Exakt 585 Tage nach dem Finale der Deutschen Meisterschaft im März 2020 wird in der Schneverdinger Sporthalle Am Timmerahde erstmals wieder Faustball gespielt. Am kommenden Sonntag trifft der TV Jahn Schneverdingen nach der komplett ausgefallenen Hallensaison 20/ 21 zum ersten Heimspieltag in der 1. Bundesliga Nord der Frauen ab 11 Uhr auf den VfL Kellinghusen und den TSV Essel.

Nach der perfekten Feldsaison ohne eine einzige Niederlage und dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft und des Europapokals müssen sich die Jahnlerinnen nach einer kurzen Vorbereitung nun auf den Hallenboden und die veränderten Bedingungen einstellen. Aus dem Erfolgsteam des zurückliegenden Sommers steht neben dem turnusmäßigen Wechsel von Angreiferin Aniko Müller nach Berlin-Kaulsdorf auch Abwehrspielerin Nathalie Domurath aus persönlichen Gründen nicht zur Verfügung. Dennoch verfügt Trainerin Christine Seitz über einen ausgeglichenen und hochkarätigen Kader. Der Angriff wird mit Helle Großmann und Theresa Schröder besetzt und in Zuspiel und Abwehr werden wie gewohnt Laura Kauk, Luca von Loh, Kimberly Groß, Annika Kriger, Zoe Kleiböhmer und die beim ersten Spieltag verhinderte Hinrike Seitz auflaufen.

Für diese Spielzeit hat sich der TV Jahn die erneute Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft vorgenommen. Da diese in Moslesfehn stattfindet ist bereits ein Platz durch den ausrichtenden SVM vergeben. Für die beiden weiteren treffen die Schneverdingerinnen mit Ahlhorner, Brettorf, Hannover und Kellinghusen auf starke Konkurrenz. Den beiden Aufsteigern aus Düdenbüttel und Essel werden nur Außenseiterchancen zugerechnet. Nach dem Rückzug von Bayer 04 Leverkusen spielen in dieser Saison nur 8 Mannschaften in der 1. Bundesliga Nord.

Kader:
1 Hell Großmann (Angriff)
2 Laura Kauk (Abwehr)
3 Theresa Schröder (Abwehr)
6 Hinrike Seitz (Zuspiel)
7 Luca von Loh (Abwehr)
10 Zoe Kleiböhmer (Zuspiel)
14 Kimberly Groß (Abwehr)
15 Annika Kriger (Abwehr)
Trainerin Christine Seitz

Kompletter Spieltag:
www.faustball.com/#/contest/3115/competition

TSV Essel
Viereinhalb Jahre sind seit der letzten Hallen-Partie des TSV Essel in Liga eins ins Land gezogen. Zweimal verpasste man den Aufstieg, ehe es 2020 endlich klappte. Zur anstehenden Spielzeit wird der Kader weiter verjüngt. Larissa Glüsing und Merle Hink (beide Abwehr) stehen nicht mehr zur Verfügung, dafür rutscht mit Julia Schomacker eine weitere U18-Spielerin ins Aufgebot, die mit dem Team direkt nach der kurzen Feldsaison in die Vorbereitung auf die Hallensaison startete. Für den TSV gilt es, sich mit dem Mix aus jungen und erfahrenen Spielerinnen nun in der Bundesligasaison zu beweisen. Auch wenn man Außenseiter ist, will man alles daran setzen, das Ziel Klassenerhalt zu erreichen.

Ahlhorner SV
Spielertrainerin Janna Köhrmann kann aus dem Vollen schöpfen. Julia Weber und Tokessa Köhler-Schwartjes stehen wieder zur Verfügung, damit starten die Ahlhornerinnen mit einem neunköpfigen Aufgebot in die Saison. Damit alle ihre Spielzeiten erhalten, werden die Angreiferinnen im Kader wohl auch in der zweiten Mannschaft (2. Bundesliga) zum Einsatz kommen – insbesondere für die jüngeren Spielerinnen wichtig, um sie bestmöglich auf ihre zukünftigen Aufgaben in der Bundesliga-Mannschaft vorzubereiten. Ziel in Liga eins ist derweil, sich wieder für die DM zu qualifizieren. Da die Liga weiter sehr ausgeglichen ist und es nur zwei DM-Plätze gibt, kein leichtes Unterfangen. Unkonzentriertheiten, das ist den Ahlhornerinnen klar, darf man sich an keinem Spieltag erlauben.

