Nachbericht Deutsche Meisterschaft U18 05./06.09.2026

Starke Vorrunde, bitteres Viertelfinale und am Ende Platz fünf: Die U18-Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen haben sich bei der Deutschen Meisterschaft im nahegelegenen Essel unter den besten fünf Mannschaften Deutschlands platziert. Der ganz große Wurf blieb dem jungen Team verwehrt, doch insbesondere im Viertelfinale fehlten nur wenige Bälle zum Einzug unter die besten Vier.

Schon am Vorrundensamstag warteten schwierige Bedingungen auf die zehn besten Mannschaften Deutschlands. Böiger Wind, Regen und Sonne wechselten sich ab und machten den tiefen Boden zusätzlich schwer bespielbar. Ausgerechnet gegen den späteren Bronzemedaillengewinner TV Brettorf starteten die Schneverdingerinnen in das Turnier. In einem von den Angaben geprägten Duell hielten die Rot-Weißen lange dagegen, mussten sich aber knapp mit 0:2 (8:11, 9:11) geschlagen geben. Anschließend fanden die Jahnlerinnen immer besser in die Meisterschaft. Gegen den SV Tannheim gelang mit 2:0 (11:7, 11:8) der erste Sieg, gegen den TV Stammheim folgte nach einem schwachen ersten Satz noch ein 1:1 (7:11, 11:9). Ein abschließendes 2:0 (11:8, 11:8) gegen den MTSV Selsingen bescherte den Heideblütenstädterinnen schließlich den zweiten Gruppenplatz und damit das Viertelfinalticket. „Unter diesen Bedingungen war es wichtig, sich in die Meisterschaft hineinzukämpfen. Wir haben nicht fehlerfrei gespielt, uns aber immer wieder gefangen und als Mannschaft Lösungen gefunden“, bilanzierte Trainerin Christine Seitz den ersten DM-Tag. Am Finaltag wurde es dann richtig bitter. Im Viertelfinale gegen den MTV Wangersen entwickelte sich das wohl stärkste Spiel der Heidschnucken an diesem Wochenende. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, starke Angaben und eine aufmerksame Defensive sorgten für lange Spannung. Im ersten Satz führte der TV Jahn bereits mit 8:6, konnte den Vorsprung aber nicht ins Ziel bringen. In der Verlängerung behielt Wangersen beim 13:15 die Oberhand. Auch im zweiten Durchgang legten die Jahnlerinnen immer wieder vor und führten zwischenzeitlich mit 6:3. Doch der MTV blieb dran und nutzte in der entscheidenden Phase wenige Schneverdinger Nachlässigkeiten zum 11:13 – und damit zum 2:0-Erfolg. „Das sind genau die Spiele, die auf diesem Niveau an Kleinigkeiten entschieden werden. Wir waren ganz nah dran und haben gesehen, dass jeder einzelne Ball am Ende der entscheidende sein kann“, fasste Seitz zusammen. Die Enttäuschung über die verpasste Chance saß zunächst tief. „Man hat gemerkt, dass die Mädels dieses Viertelfinale erst einmal verdauen mussten. Trotzdem haben sie sich noch einmal zusammengerauft. Genau das gehört bei einer Deutschen Meisterschaft auch dazu“, lobte Betreuer Olaf Neuenfeld die Reaktion des jungen Teams. Im abschließenden Spiel um Platz fünf traf Schneverdingen erneut auf den SV Tannheim. Nach einem umkämpften 12:10 und einem deutlichen 5:11 mobilisierten die Jahnlerinnen noch einmal ihre Kräfte und sicherten sich mit 11:7 im Entscheidungssatz den 2:1-Erfolg. Dabei erhielten noch einmal alle Spielerinnen Einsatzzeit.  Für Kapitänin Nina Karahmetovic bedeutete Platz fünf zugleich das Ende ihrer Zeit im Jugendfaustball. „Unsere Meisterschaft war durchwachsen, mit vielen sehenswerten Bällen, aber auch einigen Nachlässigkeiten. Gerade das Viertelfinale hat trotz der Niederlage unglaublich viel Spaß gemacht und gezeigt, was wir als Mannschaft spielen können“, zog sie ihr Fazit nach ihrem letzten Auftritt im TV-Jahn-Jugendtrikot. Den Deutschen Meistertitel sicherte sich der VfL Kellinghusen vor Gastgeber TSV Essel, Bronze ging an den TV Brettorf.

