Vorbericht 2. Spieltag Frauen Bundesliga

Die Verfolgung aufnehmen und in die DM-Ränge klettern: Die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen treten am kommenden Sonntag zu ihrem zweiten Bundesligaspieltag beim VfL Kellinghusen an.

Die 2:2-Punkteausbeute vom vergangenen Spieltag war der Mannschaft von Trainerin Christine Seitz zu wenig. Nun ist das Team in Kellinghusen gefordert und trifft dort auf zwei sehr ernstzunehmende Kontrahenten. In der ersten Partie treffen die Schneverdingerinnen auf die motivierten Gastgeberinnen, die an ihrem ersten Spieltag gleich zwei Siege bejubeln durften. Der VfL setzte sich sehr deutlich gegen den TV Brettorf sowie den TuS Wakendorf durch und lieferte auch in der Vergangenheit einige sehenswerte Duelle gegen den TV Jahn. Allen voran das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams, als es um das heiß begehrte letzte DM-Ticket unter dem Hallendach ging. „Kellinghusen war schon immer ein sehr unangenehmer Gegner. Der Großteil der Mannschaft spielt schon über viele Jahre hinweg zusammen, das macht sich auf dem Spielfeld unmittelbar bemerkbar“, weiß die ebenfalls sehr erfahrene Angreiferin Aniko Müller nur zu gut. Und sie verrät, welchen Schlachtplan sie sich gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen zurechtgelegt hat: „Gerade zu Hause schaffen sie es immer wieder, ihre Leistung auf den Punkt zu bringen. Unser Ziel muss sein, sie gar nicht erst in ihren Spielfluss kommen zu lassen und die Punkte bereits eingefahren zu haben, bevor sie ihre Heimstärke ausspielen können.“ Doch egal, ob mit oder ohne weitere Punkte im Gepäck: Die Jahnlerinnen sind auch in der direkt darauffolgenden Partie gefordert. Gegen den MTV Wangersen geht es für die Heideblütenstädterinnen laut Zuspielerin Alina Karahmetovic um wichtige Punkte: „Wir haben Wangersen bereits beim Spieltag in Ahlhorn spielen sehen. Dort haben sie sich noch recht schwergetan, doch das kann eine Woche später schon ganz anders aussehen. Gerade mit zunehmender Spielerfahrung und gewonnener Sicherheit kann der MTV ordentlich Paroli bieten.“ Klar ist, dass sich alle drei Bundesligisten noch nie etwas geschenkt haben und schon immer zumindest mit den DM-Plätzen liebäugeln. Die Heidschnucken selbst treten mit ihrem breiten Kader an und haben für den Fall der Fälle einige qualitativ hochwertige Wechseloptionen im Petto. Punkte liegen zu lassen, kommt für die Rot-Weißen nicht noch einmal infrage.

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Nachbericht 1. Spieltag Frauen Bundesliga

Das hatten sich die Bundesliga-Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen anders vorgestellt – die ersten Ergebnisse: 0:3 und 3:0. Zum Saisonauftakt setzte es beim Dauerrivalen Ahlhorner SV die erste deutliche Niederlage und in der zweiten Partie nur eine kleine Wiedergutmachung.

