Vorbericht U18 DM 05./06.09.2026
Vorbericht Deutsche Meisterschaft U18 05./06.09.2026
Von Bronze im Norden zum nationalen Saisonhöhepunkt: Die U18-Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen treten am kommenden Wochenende bei der Deutschen Meisterschaft im nahegelegenen Essel an. Mit Platz drei bei der Norddeutschen Meisterschaft lösten die Heideblütenstädterinnen Mitte August das Ticket für den Saisonhöhepunkt. Mit einem jungen Kader und einer bislang wechselhaften Saison reist der TV Jahn zwar nicht als Favorit an, das Potenzial für den Sprung in die Endrunde ist aber vorhanden.
In Essel gehen die Schneverdingerinnen mit einem besonders jungen Aufgebot an den Start. Lediglich Nina Karahmetovic, Marie Küsel und Merle Mund gehören der U18 an, Jette Meyer, Greta Baden, Hanne Röhrs, Ronja Röhrs und Lotta Schröder sind noch in der U16 spielberechtigt. Entsprechend ihres jungen Alters verlief die Saison bislang nicht immer konstant. Eine letzte Generalprobe sollte die U16-Regionalmeisterschaft am vergangenen Wochenende liefern – doch ausgerechnet dort blieb der Jahn-Nachwuchs deutlich unter seinen Möglichkeiten. Zu viele leichte Fehler in Angriff, Zuspiel und Defensive verhinderten einen ruhigen Spielfluss. „Das müssen wir jetzt aus den Köpfen bekommen. Die Mädels können es deutlich besser und zeigen das auch im Training. Bei einer Deutschen Meisterschaft kommt es aber darauf an, diese Leistung auch unter Druck abzurufen“, sagt ihre Trainerin Christine Seitz. Zehn Mannschaften kämpfen in Essel um den deutschen Meistertitel. In zwei Fünfergruppen geht es am Samstag zunächst um die Ausgangsposition für die Endrunde am Sonntag. Die beiden Gruppensieger ziehen direkt ins Halbfinale ein, die Zweit- und Drittplatzierten spielen über das Viertelfinale um den Einzug in die Vorschlussrunde. Für den TV Jahn beginnt die Meisterschaft am Samstag um 11.30 Uhr gleich mit einem echten Gradmesser gegen den TV Brettorf. Danach warten in der Vorrundengruppe A der SV Tannheim, TV Stammheim und MTSV Selsingen. Mit Brettorf trifft Schneverdingen dabei direkt auf einen der Favoriten. Der Norddeutsche Meister verfügt mit Leni Hasselberg im Angriff über eine erfahrene U18-Nationalspielerin. Zum engsten Favoritenkreis zählt Seitz außerdem den Gastgeber TSV Essel um Nationalangreiferin Mara Bartsch sowie den VfL Kellinghusen mit U18-Nationalallrounderin Chiara Meyn, die bereits ordentlich Bundesligaspielerfahrung mitbringt. Auch mehrere Jahnlerinnen durften sich in diesem Jahr über teilweise erste Lehrgangsnominierungen freuen – für den Sprung in den Jugend-WM-Kader reichte es letztlich jedoch noch für keine von ihnen. Laut Seitz wird weniger eine einzelne Akteurin entscheidend sein als die Frage, welche Mannschaft ihre Qualität über alle Positionen am konstantesten auf den Platz bringt. Genau dort liegt die Aufgabe, aber besonders auch die Chance für den TV Jahn. „Das Potenzial für die Endrunde ist vorhanden. Dafür muss es aber auf allen Positionen zusammenpassen. Auf einer Deutschen Meisterschaft können für uns zu viele einfache Fehler das Aus bedeuten“, weiß Seitz. Nach dem fünften Platz bei der Norddeutschen Meisterschaft und dem damit verbundenen Saisonende im vergangenen Jahr sind die Schneverdingerinnen diesmal beim nationalen Saisonhöhepunkt dabei. Nun wollen sie in Essel zeigen, was in ihrem jungen Kader steckt.



