Nachbericht 2. Spieltag Frauen BL 30.11.2025
Nachbericht 2. Spieltag Frauen Bundesliga 30.11.2025
Die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen rollen das Feld von hinten auf. Zwei Siege an ihrem zweiten Spieltag der Bundesliga Nord in Wangersen sorgen für vier weitere Punkte und den Sprung von Tabellenplatz sieben auf Rang drei.
Der Auftakt ihres ersten Auswärtsspieltags lief für die Schneverdingerinnen nach Maß. Mit einem deutlichen 11:3 zeigten Aniko Müller, Helle Großmann, Lena Meyer, Alina Karahmetovic und Laura Kauk dem MTV Wangersen klar die Grenzen auf. Im zweiten Abschnitt wurde es mit dem Ball der Gastgeberinnen zunächst etwas holpriger auf Seiten der Jahnlerinnen, doch nach kurzer Eingewöhnungszeit ging auch dieser Satz mit 11:8 an die Heideblütenstädterinnen. Abspracheprobleme und platzierte, kurz gespielte Bälle führten im dritten Abschnitt zum ersten Satzverlust der Heidschnucken (9:11) – zum Glück aus ihrer Sicht der einzige an diesem Tag. Zwar erspielte sich der MTV im vierten Satz zwei Satzbälle, doch die routinierten Jahnlerinnen wehrten diese nicht nur ab, sondern entschieden auch diesen umkämpften Abschnitt mit 14:12 für sich. Trainerin Seitz wechselte während der gesamten Partie Meyer und Maja Rogosch satzweise auf der hinten-rechts-Position durch – ohne nennenswerte Unterschiede festzustellen: „Wir haben aus einer sicheren Deckung heraus agiert. Ja, uns fiel es vor allem im Zuspiel und Angriff schwer, mit dem Ball von Wangersen zurechtzukommen, aber manchmal reicht es aus, auf den Fehler der anderen zu warten.“ Kurz darauf lieferte sich die Heimmannschaft mit dem TV Brettorf einen Nervenkrimi und zog auch hierbei den Kürzeren. Schließlich stand die letzte Partie des Spieltags auf dem Programm: der TV Jahn gegen die Brettorferinnen. Seitz begann mit Rogosch in der Abwehr und brachte Meyer erst im weiteren Verlauf des Spiels. Konzentriert und abgeklärt spielte die Jahn-Fünf ihr Können aus und überzeugte vor allem auf den beiden Angriffspositionen fehlerfrei mit druckvollen Bällen auf die Grundlinie der Oldenburgerinnen. Nach dem 11:4 im ersten Satz rotierte Seitz während des zweiten Durchgangs auch auf der Zuspielposition und brachte Nele Rogosch für Karahmetovic. Die ehrgeizige 18-Jährige legte ihre Nervosität in der höchsten deutschen Faustballklasse schnell ab, fügte sich nahtlos in die geschlossene Mannschaftsleistung ein und glänzte mit ihren präzisen Zuspielen. Für Seitz war früh klar, dass weitere Wechsel nicht nötig sein würden. Ihre Mannschaft gewann die Sätze zwei und drei jeweils mit 11:6 und kletterte mit den Punkten im Gepäck in die obere Tabellenhälfte. Die Schneverdingerinnen erledigten somit ihre Hausaufgaben, dürfen sich aber keinen Patzer mehr erlauben. Denn der Ahlhorner SV führt die Tabelle mit acht gespielten Duellen und 14:2 Punkten an. Es folgt der VfL Kellinghusen als einzige Mannschaft ohne Niederlage mit 12:0 Punkten und schließlich die Jahnlerinnen mit vier Spielen und 6:2 Punkten. Der dritte Platz wird in diesem Jahr nicht für die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft reichen, weiß auch Angreiferin Müller: „Die Spiele heute haben uns noch einmal bewusst gemacht, dass wir weiter an unserer Abstimmung arbeiten müssen. Dennoch konnten wir eine Schippe Selbstvertrauen drauflegen, denn die Luft könnte oben mit jedem Spieltag enger werden.“
Zum Einsatz kamen: Aniko Müller, Helle Großmann, Lena Meyer, Maja Rogosch, Alina Karahmetovic, Nele Rogosch und Laura Kauk