Zum Einsatz kamen: Nina Karahmetovic, Hanne Röhrs, Lotta Schröder, Greta Baden, Ronja Röhrs, Jette Meyer, Merle Mund und Marie Küsel

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Vorbericht Deutsche Meisterschaft U18 05./06.09.2026

Von Bronze im Norden zum nationalen Saisonhöhepunkt: Die U18-Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen treten am kommenden Wochenende bei der Deutschen Meisterschaft im nahegelegenen Essel an. Mit Platz drei bei der Norddeutschen Meisterschaft lösten die Heideblütenstädterinnen Mitte August das Ticket für den Saisonhöhepunkt. Mit einem jungen Kader und einer bislang wechselhaften Saison reist der TV Jahn zwar nicht als Favorit an, das Potenzial für den Sprung in die Endrunde ist aber vorhanden.

In Essel gehen die Schneverdingerinnen mit einem besonders jungen Aufgebot an den Start. Lediglich Nina Karahmetovic, Marie Küsel und Merle Mund gehören der U18 an, Jette Meyer, Greta Baden, Hanne Röhrs, Ronja Röhrs und Lotta Schröder sind noch in der U16 spielberechtigt. Entsprechend ihres jungen Alters verlief die Saison bislang nicht immer konstant. Eine letzte Generalprobe sollte die U16-Regionalmeisterschaft am vergangenen Wochenende liefern – doch ausgerechnet dort blieb der Jahn-Nachwuchs deutlich unter seinen Möglichkeiten. Zu viele leichte Fehler in Angriff, Zuspiel und Defensive verhinderten einen ruhigen Spielfluss. „Das müssen wir jetzt aus den Köpfen bekommen. Die Mädels können es deutlich besser und zeigen das auch im Training. Bei einer Deutschen Meisterschaft kommt es aber darauf an, diese Leistung auch unter Druck abzurufen“, sagt ihre Trainerin Christine Seitz. Zehn Mannschaften kämpfen in Essel um den deutschen Meistertitel. In zwei Fünfergruppen geht es am Samstag zunächst um die Ausgangsposition für die Endrunde am Sonntag. Die beiden Gruppensieger ziehen direkt ins Halbfinale ein, die Zweit- und Drittplatzierten spielen über das Viertelfinale um den Einzug in die Vorschlussrunde. Für den TV Jahn beginnt die Meisterschaft am Samstag um 11.30 Uhr gleich mit einem echten Gradmesser gegen den TV Brettorf. Danach warten in der Vorrundengruppe A der SV Tannheim, TV Stammheim und MTSV Selsingen. Mit Brettorf trifft Schneverdingen dabei direkt auf einen der Favoriten. Der Norddeutsche Meister verfügt mit Leni Hasselberg im Angriff über eine erfahrene U18-Nationalspielerin. Zum engsten Favoritenkreis zählt Seitz außerdem den Gastgeber TSV Essel um Nationalangreiferin Mara Bartsch sowie den VfL Kellinghusen mit U18-Nationalallrounderin Chiara Meyn, die bereits ordentlich Bundesligaspielerfahrung mitbringt. Auch mehrere Jahnlerinnen durften sich in diesem Jahr über teilweise erste Lehrgangsnominierungen freuen – für den Sprung in den Jugend-WM-Kader reichte es letztlich jedoch noch für keine von ihnen. Laut Seitz wird weniger eine einzelne Akteurin entscheidend sein als die Frage, welche Mannschaft ihre Qualität über alle Positionen am konstantesten auf den Platz bringt. Genau dort liegt die Aufgabe, aber besonders auch die Chance für den TV Jahn. „Das Potenzial für die Endrunde ist vorhanden. Dafür muss es aber auf allen Positionen zusammenpassen. Auf einer Deutschen Meisterschaft können für uns zu viele einfache Fehler das Aus bedeuten“, weiß Seitz. Nach dem fünften Platz bei der Norddeutschen Meisterschaft und dem damit verbundenen Saisonende im vergangenen Jahr sind die Schneverdingerinnen diesmal beim nationalen Saisonhöhepunkt dabei. Nun wollen sie in Essel zeigen, was in ihrem jungen Kader steckt.

