Nachbericht 6. Spieltag BL 28.06.2026
Nachbericht 6. Spieltag Frauen Bundesliga 28.06.2026
DM-Ticket gelöst: Die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen haben beim sechsten Bundesligaspieltag in Wangersen vorzeitig die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft perfekt gemacht. Der souveräne 3:0-Erfolg gegen Gastgeber MTV Wangersen reichte trotz der anschließenden 2:3-Niederlage gegen den TV Brettorf aus, um das große Saisonziel bereits einen Spieltag vor Schluss zu erreichen.
Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen war der Spielbeginn auf 9:30 Uhr vorverlegt worden – eine Entscheidung, die sich im weiteren Tagesverlauf auszahlen sollte. Gleich zwei der drei Begegnungen gingen über die volle Distaanz und verlangten den Spielerinnen bei steigender Hitze alles ab. Im ersten Spiel des Tages rückte gegen die Gastgeberinnen die U18-Spielerin Merle Mund bei ihrem Bundesligadebüt direkt in die Startformation. Die Nachwuchszuspielerin übernahm zwischen den beiden Angreiferinnen Helle Großmann und Aniko Müller Verantwortung im Spielaufbau, während Alina Karahmetovic und Laura Kauk die Abwehr bildeten. Die Gastgeberinnen nahmen die Debütantin von Beginn an gezielt ins Visier. Mund stellte sich dieser Herausforderung jedoch mutig, fand gemeinsam mit ihren erfahrenen Mitspielerinnen immer besser in die Partie und gewann mit zunehmender Spielzeit an Sicherheit. Die Schneverdingerinnen ließen sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen, kontrollierten die Begegnung über weite Strecken und feierten mit 11:9, 11:7 und 11:7 einen verdienten 3:0-Erfolg. Im anschließenden Spitzenspiel gegen den TV Brettorf setzte Trainerin Christine Seitz auf eine veränderte Formation: Nachwuchsspielerin Nina Karahmetovic erhielt nach ihrem gelungenen Debüt in der Vorwoche ihren zweiten Bundesligaeinsatz und bildete gemeinsam mit Aniko Müller den Angriff. Alina Karahmetovic rückte zunächst ins Zuspiel, während Laura Kauk und Helle Großmann die Defensive übernahmen. Der TV Jahn erwischte den besseren Start und sicherte sich den ersten Satz mit 11:7, wobei Nina Karahmetovic sich besonders auszeichnete und den entscheidenden Satzball verwandelte. Anschließend schlichen sich jedoch vor allem im Angriff zu viele vermeidbare Fehler ein, wodurch Brettorf den zweiten Durchgang deutlich für sich entschied (3:11). Seitz reagierte darauf, stellte Großmann wieder in den Angriff und Alina Karahmetovic zurück in die Abwehr. Mit der bewährten Formation gelang den Heidschnucken prompt die erneute Satzführung (11:8). Doch auch im vierten Satz verhinderten zu viele Eigenfehler den vorzeitigen Sieg und Brettorf glich mit 7:11 erneut aus. Im Entscheidungssatz stabilisierte sich das Angriffsspiel zwar wieder, dafür fand Brettorf nun immer häufiger die Lücken in der Schneverdinger Defensive. Die Heidschnucken gerieten früh in Rückstand und liefen diesem bis zum 7:11 vergeblich hinterher. „Mit der Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft haben wir unser großes Zwischenziel erreicht. Darauf können wir nach den vielen personellen Umbrüchen in dieser Saison wirklich stolz sein“, freute sich Mannschaftsführerin Laura Kauk. „Jetzt können wir befreit in den letzten Spieltag gehen und anschließend den Fokus voll auf die Deutsche Meisterschaft richten.“ Mit nun 18:6 Punkten behauptet der TV Jahn Schneverdingen den zweiten Tabellenplatz der Bundesliga Nord. Während sich der Ahlhorner SV bereits die Nordmeisterschaft sicherte, steht für die Schneverdingerinnen die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft bereits vorzeitig fest. Zwar könnte der VfL Kellinghusen die Heidschnucken am letzten Spieltag rechnerisch noch auf Rang drei verdrängen, Brettorf und der Ohligser TV können die Jahnlerinnen jedoch nicht mehr einholen.
Zum Einsatz kamen: Helle Großmann, Aniko Müller, Laura Kauk, Alina Karahmetovic, Nina Karahmetovic und Merle Mund


