Vorbericht Deutsche Meisterschaft Bundesliga

Hallensaison: vierter Platz beim Champions Cup, vierter Platz bei den Deutschen Meisterschaften. Feldsaison: zweiter Platz beim Champions Cup, zweiter Platz bei den World Tour Finals. Folgt nun endlich wieder Gold? Die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen reisen für die Finalspiele der deutschen Meisterschaft nach Dresden. Bei Deutschlands größtem Multisportevent geht es am Mittwoch in die Halbfinals und am Donnerstag in die Finalspiele.

Den Startschuss machen der TSV Calw und der Ahlhorner SV. Ein Duell zweier erfahrener Finalteilnehmer, die sich auch in dieser Saison wohl wieder auf Augenhöhe begegnen werden. Beide Mannschaften bringen enorme Erfahrung mit, sowohl auf dem Feld als auch mit ihren Trainern an der Seitenlinie. Melissa Leopold fehlt beim ASV weiterhin verletzt. Ahlhorns Spielertrainerin Sarah Albrecht freut sich aber auf das Halbfinale und zeigt sich zuversichtlich: „Durch das besondere Umfeld und die Live-Übertragung kann es ein richtig starkes Spiel werden.“ Doch auch die Löwinnen reisen selbstbewusst an. Als Staffelsieger der Süd Liga mit nur einem verlorenen Spiel darf das Team keinesfalls unterschätzt werden, besonders nicht mit Nationalspielerinnen wie Henriette Schell und Ida Hollmann. Calws Trainerin Petra Pfrommer bringt es auf den Punkt: „Wir wollen in Dresden im Finale stehen. Zudem haben wir mit dem World Tour Finals in Vöcklabruck direkt vorher ein Event, indem wir Spielpraxis sammeln können, Nachteil ist die geringe Erholungszeit. Außerdem hängt es davon ab, inwieweit Henny Schell ihre Verletzungen plagen.“ Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Topteams entschied der ASV für sich – ein Vorteil, der im Halbfinale allerdings wenig zählt. Alles ist angerichtet für ein Duell auf höchstem Niveau. Die Schneverdingerinnen greifen mit dem zweiten Halbfinale ab etwa 14 Uhr ins Spielgeschehen ein und treffen auf den zweiten der Südstaffel. Wenn der TV Jahn Schneverdingen auf den TV Segnitz trifft, ist eins sicher: diese beiden Teams kennen sich bestens. In den vergangenen Jahren gab es zahlreiche Aufeinandertreffen, die immer eng und von hoher Qualität waren. So kommt es auch in diesem Jahr zu dieser Spielbegegnung. Mannschaftsführerin Laura Kauk resümiert: „Wir haben diese Saison zu oft gegen uns selbst gespielt, wir wollen in diesem Spiel vollen Fokus auf uns legen und unser eigenes Spiel aufziehen, dann haben wir gute Chancen.“ Die letzten Begegnungen unter dem Hallendach gingen beide an die Fränkinnen, doch in der Feldrunde jubelten zuletzt immer die Nordbundesligistinnen. Die Jahnlerinnen wollen sich nach zwei Finaleinzügen in den letzten Wochen erneut mit dem Endspiel belohnen. Kurz vor ihrer Abreise erreichte dem Trainerduo Christine Seitz und Olaf Neuenfeld allerdings eine unglückliche Nachricht. Die Belastungen der U18-Vizeeuropameisterin Emilia Schwarz mit Europameisterschaft, anschließender Teilnahme am Jugendlager, Einsätzen bei den World Tour Finals und dem Kampf bei der U18 Norddeutschen Meisterschaft, waren zu groß. Durch eine Verletzung am Knie kann die 17-jährige nicht wie gewohnt antreten und wird lediglich auf der Bank Platz nehmen müssen. Nach vier Tagen World Tour Finals und den Partien gegen die besten Mannschaften der Welt, kann im restlichen Teil des Jahn-Aufgebots wohl nicht von „frisch erholt und top-fit“ gesprochen werden, aber der Wille ist durchaus da: „Wir sind spät in der Nacht von Sonntag auf Montag aus Österreich heimgekehrt und sind am Dienstagnachmittag direkt wieder los nach Dresden. Diese Belastung nehmen wir nicht auf uns, um am Mittwoch wieder durch zu sein. Wir wollen ins Finale und unseren Titel verteidigen.“, erklärt Hauptangreiferin Helle Großmann. Nochmal ein zusätzlicher Ansporn durfte die Übertragung sein. Während die Halbfinals wie gewohnt online gestreamt werden können, sind für die Platzierungsspiele erstmalig TV-Übertragungen im ARD und ZDF geplant.

