Nachbericht Deutsche Meisterschaft U18 05./06.09.2026
Starke Vorrunde, bitteres Viertelfinale und am Ende Platz fünf: Die U18-Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen haben sich bei der Deutschen Meisterschaft im nahegelegenen Essel unter den besten fünf Mannschaften Deutschlands platziert. Der ganz große Wurf blieb dem jungen Team verwehrt, doch insbesondere im Viertelfinale fehlten nur wenige Bälle zum Einzug unter die besten Vier.
Schon am Vorrundensamstag warteten schwierige Bedingungen auf die zehn besten Mannschaften Deutschlands. Böiger Wind, Regen und Sonne wechselten sich ab und machten den tiefen Boden zusätzlich schwer bespielbar. Ausgerechnet gegen den späteren Bronzemedaillengewinner TV Brettorf starteten die Schneverdingerinnen in das Turnier. In einem von den Angaben geprägten Duell hielten die Rot-Weißen lange dagegen, mussten sich aber knapp mit 0:2 (8:11, 9:11) geschlagen geben. Anschließend fanden die Jahnlerinnen immer besser in die Meisterschaft. Gegen den SV Tannheim gelang mit 2:0 (11:7, 11:8) der erste Sieg, gegen den TV Stammheim folgte nach einem schwachen ersten Satz noch ein 1:1 (7:11, 11:9). Ein abschließendes 2:0 (11:8, 11:8) gegen den MTSV Selsingen bescherte den Heideblütenstädterinnen schließlich den zweiten Gruppenplatz und damit das Viertelfinalticket. „Unter diesen Bedingungen war es wichtig, sich in die Meisterschaft hineinzukämpfen. Wir haben nicht fehlerfrei gespielt, uns aber immer wieder gefangen und als Mannschaft Lösungen gefunden“, bilanzierte Trainerin Christine Seitz den ersten DM-Tag. Am Finaltag wurde es dann richtig bitter. Im Viertelfinale gegen den MTV Wangersen entwickelte sich das wohl stärkste Spiel der Heidschnucken an diesem Wochenende. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, starke Angaben und eine aufmerksame Defensive sorgten für lange Spannung. Im ersten Satz führte der TV Jahn bereits mit 8:6, konnte den Vorsprung aber nicht ins Ziel bringen. In der Verlängerung behielt Wangersen beim 13:15 die Oberhand. Auch im zweiten Durchgang legten die Jahnlerinnen immer wieder vor und führten zwischenzeitlich mit 6:3. Doch der MTV blieb dran und nutzte in der entscheidenden Phase wenige Schneverdinger Nachlässigkeiten zum 11:13 – und damit zum 2:0-Erfolg. „Das sind genau die Spiele, die auf diesem Niveau an Kleinigkeiten entschieden werden. Wir waren ganz nah dran und haben gesehen, dass jeder einzelne Ball am Ende der entscheidende sein kann“, fasste Seitz zusammen. Die Enttäuschung über die verpasste Chance saß zunächst tief. „Man hat gemerkt, dass die Mädels dieses Viertelfinale erst einmal verdauen mussten. Trotzdem haben sie sich noch einmal zusammengerauft. Genau das gehört bei einer Deutschen Meisterschaft auch dazu“, lobte Betreuer Olaf Neuenfeld die Reaktion des jungen Teams. Im abschließenden Spiel um Platz fünf traf Schneverdingen erneut auf den SV Tannheim. Nach einem umkämpften 12:10 und einem deutlichen 5:11 mobilisierten die Jahnlerinnen noch einmal ihre Kräfte und sicherten sich mit 11:7 im Entscheidungssatz den 2:1-Erfolg. Dabei erhielten noch einmal alle Spielerinnen Einsatzzeit. Für Kapitänin Nina Karahmetovic bedeutete Platz fünf zugleich das Ende ihrer Zeit im Jugendfaustball. „Unsere Meisterschaft war durchwachsen, mit vielen sehenswerten Bällen, aber auch einigen Nachlässigkeiten. Gerade das Viertelfinale hat trotz der Niederlage unglaublich viel Spaß gemacht und gezeigt, was wir als Mannschaft spielen können“, zog sie ihr Fazit nach ihrem letzten Auftritt im TV-Jahn-Jugendtrikot. Den Deutschen Meistertitel sicherte sich der VfL Kellinghusen vor Gastgeber TSV Essel, Bronze ging an den TV Brettorf.
Zum Einsatz kamen: Nina Karahmetovic, Hanne Röhrs, Lotta Schröder, Greta Baden, Ronja Röhrs, Jette Meyer, Merle Mund und Marie Küsel


