Nachbericht Jugendeuropapokal 03./04.10.2026

Silber statt Titelverteidigung: Nina Karahmetovic und Merle Mund vom TV Jahn Schneverdingen haben mit der weiblichen U18-Auswahl Niedersachsens beim Jugend-Europapokal in Laakirchen erst im Finale den Turniersieg verpasst. Ausgerechnet Oberösterreich, das der NTB im Vorjahr noch im Endspiel bezwungen hatte, stoppte diesmal den starken Lauf der Niedersächsinnen.

Zum letzten großen Nachwuchsturnier vor Beginn der Hallenrunde kamen die europäischen Landesauswahlen in der weiblichen und männlichen U14 sowie U18 zusammen. Karahmetovic und Mund erwischten mit der niedersächsischen Auswahl einen nahezu perfekten Start. Schon zum Auftakt setzte sich der NTB mit 2:0 (11:6, 13:11) gegen Bayern durch und hielt dieses Niveau über den gesamten Samstag. Auch Mittelböhmen (11:3, 11:3), Salzburg (11:5, 11:6) und Thurgau (11:5, 11:3) blieben ohne Satzgewinn. Mit vier Siegen und 8:0 Sätzen zog Niedersachsen souverän als Gruppenerster in die nächste Runde ein. Für zusätzlichen Rückenwind sorgte dabei die Stimmung innerhalb der gesamten NTB-Delegation. Egal, welche der vier niedersächsischen Mannschaften gerade auf dem Feld stand, die Unterstützung vom Spielfeldrand war kaum zu überhören. „Wir sind sehr gut ins Turnier gestartet und haben danach nicht nachgelassen. Besonders war aber auch, wie sehr wir uns als gesamter NTB gegenseitig unterstützt haben. Von außen hörte man eigentlich immer nur Niedersachsen“, beschreibt Karahmetovic den Zusammenhalt in Laakirchen. Sportlich wurde es am Sonntag deutlich enger. Gegen Schwaben musste der bis dahin makellose NTB beim 1:1 (11:13, 11:3) erstmals einen Satz abgeben, ehe auch Schleswig-Holstein den Niedersächsinnen alles abverlangte. Mit 15:14 und 11:9 behaupteten sich Karahmetovic, Mund und ihre Teamkolleginnen jedoch auch in dieser engen Partie und machten damit den Einzug ins Endspiel perfekt. Dort kam es zu einem Wiedersehen mit Oberösterreich – und zugleich zur Neuauflage des Vorjahresfinals. 2025 hatte Niedersachsen nach verlorenem Auftaktsatz noch zurückgeschlagen und sich im Entscheidungssatz deutlich den Titel gesichert. Diesmal erwischten die Österreicherinnen den besseren Start und fanden besser in die Partie. Der NTB hielt dagegen, doch es wollte längst nicht alles gelingen. Trotzdem blieben beide Durchgänge bis zum Schluss offen. Zweimal entschieden letztlich nur zwei Bälle – mit 10:12 und 10:12 für Oberösterreich. „Im Finale waren wir alle ziemlich nervös. Oberösterreich kannten wir schon von anderen Turnieren und sie haben ihre konstante Leistung sehr schnell abgerufen“, blickt Karahmetovic zurück. Dass es am Ende nicht zur erfolgreichen Titelverteidigung reichte, schmälerte die Freude über das Wochenende nur wenig. „Natürlich hätten wir das Finale gerne gewonnen. Aber wir können sehr zufrieden damit sein, was wir über das gesamte Turnier gezeigt haben.“ Für Karahmetovic schwang bei dieser Silbermedaille noch eine weitere Emotion mit. Mit dem Jugend-Europapokal endete für die Jahn-Angreiferin ihre Zeit im Nachwuchsfaustball. „Ich schaue mit einem lachenden und einem weinenden Auge darauf zurück. Lachend, weil jetzt ein neuer Abschnitt beginnt, aber auch weinend, weil so viele besondere Erlebnisse ab jetzt nur noch Erinnerungen bleiben“, sagt sie. Über die vier Wettbewerbe hinweg sammelten die Landesverbände zugleich Punkte für die Gesamtwertung. Dort setzte sich in diesem Jahr Schwaben durch, während Niedersachsen im Vorjahr noch Silber hinter Oberösterreich gewonnen hatte.

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