Nachbericht Champions Cup – Goldmedaille

Der Meistertitel auf der europäischen Vereinsebene geht zurück nach Schneverdingen. Die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen gewannen am vergangenen Wochenende beim Champions Cup in Hochburg-Ach (AUT) die Goldmedaille.

Europapokalspieltag 1 glich einer Hitzeschlacht. Bei über 30° und durchgehend Sonne kämpften insgesamt je sechs Frauen- und Männermannschaften um Europas Vereinskrone. Mit dabei in Vorrundengruppe A der TV Jahn Schneverdingen. Das Jahn-Team verfolgte das erste Spiel des Tages von den Zuschauerrängen aus. Ihre Konkurrentinnen Satus Kreuzlingen (CH) und FBC Linz AG Urfahr (AUT) legten in einer ausgeglichenen Partie vor – Sieger hier die Favoritinnen aus Linz. Im Turnierauftakt der Schneverdingerinnen gegen die Schweizer Mannschaft Kreuzlingen begannen die Jahnlerinnen mit ihrer bekannten Startformation um Helle Großmann, Aniko Müller, Hinrike Seitz, Laura Kauk und Alina Karahmetovic. Sie fanden trotz der extremen Temperaturen stark in das Turnier und dominierten von Beginn an. Mit 11:6, 11:7 und 11:6 gingen gleich alle drei Sätze in Folge an die Mannschaft des Trainerduos Christine Seitz und Olaf Neuenfeld. Sie konnten gleich im ersten Spiel alle ihre Spielerinnen aufs Feld bringen und jeder Defensivformation ergänzt um Annika Kriger und Lena Meyer auf die kommenden Aufgaben mit viel Einsatzzeit vorbereiten. Und die Herausforderungen kamen und wurden prompt schwieriger zu bewältigen. Gegen den frisch gebackenen österreichischen Meister Linz bekam es vor allem die Abwehrreihe mit nahezu perfekten Angaben zu tun. Der Angriff Linzs bestehend aus gleich zwei Stammnationalspielerinnen Österreichs sowie einer gebürtigen brasilianischen Angreiferin hatte vor allem in Person der Letzteren einiges zu bieten. Mit Kriger anstelle von Karahmetovic auf der Jahn-Seite fanden die Linzerinnen besonders im ersten Satz die Lücken in der schneverdinger Spielfeldhälfte. Doch nach einem verlorenen ersten Satz (8:11), fanden die Rot-Weißen zunehmend Lösungen und konnten dem starken Angriff mit herausragenden Abwehraktion Paroli bieten. Mit 11:6, 11:5 und 11:7 gingen alle drei folgenden Sätze an die Heideblütenstädterinnen, die sich über diesen zweiten Sieg die Spitzenreiterposition in der Vorrunde sicherten. Dies war nicht nur aus emotionaler Sicht zum Selbstbewusstsein tanken wichtig, sondern auch um den deutschen Konkurrentinnen aus der anderen Vorrundengruppe auszuweichen. So wie Trainerin Seitz es erwartet hatte, marschierte der TSV Dennach zeitgleich zum Vorrundensieg in Gruppe B. „Wir gehen Dennach natürlich gerne weitestgehend aus dem Weg. Der Gruppensieg war da schon von großer Bedeutung. Unser Halbfinalgegner ist somit die Zweitplatzierte SVD Diepoldsau-Schmitter, die liegen uns auf jeden Fall besser.“
Europapokalspieltag 2 zeigte sich dann mit gänzlich anderen Wetterverhältnissen von einer ganz neuen Rolle. Die Temperaturen rund 15° kälter und statt der Sonne hatten sich große Regenwolken über die IPS-Arena gelegt. Früh morgens um 9:00 Uhr der Anpfiff. Diepoldsau gegen Schneverdingen im Halbfinale. Mit der Schweizer Nationalangreiferin Tanja Bognar spielte der SVD ein überragendes Angabenspiel mit diversen, für den TV Jahn unerreichbaren Assen in Folge. Erst nach dem verlorenen ersten Satz (9:11) fanden die Heidschnucken in eine taktische Formation, um die so platzierten Bälle der Schweizerin abzuwehren. Mit 11:8 konnten die Schneverdingerinnen den Satzrückstand aufholen und sich zurück ins Spiel bringen. Satz 3 dann eine echte Zitterpartie. Bis zum 14:14 konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Müller hatte immer wieder die Antworten parat, so auch bei ihrer letzten Angabe, die die Jahnlerinnen nach einem Ass in die Satzführung brachte. Im letzten Satz schien der Faden im Diepoldsauer Spiel gerissen und die Jahn-Mannschaft stand kompakt, parierte ein Ball nach dem anderen und punktete durch Großmann. Müller beendete zum 11:6 die Partie und servierte ihre Mannschaft ins ersehnte Finale. Finalgegner dann, wie schon im Vorfeld vermutet, der TSV Dennach. Diese Neuauflage des rein deutschen Duells gab es schon in den vergangenen Jahren immer wieder und ist auch bei den deutschen Meisterschaften häufig ein Highlightspiel. Die Pink Ladies dieses Mal als Titelverteidigerinnen in der Favoritenrolle, der TV Jahn der Herausforder. Doch das Jahn-Team verschläft den Start maßlos. Nach dem Spielstand von 2:3 im ersten Satz, gelang den Niedersachsen nicht ein einziger Punkt und der TSV marschierte davon. Mit 2:11 ging Satz 1 ungefährdet an die Nordschwarzwälderinnen. Ähnlich deutlich der zweite Spielabschnitt, dieses Mal aber für die Mannschaft von Seitz und Neuenfeld. Mit dem 11:5 glichen die Rot-Weißen aus und kippten die Partie zu ihren Gunsten. Ebenso überzeugend die Spielweise im dritten Satz. Mit der eingewechselten Kriger für Karahmetovic auf der Defensivposition taten sich nur selten Lücken für die Pink Ladies auf. Zuspielerin Seitz brachte ihre Angreiferinnen Großmann und Müller immer wieder in optimale Angriffspositionen, die die beiden nach Belieben nutzten. Mit 11:7 entschieden die Jahnlerinnen auch diesen Spielabschnitt für sich und brachten sich auf die Spur des Titelgewinns. Doch der TSV Dennach hatte eine Antwort, wechselte selbst in den eigenen Reihen und spielte wieder stärker auf. Die Abwehrreihe ließ kaum Bälle durch und die beiden ehemaligen Nationalspielerinnen Pia Neuefeind und Sonja Pfrommer bewiesen ihre Qualitäten mit Bällen genauen zwischen die Schnittstellen der Heidschnucken. Schließlich zwangen die Pink Ladies die Schneverdingerinnen in den finalen fünften Entscheidungssatz (7:11). Kauk und Kriger glänzten ein ums andere Mal und ließen die so stark aufspielenden Angreiferinnen in pink verzweifeln. Großmann machte in der Folge kurzen Prozess und nutze all ihre Chancen auf die so wichtigen Punkte. Zum Seitenwechsel der erste große Fingerzeig auf die Herausforderinnen – Spielstand 6:2 für den TV Jahn. Nach dem Seitenwechsel gelangen beiden Mannschaften genau vier Punkte bis zum ersten Matchball der Jahnlerinnen. Drei konnte der TSV noch verteidigen, doch der vierte Ball war es. Müller nutze bei Stand von 10:9 ihre letzte Angabe und legte alles rein. Sie erwischt Zweitangreiferin Neuefeind in einer unglücklichen Position, sie kann den Ball noch verteidigen, pariert ihn aber weit nach vorne und unerreichbar für ihre Teamkolleginnen. Der Ball springt zum zweiten Mal auf und der Abpfiff erfolgte. Der TV Jahn Schneverdingen fiel sich in die Arme und hatte das nach dem ersten Satz unmöglichen zu sein scheinen, möglich gemacht. Mit dem knappen 3:2-Erfolg geht der Titel des EFA Champions Cup wieder zurück nach Schneverdingen. Mit diesem Sieg gehen die nächsten zwei Kalendereinträge in die Planung der Jahnlerinnen für das kommende Jahr. Sie sind automatisch als Titelverteidiger für den nächsten Europapokal qualifiziert und werden als europäischer Champion wieder bei den World Tour Finals auflaufen. Zuspielerin Hinrike Seitz erhielt noch eine besondere Auszeichnung. Sie wurde von einer Jury als Playerin of the Match gewählt und bewies ihre spielerischen Qualitäten auch noch nach ihrer jahrelangen und so erfolgreichen Nationalmannschaftskarriere hinaus. „Es bedeutet mir natürlich extrem viel mit meiner Mannschaft auf dem Feld stehen zu dürfen. Das Wetter hat es an diesem Wochenende nochmal zu einer besonders großen Herausforderung gemacht, aber die nehmen wir gerne an. Diese so funkelnde Goldmedaille um den Hals zeigt mir, dass der Kampf sich lohnt und wir immer wieder neu angreifen werden.“, so die überglückliche 32-jährige nach der Siegerehrung.