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Nachbericht IFA World Tour Finals

Zweitbeste Mannschaft der Welt: Die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen gewinnen bei den IFA World Tour Finals im österreichischen Vöcklabruck die Silbermedaille. Die Titelverteidigerinnen vom TSV Dennach (ebenfalls Deutschland) sichern sich erneut den Pokal bei der Klub-Weltmeisterschaft.

Mit Helle Großmann, Aniko Müller, Hinrike Sagstetter, Laura Kauk, Alina Karahmetovic, Lena Meyer, Maja Rogosch und Emilia Schwarz startete der Favorit aus Deutschland in ihre Vorrundenpartien am Donnerstagmittag. Gegen die FG Elgg-Ettenhausen (Schweiz) dominierten die Jahnlerinnen. Mit 11:9, 11:8 und 11:6 gewannen die Schneverdingerinnen gegen die Mannschaft vom Schweizer Frauen Bundestrainer Oliver Lang souverän. Auch im zweiten Spiel, erneut gegen ein Schweizer Team – den SVD Diepoldsau-Schmitter – überzeugten die Heidschnucken. Gegen den SVD Diepoldsau-Schmitter um Nationalangreiferin Tanja Bognar gelangen die ersten beiden Partien deutlich zu Gunsten der Jahnlerinnen (11:7 und 11:5). Im dritten Satz begann die Aufholjagd der Schweizer Meisterinnen. In der Satzverlängerung gewann der SVD mit 11:13. Die Rot-Weißen ließen sich von der vermeintlichen Spielwende der Schweizerinnen wenig beirren und konterten mit 11:9 im vierten Satz. Dieser Sieg brachte gleich zwei Resultate für die Endrunde in Vöcklabruck: Schneverdingens vorzeitiger Einzug ins Weltpokal-Halbfinale bedeutete für Diepoldsau das Aus um die Podestplätze. Deutlich entspannter also die Ausgangslage der Heideblütenstädterinnen für das letzte Gruppenspiel am Freitagnachmittag gegen Sogipa Cargo Way (Brasilien). Während die U18-Spielerinnen Schwarz und Rogosch die Heimreise für die U18 Norddeutsche Meisterschaft antraten, lief die Jahn-Mannschaft mit Meyer und Karahmetovic in der Abwehrreihe im Volksband Stadion auf. Sogipa erwischte den besseren Start, die Schneverdingerinnen gerieten in Rückstand. Trainerin Christine Seitz rotierte die Positionen auf dem Feld und brachte Mannschaftsführerin Kauk für Müller in den Angriff. Die Brasilianerinnen ab diesem Zeitpunkt ungewohnt fehleranfällig. Ein letzter Wechsel zwischen Kauk und Meyer auf dem Feld sollte die Satzwende bringen, doch das Angriffsduo aus Brasilen drehte noch einmal auf (11:13). Nun wieder mit Müller statt Meyer im Angriff entwickelte sich das letzte Vorrundenspiel um den Gruppensieg zu einem wechselseitigen Nervenkrimi. Der TV Jahn zog mit dem 11:9 im zweiten Satz zum Ausgleich nach, doch wieder ging das Team aus Porto Alegre in Führung (7:11). Mit dem 11:6 im vierten Satz zwangen die durchhaltestarken Schneverdingerinnen die Südamerikanerinnen in den Entscheidungssatz. Von da an war dann erstmalig die Mannschaft aus Norddeutschland die klar behauptende Mannschaft. Mit einer überragenden 6:0-Punkteführung der Jahnlerinnen erfolgte der allerletzte Seitenwechsel. Wenige Punkte ließen die Vorjahresfinalistinnen noch zu, doch mit dem 11:6 fiel dann der letzte Stein vom Herzen. Käpitänin Kauk wurde an beiden Vorrundentagen jeweils zur MVP-Wahl des Tages nominiert und sagte anschließend: „Wir wollten uns nicht auf unserem sicheren Halbfinaleinzug ausruhen. Dieses Spiel hat uns nochmal richtig gefordert – das war wichtig für den Kopf.