Der Ahlhorner SV ließ auch zu Beginn der neuen Spielrunde keinen Zweifel daran, dass er nach ganz oben gehört. Gegen die Schneverdingerinnen setzte sich die Heimmannschaft in drei ungefährdeten Sätzen beeindruckend durch – dabei sah es zunächst gar nicht nach dem glatten Durchmarsch des ASV aus. Die Starting Five des TV Jahn: Helle Großmann und Aniko Müller im Angriff, Alina Karahmetovic auf der Zuspielposition sowie Luca von Loh und Laura Kauk in der Abwehrreihe. Angabenschlägerin Müller erwischte zu Spielbeginn vor allem Ahlhorns Zuspielerin Felicia Gißler mehrfach äußerst unangenehm. Schnell schien dies das Mittel der Wahl zu sein, und der TV Jahn zog auf 7:3 davon. Doch die Wende folgte kurz darauf: Statt Zählbarem sahen sich die Jahnlerinnen zunehmend mit der Leine konfrontiert und produzierten selbst die Punkte für die Gastgeberinnen. Beim 7:8 lag Ahlhorn erstmals vorne und zog kurz darauf auf 8:11 davon. „Wir waren schon da keineswegs die schlechtere Mannschaft, und daher war ich überzeugt, mit ein paar weniger Eigenfehlern die nächsten Sätze holen zu können“, war TV-Jahn-Trainerin Christine Seitz zunächst zuversichtlich. Doch was folgte, war das genaue Gegenteil. Der Ahlhorner SV zog im zweiten Satz unaufhaltbar bis zum 2:9 davon. Ein paar Schönheitskorrekturen am Spielstand konnte ihre Mannschaft noch vornehmen, doch der 0:2-Satzrückstand blieb unvermeidlich (6:11). Im dritten Satz war dann erstmals alles offener. Die Heidschnucken kämpften auf sehr unebenem Boden um jeden Ball und spielten sich in die Partie. Doch beim 7:7 brach die Leistung erneut ein: Leine, Abspracheschwierigkeiten und Nachlässigkeiten. Nach knapp einer halben Stunde Spielzeit war das sonst so sehenswerte Duell der beiden Top-Nordteams vorbei (9:11). „Das erste Spiel der Saison war noch nie besonders schön. Direkt gegen Ahlhorn ist dann auch nicht unbedingt dankbar“, ordnet Kapitänin Laura Kauk das Spiel zunächst ein und ergänzt: „Das Ergebnis ist deutlicher als das eigentliche Leistungsniveau auf dem Spielfeld. Weder bei Ahlhorn hat alles geklappt, noch bei uns. Der einzige Unterschied ist die Fehlerquote. Die war heute von uns zu hoch – Ahlhorn musste nur auf den Punkt warten.“ Dass die Rot-Weißen mit einer so deutlichen Niederlage gestartet sind, ist jedoch zunächst nicht weiter tragisch. Vor allem, weil die Heideblütenstädterinnen in ihrem zweiten Spiel des Tages das Minus auf dem Punktekonto wieder ausgleichen konnten. Gegen den Ohligser TV rotierte Trainerin Seitz in ihrer Stammformation und brachte zunächst Youngster Maja Rogosch für von Loh in der Deckung. Mit dem Wissen aus der ersten Partie des Tages reduzierte das Team auch sofort merklich die Eigenfehlerquote und sicherte sich den ersten Satz mit 11:8. Knapper wurde es dann im zweiten Abschnitt: Der OTV parierte mehrere Schläge, während es auf der Schneverdinger Spielfeldhälfte unruhiger wurde. Beim 7:9 reagierte Seitz mit einem Timeout und brachte frischen Wind in die Partie. Nun mit Nele Rogosch im Zuspiel und erneut von Loh auf der rechten Abwehrposition stabilisierte sich das Spiel. Den ersten Satzball konnten die Jahnlerinnen abwehren und sich selbst die nächsten erspielen. Beim 13:11 stand der Satzsieg fest. Auch im dritten Satz hatten beide Mannschaften mit den unschönen Bodenbedingungen zu kämpfen, sodass sich zunächst kein Team absetzen konnte. Beim 9:9 machten die erfahrenen Schneverdingerinnen dann kurzen Prozess. Mit zwei direkt aufeinanderfolgenden Punkten brachte Großmann die Bälle auf der gegnerischen Hälfte unter, und der erste Sieg ihrer Mannschaft in der neuen Runde war eingefahren. Das Fazit der Trainerin blieb sehr sachlich: „Wir hoffen natürlich immer auf 4:0 Punkte. Heute fahren wir mit einer ausgeglichenen Bilanz nach Hause und wissen, woran wir arbeiten dürfen.“ Und auch der erste Blick auf die Bundesligatabelle sagt derzeit noch recht wenig aus. Die einzigen beiden Mannschaften ohne Punktverlust sind der Ahlhorner SV und der VfL Kellinghusen. Die Heidschnucken orientieren sich aus der Tabellenmitte nun nach oben und sind direkt in der kommenden Woche in Kellinghusen wieder gefordert.

Zum Einsatz kamen: Helle Großmann, Aniko Müller, Alina Karahmetovic, Nele Rogosch, Luca von Loh, Maja Rogosch und Laura Kauk

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Vorbericht 1. Spieltag + Teamcheck 1. BL Nord Frauen