Zum Einsatz kamen: Aniko Müller, Helle Großmann, Hinrike Seitz, Alina Karahmetovic, Laura Kauk, Lena Meyer und Annika Kriger

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Vorbericht Champions Cup in Hochburg-Ach (AUT)

Am kommenden Wochenende wartet auf die Bundesliga-Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen die erste internationale Aufgabe. Beim Champions Cup der besten europäischen Vereinsmannschaften treffen die Jahnlerinnen in Hochburg-Ach (AUT) in ihren Vorrundenspielen auf die Mannschaften aus Kreuzlingen (CH) und Linz (AUT).

Das erste Mal in dieser Feldsaison heißt es für die Mannschaft von Trainerin Christine Seitz und Co-Trainer Olaf Neuenfeld Koffer packen. Für sie geht es am kommenden Wochenende in die IPS-Arena zum Champions Cup nach Österreich. Nach dem gelungenen Nordmeistertitel hat sich die Mannschaft die Ziele wieder hochgesteckt. Hauptangreiferin Helle Großmann will mehr als „nur“ die Podestränge „Wenn wir irgendwo hinfahren, wollen wir Großes erreichen. Wir wollen an unser spielerisches Potenzial anknüpfen und den Zuschauern einen sehenswerten Faustballsport präsentieren. Unser Ziel ist es dabei, den „Europapokal“ wieder nach Schneverdingen zu holen.“ Zusammen mit Satus Kreuzlingen (CH) und FBC Linz AG Urfahr (AUT) bildet der TV Jahn die Vorrundengruppe A. Beide Mannschaften sind für die Heideblütenstädterinnen noch recht neue Konkurrenten, gegen die sich noch wenig Erfahrung haben. Sowohl die Kreuzlingerinnen, als auch das Team aus Linz stellen mehrere Nationalspielerinnen und waren in den vergangenen Jahren auf den Top-Events der Nationalmannschaften zu sehen – faustballerisch haben sie also einiges zu bieten. Einen ersten Eindruck können sich die Heidschnucken im ersten Vorrundenspiel machen. Dort treffen erst die beiden Gegnerinnen aufeinander, bevor der TV Jahn ab der zweiten Runde ins Spielgeschehen eingreifen darf. Angabenschlägerin Aniko Müller sieht das als kleinen Vorteil „Aktuell wissen wir noch nicht, worauf wir uns einstellen müssen. Es hilft uns erstmal von den Zuschauerrängen die Spielweise der Mannschaften zu beobachten und die Stärken und Schwächen zu analysieren. Ab dann liegt es allerdings an uns, mit unserer Qualität sollten Siege auf jeden Fall möglich sein. Linz ist sicherlich der stärkere Gegner, den es in der Gruppenphase zu bezwingen gilt. Sie sind am letzten Wochenende neuer Österreichischer Meister geworden und haben in einem beeindruckenden Finale ihre Rivalinnen mit einem 4:0-Sieg deutlich auf der Strecke gelassen. In der Gruppe B treten der SVD Diepoldsau-Schmitter, die Union Nussbach sowie der Titelverteidiger TSV Dennach an. Für den Finaltag qualifizieren sich die beiden Erst- und Zweitplatzierten in den jeweiligen zwei Vorrundengruppen. In den Halbfinals duellieren sich in den Überkreuzspielen dann der erste der Gruppe A gegen den zweiten der Gruppe B und umgekehrt. Das Jahn-Team möchte alles daran setzen den vermeintlich leichteren Weg zu gehen, „Als Gruppensieger ist der Halbfinalgegner die zweitbeste Mannschaft der anderen Gruppe. Ich gehe davon aus, dass sich Dennach in der Gruppe B durchsetzen wird. Wir wissen um ihre Stärken und würden unseren deutschen Kolleginnen gerne erstmal aus dem Weg gehen.“, so Trainerin Seitz. Schneverdingen als Champions Cup Sieger 2021 und 2022 und Dennach als Titelverteidiger und Sieger aus dem Jahr 2023, sind auf jeden Fall auch in diesem Jahr in dem gehandelten Favoritenkreis. Wie so oft wird die Tagesform ein wesentlicher Faktor bei der Bestimmung des neuen Europapokalsiegers sein, denn auch die anderen Mannschaften und vor allem Linz und Diepoldsau werden ein Wörtchen bei der Medaillenvergabe mitsprechen wollen. Ein weiterer Pluspunkt im Jahn-Aufgebot wird neben dem vollständigen Kader, der nach Österreich reisen wird, der Trainerstab sein. Trainerin Seitz wird einmal mehr vom Männer-Bundestrainer Neuenfeld an der Seitenlinie unterstützt. Er wird mit seiner Fachexpertise seiner Abwehrreihe entscheidende Tipps geben und Seitz den Rücken freihalten.