SV Düdenbüttel
Das Ziel Klassenerhalt steht wieder an oberster Stelle. Wie schon auf dem Feld, haben die SVD-Frauen dabei mit Personalproblemen zu kämpfen. Aus der seit über vielen Jahren bestehenden Kernmannschaft stehen mit Jana Dubbels, Anna-Lena Rathjens, Lea Peters und Franziska Eckhoff nur vier Spielerinnen zur Verfügung. Sarah Guldan und Lena Brünjes befinden sich in Babypause, der Nachwuchs – Deutscher U19-Vizemeister auf dem Feld – will als Mannschaft geschlossen in Liga zwei Spielen. Somit werden an jedem Spieltag Spielerinnen aus dieser zweiten Mannschaft oder aus dem Kreis der „Ehemaligen“ aushelfen.

TK Hannover
Was für eine starke Feldsaison für die Frauen des TK Hannover: Erstmalig konnte die Mannschaft in dieser Besetzung den dritten Tabellenplatz erreichen. Den Schwung gilt es nun auf den Hallenboden mitzunehmen und an die gezeigten Leistungen anzuknüpfen. Dafür konnte man beim Vorbereitungsturnier in Brettorf trotz kleiner Besetzung gegen die direkte Bundesligakonkurrenz verschiedene Aufstellungen ausprobieren und bereits wichtige Erkenntnisse sammeln. Personell bleiben die Klubberinnen unverändert, lediglich Annika Kohrs wird erst am zweiten Spieltag ins Team zurückkehren, nachdem sie drei Monate im Ausland gearbeitet hat. Ziel für die Hallensaison ist es – wie im Feld – oben mitzuspielen.

SV Moslesfehn
In der Feldsaison sollten in erster Linie die beiden Neuzugänge Anna Carstens (Wardenburger TV) und Anna Keyser (Ahlhorner SV) in das Moslesfehner Spiel integriert werden. Das ist gelungen und macht Hoffnung auf die anstehende Spielzeit unter dem Hallendach. Denn hier haben die Mossis Anfang März einen Höhepunkt vor der Brust. In eigener Sporthalle findet die Deutsche Meisterschaft der Frauen statt, der SVM hat als Ausrichter das Ticket für die nationalen Titelkämpfe bereits sicher. Dennoch lautet das ausgegebene Ziel, neben der spielerischen Vorbereitung auf das DM-Wochenende, sich sportlich für die Meisterschaft zu qualifizieren – auch wenn das bei der starken Konkurrenz alles andere als einfach wird.

VfL Kellinghusen
Sie sind eine feste Größe in der Faustball-Bundesliga der Frauen: Der VfL Kellinghusen startet am Wochenende in seine achte Bundesliga-Saison in Folge und ist damit aus dem Oberhaus kaum noch wegzudenken. Personell hat sich im Vergleich zur Feldsaison kaum etwas verändert. Das Trainer-Duo Torbjörn Schneider und Marten Kabbe muss einzig auf Vemke Voß verzichten, die aktuell ein Auslandssemester absolviert. Ansonsten präsentierte sich der VfL bereits in den Vorbereitungsturnieren in guter Form, setzte sich unter anderem in Brettorf gegen die Bundesliga-Konkurrenz durch. Das lässt hoffen, das gesteckte Ziel, einen Platz in der oberen Tabellenhälfte, zu erreichen.

