Zwischenbericht World Games Chengdu
Zwischenbericht World Games Chengdu (China)
Bislang ist bei den deutschen Faustballteams nur wenig nach Plan verlaufen: Helle Großmann und Olaf Neuenfeld mussten nicht nur die ersten Niederlagen hinnehmen, sondern sich auch den Wetterbedingungen geschlagen geben. Dennoch: Während die Männer nach anfänglichem Zittern das Halbfinale erreicht haben, müssen die Frauen den Umweg über das Viertelfinale nehmen, um ins Halbfinale einzuziehen.
Am Samstag durften die Faustballer bei den World Games in China erstmals auf den Rasenplatz im Tianfupark. Helle Großmann feierte mit der Frauennationalmannschaft einen überzeugenden Auftaktsieg gegen Österreich (11:8, 11:6, 11:6). Ihr Vereinstrainer Olaf Neuenfeld, in Chengdu als Männernationaltrainer im Einsatz, erwischte dagegen mit seiner Mannschaft einen Fehlstart. Die Männer unterlagen Brasilien mit 1:3 Sätzen (7:11, 3:11, 11:6, 2:11). „Das 1:3 ist nicht der Start, den wir uns erhofft hatten. Bis auf den dritten Satz sind wir unter unserem Leistungsvermögen geblieben und haben in allen Mannschaftsteilen zu viele Fehler gemacht“, kritisierte der erfahrene Schneverdinger seine Mannschaft nach der misslungenen Partie. Und er ergänzt: „Das können wir uns gegen Brasilien nicht erlauben – und das darf uns gegen die Schweiz und Österreich nicht noch einmal passieren.“ Währenddessen scheint Großmann im Frauenkader eine Jokerrolle einzunehmen. Im ersten Spiel gegen Österreich wurde sie im zweiten Satz eingewechselt und war auch im engen Abendspiel gegen die Schweiz erneut die Wechseloption der Wahl. Diese Partie hätte kaum knapper enden können – doch auch die deutschen Frauen mussten sich in ihrer zweiten Vorrundenbegegnung geschlagen geben: 2:3 gegen die Schweiz (11:6, 8:11, 7:11, 11:7, 11:13). Die 23-jährige Schneverdingerin hadert mit der Leistung: „Gegen Österreich haben wir uns eine große Sicherheit erspielt, die wir gegen die Schweiz verloren haben. Vor allem aus dem gegnerischen Angriff kam mehr Druck, während unser eigenes Spiel viel zu unruhig und hektisch wurde.“ Der Sonntag war ursprünglich als letzter Vorrundentag geplant, doch heftige Regenfälle in der Nacht machten die Plätze unbespielbar. Alle Matches mussten auf Montag verschoben werden. Die verlorene Zeit soll durch eine Verdichtung des Spielplans in der Endrunde wieder aufgeholt werden. Für alle, die sich durch den pausierten Tag die Platzbedingungen vom Samstag erhofften, gab es eine Enttäuschung. Der anhaltende Regen hat den Sportplatz in keinem guten Zustand hinterlassen, entsprechend zu kämpfen hatten die Teams dann in den entscheidenden letzten Vorrundenduellen. Die Männer begannen am Montagmorgen mit einem überzeugenden Auftritt gegen die Schweiz (11:7, 11:6, 11:8) und ließen einige Stunden später auch überraschend den Favoriten Österreich hinter sich (12:10, 8:11, 11:6, 11:8). Bitter einstecken mussten hingegen erneut die Frauen. Gegen die amtierenden Weltmeisterinnen gelang der Mannschaft um Großmann lediglich ein Satz. Mit 10:12, 11:7, 6:11 und 8:11 war der vorzeitige Einzug ins Halbfinale dahin. Die deutschen Faustballerinnen stehen nun am Dienstagmorgen um 3 Uhr deutscher Zeit im Viertelfinale gegen Neuseeland. Gelingt den Deutschen hier ein Sieg, wartet im Halbfinale die Schweiz (8:30 Uhr) – die Revanche aus der verlorenen Vorrundenpartie würde also nicht lange auf sich warten lassen. Die Männer können sich als Gold-Gruppenzweiter am Morgen zurücklehnen und die Viertelfinals von den Zuschauerrängen aus verfolgen. Ihr Halbfinalgegner für 11:30 Uhr entscheidet sich aus der Partie Österreich gegen Italien.
https://www.theworldgames.org/editions/Chengdu-CHN-2025-14/infosystem



