,

Nominierungen Europameisterschaft – Maja Rogosch, Nele Rogosch, Helle Großmann und Aniko Müller im Nationalaufgebot

Nominierungen Europameisterschaft

Viel faustballerische Prominenz in der kleinen Gemeinde im Ostalbkreis in Baden-Württemberg: Die weibliche U21 sowie die Frauen- und Männer-A-Kader trafen sich mit insgesamt 50 potenziellen Nationalspielerinnen und Nationalspielern zur ersten Lehrgangsmaßnahme des Jahres 2026 in Adelmannsfelden. Darunter befanden sich gleich sechs Spielerinnen aus Schneverdingen sowie Männer-Bundestrainer Olaf Neuenfeld.

Das Erfreulichste zuerst: Maja Rogosch und Nele Rogosch wurden in den U21-EM-Kader berufen, Helle Großmann und Aniko Müller in das Aufgebot für die Europameisterschaft der Frauen. Dieses Ergebnis ist das Resultat von insgesamt sechs Trainingseinheiten unter der Leitung der Bundestrainerinnen Anna-Lisa Aldinger (U21) und Annkatrin Kühner (Frauen). Männer-Bundestrainer Neuenfeld lässt sich hingegen bei der Wahl seiner zehn besten Spieler noch etwas Zeit und wird seinen Kader erst nach weiteren Sichtungsmaßnahmen im Rahmen der Bundesligaduelle nominieren. Der viertägige Lehrgang stand dabei unter besonderen Herausforderungen. Bei extrem heißen Temperaturen und bestem Pfingstwetter absolvierten die Spielerinnen und Spieler jeweils morgens eine zweieinhalbstündige Trainingseinheit und am Nachmittag weitere drei Stunden auf dem Feld. Den Abschluss bildete ein Demonstrationsspiel der Frauen- und Männerteams am Sonntagnachmittag vor einer großen Zuschauerkulisse mit anschließendem Sponsorentreffen. Die größte Aufregung herrschte jedoch im U21-Kader spätestens beim letzten Frühstück vor der Abreise am Pfingstmontag. Anna-Lisa Aldinger verkündete zum krönenden Abschluss die EM-Nominierungen innerhalb der Mannschaft und berief gleich beide Schneverdingerinnen in ihr Aufgebot. „Ich bin mit den Mädels und den gezeigten Leistungen zufrieden“, erklärte die Bundestrainerin und richtete den Blick direkt nach vorne: „Jetzt hoffe ich auf eine erfolgreiche EM.“ Bei den Frauen schafften es nicht alle zum Lehrgang eingeladenen Spielerinnen aus Schneverdingen in den Turnierkader. Während Helle Großmann und Aniko Müller im Angriff überzeugten und sich nun auf Mission Titelverteidigung begeben, hat es für Alina Karahmetovic und Laura Kauk nicht gereicht. Der Anruf über die Entscheidung erfolgte am Mittwoch, und die Gespräche zwischen Bundestrainerin und den beiden Spielerinnen zeigten schnell: Beide Spielerinnen hatten sich aus Sicht der Bundestrainerin gut präsentiert. Kühner plant sowohl mit Karahmetovic als auch mit Kauk perspektivisch für die Kader der kommenden Jahre. „Für mich war es überhaupt das erste Mal auf so einem Lehrgang. In Schneverdingen spiele ich derzeit hauptsächlich im Zuspiel und war jetzt für die Abwehrposition nominiert. Mir haben etwas die Sicherheit und Routine gefehlt, sodass ich schon damit gerechnet habe, dass es in diesem Jahr nicht klappen wird“, erklärt Karahmetovic selbstkritisch, nachdem sie am Telefon auch viel Lob erhalten hatte. Und auch Kauk ordnet die Entscheidung sachlich ein: „Ich hatte mit Annkatrin ein sehr gutes Gespräch. Sie hat mir erklärt, dass sie in einem EM-Jahr gerne auch jüngeren Spielerinnen die Möglichkeit geben möchte. Sie hat sehr betont, dass die Entscheidung nicht gegen mich gerichtet war und sie für die kommenden Jahre mit Weltmeisterschaft und World Games weiterhin mit mir plant.“ Bis dahin ist der Weg allerdings noch weit. Zunächst stehen die Europameisterschaften an. Die Frauen spielen Ende Juli in Reiden (Schweiz) und kämpfen dort gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der zeitgleich stattfindenden U18-Weltmeisterschaft der Mädchen und Jungen um die Medaillen. Ende August sind dann die U21-Spielerinnen gemeinsam mit den Männern bei der Europameisterschaft in München gefordert und kämpfen dort um die europäische Krone.