Die Ergebnisse können laufend unter folgendem Link verfolgt werden:
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Nachbericht letzter Spieltag Bundesliga

Der Endspurt ist mit einem perfekten Ergebnis geglückt. In Ahlhorn sicherte sich die Bundesligamannschaft des TV Jahn Schneverdingen mit zweimal 3:0 die Nordmeisterschaft.

Die fehlende Nationalspielerin Jordan Nadermann in der Angriffsreihe des Ahlhorner SV machte es der Heimmannschaft schwer zu schaffen. Gegenüber stand der TV Jahn mit seinem kompletten Qualitätsaufgebot um Helle Großmann und Aniko Müller im Angriff, Hinrike Seitz im Zuspiel, Laura Kauk und Alina Karahmetovic in der Defensiv sowie Annika Kriger, Lena Meyer und Emilia Schwarz. Den besseren Start gleich zu Beginn der rutschigen Partie mit nassem Boden erwischten die Schneverdingerinnen. Besonders Abwehrspielerin Karahmetovic setzte dem Spiel ihren Stempel auf, indem sie mit einer Glanzparade nach der anderen überzeugte. Auch im Zuspiel und im folgenden Angriff passte jeder Schritt und jeder Schlag – der TV Jahn ging mit 11:3 in die Satzführung. Etwas knapper der Spielverlauf in Satz 2. Auch die Jahnlerinnen gerierten in Rückstand, holten diesen aber stets wieder auf. Insgesamt sehr befreit und hochkonzentriert trafen Großmann und Müller die Lücken in der Spielfeldhälfte der Ahlhornerinnen. Über das 11:9 im zweiten Satz gelang auch im letzten Satz der komfortablere Punktevorsprung. Den 3:0-Erfolg aus dem Hinspiel übertrumpften die Rot-Weißen und gewannen Satz 3 ebenfalls mit 11:6. Die erste große Herausforderung der Heidschnucken war gemeistert und die beiden Nordfavoriten stehen mit je zwei Niederlagen an der Spitze der Ligatabelle. Nachdem 3:2-Sieg der Gastgeberinnen gegen den SV Moslesfehn in der zweiten Partie des Tages, hatten die Heideblütenstädterinnen die Nordmeisterschaft in der dritten Partie in eigener Hand. Und auch in ihrem letzten Spiel der Ligarunde Feld 2024 überzeugten die Heidschnucken. Dieses Mal mit Kriger für Karahmetovic in der Defensive gelangen in allen Mannschaftsteilen die Spielzüge gegen die „Mossis“. Mit 11:8, 11:3 und 11:5 konnten die Schneverdingerinnen die Mannschaft aus Moslesfehn in allen drei Sätzen fernhalten. Auf der Zielgeraden lief es laut Trainerin Christine Seitz zusammen mit ihrem Co-Trainer Olaf Neuenfeld an der Spielfeldseite nahezu perfekt „Die Wackler von den letzten Spieltagen haben wir definitiv überwunden. Wir standen in der Defensive sehr sicher, trotz der rutschigen Bodenverhältnisse. Unser Zuspiel bringt die Angreiferinnen aus allen Positionen bestens in Szene. Helle und Aniko haben heute mit einem Linienball nach dem anderen geglänzt.“ Nach dem ersten Meilenstein mit der DM-Qualifikation kann ihre Mannschaft nun auch hinter dem nächsten einen Haken setzen. Als Nordmeisterinnen haben sich die Jahnlerinnen die beste Ausgangsposition für die kommende Deutsche Meisterschaft erspielt. Als direkter Halbfinalist umgehen sie die Qualifikationsspiele und treffen im zweiten Halbfinale am DM-Samstag auf den Sieger aus der Partie 2. Nord gegen den Sieger aus der Vorqualifikation. Der Zweitplatzierte aus dem Norden steht ebenfalls fest. Der Ahlhorner SV hat neben dem TV Jahn das DM-Ticket gelöst und kann auch an seinem letzten Spieltag nicht mehr auf den dritten Tabellenplatz rutschen. Wer aber als dritte Nord-Mannschaft die Übernachtung in Stammheim buchen darf, bleibt bis zum letzten Spieltag offen. Die beste Ausgangslage hat der VfL Kellinghusen mit 18:10 Punkten, dicht gefolgt vom TV Brettorf mit 16:12 Punkten. Rechnerische Chancen haben auch die beiden Teams mit je 14:14 Punkten – der Ohligser TV und der MTV Wangersen. Alle Faustballeraugen werden am 14.07.2024 nach Brettorf schauen, wo die Zweit- bis Viertplatzierten aufeinandertreffen. Höchstwahrscheinlich wird das Duell zwischen dem VfL und dem TVB den letzten DM-Fahrer offenbaren.

Zum Einsatz kamen: Helle Großmann, Aniko Müller, Hinrike Seitz, Laura Kauk, Alina Karahmetovic und Annika Kriger

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Vorbericht letzter Spieltag BL

Kleines vorzeitiges Finale um die Nordmeisterschaft – nur noch zwei Mannschaften stehen im Rennen um den Sieg der Bundesliga Nordstaffel Feld 2024. Der TV Jahn Schneverdingen reist an seinem letzten Spieltag zu seinem Dauerrivalen vom Ahlhorner SV.