“ Gleichzeitig setzte sich in der anderen Vorrundengruppe wie erwartetet der TSV Dennach (Deutschland) als Gruppensieger durch. Der TSV Calw (Deutschland) verspielte im letzten Vorrundenspiel gegen Faustball Satus Kreuzlingen (Schweiz) ihren Halbfinaleinzug und musste den Schweizerinnen den Vortritt zur Endrunde lassen. Im Jahn-Lager hatten sich die Spielerinnen schon auf das Spiel gegen die deutschen Konkurrentinnen vorbereiten wollen, doch nach einem überzeugenden Turnierverlauf lautete der Halbfinalgegner Kreuzlingen. Und diese Schweizer Mannschaft entpuppte sich als echter Überraschungskandidat. Vor drei Wochen beim EFA Champions Cup beendete die junge Mannschaft aus der Schweiz noch als Turnierletzter, nun auf einmal kurz vor der ersten großen internationalen Medaille. Dass sie diese unbedingt wollten, zeigte die Kreuzlingerinnen auch in der Halbfinalpartie gegen den TV Jahn Schneverdingen. Die Heideblütenstädterinnen gingen mit 11:6 in die Satzführung, fingen sich aber prompt darauf ein deutliches 4:11 der Schweizerinnen ein. Vor allem die Rückschläge der beiden Angreiferinnen ließen die Rot-Weißen zur Verzweiflung bringen. Die beiden folgenden Sätze waren deutlich ausgeglichener – doch mit dem besseren Ende für die Favoritinnen aus Deutschland. Mit 11:9 und 11:8 brachten die Deutschen ihren Sieg über die Ziellinie und jubelten über den gewonnenen Finaleinzug. Trainerin Seitz: „Da sind wir gerade nochmal mit einem blauen Auge davongekommen. Wir haben einige Anläufe gebraucht, um bei Kreuzlingen zu punkten und sie selbst nutzen jede Chance, die ihnen aufkam. Der Kampf meiner Mannschaft hat sich aber wieder einmal ausgezahlt.“ Im zweiten Halbfinalspiel, direkt im Anschluss, machten sich die Zuschauer auf ein hochklassiges Duell zwischen Dennach und Sogipa bereit. Doch der Kampf blieb aus – die Pink Ladies zeigten nach ihrer verpatzen Saison in der deutschen Liga ihre ganze Klasse und bezwangen die Brasilianerinnen beeindruckend in drei Sätzen. Das Ausrufezeichen der Nordschwarzwälderinnen galt hier wohl auch in Richtung Finale, in Richtung der Schneverdingerinnen. Am Sonntagnachmittag war es dann so weit: das ersehnte World Tour Finale zwischen den beiden deutschen Mannschaften, dem TV Jahn Schneverdingen gegen den TSV Dennach. Noch vor Spielbeginn beflügelte eine Auszeichnung Zuspielerin Hinrike Sagstetter. Sie wurde zum MVP des Halbfinaltages nach ihren überzeugenden Leistungen und herausragenden, fehlerfreien Zuspielen geehrt. Doch um 15:00 Uhr zählte nichts mehr vom Vortag und hieß es 0:0 – alles offen zwischen den beiden Dauerkonkurrentinnen. Doch diese Ausgeglichenheit hielt völlig ungewohnt nicht allzu lange an. Der Dennacherinnen servierten nach Maß und Ex-Nationalangreiferin Sonja Pfrommer nutze jede sich auftuende Lücke der Schneverdingerinnen. Die Jahnlerinnen selbst zu risikoarm, zu fehleranfällig und letztlich den Titelverteidigerinnen unterlegen. Mit 7:11, 8:11 und 7:11 spielten die Nordmeisterinnen mit zu wenig Konstanz im Weltfinale und die Revanche aus dem Vorjahresfinale missglückte auf ganzer Strecke. Es sollte der große Moment sein, doch die Schneverdingerinnen beenden nach der 0:3 Niederlage in Kreuzlingen gegen Ahlhorn nun mit einem zweiten äußerst unglücklichen Finale die internationalen Meisterschaften. Angst vor dem Gewinnen? Das Finale verlernt? Trainer Neuenfeld wünscht sich mehr von seiner Mannschaft: „Wir haben im Finale zu wenig von dem gezeigt, was uns bis dahin ausgezeichnet hat. Gegen ein Topteam wie Dennach reicht eine durchschnittliche Leistung nicht aus.“ In der Bilanz aus den Duellen der beiden Teams des vergangenen Jahres hat nun Dennach mit einem Sieg diese Nase vorne und feiert jetzt verdient seinen dritten World Tour Final Sieg. Für die Heidschnucken bleibt die deutsche Meisterschaft in Dresden nun die letzte Möglichkeit für eine Goldmedaille.

