland mit den Jahnlerinnen Schwarz und Rogosch in ihren Rängen noch Österreich, die Schweiz (alle Europa), Brasilien, Chile und Argentinien (Amerika) an den Start. Der Modus ist dabei in beiden Wettbewerben nahezu identisch. So werden die Nationalmannschaften zunächst in einer Vorrundengruppe Spiele gegen jede andere Nation bestreiten, ehe die weiteren Runden bevorstehen. Alle Begegnungen werden dabei im Modus Best of 5 ausgetragen.
Alle Spiele werden im Livestream übertragen: Interessierte, die nicht nach Chile reisen, können die Spiele trotzdem verfolgen. Die Organisatoren in Chile planen, in Kooperation mit der International Fistball Association, die Übertragung aller Begegnungen – von Feld 1, 2 und 3. „Das hat es bei einer U18-Weltmeisterschaft im Faustball noch nie gegeben“, sagt Sönke Spille, IFA Head of Events & TV Production: „Wir freuen uns, dass die Fans Zuhause keine Begegnung verpassen und somit die Qual der Wahl haben, welchen der teilweise drei gleichzeitig laufenden Streams sie nun sehen möchten.“ Auf Feld 1 wird die Übertragung dabei mit einem englischen Livekommentar erfolgen.
Schwarz verpasste krankheitsbedingt die letzten Trainingseinheiten auf heimischen Boden, Rogosch konnte noch den letzten Feinschliff vor ihrem Abflug vornehmen. Gemeinsam mit einigen Spielerinnen des Frauen A Kaders nutzten die beiden Jugendnationalspielerinnen nahezu jede freie Minute in den letzten Wochen, um nochmal auf den Sportplatz zu gehen und an den Ball zu kommen. Dabei trotzten sie den kalten Temperaturen, der frühzeitig eintretenden Dunkelheit und den nassen Bodengegebenheiten und legten alles auf ihr großes Ziel aus. Klar ist, die Vorbereitungen sind abgeschlossen und der Ehrgeiz in den Koffer gepackt. Schwarz wird mit ihren zwei bereits gespielten Europameisterschaften, ebenso wie Nationaldebütantin Rogosch das erste Mal auf einer Weltmeisterschaft auflaufen. „Das ist nicht nur eine Meisterschaft, das ist eine WM auf einem anderen Kontinent, unter ganz anderen Bedingungen. Ich freue mich wahnsinnig, mich der Herausforderung zu stellen. Für mich ist es eine sehr große Ehre den TV Jahn, aber auch ganz Deutschland auf dem Faustballfeld vertreten zu dürfen.“, berichtete die 17-jährige Schwarz mit glänzenden Augen. Auch Rogosch Faustballherz schlägt gleich doppelt so schnell bei dem Gedanken an dieses Großereignis und verriet einen Tag vor ihrer Abreise „Ich schlüpfe das erste Mal in die Rolle einer Nationalspielerin. Ich bekomme schon Gänsehaut, wenn ich an unsere Ausrüstung denke und überall „Deutschland“ auf dem Rücken steht bzw. der Bundesadler auf der Brust unseres Trikots abgebildet ist. Ich freue mich, dass es jetzt endlich los geht und ich die Aufregung ab dem ersten gespielten Ball in Chile ablegen kann.“

Nachbericht Jugendeuropapokal U14+U18

Die Faustball-Auswahlteams des Niedersächsischen Turnerbundes sind der drittbeste Faustball-Verband Europas. Eine Woche nach dem Sieg bei der Deutschen Meisterschaft der Mitgliedsverbände gewann Niedersachsen beim Faustball-Jugendeuropapokal in Widnau (Schweiz) die Bronzemedaille. In der Einzelwertung stach die weibliche U18 mit dem Titelgewinn hervor.

Eindrucksvoll präsentierte sich die weibliche U18 mit den Schneverdingerinnen Emilia Schwarz und Nele Rogosch – und das bereits in der Gruppenphase. Nach einem 1:1-Ausgleich zum Auftakt gegen Mitfavorit Oberösterreich – gespickt mit nahezu dem gesamten U18-Nationalteam – überzeugte der NTB mit 2:0-Siegen gegen die Westschweiz, Thurgau und Hessen. Damit schloss der NTB die Gruppe mit 7:1 Punkten auf Rang eins ab. In der Endrunde präsentierte sich Niedersachsen dann in Topform. So bezwangen die NTB-Faustballerinnen am Sonntagmorgen Schwaben (11:8, 11:7) und Bayern (11:8, 11:6), zogen damit ins Endspiel ein. Hier gab es den erneuten Showdown gegen Oberösterreich – der sich aber kaum zu einem Showdown entwickelte. Zu stark präsentierte sich Niedersachsen von Beginn an und machte mit 11:8 und 11:5 den Sieg perfekt. Schwarz selbst war überwältigt von dem großen Erfolg ihrer Mannschaft „Dass wir Österreich so gut im Griff haben werden und das auch noch in einem europäischen Finale, hätte ich kaum für möglich gehalten. Mit dieser Goldmedaille haben wir uns für die harte Arbeit in den letzten Wochen belohnt.“
Ebenfalls auf dem Podest landeten die Jahnlerinnen Ronja Röhrs, Greta Baden und Hanne Röhrs mit der weiblichen U14. Dabei hatte es am ersten Tag so gar nicht danach ausgesehen. „Wir hatten zu Beginn des Turniers noch große Schwierigkeiten zu unserem Spiel zu finden und haben zu viele Fehler hinnehmen müssen“, so Baden über die Anlaufprobleme ihres Teams. Zwei Niederlagen gegen Salzburg und Schwaben standen „nur“ ein Remis gegen Schleswig-Holstein und ein Sieg gegen Zürich/Schaffhausen gegenüber – Gruppenplatz vier. So war es nur dem Modus zu verdanken, dass sich die NTB-Faustballerinnen nicht zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Medaillenrennen verabschieden mussten. Baden zeigte sich unzufrieden mit Wettkamptag eins, wobei die Erleichterung über das Erreichen der ersehnten Endrunde überwog „Nachdem wir einen wirklich schwachen Tag hatten, brauchte es am Sonntag viel Selbstvertrauen. Wir selbst, aber auch unsere Trainerinnen haben an uns geglaubt – so konnten wir am Sonntag nochmal zeigen, was in uns steckt.“ Im Achtelfinale gegen Bayern (11:3, 11:6) und Viertelfinale gegen Sachsen (9:11, 11:9, 5:3) steigerte sich das Team spielerisch, war dann aber im Halbfinale gegen Schwaben chancenlos (11:5, 11:4). Im Bronze-Match gelang gegen Salzburg die Revanche für die Vorrundenniederlage am Vortag. Mit 11:7 und 11:7 war Niedersachsen in ihrem letzten Spiel erfolgreich und beendeten die Saison mit einem Sprung auf das Siegerpodest.
Da die männliche U18 (7. Platz) und männliche U14 (6. Platz) hinter den guten Ergebnissen des Deutschlandpokals blieben, verpasste der Niedersächsischer Turnerbund es – nach dem Sieg im vergangenen Jahr – in der Gesamtwertung, um den Sieg mitzukämpfen. So landete Niedersachsen, hinter Oberösterreich (550 Punkte) und Schwaben (540), mit 470 Zählern auf dem Bronze-Rang.

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