An den letzten zwei Spieltagen musste der TV Jahn mit einem unwohlen Gefühl und zwei schmerzlichen Niederlagen jeweils die Heimreise von den Auswärtsspieltagen antreten. Die perfekte Formation hat sich im Jahn-Lager also noch nicht gefunden und es gibt kurz vor Ende der Ligarunde noch Baustellen, die es zu bearbeiten gilt. Die Trainerin der Mannschaft Christine Seitz ist noch nicht zufrieden „Insgesamt war es eine sehr unruhige Saison. Einerseits hat Annika Kriger nach dem ersten Spieltag erfreulicherweise ihr Comeback angekündigt und andererseits steht uns mit der verletzten Kimberly Groß eine wichtige Spielerin nicht mehr zur Verfügung. Weiterhin hatten wir an vielen Spieltagen immer wieder fehlende Spielerinnen und Lücken in unserem Kader. Dass es da nicht immer rund läuft ist in Ordnung, verlieren hätten wir mit unserem dennoch hochwertigen Kader aber nicht dürfen.“ Auf dem Trainingsprogramm der Mannschaft standen in der letzten Woche überwiegend die Basics. Vor allem aus den Angaben heraus wollen die Jahnlerinnen ihre Gegnerinnen wieder vermehrt in Bedrängnis bringen und die Abstimmung zwischen allen Mannschaftsteilen perfektionieren. Denn am kommenden Sonntag geht es für die Heidschnucken, aber auch für den Ahlhorner SV nochmal richtig zur Sache. Aktuell sind die Rot-Weißen Tabellenführer, haben aber mit 24:4 Punkten gegen über dem ASV mit 22:2 Punkten zwei Spiele mehr absolviert und eine Niederlage mehr hinnehmen müssen. Sollte es den Schneverdingerinnen gelingen zurück zu ihrer gewohnten Stärke zu finden, dann sind sie in der Lage die Gastgeberinnen, nach dem Hinrundenerfolg, ein weiteres Mal zu besiegen. Dann wären die beiden Mannschaften Punktgleich und das bessere bis hier hin erspielte Satzverhältnis käme dem Jahn-Kader zugute. Die Rechnung geht allerdings nur auf, wenn sowohl der TV Jahn als auch der ASV im Anschluss seine Spiele gegen den SV Moslesfehn souverän gewinnt. Für die Blau-Weißen ginge das Zittern nach einem Sieg gegen den TV Jahn allerdings noch zwei Wochen weiter. Für sie ist der kommende Spieltag erst der vorletzte der Saison, sie müssen am 14.07.2024 nochmal in Brettorf ran und müssen gegen die Ausrichterinnen und gegen den VfL Kellinghusen erfolgreich bleiben. Auch hier können wichtige Punkte auf der Strecke liegen bleiben, denn beide Mannschaften sind die Favoriten auf den Platz 3 der Nordtabelle. Beide stehen derzeit mit 14:10 Punkten auf den Rängen 3 und 4, sie wollen auf der Zielgeraden die DM-Qualifikation perfekt machen. Der TV Jahn ist in seinen Gedanken allerdings ganz bei sich und seiner eigenen Aufgabe. Angreiferin Aniko Müller appelliert an ihr Team zur vollen Konzentration „Wir wissen, dass die Niederlagen vor allem durch unsere Nachlässigkeiten zu Stande gekommen sind. Jetzt heißt es noch einmal alles geben. Wenn wir uns ganz auf uns Besinnen und an unser Können anknüpfen, dann ist alles möglich.“ Der Kader der Jahnlerinnen ist an diesem Wochenende auch wieder vollständig, mit sogar einer Spielerin mehr an Bord. Trainerin Seitz hat Youngster Emilia Schwarz für diesen Spieltag in das Aufgebot berufen. Sie wird eine Möglichkeit im Angriff bilden und die Bundesliga auf dem Weg zur Nordmeisterschaft unterstützen. Zuletzt überzeugte sie nicht nur die Schnucken-Trainerin bei den Jugendspieltagen und ihren ehrgeizigen Trainingsleistungen, sondern auch die Bundestrainerin und belohnt sich selbst mit der erneuten Nominierung in den U18-Nationalkader. Die Voraussetzungen sind also geschaffen und das Jahn-Team kann es kaum erwarten ein letztes Mal vor den nationalen und internationalen Meisterschaften die Punktejagd in der Liga anzugehen.

Nachbericht 6. Spieltag Frauen BL

Eine weitere Niederlage an dem sechsten Spieltag der Bundesliga Frauen des TV Jahn Schneverdingen überschattete die vorzeitige Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. In Ohligs verloren die Jahnlerinnen gegen die Gastgeberinnen ihr zweites Spiel der Saison, lösten aber im Anschluss über den Sieg gegen den TV Brettorf das erste DM-Ticket in der Nordstaffel.

