Nachbericht U21-EM – Maja und Nele Rogosch sind Europameisterinnen!
Nachbericht U21-Europameisterschaft 22./23.08.2026
Von Silber zu Gold und von der Premiere direkt auf den europäischen Thron: Für Maja und Nele Rogosch vom TV Jahn Schneverdingen endete die U21-Europameisterschaft in München mit dem größtmöglichen Erfolg. Mit einem 3:0-Finalsieg gegen Österreich verteidigte die deutsche Auswahl ihren Titel. Maja feierte nach zweimal U18-Silber ihre erste internationale Goldmedaille, Nele krönte gleich ihr erstes Turnier im Nationaltrikot mit dem EM-Titel.
Dabei verlief der Weg an die europäische Spitze keineswegs geradlinig. Zum Auftakt setzte sich Deutschland mit 2:0 (11:8, 11:9) gegen Österreich durch, ehe die Schweiz den Titelverteidiger beim 0:2 (8:11, 11:13) ausbremste. In den Begegnungen gegen die Schweiz und anschließend gegen Italien waren die beiden Schneverdingerinnen gefordert und sammelten ihre ersten Einsatzzeiten bei der Heim-EM. Gerade gegen Italien zeigte die deutsche Auswahl die passende Reaktion auf die vorherige Niederlage und ließ beim deutlichen 2:0 (11:1, 11:2) lediglich drei gegnerische Punkte zu. „Natürlich war ich vor meinem ersten Einsatz aufgeregt. Sobald man aber auf dem Feld steht, versucht man, das auszublenden und einfach seine Aufgabe zu erfüllen“, beschreibt Nele Rogosch ihre Nationalmannschaftspremiere. Der klare Erfolg gegen Italien sollte später noch entscheidend werden. Deutschland, Österreich und die Schweiz beendeten die Vorrunde jeweils mit 4:2 Punkten und 4:2 Sätzen. Dank des deutlich besseren Ballverhältnisses zog die deutsche Auswahl letztlich als Gruppensieger ins Halbfinale ein. Dort wartete am Sonntag erneut Italien. Deutschland ließ beim 3:0 (11:4, 11:6, 11:3) – wieder mit Einsatzzeiten für Maja und Nele – keine Zweifel aufkommen und zog souverän ins Endspiel ein. „Nach dem Samstag wussten wir, dass wir uns noch einmal steigern müssen. Am Sonntag waren wir von Beginn an voll da und haben als Mannschaft sehr konsequent gespielt“, blickt Maja Rogosch zurück. Im Finale kam es dann zur Neuauflage des Auftaktduells gegen den inzwischen zum Dauerrivalen gewordenen Gegner aus Österreich. Deutschland legte mit zweimal 11:8 vor, doch der dritte Durchgang entwickelte sich zum Nervenkrimi. Zunächst musste die deutsche Auswahl selbst Satzbälle abwehren, ehe mehrere eigene Matchbälle ungenutzt blieben. In der Verlängerung fiel beim Stand von 13:12 schließlich die Entscheidung: Ein österreichischer Angriff landete im Seitenaus. 14:12, 3:0 – und erneut Europameister. Für die beiden Jahn-Spielerinnen bekam dieser Moment eine ganz eigene Bedeutung. Maja hatte 2024 bei der U18-Weltmeisterschaft in Chile und 2025 bei der U18-Europameisterschaft jeweils Silber gewonnen. Mit dem direkten Sprung in die U21 folgte nun endlich Gold. „Nach den beiden Silbermedaillen bedeutet mir dieser Titel natürlich unglaublich viel. Dass Nele bei ihrem ersten Nationalmannschaftsturnier ebenfalls dabei war und wir diesen Erfolg zusammen erleben konnten, macht ihn noch besonderer“, freut sich Maja. Für Nele hätte die Premiere auf internationaler Bühne ebenfalls kaum erfolgreicher verlaufen können. „Beim ersten Turnier direkt Europameisterin zu werden, ist schwer in Worte zu fassen. Als der letzte Ball im Aus war, war einfach nur noch Freude da“, beschreibt die Zuspielerin den entscheidenden Moment. Damit bleibt der noch junge U21-Wettbewerb fest in deutscher Hand. Nach dem Premierentitel 2025 gewann Deutschland auch die zweite ausgespielte Frauen-Europameisterschaft – diesmal mit zwei Schneverdinger Schwestern mittendrin.