Eindrucksvoll gewannen die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen in den vergangenen fünf Feldrunden die Nordmeisterschaft der Bundesliga. In der jüngsten Runde allerdings nur äußerst knapp: Mit nur einem einzigen gewonnenen Satz mehr als Dauerkonkurrent Ahlhorner SV vermieden die Schneverdingerinnen den Umweg über das Viertelfinale. Doch ab dann übernahm der ASV das Zepter.
Im Finale des EFA Champions Cups kassierten die Jahnlerinnen völlig chancenlos eine ihrer deutlichsten Niederlagen. Auch beim erneuten Aufeinandertreffen beim hundertjährigen Jubiläum der Deutschen Meisterschaft bei den Finals in Dresden schnappten sich die Kontrahentinnen die Goldmedaille. Zudem entschieden die Ahlhornerinnen die beiden Bundesligapartien in der Hallenrunde für sich. Es scheint, als sei vor gut einem Jahr der Kipppunkt gekommen, an dem die Oldenburgerinnen am TV Jahn vorbeizogen. „Wie heißt es so schön? Die Konkurrenz schläft nicht! Wir haben uns über Jahre hinweg ein sehr hohes Leistungsniveau erarbeitet. Jeder, der sich im Leistungssport auskennt, weiß, so ein Niveau zu halten, ist körperlich sowie mental eine große Herausforderung“, so TVJ-Trainerin Christine Seitz. Außerdem sorgen wiederkehrende personelle Veränderungen immer wieder für neue Eingewöhnungsphasen und das erneute Aufbauen klarer Abstimmungen – so auch in dieser Saison.
Die mit Abstand erfahrenste Spielerin im Team, Hinrike Sagstetter, steht seit der Hallenrunde gar nicht mehr zur Verfügung. Den Spagat zwischen ihrem Wohnort in Süddeutschland und dem Spieleinsatz im Norden hatte die Ex-Nationalspielerin in den vergangenen Feldrunden noch gemeistert, doch jetzt beendete sie endgültig ihre Faustballkarriere. Ein weiterer Abgang erfolgt in der Abwehrreihe. Lena Meyer muss aufgrund ihres Studiums eine vorübergehende Pause einlegen und schafft es nicht in der Spielbetrieb. Umso erfreulicher ist das Comeback einer ehemals sehr erfolgreichen Spielerin aus Schneverdingen. Luca von Loh hat ihren Lebensstandpunkt wieder in ihren Heimatort verlegt und unmittelbar Kontakt zur Trainerin aufgenommen. „Luca hat mir schon sehr früh signalisiert, dass sie wieder voll dabei sein möchte. Sie hat bei den ersten Trainings bewiesen, dass sie nichts verlernt hat. Sie wird eine große Stütze in unserer Abwehr werden“, berichtet Seitz sehr erfreut. Die Fragen um das „Loch“ in der Mitte sind zum Saisonstart hingegen noch ungeklärt. Nele Rogosch hat den Sprung in den vorläufigen U21-EM-Kader geschafft und könnte als gelernte Zuspielerin eine erfolgsversprechende Option sein. Außerdem machten in den vergangenen Spielrunden bereits die Abwehrspielerinnen Alina Karahmetovic und Laura Kauk einen Ausflug auf die Zuspielposition. Ein Wechsel unter den drei Spielerinnen ist durchaus realistisch. Komplettiert wird die Mannschaft weiterhin von der ebenfalls vorläufigen U21-Nationalspielerin Maja Rogosch sowie dem bewährten Angriffsduo um Helle Großmann und Aniko Müller. Für Großmann brachte die Saisonpause allerdings noch eher unerfreuliche Nachrichten. Sie beklagte anhaltende Knieprobleme schon während der Hallenrunde. Die Untersuchungen nach Ablauf der Spielzeit ergaben zwar vorerst Entwarnung, doch sie wird durchaus angeschlagen in die neue Runde gehen. Inwiefern ihre Verletzung sie einschränken wird, wird sich zeigen. Viele Optionen im Angriff gibt es in Schneverdingen allerdings nicht.
Aufgrund der Tatsache, dass der SV Moslesfehn seine Mannschaft nach einigen personellen Abgängen aus der Bundesliga zurückziehen musste, besteht die Staffel in diesem Jahr aus lediglich acht Mannschaft. Die Vergabe der DM-Tickets erfolgt in diesem Jahr nach „altem“ System. Die ersten drei Nord- und drei Südplatzierten qualifizieren sich für die Deutsche Meisterschaft im Juli in Bardowick. Mannschaftsführerin Laura Kauk gibt den Ausblick: „Klares Ziel ist natürlich die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft – wir wollen nicht noch einmal von zuhause zugucken müssen. Ich hoffe aber sehr, dass wir uns nach den Enttäuschungen wieder mit der Nordmeisterschaft belohnen können.“ Der Startschuss fällt am kommenden Sonntag gleich mit dem Topduell in Ahlhorn. Im ersten Spiel treffen die Jahnlerinnen auf den Ahlhorner SV und sind dann gegen den Ohligser TV gefragt.

Ahlhorner SV

Als Vizemeister unter dem Hallendach und amtierender Deutscher Meister auf dem Feld geht der Ahlhorner SV mit unverändertem Kader in die neue Saison. Der Titelverteidiger setzt erneut auf Kontinuität und eingespielte Abläufe. Entsprechend selbstbewusst ist auch die Zielsetzung formuliert. Laut Spielertrainerin Sarah Albrecht will der ASV sowohl bei der Deutschen Meisterschaft als auch beim Heim-Champions-Cup im September wieder ganz oben stehen. Mit den überaus erfolgreichen Resultaten aus dem Titeljahr und seinem stabilen Teamgefüge gehört der Bundesligadino damit auch erneut zum engsten Favoritenkreis der Bundesliganordstaffel. Außerdem werden sich die Oldenburgerinnen in diesem Jahr verschärft mit dem Thema der gezielten Belastungssteuerung auseinandersetzen müssen. Einige ihrer Spielerinnen sind erneut in die vorläufigen Nationalkader berufen worden und neben der Bundesligarunde und dem Champions Cup steht auch für sie die Reise nach Chile zu den World Tour Finals auf dem Programm – eine Belastung, die die Ahlhornerinnen aus den vergangenen Jahren so nicht kennen.

Ohligser TV

Der Ohligser TV gehört nach dem Viertelfinaleinzug in der vergangenen Saison erneut zum erweiterten Kreis der Teams mit Ambitionen in der oberen Tabellenhälfte. Auch in diesem Jahr wollen die Solingerinnen wieder oben angreifen und sich im Vergleich zum Vorjahr weiter stabilisieren. Personell muss der OTV allerdings den verletzungsbedingten Abgang von Jana Brüggemeier kompensieren. Dafür bekommt die Offensive neue Optionen: Jacqueline Börste und Kati Hofmann sollen im Angriff für zusätzliche Durchschlagskraft sorgen. Beide bringen neue Variabilität ins Offensivspiel und sollen die entstandene Lücke gemeinsam mit Kaja Hutz schließen. Hinzu kommt die Rückkehr von Lina Hasenjäger, die im Zuspiel sowie in der Abwehr wieder zur Verfügung steht. Nachdem Viertelfinale im Vorjahr ist die Zielrichtung eindeutig: Der Ohligser TV möchte erneut in der Spitzengruppe mitspielen. Gelingt es, die neuen Optionen im Angriff und Zuspiel/Abwehr schnell zu integrieren und defensiv die gewohnte Stabilität zu erreichen, ist ein weiterer Angriff auf die oberen Tabellenplätze realistisch.

