Nachbericht letzter Spieltag Bundesliga

Der Endspurt ist mit einem perfekten Ergebnis geglückt. In Ahlhorn sicherte sich die Bundesligamannschaft des TV Jahn Schneverdingen mit zweimal 3:0 die Nordmeisterschaft.

Die fehlende Nationalspielerin Jordan Nadermann in der Angriffsreihe des Ahlhorner SV machte es der Heimmannschaft schwer zu schaffen. Gegenüber stand der TV Jahn mit seinem kompletten Qualitätsaufgebot um Helle Großmann und Aniko Müller im Angriff, Hinrike Seitz im Zuspiel, Laura Kauk und Alina Karahmetovic in der Defensiv sowie Annika Kriger, Lena Meyer und Emilia Schwarz. Den besseren Start gleich zu Beginn der rutschigen Partie mit nassem Boden erwischten die Schneverdingerinnen. Besonders Abwehrspielerin Karahmetovic setzte dem Spiel ihren Stempel auf, indem sie mit einer Glanzparade nach der anderen überzeugte. Auch im Zuspiel und im folgenden Angriff passte jeder Schritt und jeder Schlag – der TV Jahn ging mit 11:3 in die Satzführung. Etwas knapper der Spielverlauf in Satz 2. Auch die Jahnlerinnen gerierten in Rückstand, holten diesen aber stets wieder auf. Insgesamt sehr befreit und hochkonzentriert trafen Großmann und Müller die Lücken in der Spielfeldhälfte der Ahlhornerinnen. Über das 11:9 im zweiten Satz gelang auch im letzten Satz der komfortablere Punktevorsprung. Den 3:0-Erfolg aus dem Hinspiel übertrumpften die Rot-Weißen und gewannen Satz 3 ebenfalls mit 11:6. Die erste große Herausforderung der Heidschnucken war gemeistert und die beiden Nordfavoriten stehen mit je zwei Niederlagen an der Spitze der Ligatabelle. Nachdem 3:2-Sieg der Gastgeberinnen gegen den SV Moslesfehn in der zweiten Partie des Tages, hatten die Heideblütenstädterinnen die Nordmeisterschaft in der dritten Partie in eigener Hand. Und auch in ihrem letzten Spiel der Ligarunde Feld 2024 überzeugten die Heidschnucken. Dieses Mal mit Kriger für Karahmetovic in der Defensive gelangen in allen Mannschaftsteilen die Spielzüge gegen die „Mossis“. Mit 11:8, 11:3 und 11:5 konnten die Schneverdingerinnen die Mannschaft aus Moslesfehn in allen drei Sätzen fernhalten. Auf der Zielgeraden lief es laut Trainerin Christine Seitz zusammen mit ihrem Co-Trainer Olaf Neuenfeld an der Spielfeldseite nahezu perfekt „Die Wackler von den letzten Spieltagen haben wir definitiv überwunden. Wir standen in der Defensive sehr sicher, trotz der rutschigen Bodenverhältnisse. Unser Zuspiel bringt die Angreiferinnen aus allen Positionen bestens in Szene. Helle und Aniko haben heute mit einem Linienball nach dem anderen geglänzt.“ Nach dem ersten Meilenstein mit der DM-Qualifikation kann ihre Mannschaft nun auch hinter dem nächsten einen Haken setzen. Als Nordmeisterinnen haben sich die Jahnlerinnen die beste Ausgangsposition für die kommende Deutsche Meisterschaft erspielt. Als direkter Halbfinalist umgehen sie die Qualifikationsspiele und treffen im zweiten Halbfinale am DM-Samstag auf den Sieger aus der Partie 2. Nord gegen den Sieger aus der Vorqualifikation. Der Zweitplatzierte aus dem Norden steht ebenfalls fest. Der Ahlhorner SV hat neben dem TV Jahn das DM-Ticket gelöst und kann auch an seinem letzten Spieltag nicht mehr auf den dritten Tabellenplatz rutschen. Wer aber als dritte Nord-Mannschaft die Übernachtung in Stammheim buchen darf, bleibt bis zum letzten Spieltag offen. Die beste Ausgangslage hat der VfL Kellinghusen mit 18:10 Punkten, dicht gefolgt vom TV Brettorf mit 16:12 Punkten. Rechnerische Chancen haben auch die beiden Teams mit je 14:14 Punkten – der Ohligser TV und der MTV Wangersen. Alle Faustballeraugen werden am 14.07.2024 nach Brettorf schauen, wo die Zweit- bis Viertplatzierten aufeinandertreffen. Höchstwahrscheinlich wird das Duell zwischen dem VfL und dem TVB den letzten DM-Fahrer offenbaren.

Zum Einsatz kamen: Helle Großmann, Aniko Müller, Hinrike Seitz, Laura Kauk, Alina Karahmetovic und Annika Kriger

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