Zum Einsatz kamen: Helle Großmann, Aniko Müller, Hinrike Sagstetter, Laura Kauk, Alina Karahmetovic, Lena Meyer, Maja Rogosch und Emilia Schwarz

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Nachbericht Norddeutsche Meisterschaft U18

Die U18-Vizeeuropameisterinnen Emilia Schwarz und Maja Rogosch verzichteten auf die Finaltage der World Tour Finals, um mit ihrer Jugendmannschaft das große Ziel der Deutschen Meisterschaft zu verfolgen. Doch bei den Norddeutschen Meisterschaften am vergangenen Samstag in Wangersen lief es für die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen alles andere als nach Plan. Mit einem enttäuschenden fünften Platz ist die Feldsaison der U18-Mannschaft vorzeitig beendet.

Im Modus „Jeder gegen Jeden“ hätte bei fünf teilnehmenden Teams mindestens der dritte Platz erreicht werden müssen, um das Ticket zur Deutschen Meisterschaft zu lösen. Zwei Unentschieden und zwei Niederlagen bedeuten jedoch den sportlichen Worst Case und lassen die Träume der Spielerinnen platzen. Nina Karahmetovic, Lisa Krüger, Merle Mund, Maja Rogosch, Nele Rogosch, Hanne Röhrs, Emilia Schwarz und Natascha Winter müssen sich mit dem letzten Platz zufriedengeben. „Es waren die gleichen fünf Teams wie bei der Landesmeisterschaft. Dort haben wir bewiesen, dass wir uns gegen die starke Konkurrenz durchsetzen können. Heute ist uns davon leider nichts gelungen“, berichtet die enttäuschte Angreiferin Emilia Schwarz. Der Tag begann mit einer 0:2-Niederlage gegen den TSV Essel (9:11, 9:11). Es folgten zwei Unentschieden gegen den TV Brettorf (6:11, 11:7) und den Ahlhorner SV (8:11, 11:8). Im letzten Spiel setzte es schließlich eine bittere 0:2-Pleite gegen Gastgeber Wangersen (8:11, 7:11). Wie ausgeglichen das Teilnehmerfeld war, zeigt ein Blick auf die Abschlusstabelle – umso ärgerlicher, dass die Heidschnucken ihr Potenzial nicht abrufen konnten. Der Ahlhorner SV gewann mit 6:2 Punkten die Nordmeisterschaft. Dicht gefolgt vom Zweitplatzierten TSV Essel (5:3 Punkte) und dem dritten DM-Fahrer vom TV Brettorf (4:4 Punkte). Vierter wurde Wangersen mit 3:5 Punkten und schließlich Schlusslicht Schneverdingen mit 2:6 Punkten. Für die Geschwister Maja und Nele Rogosch endet mit dieser Meisterschaft ihre Karriere im Jugendbereich – ohne die ersehnte DM-Teilnahme zum Abschluss. Auch Emilia Schwarz und Natascha Winter haben ihre letzte Feldsaison in der U18 gespielt, sie dürfen lediglich in der Hallenrunde noch im Nachwuchsbereich auflaufen.

Zum Einsatz kamen: Nina Karahmetovic, Lisa Krüger, Merle Mund, Maja Rogosch, Nele Rogosch, Hanne Röhrs, Emilia Schwarz und Natascha Winter

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Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

aufgrund von Verzögerungen bei der Sanierung des Heidjers Wohl Hallenbades verschiebt sich der Start aller Aquakurse des TV Jahn Schneverdingen um eine Woche auf Montag, 04.08.25. Wir haben alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer informiert. Sollten Sie keine Nachricht von uns erhalten haben, so wenden Sie sich bitte telefonisch unter 05193/4835 an uns.

Ihr Geschäftsstellen-Team

Vorbericht IFA World Tour Finals 24.–27.07.2025

Rund ein Jahr nach dem packenden Faustball-Weltfinale in Mannheim geht es für die besten Vereinsmannschaften der Welt erneut um den Titel. Als Champions Cup Sieger und Vorjahresfinalist zählt der TV Jahn Schneverdingen zu den drei deutschen Vertretern bei der IFA World Tour 2025 und sie wollen erneut das Podest erklimmen.