MTV Wangersen

Der MTV Wangersen strebt – genau wie im Vorjahr – das obere Mittelfeld an und möchte möglichst früh nichts mit dem Abstieg zu tun haben. „Ziel ist es, über die gesamte Saison hinweg konstante Leistungen abzurufen und sich stabil im gesicherten Tabellenbereich zu etablieren“, so die Zuspielerin Monja Schlichting. Im Kader hat sich etwas verändert: Mit Helke Meyer beendet eine wichtige Spielerin vorerst ihre Faustballkarriere. Dafür kann der MTV Wangersen wieder auf Elisa Pott zurückgreifen, die in der Abwehr für Stabilität sorgen soll. Weiterhin unterstützt Janina von der Lieth die Mannschaft vom Spielfeldrand und bringt ihre Erfahrung in der Betreuung des Teams ein. Zudem kann Celine Bilitza nach überstandener Verletzung wieder eingreifen und erweitert die Angriffsoptionen im Kader. Mit der Mischung aus bewährten Kräften, Rückkehrerinnen und neuen Konstellationen will der MTV Wangersen frühzeitig Punkte sammeln und sich im oberen Mittelfeld festsetzen.

VfL Kellinghusen

Dass der VfL Kellinghusen als Team hervorragend harmoniert, hat bereits das Hallen-DM-Ticket für die Scharrena eindrucksvoll gezeigt. Auf dieser Basis möchte die Mannschaft nun auch in der Feldsaison angreifen. Ziel ist es, nach 2020 erneut die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft in Bardowick zu schaffen und sich eines der drei begehrten Tickets zu sichern. Der Kader bleibt dabei im Vergleich zur Hallensaison unverändert, wodurch das Team weiter auf eingespielte Abläufe und vorhandene Abstimmung setzen kann. Mit der bestehenden Konstanz und dem klaren Ziel vor Augen will der VfL Kellinghusen auch im Feld wieder zu den Topteams gehören.

TV Brettorf

Nach dem Abstiegskampf im vergangenen Jahr will der TV Brettorf in dieser Saison wieder einen Schritt nach vorne machen. Mit Pia Neuefeind, die nach ihrer Spielzeit beim TSV Dennach zurück in ihre Heimat gekehrt ist, bekommt das Team zusätzliche Qualität und Erfahrung im Angriff. Auch auf der Trainerposition hat sich etwas getan: Marc Lange übernimmt den Posten von Sönke Spille und Tom Hartung. Die Umstellungen innerhalb der Mannschaft sollen für die Weiterentwicklung des Teams sorgen. „Ziel ist es, die eigenen Leistungen konstanter abzurufen und sich im Tabellenmittelfeld zu etablieren“, so die TVB-Nationalspielerin Ida Jungclaussen. Zunächst müsse man jedoch abwarten, wie sich die Veränderungen im Saisonverlauf auswirken. Mit der Neuformierung gehört der TVB definitiv zu den Kandidaten, die sich eines der Ticktes für Bardowick sichern könnten.

TuS Wakendorf

Sportlich wird es eine schwierige Saison für den TuS Wakendorf. Eigentlich wäre die Mannschaft im vergangenen Jahr bereits abgestiegen, profitierte jedoch vom Rückzug des SV Moslesfehn und konnte damit in der Liga verbleiben. Das Ziel: Der Klassenerhalt soll diesmal aus eigener Kraft geschafft werden. „Wir wollen uns stabilisieren und die Klasse halten“, betont Schlagfrau Liza Martens. Mit Alexander Barsch steht ein neuer Trainer an der Seitenlinie, der frischen Mut und neue Impulse bringen soll. Personell muss Wakendorf allerdings Abstriche machen: Die sehr bundesligaerfahrenen Nadine Kowalczyk und Kim Ratjen stehen nicht zur Verfügung. Dafür sollen immer wieder Spielerinnen aus der Jugend eingebaut werden, um den Kader zu ergänzen.

TSV Hagen 1860

Premiere für die Schwarz-Gelben: Der TSV Hagen 1860 geht erstmals in der 1. Liga im Feld an den Start. Nach dem Aufstieg liegt der Fokus klar auf dem Klassenerhalt. Gleichzeitig wollen die Hagenerinnen die neue Herausforderung nutzen, um Erfahrungen auf höchstem Niveau zu sammeln und sich als Team weiterzuentwickeln. Im Kader gab es im Sommer überschaubare Veränderungen. Zuspielerin Kathrin Schmitz ist nicht mit dabei, dafür neu dazu kommen Cindy Ristel und Nicole Pelz, die beide vom TK Hannover nach Hagen wechseln. Das Duo soll zusätzliche Qualität bringen und dem Aufsteiger mehr Stabilität für die anspruchsvolle Erstliga-Saison geben. Sportlich wird entscheidend sein, wie schnell sich der TSV Hagen 1860 an das höhere Tempo und die größere Physis der Liga anpasst. Als Neuling dürften die Schwarz-Gelben in vielen Partien in der Außenseiterrolle sein. Umso wichtiger wird es sein, schnell Punkte einzufahren und die eigenen Heimspiele konsequent zu nutzen.

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Bericht Saisonvorbereitung Bundesliga

Neustart mit klarer Mission: Die Schneverdinger Bundesliga-Faustballerinnen befinden sich gerade mitten in der Saisonvorbereitung. Ehemalige Deutsche Meisterinnen, Champions-Cup-Siegerinnen und Gewinnerinnen der World Tour Finals – die Erfolgsgeschichte der Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen ist beeindruckend. Doch ein Wort stört die Spielerinnen dabei ganz besonders: „ehemalige“.

