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Nachbericht letzter Spieltag Frauen BL 31.01.2026

Nachbericht letzter Spieltag Frauen Bundesliga

DM-Aus schwarz auf weiß: Die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen verpassen nach einem Sieg und einer Niederlage am letzten Spieltag beim SV Moslesfehn ihre sechste Teilnahme in Folge an der Deutschen Meisterschaft.

Bad Cannstatt und Final4 ohne die Schneverdingerinnen – aus einem DM-Dauerkandidaten wird erstmals seit der Hallenrunde 2018/19 ein vorzeitiges Saisonaus. Mit 22:10 Punkten und fünf Niederlagen schließt der TV Jahn die Spielzeit auf Rang drei ab. „Es ist nicht nur ärgerlich, dass uns die Punkte vom Wiemersdorf-Spieltag abgezogen wurden, sondern auch, dass in diesem Jahr nur zwei Mannschaften zur DM fahren“, sagte Zuspielerin Alina Karahmetovic enttäuscht. Der von Faustball Deutschland neu eingeführte Final4-Modus bedeutet, dass statt bislang drei nur noch die beiden Erstplatzierten der Nord- und Südstaffel das DM-Ticket lösen. Doch der letzte Spieltag in Brettorf hatte auf die Endabrechnung nur noch begrenzten Einfluss – sorgte aber zumindest phasenweise für Endspiel-Atmosphäre. Rund 125 Zuschauer verfolgten das Duell zwischen dem TV Jahn und Gastgeber SV Moslesfehn. „Für einen kleinen Moment kam richtig DM-Feeling auf“, berichtete Angreiferin Helle Großmann über die ungewohnte Lautstärke in der Halle. „Jeder Punkt von Moslesfehn wurde gefeiert, die Abstimmung auf dem Feld war entsprechend schwierig.“ Sportlich setzten sich Schneverdingerinnen dennoch mit 3:1 durch. Nach einem umkämpften ersten Satz (12:10) folgte ein deutliches 11:3. Einem kurzen Wackler im dritten Durchgang (9:11) ließ das Team von Trainerin Christine Seitz eine starke Reaktion mit einer Neun-Punkte-Serie und dem klaren 11:4 folgen. „Es ist ein komisches Gefühl, ein letztes Mal gegen Moslesfehn gespielt zu haben. Ihr Zusammenhalt hat sie heute noch einmal besonders stark gemacht“, resümierte Angreiferin Aniko Müller. Im anschließenden Duell gegen den Ahlhorner SV reichte es dann nicht mehr zum erhofften Erfolg. Zwar gewannen die Heideblütenstädterinnen den ersten Satz mit 12:10, doch der frisch gekürte Nordmeister setzte sich anschließend verdient durch (4:11, 7:11, 10:12). „Nach der Gewissheit, dass es für uns nicht mehr reichen würde, war es schwer, sich noch einmal aufzurichten. Wir haben nicht mit letzter Konsequenz gespielt und waren zu fehleranfällig“, erklärte Müller. Am Ende fehlten den Jahnlerinnen zwei Punkte und mehrere Sätze zur DM-Qualifikation. Trotz allem verabschiedet sich der TV Jahn erhobenen Hauptes aus der Saison. „Wir wünschen Ahlhorn und Kellinghusen viel Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft. Wir arbeiten an unserem DM-Comeback im nächsten Jahr“, so Müller fair und zuversichtlich. Für einen emotionalen Moment sorgte zudem Abwehrspielerin Lena Meyer. Sie wird die kommende Feldsaison aussetzen müssen und den Spagat zwischen Architektur-Studium in Münster und dem Trainingsbetrieb in Schneverdingen vorerst nicht mehr schaffen. „Ich muss eine Pause einlegen, komme aber zurück, sobald es zeitlich wieder passt“, erklärte Meyer.

Zum Einsatz kamen: Helle Großmann, Laura Kauk, Aniko Müller, Lena Meyer, Alina Karahmetovic, Maja Rogosch und Nele Rogosch.

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