Nach der Austragung 2019 in Salzburg kehrt das Weltturnier nun bei seiner sechsten Auflage wieder nach Österreich zurück – diesmal ins Volksbank Stadion nach Vöcklabruck. Für den TV Jahn Schneverdingen ist es bereits die vierte Teilnahme in Folge: 2022 und 2023 spielten die Heidschnucken in Brasilien, 2024 in Mannheim. Mit Bronze (2022), Gold (2023) und Silber (2024) haben sie bei diesen drei Turnieren bereits alle Medaillenfarben gesammelt. Doch der eine Moment sticht heraus: „Beide Teilnahmen in Brasilien waren besonders, und auch Mannheim war einzigartig, doch dieser Moment wird uns als Sportlerinnen wohl nie aus dem Kopf gehen: der 22.10.2023, 16:36 Uhr Ortszeit – unser Goldjubel“, erinnert sich Angreiferin Aniko Müller. Die Vorrundengegnerinnen an den ersten beiden Wettkampftagen sind den Schneverdingerinnen bestens bekannt. Sowohl gegen die FG Elgg-Ettenhausen als auch gegen den SVD Diepoldsau-Schmitter (beide Schweiz) gab es im Vorjahr in Mannheim klare 3:0-Erfolge in der Gruppenphase. Auch das Team aus Südamerika, SOGIPA Porto Alegre, inzwischen unter dem Namen SOGIPA Cargo Way, ist ein alter Bekannter. Gegen sie gelang 2024 der Finaleinzug nach einem Halbfinalsieg. In der Vorrundengruppe „Harald Bayer“ treffen die Norddeutschen am Donnerstag zunächst um 12 Uhr auf Elgg, am Abend um 18 Uhr auf Diepoldsau. Am Freitag steht dann um 15 Uhr das Duell gegen die Brasilianerinnen auf dem Spielplan. „Unser Ziel ist das Halbfinale. Dafür müssen wir die Gruppenphase als Erster oder Zweiter abschließen. Andernfalls geht es ab Samstag lediglich im President’s Cup weiter“, erklärt Trainerin Christine Seitz. Ihr Kader wird sich allerdings im Turnierverlauf leicht ausdünnen. Die Stammkräfte Helle Großmann, Aniko Müller, Alina Karahmetovic, Lena Meyer, Laura Kauk und Hinrike Sagstetter (ehemals Seitz) sind mit an Bord. Die frisch gebackenen U18-Vizeeuropameisterinnen Emilia Schwarz und Maja Rogosch reisen direkt vom internationalen Jugendlager mit ihren Jugendnationalmannschaftskolleginnen an, können allerdings nur einen Tag bleiben. Bereits am Freitag reisen sie wieder ab, um am Samstag in Wangersen bei der Norddeutschen Meisterschaft der U18 anzutreten. Dort wollen sie die Qualifikation zur ihrer letzten Deutschen Jugendmeisterschaft erreichen. In der zweiten Vorrundengruppe „Franz Bakan“ treffen ebenfalls Deutschland, die Schweiz und Brasilien aufeinander. Der Titelverteidiger TSV Dennach bekommt es mit Faustball Kreuzlingen (Schweiz), Clube Duque de Caxias (Brasilien) und dem TSV Calw (Deutschland) zu tun. Parallel zum Frauenwettbewerb findet im Volksbank Stadion auch das Turnier der Männer statt. Dort treten neben deutschen, schweizerischen und brasilianischen Teams auch Vertreter aus Österreich und den USA an. Das aktuelle Titelranking führen die Frauen des TSV Dennach mit zwei „Weltpokal“-Titeln an. Dahinter folgen die beiden brasilianischen Klubs sowie der TV Jahn Schneverdingen mit je einem Titel. Zum Favoritenkreis gehören erneut diese vier Teams, doch auch der TSV Calw könnte für eine Überraschung sorgen. In der laufenden Bundesligasaison verloren sie nur ein einziges Spiel und bezwangen unter anderem zweimal den Vorjahressieger Dennach. Der Veranstalter stellt erneut einen Livestream zur Verfügung, über den alle Partien online verfolgt werden können.

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Nachbericht U18-Europameisterschaft 19./20.07.2025  (Freistadt/Österreich)

Silber für Deutschland: Schwarz und Rogosch feiern Vizeeuropameisterschaft.
Im Finale nur kurz im Einsatz, aber am Ende mit Edelmetall belohnt – Emilia Schwarz und Maja Rogosch holen mit der deutschen U18-Nationalmannschaft die Silbermedaille bei der Faustball-Europameisterschaft im österreichischen Freistadt.