TV Brettorf
Personell hat sich im Vergleich zum Sommer im Team wenig geändert. Der Stamm aus Laura Marofke, Karen Kläner, Jule Weber, Ida Hollmann und Laura Cording bleibt bestehen, dazu werden Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft das Team an den Spieltagen unterstützen. Traditionell liegt den Brettorferinnen die Hallensaison etwas besser, das unterstrich nicht zuletzt der zweite Platz beim Vorbereitungsturnier in eigener Halle. Daher ist es wohl wenig überraschend, dass der TVB als Ziel ausgegeben hat, wieder in die obere Tabellenhälfte vorzurücken.

Vom 1.-3.10.21 wird erstmalig in der Geschichte des Schneverdinger Faustballs ein reiner internationaler Männerwettbewerb in der Heideblütenstadt ausgetragen. Dann treffen die besten Nationalmannschaften Europas beim Nations Cup aufeinander.

Dieses Event ist die offizielle Ersatzveranstaltung für die bereits zweimal aufgrund der Pandemie abgesagte Europameisterschaft in Italien. Das Teilnehmerfeld verspricht absoluten Spitzenfaustball, allen voran der amtierende Welt- und Europameister Deutschland mit dem Schneverdinger Bundestrainer Olaf Neuenfeld. Neuenfeld war es auch, der diesen Wettbewerb ins Leben gerufen hat und neben seiner Rolle als Bundestrainer gleichzeitig noch als Organisationschef fungiert: „Gemeinsam mit meinem Schweizer Kollegen Oliver Lang entstand die Idee, einen Nations Cup auszutragen, damit unsere Mannschaften endlich wieder in den Wettkampfmodus kommen. Die ursprüngliche Planung war, einfach 2 Spielfelder aufzustellen und zu spielen. Jetzt hat uns als Ausrichter aber der Ehrgeiz gepackt und die ganze Sache ist doch ein paar Nummern größer geworden.“

Neben dem Weltmeister sind die Topteams aus Österreich (Vize-Weltmeister), der Schweiz (Vize-Europameister), Italien, Dänemark und Belgien in der Heideblütenstadt zu Gast. „Außerdem kommt das Refugee-Team Hamburg für zwei Einlagespiele am Samstag nach Schneverdingen“, freut sich der Bundestrainer, der zwar an diesem Wochenende auf seine Weltmeisterspieler von 2019 verzichtet, aber dennoch mit einem ambitionierten und hochkarätigen Team antritt. „Wir wollen einigen jüngeren Spielern die Chance geben, sich für die World Games 2022 zu empfehlen. Auf jeden Fall ist es unser Ziel, den Nations Cup zu gewinnen“ gibt sich Neuenfeld gewohnt kämpferisch.

Die Vorrundenspiele starten am Freitag ab 14.15 Uhr. Am Samstag werden die Halbfinalspiele um 14 und 16.30 Uhr ausgetragen. Das Finale ist am Sonntag um 13.30 Uhr. Gespielt wird auf dem Schneverdinger Faustballplatz „Im Osterwald“.
Entgegen der ursprünglichen Planung mit nur 300 Zuschauern dürfen nun bis zu 1.000 Faustballfans die Spiele verfolgen. Es sind also ausreichend Tickets an der Tageskasse erhältlich. Alle Infos zur Veranstaltung unter www.tvjahn-faustball.de

Bei der letzten Deutschen Meisterschaft der Feldsaison belegte die U12 vom TV Jahn Schneverdingen in Unterhaugstett den 5. Platz. Die Goldmedaille ging an den TV Brettorf, Silber an den TV Unterhaugstett und Bronze sicherte sich der ESV Schwerin vor dem MTV Wangersen.

