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Nachbericht 1. Spieltag BL

Nachbericht 1. Spieltag Frauen Bundesliga

Das hatten sich die Bundesliga-Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen anders vorgestellt – die ersten Ergebnisse: 0:3 und 3:0. Zum Saisonauftakt setzte es beim Dauerrivalen Ahlhorner SV die erste deutliche Niederlage und in der zweiten Partie nur eine kleine Wiedergutmachung.

Der Ahlhorner SV ließ auch zu Beginn der neuen Spielrunde keinen Zweifel daran, dass er nach ganz oben gehört. Gegen die Schneverdingerinnen setzte sich die Heimmannschaft in drei ungefährdeten Sätzen beeindruckend durch – dabei sah es zunächst gar nicht nach dem glatten Durchmarsch des ASV aus. Die Starting Five des TV Jahn: Helle Großmann und Aniko Müller im Angriff, Alina Karahmetovic auf der Zuspielposition sowie Luca von Loh und Laura Kauk in der Abwehrreihe. Angabenschlägerin Müller erwischte zu Spielbeginn vor allem Ahlhorns Zuspielerin Felicia Gißler mehrfach äußerst unangenehm. Schnell schien dies das Mittel der Wahl zu sein, und der TV Jahn zog auf 7:3 davon. Doch die Wende folgte kurz darauf: Statt Zählbarem sahen sich die Jahnlerinnen zunehmend mit der Leine konfrontiert und produzierten selbst die Punkte für die Gastgeberinnen. Beim 7:8 lag Ahlhorn erstmals vorne und zog kurz darauf auf 8:11 davon. „Wir waren schon da keineswegs die schlechtere Mannschaft, und daher war ich überzeugt, mit ein paar weniger Eigenfehlern die nächsten Sätze holen zu können“, war TV-Jahn-Trainerin Christine Seitz zunächst zuversichtlich. Doch was folgte, war das genaue Gegenteil. Der Ahlhorner SV zog im zweiten Satz unaufhaltbar bis zum 2:9 davon. Ein paar Schönheitskorrekturen am Spielstand konnte ihre Mannschaft noch vornehmen, doch der 0:2-Satzrückstand blieb unvermeidlich (6:11). Im dritten Satz war dann erstmals alles offener. Die Heidschnucken kämpften auf sehr unebenem Boden um jeden Ball und spielten sich in die Partie. Doch beim 7:7 brach die Leistung erneut ein: Leine, Abspracheschwierigkeiten und Nachlässigkeiten. Nach knapp einer halben Stunde Spielzeit war das sonst so sehenswerte Duell der beiden Top-Nordteams vorbei (9:11). „Das erste Spiel der Saison war noch nie besonders schön. Direkt gegen Ahlhorn ist dann auch nicht unbedingt dankbar“, ordnet Kapitänin Laura Kauk das Spiel zunächst ein und ergänzt: „Das Ergebnis ist deutlicher als das eigentliche Leistungsniveau auf dem Spielfeld. Weder bei Ahlhorn hat alles geklappt, noch bei uns. Der einzige Unterschied ist die Fehlerquote. Die war heute von uns zu hoch – Ahlhorn musste nur auf den Punkt warten.“ Dass die Rot-Weißen mit einer so deutlichen Niederlage gestartet sind, ist jedoch zunächst nicht weiter tragisch. Vor allem, weil die Heideblütenstädterinnen in ihrem zweiten Spiel des Tages das Minus auf dem Punktekonto wieder ausgleichen konnten. Gegen den Ohligser TV rotierte Trainerin Seitz in ihrer Stammformation und brachte zunächst Youngster Maja Rogosch für von Loh in der Deckung. Mit dem Wissen aus der ersten Partie des Tages reduzierte das Team auch sofort merklich die Eigenfehlerquote und sicherte sich den ersten Satz mit 11:8. Knapper wurde es dann im zweiten Abschnitt: Der OTV parierte mehrere Schläge, während es auf der Schneverdinger Spielfeldhälfte unruhiger wurde. Beim 7:9 reagierte Seitz mit einem Timeout und brachte frischen Wind in die Partie. Nun mit Nele Rogosch im Zuspiel und erneut von Loh auf der rechten Abwehrposition stabilisierte sich das Spiel. Den ersten Satzball konnten die Jahnlerinnen abwehren und sich selbst die nächsten erspielen. Beim 13:11 stand der Satzsieg fest. Auch im dritten Satz hatten beide Mannschaften mit den unschönen Bodenbedingungen zu kämpfen, sodass sich zunächst kein Team absetzen konnte. Beim 9:9 machten die erfahrenen Schneverdingerinnen dann kurzen Prozess. Mit zwei direkt aufeinanderfolgenden Punkten brachte Großmann die Bälle auf der gegnerischen Hälfte unter, und der erste Sieg ihrer Mannschaft in der neuen Runde war eingefahren. Das Fazit der Trainerin blieb sehr sachlich: „Wir hoffen natürlich immer auf 4:0 Punkte. Heute fahren wir mit einer ausgeglichenen Bilanz nach Hause und wissen, woran wir arbeiten dürfen.“ Und auch der erste Blick auf die Bundesligatabelle sagt derzeit noch recht wenig aus. Die einzigen beiden Mannschaften ohne Punktverlust sind der Ahlhorner SV und der VfL Kellinghusen. Die Heidschnucken orientieren sich aus der Tabellenmitte nun nach oben und sind direkt in der kommenden Woche in Kellinghusen wieder gefordert.

Zum Einsatz kamen: Helle Großmann, Aniko Müller, Alina Karahmetovic, Nele Rogosch, Luca von Loh, Maja Rogosch und Laura Kauk

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