In den vergangenen Jahren gehörten die Schneverdingerinnen sowohl national als auch international zu den dominierenden Teams und gingen regelmäßig als Titelverteidigerinnen in neue Spielzeiten. In den vergangenen Saisons blieb der ganz große Triumph jedoch aus. In der Feldrunde erreichten die Jahnlerinnen gleich drei Mal das Finale – mussten sich aber jeweils mit der Silbermedaille begnügen. In der Hallensaison hingegen verpasste das Team nach einer durchwachsenen Spielrunde und einem unglücklichen Punktabzug sogar die Qualifikation für die Endrunde in der Scharrena in Stuttgart-Bad Cannstatt. Umso klarer ist die Zielsetzung für die kommende Feldsaison 2026: Die Heideblütenstädterinnen wollen zurück an die Spitze – und setzen dabei bereits frühzeitig auf eine umfassende und ganzheitliche Vorbereitung. „Wir sind als Amateursportart in unserer Vorbereitung und Organisation vollständig auf uns allein gestellt. Wir machen alles ehrenamtlich und freuen uns immer, wenn wir von außen unterstützt werden“, erklärt die Abteilungsleiterin und langjährige Bundesligatrainerin Christine Seitz. Eine wichtige Rolle spielen dabei erneut die lokalen Partner des Vereins. Neben den hohen Reise- und Übernachtungskosten bei Meisterschaften schlagen auch Ausrüstung und Spielkleidung in der Mannschaftskasse zu Buche. Umso erfreulicher ist es für das Team, weiterhin auf starke Unterstützung bauen zu können: Wie bereits in den vergangenen Jahren stellt die Volksbank Lüneburger Heide einen kompletten Trikotsatz zur Verfügung. Zusätzlich gewannen die Jahnlerinnen mit der unfallchirurgischen und orthopädischen Praxis Rebhan & Rebhan aus Soltau einen neuen Partner, der einen zweiten Trikotsatz ermöglicht und damit die Bundesliga-Vorgaben erfüllt. Doch die Zusammenarbeit mit der Praxis von Dr. med. Benjamin Rebhan geht weit über das Sponsoring hinaus. In einem von ihm eingerichteten Sportforum unter der Leitung von Sportwissenschaftler Andreas Freimann durchlief die gesamte Mannschaft eine umfassende Bewegungsanalyse. Ziel war es, Fehlstellungen, Haltungsschwächen und muskuläre Dysbalancen zu erkennen. „Eine individuelle Analyse ist der Schlüssel zu gesunder Leistung und nachhaltigem Erfolg. Wird jede Spielerin der Mannschafft individuell gestärkt, wird die gesamte Mannschaft leistungsfähiger.“, so der Orthopäde Dr. Benjamin Rebhan. Auf dieser Grundlage erarbeitete das Praxisteam individuelle Trainingsprogramme, um Verletzungen vorzubeugen, die Leistungsfähigkeit zu steigern und die Spielerinnen optimal auf die Belastungen der Saison vorzubereiten. Nun können die Athletinnen gezielt an ihren persönlichen Schwachstellen arbeiten und ihre Entwicklung individuell vorantreiben. Auch Angreiferin Helle Großmann, langjährige Leistungsträgerin und Nationalspielerin, zeigt sich begeistert: „Als Nationalspielerinnen erhalten wir schon mehr Unterstützung über den Verband als klassische Bundesligaspielerinnen. So individuell wurden aber auch wir bisher noch nicht begleitet. Wir haben viele hilfreiche Tipps und Hilfsmittel bekommen, mit denen wir in den nächsten Monaten hoffentlich wieder voll durchstarten können.“ Der Start in die Bundesligasaison erfolgt im Mai. Großes Ziel ist die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft Mitte Juli im nahegelegenen Bardowick im Landkreis Lüneburg. Weitere Höhepunkte folgen im September mit dem europäischen Champions Cup in Ahlhorn sowie im Herbst mit der Reise zu den World Tour Finals nach Chile. Mit der individuell ausgerichteten Vorbereitung und den neuen Trikotsätzen soll der Weg zurück an die nationale und internationale Spitze gelingen. Mannschaftsführerin Laura Kauk bringt es auf den Punkt: „Wir danken allen, die uns seit Jahren unterstützen. Unser Verein, unsere Abteilung, die Stadt Schneverdingen, unsere Sponsoren, Fans sowie Freunde und Familien – ohne sie wäre dieser Weg nicht möglich gewesen.“

die Sparte Fußball hat im Rahmen einer Spendenaktion der Familie Jacob eine  Spende von 500€ überreichen können
Danke an Alle, die dies möglich gemacht haben

Für weitere Spenden benutzen Sie bitte den Link: https://www.gofundme.com/f/hilfe-fur-familie-jacob-ein-neuanfang-nach-dem-brand

Nachbericht Deutsche Meisterschaft U16

„Eine Medaille gewinnen“ war der Plan – und genau so ist es gekommen: Die U16-Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen setzten am vergangenen Wochenende bei der Deutschen Meisterschaft in Bretten ein echtes Ausrufezeichen und sicherten sich die Bronzemedaille.