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Nachbericht Regionalmeisterschaft U16 29.08.2026

Durch einen schwierigen Meisterschaftstag zum ersehnten DM-Ticket: Die U16-Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen erwischten bei der Regionalmeisterschaft Nord auf heimischer Anlage spielerisch nicht ihren besten Tag. Doch als es darauf ankam, waren die Jahnlerinnen zur Stelle: mit Platz fünf sicherten sie sich den letzten Startplatz für die Deutsche Meisterschaft am 26. und 27. September in Gnutz.

Während nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt das Schneverdinger Heideblütenfest gefeiert wurde, hatten Hanne Röhrs, Lotta Schröder, Greta Baden, Ronja Röhrs, Viktoria Paukstys und Jette Meyer auf dem Faustballplatz zunächst wenig Grund zum Feiern. Schon zum Auftakt gegen den VfL Kellinghusen machten ihnen der stark böige Wind und eine ungewohnt hohe Eigenfehlerquote zu schaffen. Immer wieder wechselten sich gute Aktionen mit kleinen Unkonzentriertheiten ab, sodass kein konstanter Spielfluss entstand. Trotzdem blieben die Schneverdingerinnen in beiden Durchgängen an den Schleswig-Holsteinerinnen dran und erspielten sich im zweiten Satz sogar eine zwischenzeitliche 7:6-Führung. In der entscheidenden Phase fehlte jedoch erneut die nötige Sicherheit und der VfL entschied die Partie mit 2:0 (11:9, 11:8) für sich. Auch gegen den ESV Schwerin brauchten die Heideblütenstädterinnen zunächst Zeit, um mehr Ruhe in ihr Spiel zu bekommen. Nach dem 8:11 im ersten Durchgang stabilisierte sich das Team zunehmend, stand in der Defensive sicherer und setzte auch im Angriff konsequentere Akzente. Bis zum 8:8 blieb der zweite Satz völlig offen, ehe die Heidschnucken die entscheidenden Punkte setzten und sich mit 11:9 das 1:1-Unentschieden erkämpften. „Wir haben uns an diesem Tag mit zu vielen eigenen Fehlern selbst das Leben schwer gemacht und nur phasenweise zu unserem Spiel gefunden. Gleichzeitig haben die Mädels aber immer wieder gezeigt, was eigentlich in ihnen steckt“, ordnete Trainerin Christine Seitz die Vorrunde ein. Als Gruppendritter führte der Weg für den TV Jahn anschließend über die Qualifikation zum Halbfinale. Gegen den MTV Wangersen entwickelte sich erneut ein lange ausgeglichenes Duell. Bis zum 6:6 im ersten und 7:7 im zweiten Satz begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Während Wangersen insbesondere im Angriff nahezu fehlerfrei agierte, fehlte den Rot-Weißen in den entscheidenden Momenten erneut die nötige Konstanz. Mit 0:2 (7:11, 9:11) ging die Partie verloren und der Einzug ins Halbfinale war verpasst. Damit rückte das letzte Spiel des Tages umso stärker in den Fokus. Gegen den TV Brettorf ging es um Platz fünf – und gleichzeitig um den letzten Startplatz für die Deutsche Meisterschaft. In diesem entscheidenden Duell fanden die Jahnlerinnen zu ihrer sichersten Leistung des Tages. Von Beginn an bestimmten sie die Partie und ließen beim deutlichen 2:0 (11:3, 11:4) nichts mehr anbrennen. Das ersehnte DM-Ticket war damit doch noch perfekt. „Wir freuen uns natürlich, dass wir unser Ziel erreicht haben. Gleichzeitig wissen wir, dass wir deutlich mehr können, als wir heute über weite Strecken gezeigt haben. Bis zur Deutschen Meisterschaft wollen wir vor allem unsere Eigenfehler reduzieren und wieder mehr Konstanz in unser Spiel bekommen“, blickte Seitz voraus.