Die deutschen U18 Frauen, mit den Schneverdingerinnen Emilia Schwarz und Maja Rogosch, starteten mit zwei klaren 2:0 Erfolgen gegen Tschechien (11:2, 11:2) und Italien (11:3, 11:5) ins Turnier. Im dritten Vorrundenspiel gegen die Schweiz war dann deutlich mehr gefordert. Erst im Entscheidungssatz konnte sich das Team durchsetzen und verschaffte sich damit eine hervorragende Ausgangslage im Kampf um den Gruppensieg. Im abschließenden Spiel des Tages gelang gegen Gastgeber Österreich mit einem souveränen 2:0-Erfolg (11:6, 11:6) nicht nur der Vorrundensieg, sondern auch die Revanche für die bittere Finalniederlage bei der WM 2024 in Chile. Im Halbfinale am Sonntagmorgen ließen die deutschen U18 Frauen dem Team aus Tschechien erneut keine Chance. Ein deutlicher 3:0 Sieg (11:5, 11:4, 11:2) bedeutete den Finaleinzug. Dort trafen die Vizeweltmeisterinnen aus dem Vorjahr erwartungsgemäß auf die Österreicherinnen, die ihrerseits der U18 Mannschaft aus der Schweiz ebenfalls mit 3:0 das Nachsehen gab. Bei hochsommerlichen Temperaturen und vor zahlreichen Zuschauern entwickelte sich ein intensives Finale. Schwarz und Rogosch standen zunächst nicht in der Startaufstellung und nahmen zu Beginn auf der Bank Platz. Deutschland dominierte den ersten Satz klar mit 11:4 – gestützt auf ein stabiles Aufbauspiel und viele Eigenfehler der Österreicherinnen. Der zweite Satz war deutlich umkämpfter. Die Gastgeberinnen steigerten sich vor allem in der Abwehr. Beim Stand von 8:8 kippte das Spiel – Österreich erspielte sich eine 10:8-Führung und verwandelte den dritten Satzball schließlich zum 14:12-Ausgleich. Im dritten Satz lief Deutschland früh einem Rückstand hinterher. Beim Stand von 3:6 reagierte das Trainer-Duo mit einem Wechsel: Kapitänin Emilia Schwarz kam in den Angriff. Doch auch sie konnte gegen die kompakte Abwehr der Österreicherinnen kaum Akzente setzen. Auch nach einem weiteren Wechsel auf der vorne rechts Angriffspositionen fand die deutsche Mannschaft nicht ins Spiel zurück und verlor mit 5:11 den dritten Satz deutlich. Hafer und Trautmann versuchten es mit dem vierten Satz erneut mit ihrer Stammformationen – Schwarz wieder neben Rogosch auf der Auswechselbank. Aber auch im vierten Satz fand das deutsche Team zunächst keine Mittel gegen die starke Abwehr der Gastgeberinnen. Die Deutschen kämpften sich zwar noch einmal zurück, wehrten mit einem Angabenass und einem Rückschlagpunkt zwei Matchbälle ab, doch am Ende hieß es 11:9 für Österreich. Trotz der Enttäuschung über die verlorene Goldmedaille überwiegt bei den beiden Spielerinnen des TV Jahn Schneverdingen der Stolz: „Auch wenn mir im ersten Moment die verlorene Goldmedaille vor Augen schwebt, bin ich jetzt, einen Tag später, stolz auf das europäische Silber“, sagt Angreiferin Schwarz. Teamkollegin Maja Rogosch ergänzt: „Überhaupt den Adler auf der Brust tragen zu dürfen, ist eine große Ehre. Mit der Vizeeuropameisterschaft im Gepäck geht es jetzt weiter zu den World Tour Finals, den Finals in Dresden sowie unseren letzten Jugendmeisterschaften mit dem TV Jahn Schneverdingen.“ Für beide Spielerinnen war es der letzte Auftritt im U18-Nationaltrikot – altersbedingt endet ihre U18-Nationalmannschaftskarriere. Die deutsche Delegation konnte in Freistadt auch über weitere Erfolge jubeln: Neben Silber für die U18-Frauen holten die U21-Männer die Bronzemedaille, während sich die U18-Männer und die U21-Frauen jeweils den Europameistertitel sichern konnten – ein starkes Ergebnis für den deutschen Faustballnachwuchs.

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Nachbericht U16 Jürgen-Wegner-Pokal 19./20.07.2025 (TV Oberweier/Bayern)

Gold für Niedersachsen: Hanne Röhrs und Merle Mund vom TV Jahn Schneverdingen haben am vergangenen Wochenende beim TV Oberweier in Bayern mit der niedersächsischen Landesauswahl die Deutsche U16-Faustballmeisterschaft der Mitgliedsverbände gewonnen. Beim Jürgen-Wegner-Pokal sicherten sie sich mit ihrem Team den Titel und holten damit die Trophäe in den Norden.