Auf ihrem Weg auf das Treppchen der höchsten deutschen Spielebene zeigten Greta Baden, Marie Küsel, Jette Meyer, Merle Mund, Hanne Röhrs, Ronja Röhrs und Lotta Schröder über beide Wettkampftage hinweg eine starke und geschlossene Teamleistung. Bereits in der Vorrunde machte das Team von Trainerin Christine Seitz und Betreuer Olaf Neuenfeld deutlich, dass es nicht nur dabei sein, sondern vorne mitspielen wollte. Gegen den späteren Viertplatzierten TSV Karlsdorf erkämpften sich die Schneverdingerinnen ein 1:1 (9:11, 11:7). Im zweiten Gruppenspiel gegen den FV 1925 Glauchau-Rothenbach folgte nach anfänglicher Dominanz ein weiteres 1:1 (12:10, 7:11). Damit zog der TV Jahn als Gruppenzweiter verdient ins Viertelfinale ein. Dort wartete mit dem TSV Gärtringen eine anspruchsvolle Aufgabe – doch die Heidschnucken überzeugten mit einem konzentrierten und geschlossenen Auftritt. Druckvolle Angaben, präzise Zuspiele und eine stabile Abwehrarbeit führten zu einem souveränen 2:0-Erfolg (11:7, 11:6) und damit zum Einzug ins Halbfinale. Am Sonntagmorgen traf das Team auf den Topfavoriten VfL Kellinghusen. Gegen den späteren Finalisten fanden die Jahnlerinnen jedoch nicht zu ihrem Spiel. Eigenfehler, Nervosität und fehlende Konsequenz führten zu einer deutlichen 0:2-Niederlage (2:11, 5:11). Doch die Mannschaft bewies Moral. Im Spiel um Platz drei gegen den TSV Karlsdorf zeigte das Team ein völlig anderes Gesicht. Mit großem Kampfgeist, sehenswerten Rettungsaktionen und variablen Angriffen drehten die Heideblütenstädterinnen einen zwischenzeitlichen Rückstand und sicherten sich mit einem 2:0-Sieg (12:10, 11:8) verdient die Bronzemedaille. Trainerin Christine Seitz zeigte sich nach dem Turnier stolz auf ihre Mannschaft: „Die Mädels haben sich nach dem Halbfinale stark zurückgekämpft und gezeigt, was in ihnen steckt. Dieser Medaillengewinn ist absolut verdient.“ Auch Betreuer Neuenfeld hob besonders den Teamgeist hervor: „Die Geschlossenheit und der Wille, nie aufzugeben, haben am Ende den Unterschied gemacht.“ Mit Platz drei krönen die Schneverdingerinnen eine herausragende Hallensaison und bestätigen eindrucksvoll ihre Entwicklung. Als einziges Team des Vereins auf nationaler Bühne haben sie nicht nur überzeugt, sondern sich auch verdient mit Edelmetall belohnt.

Zum Einsatz kamen: Greta Baden, Marie Küsel, Jette Meyer, Merle Mund, Hanne Röhrs, Ronja Röhrs und Lotta Schröder

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Vorbericht Deutsche Meisterschaft U16 28./29.03.2026

Während sich die gesamte Faustballsparte des TV Jahn Schneverdingen längst in der Saisonpause befindet, steht für die U16-Faustballerinnen noch das große Highlight an: Am kommenden Wochenende reist das Team ins nord-badische Bretten und kämpft dort um die Deutsche Meisterschaft.

Greta Baden, Marie Küsel, Jette Meyer, Merle Mund, Hanne Röhrs, Ronja Röhrs und Lotta Schröder sind schon jetzt die erfolgreichste Mannschaft der Hallensaison im Verein. Als einziges Schneverdinger Team haben sie sich für die nationale Endrunde qualifiziert – und wollen dort mehr als nur mitspielen. „Wir werden alles geben, um eine Medaille zu gewinnen“, macht Trainerin Christine Seitz die Ambitionen ihrer Mannschaft deutlich. Der Weg dorthin ist jedoch alles andere als einfach. Nach dem verpassten Ziel im vergangenen Jahr gelang in dieser Saison als Viertplatzierter der Norddeutschen Meisterschaft die Qualifikation. „Wir haben einen sehr ausgeglichenen Kader, der ambitioniert in die Meisterschaft geht“, sagt Betreuer Olaf Neuenfeld, weiß aber auch: „Das Ziel ist hochgesteckt – aber wir stellen uns dieser Herausforderung.“ Ab Samstagmittag wird es ernst. In der Vorrundengruppe D trifft der TV Jahn auf den TSV Karlsdorf sowie den FV 1925 Glauchau-Rothenbach. Nur die beiden Erstplatzierten erreichen das Viertelfinale und bleiben damit im Rennen um die Medaillen. Die weiteren Entscheidungen fallen am Sonntag, wenn ab 9 Uhr die Halbfinal- und Platzierungsspiele ausgetragen werden. Als großer Favorit reist der VfL Kellinghusen nach Bretten. Der amtierende Deutsche Meister bringt mit Chiara Meyn eine herausragende Allrounderin mit, die auch im Frauenbereich bereits auf höchstem Niveau überzeugt hat. Zum erweiterten Favoritenkreis zählen zudem der TSV Gärtringen, der MTV Diepenau sowie die SG SV Energie Görlitz / ESV Dresden. Doch auch die Schneverdingerinnen verfügen über enorme Qualität. Mit Ronja Röhrs, Greta Baden, Hanne Röhrs und Merle Mund stehen gleich vier Spielerinnen im vorläufigen U18-Nationalkader. Entsprechend wird Bundestrainerin Heike Hafer gemeinsam mit Co-Trainerin Kim Trautmann ein besonderes Augenmerk auf die Leistungen ihrer angehenden Jugendnationalspielerinnen in Bretten richten. Trotz der starken Konkurrenz setzen die Heidschnucken vor allem auf ihre mannschaftliche Geschlossenheit. Vertrauen, gegenseitige Unterstützung und die große Freude am Spiel sollen den Unterschied machen – und vielleicht den Weg zur Medaille ebnen.