Zum Einsatz kamen: Hanne Röhrs, Lotta Schröder, Greta Baden, Ronja Röhrs, Viktoria Paukstys und Jette Meyer

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Nachbericht U21-Europameisterschaft 22./23.08.2026

Von Silber zu Gold und von der Premiere direkt auf den europäischen Thron: Für Maja und Nele Rogosch vom TV Jahn Schneverdingen endete die U21-Europameisterschaft in München mit dem größtmöglichen Erfolg. Mit einem 3:0-Finalsieg gegen Österreich verteidigte die deutsche Auswahl ihren Titel. Maja feierte nach zweimal U18-Silber ihre erste internationale Goldmedaille, Nele krönte gleich ihr erstes Turnier im Nationaltrikot mit dem EM-Titel.

Dabei verlief der Weg an die europäische Spitze keineswegs geradlinig. Zum Auftakt setzte sich Deutschland mit 2:0 (11:8, 11:9) gegen Österreich durch, ehe die Schweiz den Titelverteidiger beim 0:2 (8:11, 11:13) ausbremste. In den Begegnungen gegen die Schweiz und anschließend gegen Italien waren die beiden Schneverdingerinnen gefordert und sammelten ihre ersten Einsatzzeiten bei der Heim-EM. Gerade gegen Italien zeigte die deutsche Auswahl die passende Reaktion auf die vorherige Niederlage und ließ beim deutlichen 2:0 (11:1, 11:2) lediglich drei gegnerische Punkte zu. „Natürlich war ich vor meinem ersten Einsatz aufgeregt. Sobald man aber auf dem Feld steht, versucht man, das auszublenden und einfach seine Aufgabe zu erfüllen“, beschreibt Nele Rogosch ihre Nationalmannschaftspremiere. Der klare Erfolg gegen Italien sollte später noch entscheidend werden. Deutschland, Österreich und die Schweiz beendeten die Vorrunde jeweils mit 4:2 Punkten und 4:2 Sätzen. Dank des deutlich besseren Ballverhältnisses zog die deutsche Auswahl letztlich als Gruppensieger ins Halbfinale ein. Dort wartete am Sonntag erneut Italien. Deutschland ließ beim 3:0 (11:4, 11:6, 11:3) – wieder mit Einsatzzeiten für Maja und Nele – keine Zweifel aufkommen und zog souverän ins Endspiel ein. „Nach dem Samstag wussten wir, dass wir uns noch einmal steigern müssen. Am Sonntag waren wir von Beginn an voll da und haben als Mannschaft sehr konsequent gespielt“, blickt Maja Rogosch zurück. Im Finale kam es dann zur Neuauflage des Auftaktduells gegen den inzwischen zum Dauerrivalen gewordenen Gegner aus Österreich. Deutschland legte mit zweimal 11:8 vor, doch der dritte Durchgang entwickelte sich zum Nervenkrimi. Zunächst musste die deutsche Auswahl selbst Satzbälle abwehren, ehe mehrere eigene Matchbälle ungenutzt blieben. In der Verlängerung fiel beim Stand von 13:12 schließlich die Entscheidung: Ein österreichischer Angriff landete im Seitenaus. 14:12, 3:0 – und erneut Europameister. Für die beiden Jahn-Spielerinnen bekam dieser Moment eine ganz eigene Bedeutung. Maja hatte 2024 bei der U18-Weltmeisterschaft in Chile und 2025 bei der U18-Europameisterschaft jeweils Silber gewonnen. Mit dem direkten Sprung in die U21 folgte nun endlich Gold. „Nach den beiden Silbermedaillen bedeutet mir dieser Titel natürlich unglaublich viel. Dass Nele bei ihrem ersten Nationalmannschaftsturnier ebenfalls dabei war und wir diesen Erfolg zusammen erleben konnten, macht ihn noch besonderer“, freut sich Maja. Für Nele hätte die Premiere auf internationaler Bühne ebenfalls kaum erfolgreicher verlaufen können. „Beim ersten Turnier direkt Europameisterin zu werden, ist schwer in Worte zu fassen. Als der letzte Ball im Aus war, war einfach nur noch Freude da“, beschreibt die Zuspielerin den entscheidenden Moment. Damit bleibt der noch junge U21-Wettbewerb fest in deutscher Hand. Nach dem Premierentitel 2025 gewann Deutschland auch die zweite ausgespielte Frauen-Europameisterschaft – diesmal mit zwei Schneverdinger Schwestern mittendrin.