Die Vorrunde war von großer Nervosität geprägt. Für alle Spielerinnen war es die erste Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft. Dem MTV Wangersen musste man zum Auftakt mit 2:0 (11:8, 11:7) den Vortritt lassen. Besser lief es dann gegen die beiden sächsischen Vertreter aus Dresden und Glauchau. Gegen Dresden setzte sich der TV Jahn mit 11:8 und 11:6 durch. Gegen Glauchau musste man zwar den ersten Satz mit 9:11 abgeben, konnte aber durch ein sicheres Aufbauspiel die weiteren beiden Durchgänge mit 11:5 und 11:6 gewinnen. Auch im letzten Spiel der Vorrunde ließen die Heidschnucken nichts anbrennen. Ein deutliche 2:0 Erfolg gegen den TV Heftrich bescherte dem TV Jahn Platz 2 und das Qualifikationsspiel für das Halbfinale gegen den TV Unterhaugstett. Gegen den Gastgeber konnte man in beiden Sätzen anfangs mithalten, aber im Laufe des Spiels setze sich die körperliche Überlegenheit des TVU durch, der sich schlussendlich mit 11:7 und 11:7 für das Halbfinale qualifizierte. Den Schneverdingerinnen blieb das Spiel um Platz 5, in dem man nochmal eine gute Leistung zeigte und mit 11:5 und 11:7 gegen Dresden gewann.

Im Anschluss äußerte sich das Trainerduo Christine Seitz und Leni Bergstedt positiv mit dem Abschneiden ihrer Mannschaft: „Alle Mädels sind voll motiviert in die Spiele gegangen und haben alles gegeben. Sie haben gemerkt, dass eine Deutsche Meisterschaft etwas ganz Besonderes ist“ war Seitz durchaus zufrieden mit dem Erreichten.

Zum Einsatz kamen:
Ronja Röhrs, Hanne Röhrs, Jette Meyer, Lorena Winter, Marie Küsel, Greta Baden, Lotta Schröder, Merle Mund

Ergebnisse und Tabelle:
www.faustball.com/#/contest/3524/competition

Die Silbermedaille war der verdiente Lohn für den TV Jahn Schneverdingen bei der Landesmeisterschaft der U10 in Diepenau. Die einzige Niederlage musste das Team vom Trainergespann Leni Bergstedt und Helle Großmann im Finale gegen den SV Moslesfehn einstecken.
In der Vorrunde startet der TV Jahn mit einem 2:0 Erfolg gegen den Ahlhorner SV. Gegen den SV Moslesfehn musste man sich nach einem ausgeglichenen Spiel mit einem 1:1 begnügen. Im Halbfinale gelang den jungen Jahnlerinnen ein fast perfektes Spiel. Gegen den TV Huntlosen setzte man sich mit 2:0 durch und erreichte damit das Finale, in dem der Gegner wieder Moslesfehn hieß. Der erste Satz ging mit 11:9 an die Mädchen aus Oldenburg, der zweite mit 12:10 an den TV Jahn. Im entscheidenden dritten Durchgang zeichnete sich lange kein Sieger ab. Erst im Schlussspurt siegte der SVM mit 11:8 und sicherte sich den Landesmeistertitel. Im TV Jahn Lager war man aber nicht unzufrieden und schlussendlich überwog die Freude über den Gewinn der Silbermedaille.

Zum Einsatz kamen:
Jette Meyer, Viktoria Paukstys, Ronja Röhrs, Lorena Winter, Kirijassa Kerti

Ergebnisse und Tabelle:
www.faustball.com/#/contest/3367/competition

Bei der Deutschen Faustballmeisterschaft der U16 gelang dem TV Jahn Schneverdingen mit Platz 4 eine faustdicke Überraschung. Die Mannschaft von Trainerin Christine Seitz, die ausschließlich mit U14-Spielerinnen angetreten ist, blieb zwar eine Medaille verwehrt, konnte aber durch ein sicheres und solides Spiel auf sich aufmerksam machen. Die Goldmedaille ging an den Gastgeber MTV Wangersen vor TV Vaihingen/ Enz und dem TV Stammbach.

