Vorbericht letzter Spieltag BL

Kleines vorzeitiges Finale um die Nordmeisterschaft – nur noch zwei Mannschaften stehen im Rennen um den Sieg der Bundesliga Nordstaffel Feld 2024. Der TV Jahn Schneverdingen reist an seinem letzten Spieltag zu seinem Dauerrivalen vom Ahlhorner SV.

An den letzten zwei Spieltagen musste der TV Jahn mit einem unwohlen Gefühl und zwei schmerzlichen Niederlagen jeweils die Heimreise von den Auswärtsspieltagen antreten. Die perfekte Formation hat sich im Jahn-Lager also noch nicht gefunden und es gibt kurz vor Ende der Ligarunde noch Baustellen, die es zu bearbeiten gilt. Die Trainerin der Mannschaft Christine Seitz ist noch nicht zufrieden „Insgesamt war es eine sehr unruhige Saison. Einerseits hat Annika Kriger nach dem ersten Spieltag erfreulicherweise ihr Comeback angekündigt und andererseits steht uns mit der verletzten Kimberly Groß eine wichtige Spielerin nicht mehr zur Verfügung. Weiterhin hatten wir an vielen Spieltagen immer wieder fehlende Spielerinnen und Lücken in unserem Kader. Dass es da nicht immer rund läuft ist in Ordnung, verlieren hätten wir mit unserem dennoch hochwertigen Kader aber nicht dürfen.“ Auf dem Trainingsprogramm der Mannschaft standen in der letzten Woche überwiegend die Basics. Vor allem aus den Angaben heraus wollen die Jahnlerinnen ihre Gegnerinnen wieder vermehrt in Bedrängnis bringen und die Abstimmung zwischen allen Mannschaftsteilen perfektionieren. Denn am kommenden Sonntag geht es für die Heidschnucken, aber auch für den Ahlhorner SV nochmal richtig zur Sache. Aktuell sind die Rot-Weißen Tabellenführer, haben aber mit 24:4 Punkten gegen über dem ASV mit 22:2 Punkten zwei Spiele mehr absolviert und eine Niederlage mehr hinnehmen müssen. Sollte es den Schneverdingerinnen gelingen zurück zu ihrer gewohnten Stärke zu finden, dann sind sie in der Lage die Gastgeberinnen, nach dem Hinrundenerfolg, ein weiteres Mal zu besiegen. Dann wären die beiden Mannschaften Punktgleich und das bessere bis hier hin erspielte Satzverhältnis käme dem Jahn-Kader zugute. Die Rechnung geht allerdings nur auf, wenn sowohl der TV Jahn als auch der ASV im Anschluss seine Spiele gegen den SV Moslesfehn souverän gewinnt. Für die Blau-Weißen ginge das Zittern nach einem Sieg gegen den TV Jahn allerdings noch zwei Wochen weiter. Für sie ist der kommende Spieltag erst der vorletzte der Saison, sie müssen am 14.07.2024 nochmal in Brettorf ran und müssen gegen die Ausrichterinnen und gegen den VfL Kellinghusen erfolgreich bleiben. Auch hier können wichtige Punkte auf der Strecke liegen bleiben, denn beide Mannschaften sind die Favoriten auf den Platz 3 der Nordtabelle. Beide stehen derzeit mit 14:10 Punkten auf den Rängen 3 und 4, sie wollen auf der Zielgeraden die DM-Qualifikation perfekt machen. Der TV Jahn ist in seinen Gedanken allerdings ganz bei sich und seiner eigenen Aufgabe. Angreiferin Aniko Müller appelliert an ihr Team zur vollen Konzentration „Wir wissen, dass die Niederlagen vor allem durch unsere Nachlässigkeiten zu Stande gekommen sind. Jetzt heißt es noch einmal alles geben. Wenn wir uns ganz auf uns Besinnen und an unser Können anknüpfen, dann ist alles möglich.“ Der Kader der Jahnlerinnen ist an diesem Wochenende auch wieder vollständig, mit sogar einer Spielerin mehr an Bord. Trainerin Seitz hat Youngster Emilia Schwarz für diesen Spieltag in das Aufgebot berufen. Sie wird eine Möglichkeit im Angriff bilden und die Bundesliga auf dem Weg zur Nordmeisterschaft unterstützen. Zuletzt überzeugte sie nicht nur die Schnucken-Trainerin bei den Jugendspieltagen und ihren ehrgeizigen Trainingsleistungen, sondern auch die Bundestrainerin und belohnt sich selbst mit der erneuten Nominierung in den U18-Nationalkader. Die Voraussetzungen sind also geschaffen und das Jahn-Team kann es kaum erwarten ein letztes Mal vor den nationalen und internationalen Meisterschaften die Punktejagd in der Liga anzugehen.