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Nachbericht U10-Bezirksmeisterschaft 22.08.2026

Ungeschlagen bis ins Finale und am Ende mit Silber zur Landesmeisterschaft: Die U10-Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen spielten bei der Bezirksmeisterschaft in Wangersen ein starkes Turnier. Erst im Endspiel stoppte der MTSV Selsingen die Siegesserie der jungen Jahnlerinnen.

Schon in der Vorrunde fanden Emily Ahlbrecht, Shania Brauß, Latisha Kerti, Emily Paukstys, Nike Ruschmeyer und Luisa Skirke gut in die Meisterschaft. Zum Auftakt setzte sich das Team mit 2:0 (11:9, 11:7) gegen den MTV Wangersen 2 durch. Deutlich enger entwickelte sich anschließend das Duell mit dem MTSV Selsingen. Nach dem 11:7 im ersten Satz gerieten die Heidschnucken im zweiten Durchgang zwischenzeitlich in Rückstand, kämpften sich mit viel Einsatz zurück und entschieden den umkämpften Satz mit 14:12 für sich. Auch gegen den TSV Bardowick behielten die Schneverdingerinnen in einem engen ersten Durchgang die Nerven und machten mit dem 2:0 (15:13, 11:6) den Gruppensieg ohne Satzverlust perfekt. Im Halbfinale wartete mit dem TSV Essel der Zweite der Parallelgruppe. Trotz der spürbaren Aufregung knüpften die Jahnlerinnen an ihre Leistungen aus der Vorrunde an und zogen mit einem 2:0-Erfolg (11:6, 11:9) verdient ins Endspiel ein. Dort kam es zum erneuten Duell mit Selsingen. Anders als noch in der Vorrunde hatte diesmal der MTSV in den entscheidenden Situationen die Nase vorn. Schneverdingen hielt beide Sätze offen, musste sich schließlich aber mit 0:2 (8:11, 9:11) geschlagen geben. „Natürlich waren die Mädels vor dem Finale sehr aufgeregt, aber sie haben bis zum letzten Ball alles gegeben. Insgesamt können wir mit diesem Turnier sehr zufrieden sein. Gerade in den engen Situationen haben sie toll gekämpft und sich gegenseitig motiviert“, freute sich Trainerin Lotta Schröder über die Leistung ihrer Mannschaft. Mit vier Siegen aus fünf Spielen, dem zweiten Platz und der Silbermedaille lösten die jungen Heideblütenstädterinnen zugleich das ersehnte Ticket für die Landesmeisterschaft, die in drei Wochen ebenfalls in Wangersen ausgetragen wird.

Zum Einsatz kamen: Emily Ahlbrecht, Shania Brauß, Latisha Kerti, Emily Paukstys, Nike Ruschmeyer und Luisa Skirke

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Vorbericht U21-Europameisterschaft 22./23.08.2026

Mit Schneverdinger Doppelpack soll die Titelverteidigung gelingen: Wenn am kommenden Wochenende in München die U21-Europameisterschaft im Faustball ausgetragen wird, ist der TV Jahn Schneverdingen gleich doppelt im deutschen Nationalteam vertreten. Mit Maja Rogosch und Nele Rogosch gehören zwei Jahninnen zum Aufgebot des amtierenden Europameisters.