In der Vorrunde profitierten die Jahnlerinnen von der kurzfristigen Absage des Ahlhorner SV. Der Titelverteidiger konnte aufgrund eines positiven Coronatests einer Spielerin nicht antreten und somit gingen die ersten Punkte kampflos an den TV Jahn. Im zweiten Spiel war man gegen den TV Vaihingen/ Enz in beiden Sätzen (5:11, 3:11) chancenlos. Besser lief es in der folgenden Partie gegen den VfL Kellinghusen. In einer kräftezehrenden Begegnung behielten die Schneverdingerinnen mit 9:11, 11:9 und 12:10 die Oberhand. Im letzten Spiel gegen den TV Wünschmichelbach sicherte sich die Seitz-Fünf mit 11:9 und 11:5 Platz 2 in der Gruppe, der am nächsten Tag das Qualifikationsspiel gegen den TSV Gnutz ermöglichte. Auf nassem Rasen entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem beide Abwehrreihen Schwerstarbeit verrichten mussten. Mit 15:13 ging der erste Satz an den TV Jahn. Gnutz glich mit 11:9 aus und im dritten Durchgang zeichnete sich bis zum 9:9 kein Sieger ab. Erst nach einem Eigenfehler von Gnutz und einem Angriffspunkt von Natascha Winter stand der Halbfinaleinzug der Heideblütenstädterinnen fest. Hier traf man auf den späteren Deutschen Meister MTV Wangersen. Mit 11:4 und 11:6 stand der TV Jahn gegen den Ausrichter weitestgehend auf verlorenem Posten und musste sich mit dem Spiel um die Bronzemedaille begnügen. Dort wartete der fränkische Vertreter vom TV Stammbach, der für den TV Jahn eine Nummer zu groß war. Die körperlich und läuferisch überlegenden Stammbacherinnen ließen dem TV Jahn mit 11:2 und 11:4 nicht den Hauch einer Chance. Trotzdem ist der 4. Platz in dieser höheren Altersklasse als Achtungserfolg zu werten. So sah es auch Trainerin Seitz nach der Siegerehrung: „ Alle Mädels haben eine gute Leistung gezeigt. Wir haben gesehen, was die anderen Teams uns voraushaben und woran wir jetzt arbeiten müssen, damit wir auch in 2 Jahren auf diesem Niveau mitspielen können.“

Zum Einsatz kamen:
Lisa Krüger, Maja Rogosch, Nele Rogosch, Emilia Schwarz, Natascha Winter, Nina Karahmetovic

Ergebnisse und Tabelle:
www.faustball.com/#/contest/3521/competition

Mit dem Gewinn des Deutschen Meistertitels krönte der TV Jahn Schneverdingen am vergangenen Wochenende eine Faustballsaison ohne Niederlage. In Brettorf setzte sich das Team von Trainerin Christine Seitz nach einem 3:0 – Halbfinalerfolg über den Gastgeber am Sonntag im Finale gegen den TSV Dennach mit 3:1 durch.

Durch den Staffelsieg im Norden war der TV Jahn bereits direkt für das Halbfinale qualifiziert. Der Gegner wurde am Samstagmorgen im Spiel TV Brettorf gegen TV Segnitz ermittelt. Hier siegte der TVB mit 3:1, der sich nun vor heimischer Kulisse für die klare Saisonniederlage (0:3) bei den Schneverdingerinnen revanchieren wollte. Zunächst zog aber nur der TV Jahn sein gewohnt druckvolles Angriffsspiel mit Aniko Müller und Helle Großmann auf und führte schnell mit 5:1. Die Abwehrreihe mit Theresa Schröder, Laura Kauk und Hinrike Seitz ließ auch in der Folge kaum Bälle passieren und so war Satz 1 mit 11:5 eine klare Angelegenheit für den TV Jahn. Im zweiten Durchgang zeigte Brettorf starke Gegenwehr und hielt bis zum 7:7 lang mit. Bedingt durch eigene Fehler und weitere 2 Punkte von Großmann ging auch dieser Satz mit 11:8 an Schneverdingen. Der TVB gab sich keineswegs geschlagen und übernahm im dritten Abschnitt mit 4:1 zunächst die Führung. Beim 5:5 war der Rückstand aber aufgeholt und beim Stand von 10:7 hatten die Jahnlerinnen die ersten Matchbälle. Zwei konnte der Gastgeber abwehren, aber den dritten nutzte Großmann mit einem gekonnten Angriffsschlag zum Finaleinzug.