Der Weg zum Erfolg begann am Samstag mit einem starken zweiten Platz in der Vorrunde. Im Turniermodus „Jeder gegen jeden“ trafen alle Mannschaften zunächst aufeinander. Das Team des Niedersächsischen Turner-Bundes (NTB) gewann vier ihrer fünf Vorrundenspiele jeweils klar mit 2:0: gegen Bayern (11:4, 11:9), Baden (13:11, 11:8), Schleswig-Holstein (14:12, 11:8) und Sachsen (11:1, 11:4). Lediglich im Duell mit dem Top-Favoriten und Vorjahresfinalgegner aus Schwaben (STB) musste sich das NTB-Team als Titelverteidiger mit 8:11 und 3:11 geschlagen geben. Im Halbfinale am Sonntagmorgen wartete mit Bayern der Bronzemedaillengewinner aus 2024. Die Gastgeberinnen gewannen den ersten Satz mit 11:8, doch Niedersachsen konterte mit einem souveränen 11:3. Den entscheidenden dritten Satz entschied das NTB-Team schließlich knapp mit 12:10 für sich – das Finalticket war gelöst. Im Endspiel kam es damit zur Neuauflage des Vorrundenduells gegen Schwaben. Diesmal entwickelte sich ein echtes Nervenduell. Niedersachsen ging zunächst mit 11:9 in Führung, ehe Schwaben mit einem 11:8 zurückschlug und den Entscheidungssatz erzwang. Dort hatte der NTB diesmal das nötige Quäntchen Glück und gewann mit 11:8. Mund und Röhrs im NTB-Trikot gelang die Titelverteidigung und der Jürgen-Wegner-Pokal ging verdient an das niedersächsische Team. Für Mund war das Wochenende ein sportliches wie emotionales Highlight: „Mit den besten Spielerinnen aus Niedersachsen zusammenzuspielen, schafft nochmal einen ganz besonderen Ehrgeiz. In den Landesauswahlteams treffen wir auf neue Mannschaftskonstellationen, können uns in unserer Lieblingssportart messen und begegnen dabei auch Spielerinnen, mit denen uns inzwischen echte Freundschaften verbinden.“ Auch in der Gesamtwertung, die Mädchen- und Jungenwettbewerb kombiniert, schnitten die niedersächsischen Delegationen am besten ab. Während die U16-Mädchen Gold holten, erreichte das NTB-Jungenteam die Vizemeisterschaft hinter dem Sieger aus Schleswig-Holstein. Mit Gold für die Mädchen und Silber für die Jungs stellt Niedersachsen somit erneut die erfolgreichste Landesvertretung des Jürgen-Wegner-Pokals 2025.

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Die neuen Kurse im TV Jahn im 2. Halbjahr sind veröffentlicht. Ihr könnt sie sowohl tabellarisch als auch in unserem Kursprogramm pdf (externer Link) einsehen. Die Printausgabe findet Ihr ab dem 24.07.25 in der Geschäftsstelle, dem TV Jahn Kraftwerk, vielen Arztpraxen, der Touristeninformation und unseren Partnerunternehmen.

Wichtig: Seit 2023 haben wir das Kurssystem des TV Jahn auf neue Füße gestellt. Unsere Kurse haben mittlerweile eine so große Vielfalt erreicht, dass wir in unserem und Eurem Sinne neu sortieren mussten, um den Überblick behalten zu können. Außerdem gibt es immer mehr KursteilnehmerInnen, die mehrere Kurse gleichzeitig belegen möchten. Dem möchten wir gerecht werden und bieten für alle Kurse auch 10erKarten an.

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Ab dem 01.08.25 bieten wir euch sowohl §20 Onlinepräventionskurse für wichtige Gesundheitsthemen, als auch §20 Präventionskurse im Gerätetrainingsbereich an. Die Kosten für diese Angebote werden zweimalig im Jahr von den Krankenkassen übernommen. Testet unser Studio und eure Kasse übernimmt die Kosten. Für die Onlinekurse klickt einfach auf den Link, mit dem Ihr in die Übersicht auf unserer Webseite kommt. Ihr braucht nur den Barcode zu scannen und gelangt direkt in die Kurse. Dort bekommt ihr auch eine Verlinkung in eine Liste, in der die Übernahmebeträge der Krankenkassen gelistet sind.

Für das §20 Präventionstraining an Geräten findet Ihr hier mehr Infos.

Vorbericht U18-Europameisterschaft in Freistadt (AUT) 19./20.07.2025

Die Faustballerinnen Emilia Schwarz und Maja Rogosch vom TV Jahn Schneverdingen tragen bei der U18-Europameisterschaft in Freistadt (AUT) erneut das Nationaltrikot. In ihrem letzten Jahr in der U18 wollen beide zum ersten Mal europäisches Gold auf dem Rasen gewinnen.