Für Nele Rogosch wird die EM zu einer Premiere. Die Zuspielerin bestreitet in München ihr erstes Turnier mit der deutschen Nationalmannschaft und erhält damit erstmals die Gelegenheit, sich mit dem Bundesadler auf der Brust auf internationaler Bühne zu beweisen. „Ich freue mich riesig auf mein erstes Turnier für Deutschland. Natürlich ist etwas Aufregung dabei, aber vor allem möchte ich die Atmosphäre genießen und der Mannschaft bestmöglich helfen“, blickt die Schneverdingerin auf ihr Debüt. Ihre Schwester Maja bringt dagegen bereits reichlich internationale Erfahrung aus dem Nachwuchsbereich mit. Nach U18-Silber bei der Weltmeisterschaft 2024 in Chile und der Vize-Europameisterschaft 2025 in Österreich gelang ihr nun der direkte Sprung aus der U18- in die U21-Auswahl. „Die internationalen Turniere mit der U18 waren schon besondere Erlebnisse. Jetzt direkt den nächsten Schritt in die U21 machen zu dürfen, bedeutet mir viel. Unser Ziel ist es natürlich, den Titel zu verteidigen“, sagt Maja Rogosch. Für die Nachwuchsspielerinnen Europas ist diese EM erst das zweite Turnier dieser Altersklasse. Während die U21-EM der Männer bereits seit vielen Jahren fest im internationalen Faustballkalender verankert ist, feierte der Frauenwettbewerb erst 2025 im Rahmen der großen Nachwuchs-Euro in Österreich seine Premiere. Deutschlands Frauen setzten dabei direkt ein Ausrufezeichen: Fünf Spiele, fünf Siege und kein einziger Satzverlust bedeuteten den ersten U21-Europameistertitel der Geschichte. Entsprechend reist die Auswahl nun als Titelverteidiger nach München. In diesem Jahr kämpfen neben Deutschland auch Österreich, die Schweiz und Italien um den kontinentalen Titel. Bereits am Samstag wartet ein kompaktes Vorrundenprogramm. Zum Auftakt trifft die deutsche Auswahl um 13.15 Uhr auf Österreich, um 14.45 Uhr folgt das Duell mit der Schweiz. Den Abschluss bildet um 16.15 Uhr die Partie gegen Italien. Die Platzierungen der Vorrunde entscheiden über die Halbfinalpaarungen am Sonntagmorgen. Dabei trifft der Zweite auf den Dritten, während der Vorrundensieger gegen den Viertplatzierten antritt. Das Finale um den Europameistertitel steigt anschließend um 14 Uhr. Für die beiden Heideblütenstädterinnen wartet damit ein besonderes Wochenende: Während Nele Rogosch erstmals internationale Turnierluft im deutschen Trikot schnuppert, beginnt für Maja Rogosch mit dem Wechsel in die U21 das nächste Kapitel ihrer Nationalmannschaftslaufbahn. Gemeinsam wollen die Schwestern ihren Teil dazu beitragen, dass der im vergangenen Jahr erstmals gewonnene U21-Europameistertitel auch 2026 in deutscher Hand bleibt.

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Nachbericht Männer-Europameisterschaft 12.–15.08.2026

Silber statt Titelverteidigung: Für den Schneverdinger Olaf Neuenfeld an der Seitenlinie der deutschen Faustball-Nationalmannschaft endete die Europameisterschaft im dänischen Tønder mit dem zweiten Platz. Nach einem Turnier mit deutlichen Siegen, einer Niederlage in der Vorrunde und einem dramatischen Halbfinale musste sich Deutschland im Endspiel klar geschlagen geben. Für die Österreicher war es der erste EM-Titel seit 2010 – für Neuenfeld blieb nach fünf deutschen Europameisterschaften in Folge diesmal Silber.