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Nachbericht letzter Spieltag Herren Bezirksliga 22.02.2026

Wie schon im Vorjahr beenden die Faustballer des TV Jahn Schneverdingen ihre Bezirksligasaison als Vizemeister. Zwischenzeitlich standen die Jahnler sogar an der Tabellenspitze, mussten die Führung im weiteren Verlauf jedoch an den TuS Hermannsburg abgeben. Mit 22:6 Punkten und einem Satzverhältnis von 23:10 sichern sich die Schneverdinger dennoch souverän Rang zwei.

Zum Auftakt des letzten Spieltags der Hallenrunde in Rethem taten sich die Heideblütenstädter gegen den MTV Oldendorf 3 zunächst schwer. Zahlreiche Flüchtigkeitsfehler verhinderten einen klareren Spielverlauf, zudem setzte Oldendorf konsequent auf kurze Bälle. Erst mit einer deutlich vorgezogenen Mitte stabilisierte der TV Jahn sein Spiel und entschied die Partie schließlich mit 11:9 und 11:7 für sich. Im direkten Duell mit Spitzenreiter TuS Hermannsburg entwickelte sich anschließend ein echtes Topspiel um die Meisterschaft. Schneverdingen agierte erneut mit seiner offensiven Aufstellung und zog Zuspieler Olaf Neuenfeld weit vor. Trotz des frühzeitigen Abfangens vieler langer Bälle verloren die Jahnler den ersten Durchgang knapp mit 9:11, glichen jedoch mit einem konzentrierten Auftritt zum 12:10 aus. Im Entscheidungssatz geriet der TV Jahn früh mit 1:9 in Rückstand, kämpfte sich eindrucksvoll zurück, musste sich am Ende jedoch erneut knapp mit 9:11 geschlagen geben. Im abschließenden Saisonspiel gegen den TSV Bardowick 3 zeigten die Heidschnucken nochmals eine reife Leistung. Mit druckvollen Rückschlägen und stabiler Abwehrarbeit sicherten sich die Jahnler beide Sätze mit 11:8 und 11:8 und machten damit die Vizemeisterschaft endgültig perfekt. Spieler und Mannschaftsverantwortlicher Eric Heil zog ein positives Fazit: „Wir haben uns phasenweise selbst das Leben schwer gemacht. Gegen Hermannsburg war es richtig eng – da haben nur Kleinigkeiten gefehlt. Mit dem zweiten Platz können wir insgesamt zufrieden sein.“

Zum Einsatz kamen: Claus Wodtke, Kathryn Röbber, Steffen Schröder, Volker Meyer-Weichelt, Olaf Neuenfeld und Eric Heil

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Nachbericht Norddeutsche Meisterschaft U18

Bei der Norddeutschen Meisterschaft in Oldendorf blieben die U18-Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen hinter den eigenen Erwartungen zurück und belegten am Ende Rang sieben. In der stark besetzten Vorrundengruppe B gelang den Jahnlerinnen trotz guter Anfangsphasen lediglich ein einziger Satzgewinn, was das frühe Aus bedeutete.

Gegen den MTV Diepenau erwischten die Schneverdingerinnen einen konzentrierten Start. Mit ruhigem Spielaufbau erspielten sich Natascha Winter, Nina Karahmetovic und Lisa Krüger gemeinsam mit den U16-Spielerinnen Hanne Röhrs, Ronja Röhrs, Merle Mund und Greta Baden eine 7:4-Führung. Nach ersten Eigenfehlern verlor das Team von Trainerin Christine Seitz jedoch den Rhythmus und musste den ersten Abschnitt unglücklich in der absoluten Satzverlängerung abgeben (14:15). Auch im zweiten Durchgang deutete beim 9:5 vieles auf einen Satzgewinn der Jahnlerinnen hin, ehe eine selbstverschuldete Serie aus Rückschlag- und Zuspielfehlern Diepenau erneut in die Karten spielte (9:11). Im zweiten Gruppenspiel gegen den VfL Kellinghusen präsentierten sich die Heideblütenstädterinnen gefestigter. Mit guter Abwehrarbeit und sicherem Zuspiel erarbeitete sich der TV Jahn eine 8:5-Führung und entschied den ersten Satz nach engem Verlauf für sich (12:10). Im zweiten Abschnitt blieb Schneverdingen lange auf Augenhöhe, musste sich nach einer starken Phase der Schleswig-Holsteinerinnen jedoch geschlagen geben (9:11). Zum Abschluss der Vorrunde wartete mit dem Ahlhorner SV der spätere Nordmeister. Im ersten Satz lief bei den Jahnlerinnen wenig zusammen, sodass Ahlhorn schnell davonzog (3:11). Im zweiten Durchgang gestaltete die Heidschnucken das Geschehen ausgeglichener, geriet nach kurzen Bällen und eigenen Fehlern aber erneut ins Hintertreffen und unterlag auch hier (9:11). Trainerin Seitz erkannte ein wiederkehrendes Muster: „Wir kommen gut in die Spiele und Sätze hinein, verlieren dann aber zu schnell die Konzentration. Oft reicht ein kleiner Fehler, und wir bringen uns selbst aus dem Rhythmus.“ Insgesamt zeigte das Turnier ein ungewohnt offenes Bild. Neben Schneverdingen landeten auch etablierte Teams wie der VfL Kellinghusen und der TV Brettorf lediglich auf den Plätzen fünf und sechs. Den Turniersieg sicherte sich der Ahlhorner SV in einem spannenden Finale gegen den TSV Essel. Seitz zog dennoch ein sachliches Fazit: „Das Niveau war ungewohnt schwankend. Wenn wir unsere Eigenfehlerquote senken und die Konzentration länger hochhalten, können wir mit unseren Gegnerinnen Schritt für Schritt mithalten.“ Mit dem siebten Platz verpasst der U18-Nachwuchs des TV Jahn die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft im März beim TSV Calw und richtet den Blick nun auf die kommende Feldsaison.

