Vorbericht 7. Spieltag Frauen Bundesliga 24.01.2026
Vorbericht 7. Spieltag Frauen Bundesliga
Es dürfte der entscheidende Spieltag der Saison werden: Die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen treten am kommenden Sonnabend in Kellinghusen an. Eine Niederlage würde das vorzeitige Aus im Kampf um die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft bedeuten. Denn inzwischen hat auch das Sportgericht entschieden – die Punkte bleiben in Hagen und Wiemersdorf.
Damit stehen die Jahnlerinnen nun endgültig vor einem vorentscheidenden Spieltag. Das bis in diese Woche hineinlaufende Schiedsgerichtsverfahren hat ergeben, dass der Einspruch des TV Jahn zurückgewiesen wird. Der Punktabzug wegen fehlender Spielberechtigungen aus den Partien gegen den TSV Hagen und den TSV Wiemersdorf vor zwei Wochen bleibt somit bestehen. „Auch wenn wir die Entscheidung nicht ganz nachvollziehen können, müssen wir sie jetzt so hinnehmen. Der Fehler geht dieses Mal auf meine Kappe und wird uns aller Wahrscheinlichkeit nach die Deutsche Meisterschaft kosten – so leid es mir tut“, entschuldigt sich Trainerin Christine Seitz ausdrücklich bei ihrem Team. Dennoch lassen die eigentlichen DM-Dauerkandidatinnen die Köpfe nicht hängen und gehen weiterhin motiviert in den vorletzten Spieltag. Die Konstellation verspricht Hochspannung: Schneverdingen trifft auf den VfL Kellinghusen und den Ohligser TV – ein Trio, das sich im engen Rennen um das letzte DM-Ticket nichts schenkt. Bereits der Hinrundenspieltag zeigte, wie umkämpft diese Duelle sind. Mitte Dezember mussten sich die Schneverdingerinnen dem VfL Kellinghusen mit 1:3 Sätzen geschlagen geben, setzten sich anschließend jedoch mit 3:0 gegen Ohligs durch. Gleichzeitig überraschte der Ohligser TV mit einem 3:0-Erfolg gegen Kellinghusen. Rechnerisch kämpfen damit alle drei Teams am vorletzten Spieltag noch um den zweiten Startplatz für die Deutsche Meisterschaft in Bad Cannstatt. Bereits qualifiziert ist seit dem vergangenen Spieltag der Ahlhorner SV. Die beste Ausgangslage haben jedoch die Gastgeberinnen: Mit 20:4 Punkten hält Kellinghusen alle Trümpfe in der eigenen Hand. Schneverdingen (16:8 Punkte) und Ohligs (12:8 Punkte) stehen hingegen unter Zugzwang und müssen punkten, um im Rennen zu bleiben. „Es kann alles passieren, jede Ergebnisvariante ist realistisch“, blickt Schneverdingens Angreiferin Aniko Müller auf den bevorstehenden Krimi-Spieltag. „Wir hatten in dieser Saison sowohl sehr starke Spieltage mit überzeugenden Leistungen als auch deutliche Rückschläge – das ging den anderen beiden Teams aber genauso“, beschreibt Müller den bisherigen Saisonverlauf. Eines eint alle Beteiligten: die enorme Bedeutung dieses siebten Spieltages. Für Schneverdingen und Ohligs bedeutet jede Niederlage das Aus im DM-Rennen. Entsprechend groß sind Spannung und Druck – nicht nur für die Faustball-Fans, sondern vor allem für die Spielerinnen auf dem Feld. „Vielleicht ist genau das unser Vorteil. Wir kennen die Situation, wenn alles von unserer Tagesform abhängt“, sieht Müller das Momentum dennoch auf Seiten ihres Teams, auch wenn die Vergangenheit gezeigt hat, dass solche Spiele immer wieder für Überraschungen gut sind. Anpfiff ist am Sonnabend um 14 Uhr in der Sporthalle an der Danziger Straße in Kellinghusen. Spätestens am Abend wird dann feststehen, ob die Schneverdingerinnen weiterhin letzte Hoffnungen auf das verbleibende DM-Ticket haben dürfen.