Nach der Silbermedaille bei der U18-EM 2023 in Münchwilen (SUI) soll 742 Tage später noch größeres gelingen. Seit über zwei Jahren trägt Emilia Schwarz die Rückennummer 6 der deutschen U18-Faustballerinnen. 2023 war sie eine der jüngsten Spielerinnen im EM-Kader. Im Finale gegen Österreich wurde die damals 15-jährige Angreiferin eingewechselt – heute, mit 14 Länderspielen, gehört sie zu den Leistungsträgerinnen des Jugendnationalteams: „Bei meiner dritten Europameisterschaft darf ich meine Mannschaft als Kapitänin aufs Feld führen. Das ist für mich nicht nur eine große Ehre, sondern auch ein zusätzlicher Ansporn, alles auf den Titelgewinn auszurichten.“ Ihren bislang einzigen Europameistertitel holte sie Anfang 2023 mit der U19 in Dänemark unter dem Hallendach, es folgte EM-Silber mit der U18 im Sommer 2023 sowie der Vize-Weltmeistertitel 2024 in Chile. Ebenfalls seit der WM 2024 im Nationalteam ist ihre Vereinskollegin Maja Rogosch mit der Rückennummer 9. Die 18-jährige Abwehrspielerin zählt inzwischen zu den Stützen der Defensive. Neben dem U18-Vize-Weltmeistertitel gehört auch der Gewinn der Deutschen Hallenmeisterschaft 2023/24 zu ihren bisherigen Erfolgen. Mit ihren sechs Länderspielen geht sie mit viel Selbstvertrauen in die EM: „Nach der WM in Chile fühle ich mich bereit für die kommende EM in Österreich. Nach der Silbermedaille bei der WM habe ich in diesem Jahr den EM-Titel fest im Visier.“ Dass beide Schneverdingerinnen hoch ambitioniert sind, beweisen sie nicht nur durch ihre Einsätze in der Nationalmannschaft, sondern auch mit ihren Leistungen in den Jugendmannschaften des TV Jahn. Seit der letzten Hallensaison gehören die beiden Faustballtalente auch zum festen Kader der Frauen-Bundesligamannschaft und konnten dort ihr Können eindrucksvoll unter Beweis stellen. Ab dem kommenden Samstag geht es für sie über 800 Kilometer von Schneverdingen entfernt im Deutschlandtrikot los. Bereits ab Freitagmorgen startet in Freistadt die U21-Europameisterschaft. Für Schwarz und Rogosch beginnt das Turnier am Samstag um 9:50 Uhr mit dem Auftaktspiel gegen Tschechien. Es folgen die Vorrundenspiele um 12:30 Uhr gegen Italien, um 14:25 Uhr gegen die Schweiz und um 15:05 Uhr gegen Gastgeber Österreich – ein straffes Programm für die titelhungrige deutsche Mannschaft. Ziel der Vorrunde ist der Gruppensieg, um sich die bestmögliche Ausgangsposition für das Halbfinale am Sonntag ab 9:45 Uhr zu sichern. Der Gruppenerste trifft dann auf den Sieger des Qualifikationsspiels zwischen dem Viert- und Fünftplatzierten der Vorrunde. Im zweiten Halbfinale stehen sich der Gruppenzweite und der Gruppendritte gegenüber. Als Titelverteidiger geht in diesem Jahr Österreich ins Rennen. Die Gastgeberinnen zählen mit ihrem Mix aus jungen Talenten und erfahrenen Spielerinnen zum engsten Favoritenkreis. Auch die deutschen Auswahlmannschaften – sowohl bei der U18 als auch bei der U21, bei den Mädchen und Jungen – gelten wettbewerbsübergreifend als Mitfavoriten. Bei der letzten EM belegten neben Europameister Österreich und Vizemeister Deutschland die Schweiz Platz 3, gefolgt von Italien und Dänemark, identische Platzierung sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen. Fistball.tv überträgt alle drei Tage der Europameisterschaft im Livestream. So können auch die Daheimgebliebenen aus Schneverdingen das Geschehen live mitverfolgen. Das Programm in Freistadt verspricht neben hochklassigem Faustball bei der U18- und U21-EM auch ein Frauen-Länderspiel zwischen Österreich und Brasilien, Showacts sowie eine emotional aufgeladene Stadionatmosphäre. Emilia Schwarz und Maja Rogosch wollen diese letzte Chance in der U18 nutzen und ihre Jugend-Nationalmannschaftskarriere mit Europa-Gold krönen.

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