Schon die Vorrunde hatte gezeigt, dass der Weg zur Titelverteidigung kein leichter werden würde. Nach dem souveränen Auftakterfolg gegen Italien (11:4, 11:5, 11:6) folgte gegen Österreich eine deutliche 0:3-Niederlage (8:11, 9:11, 4:11). Deutschland reagierte jedoch und sicherte sich mit dem 3:1 gegen die Schweiz (11:5, 8:11, 11:7, 11:6) Rang zwei der Gruppe. „Wir haben uns gut von der Niederlage erholt und alle haben gegen die Schweiz gezeigt, was sie können“, zeigte sich Neuenfeld mit der Reaktion seines neu formierten Kaders zufrieden. Im Viertelfinale ließ die deutsche Auswahl Belgien beim 3:0 (11:4, 11:3, 11:8) keine Chance. Was anschließend folgte, wurde zum emotionalen Höhepunkt des Turniers. Im Halbfinale gegen die Schweiz stand Deutschland nach sechs Sätzen mehrfach mit dem Rücken zur Wand. Die Eidgenossen führten zwischenzeitlich nach Sätzen, hatten im sechsten Durchgang sogar einen Matchball, doch Neuenfelds Mannschaft kämpfte sich zurück. Das 12:10 erzwang den Entscheidungssatz, den Deutschland nach einem hochklassigen Schlagabtausch mit 11:8 gewann. Nach fast sieben Sätzen voller taktischer Anpassungen, Wechsel und Nervenstärke war der Finaleinzug mit 4:3 (5:11, 11:6, 11:8, 5:11, 9:11, 12:10, 11:8) perfekt. Im Endspiel wartete erneut Österreich – und Neuenfeld überraschte zunächst mit einer komplett neuen taktischen Variante. Deutschland formierte sich im sogenannten „Haus-Spielsystem“ und zog den Zuspieler weit nach vorne, noch vor die Angriffsreihe. Der Plan ging zunächst auf: Mit einer schnellen 4:0-Führung erwischte Deutschland den Gegner auf dem falschen Fuß und erarbeitete sich beim 10:8 sogar zwei Satzbälle. Doch Österreich schlug zurück und entschied den Durchgang noch mit 13:11 für sich. „Wenn wir den Vorsprung im ersten Satz transportieren und gewinnen können, haben wir eine Chance“, bilanzierte Neuenfeld später. „Aber das haben wir nicht – und so nahm das Schicksal seinen Lauf.“ Deutschland entwickelte danach im Angriff nicht mehr genügend Druck, während Österreich zunehmend sicherer und konsequenter agierte. Mit 3:11, 5:11 und 4:11 gingen auch die folgenden Sätze deutlich verloren. „Wir konnten Österreich im Angriff nicht dauerhaft und zwingend unter Druck setzen. Dadurch kamen sie immer wieder in gute Angriffspositionen und hatten es am Ende zu leicht“, erklärte der Schneverdinger. So ärgerlich die deutliche Finalniederlage für Neuenfeld war, ordnete er die Silbermedaille dennoch realistisch ein. Mit vier EM-Debütanten, mehreren personellen Umbesetzungen und einer verletzungsbedingten Nachnominierung war Deutschland mit einem deutlich veränderten Kader nach Tønder gereist. Der erneute Finaleinzug übertraf deshalb in Teilen sogar die Erwartungen. Gleichzeitig zollte Neuenfeld – als fairer Sportsmann wie er ist – dem neuen Europameister ausdrücklich Respekt: Österreich habe sich den Titel mit seiner konstanten Leistung über das gesamte Turnier „mehr als verdient“. Für den 56-Jährigen endete damit auch persönlich eine besondere Europameisterschaft. Zwischen 2002 und 2005 hatte Neuenfeld selbst die dänische Nationalmannschaft trainiert und bis heute enge Verbindungen in das Nachbarland. Entsprechend groß fiel sein Lob für die erste Männer-EM auf dänischem Boden aus: „Es war einfach geil hier in Dänemark.“ Vor rund 1.800 Zuschauern im Finale und einer außergewöhnlichen Atmosphäre setzte Tønder einen würdigen Schlusspunkt unter vier intensive Turniertage.

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Nachbericht Norddeutsche Meisterschaft U18 16.08.2026

Bronze und DM-Ticket gesichert: Die U18-Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen belegten am vergangenen Sonntag bei der Norddeutschen Meisterschaft in Wangersen den dritten Platz. Nach vier Siegen aus fünf Spielen sicherten sich die Jahnlerinnen damit gleichzeitig die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft, die Anfang September in Essel ausgetragen wird.