Zum Einsatz kamen: Nina Karahmetovic, Natascha Winter, Lisa Krüger, Hanne Röhrs, Ronja Röhrs, Merle Mund und Greta Baden

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Nachbericht letzter Spieltag Frauen Bundesliga

DM-Aus schwarz auf weiß: Die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen verpassen nach einem Sieg und einer Niederlage am letzten Spieltag beim SV Moslesfehn ihre sechste Teilnahme in Folge an der Deutschen Meisterschaft.

Bad Cannstatt und Final4 ohne die Schneverdingerinnen – aus einem DM-Dauerkandidaten wird erstmals seit der Hallenrunde 2018/19 ein vorzeitiges Saisonaus. Mit 22:10 Punkten und fünf Niederlagen schließt der TV Jahn die Spielzeit auf Rang drei ab. „Es ist nicht nur ärgerlich, dass uns die Punkte vom Wiemersdorf-Spieltag abgezogen wurden, sondern auch, dass in diesem Jahr nur zwei Mannschaften zur DM fahren“, sagte Zuspielerin Alina Karahmetovic enttäuscht. Der von Faustball Deutschland neu eingeführte Final4-Modus bedeutet, dass statt bislang drei nur noch die beiden Erstplatzierten der Nord- und Südstaffel das DM-Ticket lösen. Doch der letzte Spieltag in Brettorf hatte auf die Endabrechnung nur noch begrenzten Einfluss – sorgte aber zumindest phasenweise für Endspiel-Atmosphäre. Rund 125 Zuschauer verfolgten das Duell zwischen dem TV Jahn und Gastgeber SV Moslesfehn. „Für einen kleinen Moment kam richtig DM-Feeling auf“, berichtete Angreiferin Helle Großmann über die ungewohnte Lautstärke in der Halle. „Jeder Punkt von Moslesfehn wurde gefeiert, die Abstimmung auf dem Feld war entsprechend schwierig.“ Sportlich setzten sich Schneverdingerinnen dennoch mit 3:1 durch. Nach einem umkämpften ersten Satz (12:10) folgte ein deutliches 11:3. Einem kurzen Wackler im dritten Durchgang (9:11) ließ das Team von Trainerin Christine Seitz eine starke Reaktion mit einer Neun-Punkte-Serie und dem klaren 11:4 folgen. „Es ist ein komisches Gefühl, ein letztes Mal gegen Moslesfehn gespielt zu haben. Ihr Zusammenhalt hat sie heute noch einmal besonders stark gemacht“, resümierte Angreiferin Aniko Müller. Im anschließenden Duell gegen den Ahlhorner SV reichte es dann nicht mehr zum erhofften Erfolg. Zwar gewannen die Heideblütenstädterinnen den ersten Satz mit 12:10, doch der frisch gekürte Nordmeister setzte sich anschließend verdient durch (4:11, 7:11, 10:12). „Nach der Gewissheit, dass es für uns nicht mehr reichen würde, war es schwer, sich noch einmal aufzurichten. Wir haben nicht mit letzter Konsequenz gespielt und waren zu fehleranfällig“, erklärte Müller. Am Ende fehlten den Jahnlerinnen zwei Punkte und mehrere Sätze zur DM-Qualifikation. Trotz allem verabschiedet sich der TV Jahn erhobenen Hauptes aus der Saison. „Wir wünschen Ahlhorn und Kellinghusen viel Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft. Wir arbeiten an unserem DM-Comeback im nächsten Jahr“, so Müller fair und zuversichtlich. Für einen emotionalen Moment sorgte zudem Abwehrspielerin Lena Meyer. Sie wird die kommende Feldsaison aussetzen müssen und den Spagat zwischen Architektur-Studium in Münster und dem Trainingsbetrieb in Schneverdingen vorerst nicht mehr schaffen. „Ich muss eine Pause einlegen, komme aber zurück, sobald es zeitlich wieder passt“, erklärte Meyer.

Zum Einsatz kamen: Helle Großmann, Laura Kauk, Aniko Müller, Lena Meyer, Alina Karahmetovic, Maja Rogosch und Nele Rogosch.

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