Dort wartete der TSV Dennach, der sich in zwei hart umkämpften Spielen gegen Ahlhorn und Südmeister Calw jeweils mit 3:2 durchsetzen konnte. Seitz schickte in der Abwehr dieses Mal Annika Kriger und Luca von Loh auf das Feld. Die schwierigen Bedingungen mit nassem Rasen sowie die platzierten Angriffsschläge der Dennacher Angreiferinnen machten der TV Jahn Abwehr das Leben sehr schwer. Es entwickelte sich ein Angabenspiel mit wenigen Ballwechseln, in dem der TV Jahn den ersten Satz mit 14:12 für sich entscheiden konnte. Auch im zweiten Durchgang konnte sich keine Mannschaft vorentscheidend absetzen und so musste die Entscheidung erneut in der Satzverlängerung fallen. Beim Stand von 11:10 für den TV Jahn nahm Seitz eine Auszeit und wechselte Schröder für von Loh auf der rechten Abwehrseite ein. Dieser taktische Schachzug sollte sich auszahlen, denn Schröder sicherte mit zwei überragenden Aktionen den 13:11 Satzerfolg. Der kampfstarke TSV aus Dennach blieb ein hartnäckiger Gegner und gewann den dritten Durchgang mit 11:9. In Satz 4 war das Finale bis zum 9:9 weiterhin völlig offen. Ein Punkt von Großmann und eine anschließende Fehlangabe von Dennach ließen die TV Jahn Spielerinnen samt Anhang jubeln. Somit war der dritte DM-Titel in den letzten 6 Jahren unter Dach und Fach.

Sichtlich zufrieden nach dieser perfekten Saison äußerte sich Christine Seitz nach der Siegerehrung: „Mehr geht nun wirklich nicht in einer Saison. Alle meine Spielerinnen haben eine konstante und überragende Saison gespielt, umso mehr freut es mich, dass sich allesamt dafür an 2 Wochenenden mit diesen Titeln belohnt haben. Das waren sehr niveauvolle Spiele an beiden Wochenenden, das muss man erst einmal so konstant abrufen können.“

Zum Einsatz kamen:
Aniko Müller, Helle Großmann, Hinrike Seitz, Annika Kriger, Luca von Loh, Theresa Schröder, Laura Kauk, Zoe Kleiböhmer, Kimberly Gross

Ergebnisse und Tabelle:
www.faustball-liga.de/national/deutsche-meisterschaft-feld/dm-2021-brettorf

Nach dem Europapokaltriumph der vergangenen Woche steht am kommenden Samstag für die Frauen vom TV Jahn Schneverdingen der nächste und letzte Höhepunkt der Faustballfeldsaison 2021 auf dem Plan. In Brettorf werden die Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen ausgetragen. Der TV Jahn Schneverdingen geht als Mitfavorit in die Titelkämpfe.

Als Nordmeister ist der TV Jahn direkt für das Halbfinale, das am Samstag um ca. 16 Uhr beginnt, qualifiziert. Der Gegner wird in der Partie zwischen dem Ausrichter TV Brettorf und dem Zweiten der Südbundesliga, dem TV Segnitz ermittelt. In dem Segnitzer Team ist Nationalangreiferin Svenja Schröder der Dreh- und Angelpunkt. Wenn sie in Fahrt kommt wird sie nur schwer aufzuhalten sein. Entscheidend für den Ausgang dieses Spiels wird die Abwehrarbeit der Brettorferinnen sein. Wenn sie dem Druck standhalten können ist mit der Unterstützung der großen Fangemeinde alles möglich. Die Schneverdinger Spielerinnen werden sich dieses Spiel vor Ort sehr genau anschauen und analysieren, um bestmöglich vorbereitet in ihr Halbfinale zu gehen. Nach dem überzeugenden Sieg auf europäischer Bühne ist die Favoritenrolle eindeutig auf Seiten der Heideblütenstädterinnen. Trainerin Christine Seitz hebt dennoch den mahnenden Zeigefinger: „Auch wenn wir in dieser Saison noch kein Spiel verloren haben, hat eine DM mit KO-Spielen immer ihre eigenen Gesetze. Was gestern war ist nicht relevant und wir müssen uns erneut beweisen.“ Angreiferin Aniko Müller, die sich in blendender Verfassung befindet, gibt die Marschroute für das Wochenende vor: “Wir fahren nach Brettorf, um Deutscher Meister zu werden. Nicht mehr und nicht weniger“.

