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Nachbericht Champions Cup – Silbermedaille!

Nachbericht EFA Champions Cup 06./07.07.2025

Ahlhorn spielt das Spiel seines Lebens – Schneverdingen kann nur zu schauen. In einem Finale an der Angabenlinie sind die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen maßlos unterlegen und gewinnen beim EFA Champions Cup in Kreuzlingen (SUI) die Silbermedaille.

Den Schneverdingerinnen gelang bei Temperaturen über 30° C ein erfolgreicher Vorrundensamstag. In der ersten Partie des Tages gegen die FBC Linz AG Urfahr (AUT) wurde die Starting-Five um Helle Großmann, Laura Kauk, Aniko Müller, Hinrike Seitz und Alina Karahmetovic allerdings von einem frisch bewässerten Spielfeld überrascht. Die Ballannahme gelang zu selten, während die Österreicherinnen sich kaum beirren ließen. Mit 9:11 ging der erste Spielabschnitt nach Linz. Wie von einer anderen Rolle zeigten sich die Jahnlerinnen direkt im Satz danach. Mit mehr Konzentration und präziserem Spielaufbau überzeugten die Vorjahressiegerinnen und gewann die folgenden Sätze mit 11:3, 11:4 und 11:8. Eineinhalb Stunden später ging es gegen den Schweizer Meister SVD Diepoldsau-Schmitter mit Nationalangreiferin Tanja Bognar deutlich knapper zu. Doch die Rot-Weißen gewannen Satz 1 und 2 mit jeweils 11:8. Im dritten Satz begannen die Schweizerinnen mit dem 8:11 gegen die Heidschnucken die Aufholjagd. Diese schien sich bis zum Spielstand von 6:5 für den TV Jahn im vierten Satz auch gelohnt zu haben, doch dann bewiesen die Deutschen Meisterinnen erneut ihre Klasse. Mit fünf Punkten in Folge beendeten die Heideblütenstädterinnen die letzte Vorrundenpartie und zogen in das Halbfinale am Folgetag ein. Trainerin Christine Seitz setzte an diesem Tag mit weiterhin Lena Meyer, Maja Rogosch und Emilia Schwarz alle ihrer acht Spielerinnen ein, haderte aber an der Konstanz ihrer Mannschaft: „Die Leistungen meiner Stammmannschaft war ziemlich schwankend. Auf diesem internationalen Niveau können kleine Nachlässigkeiten schon zu großen Problemen führen – für morgen nehmen wir uns mehr vor.“ Dass ihre Mannschaft das 24 Stunden später am eigenen Leibe deutlich zu spüren bekommen würde, ahnte die erfahrene Trainerin zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Doch zunächst stand am frühen Sonntagmorgen das Halbfinale gegen die Sportunion Arnreit (AUT) an. In drei klaren Sätzen kamen die Schneverdingerinnen zwar immer noch nicht an ihre Top-Leistungen heran, gewannen aber deutlich (11:7, 11:8, 11:5). Um 14:05 Uhr folgte dann das wohl kürzeste und bitterste Finale der Jahn Mannschaft. Auch der Ahlhorner SV hatte in der Vorrunde sowie am Finaltag im Halbfinale seine kleinen Schwierigkeiten gegen die schweizer- und österreichischen Mannschaften – doch im Finale schüttelten sie jeden Zweifel ab. Die deutschen Dauerrivalinnen erwischten ihren perfektesten Tag und hinterließen eine kaum zu glaubende Niederlage in den Köpfen der Jahnlerinnen. Mit 4:11, 2:11 und 5:11 erzielten die Rot-Weißen so wenig wie noch nie in einem Champions Cup Finale. Seitz und Co-Trainer Olaf Neuenfeld versuchten von der Seitenlinie nahezu alles: taktische Anweisungen, Spielerwechsel, Positionswechsel – nichts half gegen den unaufhaltbaren ASV. Mannschaftsführerin Kauk zog auf ganzer Linie den Hut vor den Leistungen der Ahlhornerinnen: „Mit keiner unserer 33 Angaben konnten wir Ahlhorn erfolgreich unter Druck setzen. Sie haben absolut jeden Ball über die Leine bekommen und Jordan Nadermann hat ihre Chancen auf ein Ass fehlerlos genutzt. Ahlhorn hat abgeliefert und wir haben sie gelassen.“ Doch auch wenn im ersten Moment die deutliche Niederlage spürbar ist, hat die Mannschaft einen sehr guten zweiten Platz im europäisch höchsten Vereinswettbewerb erzielt. Der Anreiz bei den World Tour Finals in zweieinhalb Wochen es allen zu beweisen, dass der TV Jahn auch wieder ganz oben stehen kann, dürfte jetzt noch weiter gestiegen sein.

Zum Einsatz kamen: Helle Großmann, Aniko Müller, Emilia Schwarz, Hinrike Seitz, Lena Meyer, Maja Rogosch, Laura Kauk und Alina Karahmetovic

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