Die Startformation um das Angriffsduo Helle Großmann und Aniko Müller, Interimszuspielerin Alina Karahemtovic sowie den Abwehrroutiners Annika Kriger und Laura Kauk geriet gleich zu Beginn des Spieles gegen die Ausrichterinnen in Rückstand. Diesen holten die Schneverdingerinnen bis zum Spielstand von 10:9 sogar auf und hatten eigens den ersten Satzball, doch auf der Zielgeraden sind es die Ohligserinnen, die punkteten und den TV Jahn in den Satzrückstand brachten (10:12). Auch Satz 2 lief nicht nach Plan der Jahnlerinnen. Nach einer unvermeidbaren Führung des OTV zum 4:9 wechselte die Trainerin Christine Seitz Karahmetovic in die Defensive und Kapitänin Kauk auf die Zuspielposition. Der Wechsel zeigte seinen Erfolg, die Rot-Weißen konnten mit fünf Punkten in Folge zum Ausgleich gleichziehen. Aber erneut gelingen die letzten Angriffe nicht zum ersehnten Erfolg. Mit 9:11 verloren die Heidschnucken auch den zweiten Spielabschnitt unglücklich. Die Wende bahnte sich im dritten Satz an. Auf der Schneverdinger Spielfeldhälfte gelang nahezu alles. Mit 11:3 entschieden die Heideblütenstädterinnen den ersten Satz zu ihren Gunsten und starteten die Aufholjagd. Doch sie endete schnell, gleich im nächsten Satz. Nach dem Stand von 4:4 baute das Team in den schwarzen Trikots wieder eine Führung auf und erspielten sich zum 6:10 die ersten Matchbälle. Drei Punkte gingen noch auf das Konto der Jahnlerinnen ehe der letzte Ball des TV Jahn die Leine nicht mehr überquerte. Die Ballannahme in der Defensiv misslang, Kauk griff direkt in den Ball, konnte ihn nur noch in die hintere Spielfeldhälfte befördern. Abwehrspielerin Karahmetovic probierte in letzter Sekunde den Ball mit dem linken Arm zum OTV zu spielen, doch die Distanz war zu lang. Mit dem zweiten Aufprall auf der Hälfte der Schneverdingerinnen begann das Strahlen der Heimmannschaft (9:11). Währenddessen in den Blicken der Jahn-Spielerinnen gleich zum zweiten Mal in dieser Saison pure Enttäuschung. „Uns ist es wieder nicht gelungen an unsere Bestleistungen heranzukommen. Immer wieder standen wir, anstatt Ohligs, an der 3-Meter-Linie zur Angabe. Trotz vieler guter Aktionen, vor allem in unserer Defensive, konnten wir die entscheidenden Punkte nicht machen.“, berichtete die Nationalspielerin und Jahn-Hauptangreiferin Großmann unzufrieden. Der weitere Spieltagsverlauf löste ein Déjà-vu in den Schneverdinger Köpfen aus. Wie in der vergangenen Woche beim MTV Wangersen war die schmerzliche Niederlage noch nicht verdaut, ehe das nächste Bundesligaspiel angepfiffen wurde. Dies spiegelte sich auch in der Anfangsphase der Jahnlerinnen gegen den TV Brettorf wider. Bis zum 6:6 im ersten Satz waren es vermeidbare Fehler der Starting-Five des TV Jahns aus dem ersten Spiel, die den TVB ins Spiel brachten. Doch ab dann lief es besser, mit vier Punkten unmittelbar in Folge setzte sich die Mannschaft von Seitz erstmalig ab. Über die 1:0-Satzführung (11:8), spielten sich die Frauen aus der Lüneburger Heide zurück in den Spieltag und zeigten sich in den Sätzen 2 und 3 wesentlich konsequenter. Es brauchte nicht mehr die vielen Angabenversuche und vielen Leinenüberquerungen, bis der TV Jahn die Punkte erzielte. Mit 11:5 und 11:4 gingen beide Sätze an die wesentlich besser aufspielenden Schneverdingerinnen – doch der große Jubel zur DM-Qualifikation blieb aus. „Natürlich freuen wir uns im zweiten Spiel wieder zurück in den Spieltag gefunden und die letzten zwei fehlenden Punkte zur DM eingesammelt zu haben. In meinem und in den Köpfen der Anderen kreisen aber immer noch die Gedanken um die Niederlage.“ gibt die ehemalige Nationalspielerin Kriger in ihrer Comebacksaison zu. Doch die Tabellensituation liefert keinerlei Gründe die Köpfe hängen zu lassen. Auch die Nordmeisterschaft bleibt im Rahmen des Möglichen und vor allem in der eigenen Hand der Jahnlerinnen. Der zuschlagende Konkurrent, wie in den vergangenen Jahren, der Ahlhorner SV. Ahlhorn hat derzeit nur eine Niederlage auf dem Konto zu verbuchen und die Rot-Weißen gleich zwei, aber das Rückrundenduell der beiden Top-Teams ist noch offen. Patzer darf sich keine Mannschaft mehr erlauben. Sollte Schneverdingen seine Partie gegen den SV Moslesfehn ohne größere Verluste gewinnen und der ASV in seinen drei offenen Spielen gegen Moslesfehn, Kellinghusen und Kreiskonkurrenten Brettorf keine Punkte liegen lassen, kommt es auf das Spiel der beiden Tabellenführer an. Trainerin Seitz blickt nach der wenig zufriedenstellenden Leistung ihrer Mannschaft umso ehrgeiziger auf den kommenden Spieltag „dass wir so ein Spiel wie heute gegen Ohligs und letzte Woche gegen Wangersen aus der Hand geben, darf uns natürlich nicht passieren. Wir ziehen unsere Schlüsse und werden mit letzter Konsequenz in den letzten Spieltag der Saison gehen. Es geht nicht nur um die Nordmeisterschaft, sondern auch um die direkte Qualifikation für das DM-Halbfinale. Wir haben innerhalb von zwei Spielen die Chance ins Halbfinale der Deutschen Meisterschaft einzuziehen, wir wollen gleich die erste nutzen – und das ist nächste Woche.“

Zum Einsatz kamen: Alina Karahmetovic, Annika Kriger, Laura Kauk, Helle Großmann und Aniko Müller

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Die neuen Kurse im TV Jahn im 2. Halbjahr sind veröffentlicht. Ihr könnt sie sowohl tabellarisch als auch in unserem virtuellen Kursprogramm (externer Link) einsehen. Die Printausgabe findet Ihr in vielen Arztpraxen, der Touristeninformation und unserer Partnerunternehmen.

Wichtig: Eine Besonderheit werdet Ihr finden. Bereits in diesem Programm stehen Hinweise auf eine Veränderung der Organisation unserer Kurse. Seit dem 2023 haben wir das Kurssystem des TV Jahn auf neue Füße gestellt. Unsere Kurse haben mittlerweile eine so große Vielfalt erreicht, dass wir in unserem und Eurem Sinne neu sortieren mussten, um den Überblick behalten zu können. Außerdem gibt es immer mehr KursteilnehmerInnen, die mehrere Kurse gleichzeitig belegen möchten. Dem möchten wir gerecht werden und bieten in Zukunft für alle Kurse auch 10erKarten an.

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Vorbericht 6. Spieltag Frauen BL

Das DM-Ticket ist zum Greifen nah – der TV Jahn Schneverdingen befindet sich an seinem sechsten Spieltag auf der Zielgeraden zum Erreichen des ersten Meilensteins. Zu Gast beim Ohligser TV benötigen die Jahnlerinnen in den Duellen gegen die Ausrichterinnen und den TV Brettorf nur noch einen Sieg, um das vorzeitige DM-Ticket zu lösen.