Im ersten Spiel der DM kommt es um 10 Uhr zur Neuauflage des letztjährigen Finals. Dort trifft der Ahlhorner SV auf den TSV Dennach. Beide Kontrahenten standen sich am vergangenen Wochenende beim Europapokal bereits im Halbfinale gegenüber. Dort hatte der ASV in einer hochklassigen Begegnung mit 3:2 die Nase vorn. Auf den Sieger dieser Begegnung wartet im Halbfinale der TSV Calw, der sich die Südmeisterschaft ungefährdet mit 8 Siegen in Folge holte.

Bei den Männern ist Seriensieger TSV Pfungstadt wieder einmal der hohe Favorit. Allerdings haben die Hessen beim Europapokal dieses Mal nur die Bronzemedaille gewinnen können. Zum weiteren Favoritenkreis zählen die Südmannschaften vom TSV Calw und TV Käfertal. Den Nordclubs TSV Hagen, TV Brettorf und Berliner Turnerschaft wird nur eine Außenseiterrolle zugerechnet.

Da die Zuschauerkapazität begrenzt ist gibt es keine Karten an der Tageskasse. Informationen zur Veranstaltung und zum Livestream:
www.faustball-liga.de/national/deutsche-meisterschaft-feld/dm-2021-brettorf

Nach 15 Jahren holt der TV Jahn Schneverdingen den Faustball-Europapokal in die Heideblütenstadt zurück. Ohne Niederlage und in einer packenden Regenschlacht im Finale gegen Ahlhorn setzte sich die Mannschaft von Trainerin Christine Seitz im schweizerischen Diepoldsau die europäische Krone auf.

In der Vorrunde hatten die Jahnlerinnen in den Spielen gegen Ahlhorn, Linz und Gastgeber Diepoldsau wenig Mühe. Alle Spiele wurden mit 2:0 gewonnen. Lediglich gegen den österreichischen Vizemeister Laakirchen musste man lange kämpfen, um mit 2:1 den Gruppensieg perfekt zu machen.

Im Halbfinale wartete mit der Union Nussbach der österreichische Meister und amtierende Vizeeuropapokalsieger. Nach den ersten beiden Satzerfolgen (11:8 und 11:7) führte der TV Jahn im dritten Durchgang mit 5:2 und wähnte sich bereits im Finale. Das erwies sich aber gegen den defensiv sehr starken Gegner als Trugschluss und die bekannt kampfstarken Unionerinnen ließen sich nicht zweimal bitten und glichen ihrerseits mit zweimal 11:8 aus. Im Entscheidungssatz entwickelte sich eine ebenso spannende wie hochklassige Partie, die bis zum 10:10 völlig offen war. Dann gelangen Helle Großmann und Aniko Müller im TV Jahn – Angriff die beiden entscheidenden Punkte zum Finaleinzug.

Dort wartete der Ahlhorner SV, der sein Halbfinale ebenso knapp mit 3:2 gegen den entthronten Titelverteidiger und fünfmaligen Europapokalsieger TSV Dennach gewann. Der einsetzende Regen verlangte den Spielerinnen alles ab und der TV Jahn kam zunächst besser mit den schwierigen Bedingungen zurecht. Mit 11:6 legte Schneverdingen vor, der ASV glich aber postwendend mit 12:10 aus. Im dritten Abschnitt hatten wiederum die Heidschnucken mit 11:9 das bessere und letztlich glücklichere Ende für sich. Im vierten Satz spielten die Rot-Weißen nun beeindruckend fehlerlos und konsequent ihr Spiel und hatten beim Stand von 10:5 fünf Matchbälle. Gleich der erste wurde bedingt durch einen Angabenfehler von Ahlhorn genutzt und der Jubel auf TV Jahn – Seite kannte keine Grenzen.

