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Vorbericht 6. Spieltag Frauen Bundesliga 18.01.2026

Vorbericht 6. Spieltag Frauen Bundesliga

Abwarten, hoffen und weiter Punkte sammeln – mehr bleibt den Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen im Hinblick auf ihren sechsten Spieltag der Bundesliga Nord nicht übrig. Nach dem bitteren Punktabzug aufgrund fehlender Spielberechtigungen am vergangenen Wochenende kann die Mannschaft nur optimistisch bleiben und versuchen, am kommenden Sonntag in Brettorf die nächsten Punkte einzufahren.

Trainerin und Spartenleiterin Christine Seitz hatte am vergangenen Bundesligaspieltag leider einen für ihre Schneverdingerinnen schwerwiegenden Fehler einräumen müssen. Fehlende Spielberechtigungen aller Spielerinnen sorgten für eine nachträgliche Korrektur der Ergebnisse zu Ungunsten des TV Jahn durch die Staffelleitung. Die Mannschaft legte gegen dieses harte Vorgehen Einspruch ein. In einer offiziellen Mitteilung des Vorsitzenden des Sportgerichts von Faustball Deutschland an den TV Jahn Schneverdingen heißt es inzwischen: „Der Einspruch ist damit nach vorläufiger Prüfung form- und fristgerecht eingelegt worden und zulässig.“ Faustball Deutschland eröffnet nun das Schiedsgerichtsverfahren des Sportgerichts und wird die Sachlage prüfen. Eine Entscheidung soll laut Vorsitzendem des Sportgerichts spätestens vor dem letzten Spieltagswochenende (31.01./01.02.2026) fallen. Trainerin Seitz muss also weiter bangen, wie weitreichend die Konsequenzen für ihre Mannschaft sein werden: „Es bringt jetzt nichts zu spekulieren. Wir müssen weiter davon ausgehen, dass uns die Punkte aberkannt bleiben, und hoffen das Beste.“ Der kommende Spieltag in Brettorf wird für die DM-Dauerkandidatinnen daher äußerst unbequem, wenn man bedenkt, dass das gesteckte Saisonziel eigentlich die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in Bad Cannstatt war. „Wir haben es nicht mehr in eigener Hand, ob wir es am Ende unter die ersten zwei der Liga schaffen. Was haben wir jetzt also zu verlieren?“, fragt sich Mannschaftskapitänin Laura Kauk – wahrscheinlich zu Recht. „Es liegt nicht im Gemüt eines Sportlers, in vermeintlich aussichtslosen Situationen hinzuschmeißen und sich zu verstecken. Entweder machen wir jetzt das Unmögliche möglich und schaffen es doch noch irgendwie, oben mitzuspielen, oder wir gucken die DM aus dem Livestream von zuhause. Dann haben wir aber wenigstens alles versucht“, so Kauk. Nachdem die 25-Jährige bereits am vergangenen Wochenende krankheitsbedingt nicht zur Verfügung stand, ist ihr Einsatz auch für den kommenden Spieltag weiterhin fraglich. Doch selbst, wenn sie nicht rechtzeitig fit wird, wird ihre Mannschaft ihren Ausfall gegen Brettorf und Wangersen kompensieren. Sowohl der TV Brettorf als auch der MTV Wangersen gehören sicherlich zu den Verlierern der zweiten Reihe, was die Punktkorrektur angeht. Der TSV Hagen ist dadurch nicht nur an Wangersen, sondern auch an Brettorf vorbeigezogen, und der TSV Wiemersdorf holt auf. Auch wenn die Tabellensituation aufgrund der unterschiedlichen Anzahl an Spielen nur schwer zu vergleichen ist, müssen Brettorf und Wangersen folgerichtig dringend weitere Punkte sammeln, wenn sie nicht am Ende doch noch auf dem Abstiegsrang landen wollen.