Dabei führte bereits ein ungewöhnlicher Weg zur Norddeutschen Meisterschaft. Eigentlich sollte die Landesmeisterschaft vor einigen Wochen über die Qualifikation entscheiden. Aufgrund der extremen Hitze und der damit verbundenen Absage zahlreicher Sportveranstaltungen fiel jedoch auch die U18-Landesmeisterschaft aus. Einen Ersatztermin ließ der eng getaktete Jugendspielplan mit Lehrgängen, Sichtungsmaßnahmen, Turnieren und Ferien nicht mehr zu. Deshalb erhielten die Bezirksbesten ein Startrecht für die NDM. Als Vizemeister der Bezirksmeisterschaft gehörte damit auch der TV Jahn zum Teilnehmerfeld. In Wangersen starteten die Schneverdingerinnen direkt erfolgreich in die Meisterschaft. Gegen den TuS Oldendorf kontrollierten sie die Partie und feierten mit 2:0 (11:5, 11:3) einen souveränen Auftakterfolg. Im anschließenden Duell mit dem VfL Kellinghusen fand der TV Jahn dagegen nicht richtig in seinen Rhythmus. Zu viele Ungenauigkeiten im eigenen Spiel verhinderten einen engeren Spielverlauf und führten zur 0:2-Niederlage (7:11, 5:11). Damit beendeten die Heideblütenstädterinnen die Vorrunde auf dem zweiten Gruppenplatz und mussten den Umweg über die Qualifikationsrunde nehmen. Dort steigerten sich die Jahnlerinnen wieder deutlich. Gegen den MTSV Selsingen übernahmen sie früh die Kontrolle und lösten mit einem ungefährdeten 2:0-Erfolg (11:6, 11:6) das Halbfinalticket. Mit dem TV Brettorf wartete dort allerdings der spätere Norddeutsche Meister. Schneverdingen hielt insbesondere im zweiten Durchgang lange dagegen und brachte die Favoritinnen immer wieder unter Druck. Für den Finaleinzug reichte es beim 0:2 (7:11, 9:11) letztlich dennoch nicht. „Wir haben gegen Brettorf gezeigt, dass wir auch mit den stärksten Mannschaften mithalten können. Gerade im zweiten Satz waren wir sehr nah dran, haben uns für unsere Leistung am Ende aber nicht belohnt“, bilanzierte Aushilfsbetreuerin Alina Karahmetovic. Damit entschied das erneute Aufeinandertreffen mit Kellinghusen über die Bronzemedaille dieser Meisterschaft. Anders als noch in der Vorrunde agierten die Rot-Weißen nun deutlich sicherer und entschieden den ersten Satz mit 11:8 für sich. Im zweiten Durchgang entwickelte sich eine umkämpfte Partie, in der sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. In der Verlängerung behielten die Jahnlerinnen schließlich die Nerven, verwandelten ihre entscheidenden Möglichkeiten und machten mit dem 14:12 den 2:0-Erfolg, die Bronzemedaille und gleichzeitig die DM-Qualifikation perfekt. „Die Mannschaft hat sich im Laufe des Tages immer weiter gesteigert. Besonders wichtig war, dass wir nach der Vorrundenniederlage gegen Kellinghusen im entscheidenden Spiel eine klare Reaktion gezeigt haben. Alle haben bis zum letzten Ball alles gegeben. Mit Bronze und der Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft können wir sehr zufrieden sein“, freute sich Karahmetovic. Nach dem ungewöhnlichen Weg zur NDM krönten die Schneverdingerinnen ihren Meisterschaftstag damit mit einem Podestplatz und dem nächsten Saisonziel. Anfang September wartet bei der Deutschen Meisterschaft im nahegelegenen Essel nun der nationale Saisonhöhepunkt. Den norddeutschen Titel sicherte sich der TV Brettorf im Finale gegen Gastgeber MTV Wangersen.

Zum Einsatz kamen: Greta Baden, Nina Karahmetovic, Marie Küsel, Merle Mund, Hanne Röhrs, Ronja Röhrs und Lotta Schröder

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