Trainerin Christine Seitz war die Erleichterung und Freude nach dem gewonnenen Finale sichtlich anzumerken: „Die beiden letzten Spiele haben an Spannung kaum zu überbieten. Meine Mannschaft hat in den entscheidenden Phasen die Nerven behalten. Wir sind sehr stolz auf das gemeinsam Erreichte.“

Am kommenden Wochenende geht es bereits zum nächsten und finalen Höhepunkt der Faustballsaison 2021. Dann steht die Deutsche Meisterschaft in Brettorf auf dem Programm.

Zum Einsatz kamen:
Hinrike Seitz, Theresa Schröder, Aniko Müller, Annika Kriger, Helle Großmann, Luca von Loh, Laura Kauk

Ergebnisse und Tabelle:
www.faustball-diepoldsau.ch/spielplan

Bei den Norddeutschen Faustball-Meisterschaften der U12 und U16 gelangen dem TV Jahn Schneverdingen zwei Überraschungserfolge. In beiden Klassen qualifizierte man sich für die Deutschen Meisterschaften.

U12:
In Borgfeld traf sich die U12 zu den Norddeutschen Titelkämpfen. In einem ferienbedingt kleinen Teilnehmerfeld mit 5 Mannschaften wurden die 3 Teilnehmer gesucht, die Mitte September zu der Deutschen Meisterschaft in den Nordschwarzwald nach Unterhaugstett fahren dürfen. Mit einem 2:0 Auftakterfolg gegen Diepenau legte das Team von Trainerin Leni Bergstedt den Grundstein für die spätere Qualifikation. Gegen Wangersen und Brettorf hatte der TV Jahn dann zwar das Nachsehen, aber im letzten Spiel gegen Gastgeber Borgfeld behielten die Heidjerinnen beim 2:1 – Sieg die Nerven und lösten mit dem dritten Platz die Fahrkarte für die DM. Meister wurde der TV Brettorf vor dem MTV Wangersen. „Unsere Mannschaft hat heute super zusammen gespielt und sich die erste Teilnahme an einer DM verdient“ freute sich Trainerin Leni Bergstedt über die geglückte DM-Qualifikation.

Zum Einsatz kamen:
Ronja Röhrs, Hanne Röhrs, Jette Meyer unten: Lorena Winter, Marie Küsel, Greta Baden

Ergebnisse und Tabelle:
www.faustball.com/#/contest/3392/competition

U16:
Ohne Ambitionen reiste die U16 zur Norddeutschen Meisterschaft nach Leverkusen. Alle Spielerinnen haben vor 2 Wochen noch an den Ausscheidungsspielen der U14 teilgenommen und wollten Erfahrung in der höheren Klasse sammeln. In der Vorrunde erreichten die Jahnlerinnen nach einem 1:1 gegen Bardowick und einem 2:1 gegen Braschoss sogar den Gruppensieg, der die direkte Qualifikation für das Halbfinale bedeutete. Dort war man diesmal gegen Bardowick mit 0:2 chancenlos. Im alles entscheidenden Spiel um Platz 3 ging es erneut gegen den Braschosser TV. Nach verlorenem erstem Durchgang (7:11) kämpfte sich der TV Jahn zurück ins Spiel und behielt mit 11:6 und 11:6 die Oberhand und löste damit das Ticket zur Deutschen Meisterschaft, die bereits Anfang September in Wangersen ausgetragen wird. Die Goldmedaille gewann der Ahlhorner SV vor dem TSV Bardowick.

Zum Einsatz kamen:
Lisa Krüger, Maja Rogosch, Nele Rogosch, Emilia Schwarz, Natascha Winter, Nina Karahmetovic

Ergebnisse und Tabelle:
www.faustball.com/#/contest/3390/competition