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Kimberly Groß, ist der Kader der Schneverdingerinnen geschrumpft. Die übrig gebliebenen Spielerinnen um Alina Karahmetovic, Aniko Müller, Annika Kriger, Helle Großmann, Laura Kauk und Lena Meyer werden die weite Reise über die Bundeslandgrenze hinaus nach Nordrhein-Westfalen am kommenden Sonntag antreten. Nicht dabei sein kann die privat verhinderte Trainertochter Hinrike Seitz. Ihre große spielerische Erfahrung und die überragenden Zuspiele werden der Mannschaft fehlen. „Wir werden erneut etwas umstellen müssen, aber das hat in der Vergangenheit gut funktioniert. Mit Alina und Laura haben wir zwei Spielerinnen, die mit der Zuspielposition vertraut sind, sie werden die Lücke schließen.“, so die mit Wechseln vertraute Trainerin Christine Seitz. Der Spieltag verspricht einiges an Spannung. Mit dem TV Jahn sind der Spitzenreiter, mit dem TV Brettorf der Drittplatzierte und mit dem Ohligser TV der Ligavierte anwesend. Für alle drei Mannschaften geht es weiterhin um die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft. Den Auftakt bestreiten Ohligs und Schneverdingen und im Anschluss treffen die Heidschnucken auf den TVB mit der Ex-Schneverdingerin Laura Marofke im Angriff. Die größte Brisanz hat das Aufeinandertreffen der beiden Teams in Schwarz-Weiß. Die Punkte könnten für den Sieger bereits ein deutlicher Wegweiser in Richtung der drei DM-Plätze sein. Darüber hinaus wollen sie, wie der MTV Wangersen am vergangenen Spieltag, auch den derzeitigen Tabellenführer TV Jahn bezwingen, um auf Kurs zu bleiben. Den Ausrutscher vom letzten Wochenende möchte das Team von Mannschaftsführerin Laura Kauk nicht wiederholen „Wir dürfen uns keinen Patzer mehr erlauben. Auch wenn wir uns Sonntag bereits die DM-Teilnahme sichern können, wollen wir als Nordmeister nach Stuttgart reisen. Der zweite oder dritte Platz im Norden, würde ein Qualifikationsspiel um das Halbfinale auf der Deutschen Meisterschaft bedeuten. Die Gegner aus dem Süden liefern eine herausragende Saison, da wird ordentlich Gegenwind kommen. Wir wollen dieses Spiel umgehen und uns das Quali-Spiel möglichst als Halbfinalist von den Zuschauerrängen aus anschauen.“ Die Sinne im Jahn-Lager sind also geschärft und auf Angriff geschaltet, wenn es am Sonntag für die Jahnlerinnen ab 14 Uhr in Solingen beim Top-Spieltag der Liga zur Sache geht. Beim Hinrundenspieltag des Mannschaftentrios konnte der TV Jahn sich nur knapp mit 3:2 gegen die Brettorferinnen durchsetzen, während sowohl der TVB als auch die Heideblütenstädterinnen Ohligs in 3:0-Sätzen schlagen konnten.

Nachbericht 5. Spieltag Frauen BL

An ihrem fünften Spieltag in Wangersen kassierten die Bundesligistinnen des TV Jahn Schneverdingen ihre erste Saisonniederlage. Der direkte Verfolger Ahlhorn war währenddessen weiter erfolgreich und verkürzt, ist den Schneverdingerinnen wieder dicht auf den Fersen.

Schlechter hätte es für die Mannschaft von Trainerin Christine Seitz an diesem Wochenende kaum kommen können. Der Spieltagssonntag begann mit einem enormen Rückschlag. Die festeingespielte Abwehrspielerin Kimberly Groß musste verletzungsbedingt ihren Rücktritt verkünden und die Saison abbrechen. Eine über mehrere Monate verschleppte Muskelverletzung zwang das Jahn-Talent zu der herzensschweren Entscheidung „Die Meinung der Ärzte ist leider eindeutig. Wenn ich jemals wieder schmerzbefreit Sporttreiben möchte, muss ich pausieren und das leider sofort.“ Sie bricht als eine der Stammspielerin der letzten Saison weg, den Verlust müssen die anderen Defensivspielerinnen nun wohl kompensieren. Auch Trainerin Seitz hätte sich den Verlauf für Groß anders erhofft „Kim hat bis zum Schluss gekämpft und wollte weiterhin für die Mannschaft ihr Bestes geben. Schon in den letzten Wochen ist sie bis an ihre Grenze und darüber hinaus gegangen, ich habe ihr sehr die Daumen gedrückt.“ Die Pause von Groß ist auf unbestimmte Zeit festgelegt, das Auskurieren ihrer Verletzung steht nun an oberster Stelle – sie wird in der laufenden Saison das Team lediglich von der Auswechselbank aus unterstützen können.
Mit einem weinenden Auge mussten die Jahnlerinnen mit ihrem nun „neuen, kompletten Kader“ in den Spieltag gehen. Und wieder verlief es nicht wie geplant. Die Schneverdingerinnen standen zu Spieltagsbeginn um 14 Uhr in den Startlöchern und wurden erneut ausgebremst. Ein Spieltag der 2. Bundesliga geriet zeitlich aus dem Rahmen, war noch lange nicht beendet und blockierte das Spielfeld. Erst mit knapp einer Stunde Verspätung konnte die 1. Bundesliga die Punktejagd aufnehmen. Gleich das erste Duell zwischen Wangersen und Kellinghusen ging über die volle Distanz und ließen die Heidschnucken weiterhin auf ihren Start warten. Doch mit dem letzten erfolgreichen Punkt der Schleswig-Holsteinerinnen, ging es auch für den Jahn-Kader mit ordentlich Verspätung ab 16:30 Uhr auf das Spielfeld. Die Startformation um Helle Großmann, Aniko Müller, Hinrike Seitz, Alina Karahmetovic und Laura Kauk begann das Bezirksderby gegen die Gastgeberinnen vom MTV Wangersen. Zunächst gelang den Heideblütenstädterinnen die Satzführung (11:8) und es schien sich der misslungene Tagesstart zu bessern. Seitz wechselte Annika Kriger für Karahmetovic in die Defensivreihe und brachte damit eine erfahrene ehemalige Nationalspielerin in die Partie. Auf allen Positionen kam es in den beiden folgenden Sätzen zu vermeidbaren Fehlern. Die Jahnlerinnen konnten sich selbst nicht mehr in Szene setzen und taten sich mit windigen Wetterverhältnissen ungewohnt schwer. Der MTV nutze die Chance für sich, spielte zunehmend befreiter und souveräner auf und belohnt sich nach dem Satzausgleich (9:11) auch mit der 1:2-Satzführung (9:11). Im letzten Satz riss dann völlig der Faden der Heidschnucken. Es zog ein kräftiger Regenschauer übers Feld und sehr starke Windböen ließen die Bälle unberechenbar treiben. „Es hat beim ersten Ball angefangen. Wir haben nur gehofft, die Bälle ins Feld zu bekommen, das Zuspiel schlagbar zu halten und nach Möglichkeit fehlerfrei die Angriffe in die Spielfeldhälfte der Wangersenerinnen zu bekommen“, gab Mannschaftsführerin Kauk von der hinten links Position einen Überblick – „Wir sind aus der eigenen Angabe nicht mehr rausgekommen, während unsere Gegnerinnen nahezu problemlos dominierten.“ Die Jahn-Mannschaft gab nicht auf, kämpfte auch in der Endphase unermüdlich. Die Bemühungen waren letztlich vergeben. Auch nach langen Ballwechseln war es immer der MTV, der die Schläge unerreichbar für die Schneverdingerinnen platzierte. Der letzte Punkt von Angreiferin Vivien Werner beim Stand von 6:10 löste den Jubel der Gastgeberinnen aus. Die Blicke im Jahn-Kader fassungslos und die erste Niederlage der Saison schmerzte. Doch sie musste innerhalb von 15 Minuten bis zum nächsten Spiel verdaut sein. Gegen den VfL Kellinghusen spielten die Rot-Weißen in ihrer letzten Spielformation aus dem Wangersen-Spiel. Die Mannschaft von Seitz fing sich, schöpfte schnell Motivation und ließ die Köpfe keineswegs hängen. Mit ihrem Ehrgeiz wollten die Schneverdingerinnen alles daran setzen den Spieltag nicht auch noch punktlos beenden zu müssen. Dieses Mal zahlte sich die Kampfbereitschaft des TV Jahn aus und alle drei Sätze wendeten sich zu Gunsten der Jahnlerinnen. Mit den Satzergebnissen von 11:5, 11:3 und 11:7 gelangen zwar nicht alle Spielaktionen perfekt, doch der Spieltag wendete sich zum Besseren. Kauk mag den fünften Spieltag schnell wieder vergessen „Der Ausfall von Kim hat uns heute Morgen hart getroffen. Dann mit unzufriedenstellenden Leistungen weiterzumachen und mit verlorenen Punkten nach Hause fahren zu müssen, hatten wir uns nicht vorgestellt.“ Verfolger Ahlhorn erledigte währenddessen seine Hausaufgaben und beendete seine Spiele mit der maximalen Punkteausbeute. Beide Teams stehen nun mit nur einer Niederlage an der Tabellenspitze und stehen im Rennen um die Nordmeisterschaft. Ein Lichtblick bringt dieser Spieltag dennoch mit sich. Der TV Jahn ist nur noch ein Sieg von der DM-Qualifikation entfernt und kann diese bereits am kommenden Wochenende perfekt machen.

