Vorbericht letzter Spieltag Frauen BL 05.07.2026
Vorbericht 7. Spieltag Frauen Bundesliga 05.07.2026
Generalprobe mit Bedeutung: Für die Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen steht am kommenden Sonntag der letzte Spieltag der Bundesliga Nord auf heimischer Anlage an. Die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft ist zwar bereits geschafft, dennoch geht es gegen den VfL Kellinghusen und den Ohligser TV noch um eine möglichst gute Ausgangsposition für die Endrunde in Bardowick.
Mit 18:6 Punkten belegen die Heideblütenstädterinnen aktuell den zweiten Tabellenplatz hinter Nordmeister Ahlhorner SV. Um diesen Rang zu verteidigen, genügt den Schneverdingerinnen bereits ein Sieg aus den beiden verbleibenden Begegnungen. Besonders das Auftaktspiel gegen den direkten Verfolger VfL Kellinghusen besitzt dabei richtungsweisenden Charakter. Gewinnt der TV Jahn, ist Platz zwei endgültig gesichert und die zweite Partie gegen den Ohligser TV kann ohne zusätzlichen Druck angegangen werden. Die Platzierung aus der Ligarunde könnte sich bei der Deutschen Meisterschaft als entscheidender Vorteil erweisen. Als Zweiter der Nordstaffel würden die Jahnlerinnen im Qualifikationsspiel aller Voraussicht nach auf den TSV Pfungstadt treffen. Sollte Kellinghusen den TV Jahn hingegen noch von Rang zwei verdrängen, würde vermutlich der TSV Calw warten. Die Calwer Löwinnen gelten seit Jahren als äußerst unangenehmer Gegner und mussten in dieser Saison bislang erst zwei Niederlagen hinnehmen, während Pfungstadt bereits viermal als Verlierer vom Platz ging. „Natürlich wollen wir den zweiten Tabellenplatz verteidigen. Wenn wir gleich gegen Kellinghusen gewinnen, fällt eine Menge Anspannung von uns ab“, sagt Zuspielerin Alina Karahmetovic. „Wir wollen unseren Heimspieltag genießen, gleichzeitig aber auch mit einem guten Gefühl und einer möglichst starken Ausgangslage zur Deutschen Meisterschaft fahren.“ Personell bleibt die Situation bei den Rot-Weißen spannend. Mit Helle Großmann, Aniko Müller, Alina Karahmetovic und Mannschaftsführerin Laura Kauk steht das bewährte Stammgerüst der Mannschaft zur Verfügung. Nach ihrer Fingerfraktur könnte zudem Abwehrspielerin Luca von Loh erstmals wieder in den Kader zurückkehren. Nachwuchsspielerin Nina Karahmetovic gehört nach ihren gelungenen ersten Bundesligaeinsätzen erneut zum Aufgebot, während U18-Zuspielerin Merle Mund privat verhindert ist. Dafür könnte mit Greta Baden bereits die dritte Jugendspielerin innerhalb von drei Wochen ihr Bundesligadebüt feiern. Unterstützung erhält Trainerin Christine Seitz außerdem von einer alten Bekannten: Die ehemalige Schneverdinger Bundesligaspielerin Annika Kriger wird den personell angeschlagenen Kader aushilfsweise verstärken. „Die Mannschaft hat sich in den vergangenen Wochen immer wieder neu gefunden und viele Ausfälle aufgefangen. Jetzt wollen wir uns für diesen Aufwand belohnen und den zweiten Tabellenplatz aus eigener Kraft sichern.“ sagt Jahn-Trainerin Seitz. Mit der Endrunde bereits in der Tasche können die Heidschnucken zwar befreit aufspielen – verschenken möchten sie vor heimischem Publikum dennoch nichts. Schließlich könnte der letzte Bundesligaspieltag bereits die Weichen für einen erfolgreichen Weg bei der Deutschen Meisterschaft stellen.