Zum Einsatz kamen: Helle Großmann, Aniko Müller, Hinrike Seitz, Alina Karahmetovic, Laura Kauk und Annika Kriger

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Nachbericht 5. Spieltag Frauen Niedersachsenliga – Platz 4

Saisonende in der Niedersachsenliga. Der TV Jahn Schneverdingen sammelte an seinem letzten Spieltag in Huntlosen mit zwei Siegen und einer Niederlage nochmal Punkte und beendete die Saison auf Platz 4.

Zum Abschlussspieltag der Saison lieferten sich Maja Rogosch, Nele Rogosch, Emilia Schwarz, Laura Oestreich, Natascha Winter und Marie Küsel in ihrem ersten Spiel gegen den SV Moslesfehn 2 nochmal ein enges Match. Nach der 1:0-Satzführung der Schneverdingerinnen (11:9), gelang dem SVM der Satzausgleich (10:12) und die Karten wurden für den Entscheidungssatz neu gemischt. Beide Mannschaften hatten mit den schlecht aufspringenden Zuspielen im 3-Meter-Raum sehr zu kämpfen – die schnellere Lösung fanden die jungen Jahnlerinnen. Mit 14:12 gelangen in der finalen Phase die entscheidenden Punkte und die Heidschnucken gingen, wie in der Hinrunde, als Siegerinnen vom Platz. In Spiel 2 gegen den Wardenburger TV 2 wollte der Erfolg nicht anhalten. Mit Nachlässigkeiten in allen Mannschaftsteilen glitt den Heidschnucken das Spiel aus der Hand und der WTV gewann beide Sätze mit 8:11. Die allerletzte Partie der Saison wollte der TV Jahn dann aber wieder unbedingt gewinnen. Nach einem verlorenem (7:11) und einem gewonnenen Satz (11:6), war es erneut der dritte Satz, der die Entscheidung bringen musste. Vom Ehrgeiz gepackt gelang den Jahn-Spielerinnen aus nahezu allen Positionen der Spielaufbau und der Angriff agierte wohlüberlegt und taktisch. Die Heidschnucken behielten bis zum Schluss die Oberhand und belohnten sich ein letztes Mal für die Doppelbelastung neben ihren Jugendspieltagen. „Wir sind alles Niedersachsenvierter absolut zufrieden. Es war eigentlich das beste Training, was wir neben den wöchentlichen Einheiten absolvieren konnten. Spielerisch fehlte es uns an ausreichend Erfahrung, die wir gegen die meist älteren Gegnerinnen definitiv sammeln konnten.“, berichtete Angreiferin Emilia Schwarz, die sich besonders ambitionierte Ziele steckt. Sie wird mit ihren Mannschaftskolleginnen in den kommenden Jahren nach Medaillen auf nationaler Ebene greifen wollen, die Spielroutine wird dort ein wesentlicher Faktor sein. Das Ergebnis war hierbei eher zweitrangig, umso erfreulicher, dass es letztlich für die obere Tabellenhälfte ausreichte.

Zum Einsatz kamen: Maja Rogosch, Emilia Schwarz, Laura Oestreich, Natascha Winter, Marie Küsel und Nele Rogosch

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Nachbericht 4. Spieltag Herren – Bezirksmeister

Auch die zweite Saisonniederlage am letzten Spieltag der Herren Bezirksliga brachte den TV Jahn Schneverdingen nicht mehr um seinen unangefochtenen Meistertitel. Mit 8 Punkten Vorsprung (20:4 Punkte) feierten die Jahnler nach Abpfiff in Bösel den verdienten Sieg der Bezirksmeisterschaft.

Zwei Partien waren für die Schneverdinger noch offen. Gegen ihre unmittelbaren Verfolger und Ligazweiten vom MTV Oldendorf 3 fanden sie zum Auftakt souverän ins Spiel. Mit 11:7 befanden sich die Rot-Weißen auf Erfolgsspur und wurden nach eigenem Leistungseinbruch in Satz 2 kurzerhand gestoppt (14:15). Doch die Heidschnucken ließen die Spielwende zu Gunsten ihrer Konkurrenten nicht zu. Mit 11:4 setzten sie im Entscheidungssatz ein großes Ausrufezeichen und glänzten mit ihren in der Liga gewohnt überzeugenden Leistungen. Auch die zweite Partie gegen den TSV Wietze verlangte den Jahnlern noch einmal alles ab. Mit 11:9 und 9:11 ging es wieder mit dem Satzausgleich in den entscheidenden dritten Satz. Doch die erneute Dominanz gelang dieses Mal nicht. Der TSV brachte immer mehr Bälle in der Schneverdinger Spielfeldhälfte unter und schaffte dies auch bis über die Ziellinie hinaus. Mit 5:11 musste sich der TV Jahn im letzten Saisonspiel doch nochmal geschlagen geben, hatte die Meisterschaft aber schon in trockenen Tüchern. Spieler Eric Heil ist mit der gezeigten Einstellung seiner Mannschaft sehr zufrieden „Im letzten Spiel schien schon ein wenig die Luft raus zu sein. Uns geht es in unserer Altersklasse um den Spaß am Faustballspielen – den hatten wir auf jeden Fall.“ Und auch die Ergebnisse zeigen einen mehr als deutlichen Erfolg. Nach den 12 Duellen in der Bezirksliga, gingen die Schneverdinger insgesamt 10-Mal als Sieger vom Feld, das Resultat ist die gewonnene Meisterschaft und die damit erspielten Aufstiegsmöglichkeiten. Über den Aufstieg sind sich Heil und sein Team aber einig „Wir freuen uns natürlich in unserem Hobby am Sonntag so erfolgreich sein zu können. Ein Aufstieg in die Bezirksoberliga würde allerdings für uns nur mehr Fahrtzeiten bedeuten, mit Familien und Freunden zuhause müssten wir dann einige Abstriche machen. Wir wollen als Mannschaft zusammen Faustballspielen und haben keine Aufstiegsambitionen.“

Zum Einsatz kamen: Olaf Neuenfeld, Kathryn Röbber, Claus Wodtke, Steffen Schröder, Volker Meyer-Weichelt und Eric Heil

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Abbruch 3. Spieltag U10

Spielabbruch beim 3. Spieltag der weiblichen U10 im Bezirk Lüneburg Südost. Die erste Nachwuchsmannschaft des TV Jahn Schneverdingen hatte in Selsingen bereits ihr erstes Spiel gestartet, ehe es zu einem Wettereinbruch kam.

Im ersten Spieldurchgang fand die erste Mannschaft von Trainerin Emilia Schwarz gegen den bislang ungeschlagenen TSV Bardowick stark in die Partie. Nach einem gelungenen Start war es den Heidschnucken sogar gelungen in Führung zu gehen. Doch dann folgte das Signal der Spieltagsverantwortlichen. Das Wohl der Kinder stand auch an diesem Tag an oberster Stelle, die Wetterverhältnisse schienen aussichtlos. „Trotz des starken Regens haben die Mädels sich wirklich wacker geschlagen, wir waren heute in einer richtig guten Form.“, berichtete Trainerin Schwarz über die wenig gespielten Bälle bis zum Abbruch. Die zweite Jahn-Mannschaft stand bereits in den Startlöchern und hätte im zweiten Durchgang zum Einsatz kommen sollen. Doch auch nach der Unterbrechung der Partien konnte das Faustballspielen nicht mehr aufgenommen werden und die Mannschaften mussten kurzerhand wieder abreisen. Der Spieltag wurde auf den 17.08.2024, eine Woche vor die Bezirksmeisterschaft gelegt. Beim neuen Ausrichter, wahrscheinlich TSV Bardowick, wollen die Teams einen neuen Anlauf starten ihre Bezirksrunde zu Ende zu spielen.

 

Nachbericht Landesmeisterschaft U14

Nach der Goldmedaille auf der Bezirksmeisterschaft folgte am vergangenen Wochenende die Goldmedaille auf der Landesmeisterschaft in Ahlhorn. Mit einem Unentschieden und zwei Siegen in der Vorrunde sowie erfolgreichen Halbfinal- und Finalspielen gelang dem TV Jahn Schneverdingen die Qualifikation zur Norddeutschen Meisterschaft.

Der Auftakt der Jahn-Mannschaft war gegen den TSV Borgfeld noch recht fehleranfällig und führte zum ersten, aber in der Folge einzigen Satzverlust des Tages (9:11). Mit dem 13:11-Satzgewinn der Schneverdingerinnen im zweiten Satz trennten sich die beiden Favoriten der Vorrundengruppe B mit einem Remis. In den nächsten beiden Partien kam es dann auf allen Positionen zu Leistungssteigerungen und auch besseren Ergebnissen. Über die Siege gegen den MTV Diepenau (11:9, 11:8) und den SV Moslesfehn (11:2, 11:7) sorgten die Jahnlerinnen schließlich für den Gruppensieg und die Halbfinalqualifikation gegen den zweiten der Vorrundengruppe A, den TV Brettorf. Und auch hier behielten die Schneverdingerinnen die Oberhand und bezwangen den TVB mit 11:8 und 11:7. Im Finale kam es dann zur erneuten Auflage des Endspiels der Bezirksmeisterschaft. Der MTV Wangersen und der TV Jahn standen sich ein weiteres Mal gegenüber und zeigten keinerlei Ambitionen dem Gegner das Spiel zu überlassen. Nach der Satzführung des TV Jahn (11:8), glich der MTV mit dem 11:5 aus, sodass der Meistertitel erneut erst in der Satzverlängerung vergeben wurde. Wieder zeigte sich den Zuschauern ein Kopf an Kopf Rennen beider Mannschaften, doch es ist der TV Jahn der den entscheidenden, allerletzten Punkt erzielte. Mit 12:10 bezwangen die Heidschnucken die Staderinnen einmal mehr und sicherten sich nach Bezirksgold auch den Sieg auf der Landesebene. Trainer Olaf Neuenfeld ist mit dem Ergebnis zufrieden, sieht aber auch noch Verbesserungspotenzial innerhalb seines Teams „Wir haben heute fehlerbehaftet gestartet, konnten uns aber steigern und schließlich die Spiele zu unseren Gunsten entscheiden. Insgesamt hatten wir heute zu viele Schwierigkeiten in den Standardsituationen, daran müssen wir noch arbeiten“. Dafür hat die Jahn-Mannschaft auch die gesamten Sommerferien über Zeit. Die Norddeutsche Meisterschaft findet am Heideblütenfestwochenende in Wangersen statt. Der TV Jahn hat sich mit seiner Podestplatzierung bei dieser Landesmeisterschaft die Teilnahme bereits gesichert und kann die verbleibende Zeit nutzen. Die Mannschaft von Neuenfeld möchte sich hier erneut belohnen und eines der heißbegehrten Tickets für Deutsche Meisterschaft am 14./15. September in Karlsdorf lösen.

Zum Einsatz kamen: Greta Baden, Jette Meyer, Viktoria Pauksyts, Hanne Röhrs, Ronja Röhrs und Lotta Schröder

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