Nachbericht Faustball WM Frauen in Montecarlo/ Argentinien vom 10.11.24

Nichts ist es geworden mit dem achten Titel für Deutschland bei der Faustball-Weltmeisterschaft der Frauen. In Montecarlo im Norden Argentiniens verlor die favorisierte deutsche Mannschaft gegen Brasilien mit 0:4 und musste sich mit der Silbermedaille begnügen. Mit diesem Ausgang hatten im Vorfeld nur die wenigsten Experten gerechnet. Zu stark waren die Südamerikanerinnen an diesem Tag gegen einen phasenweisen überforderten Titelverteidiger und achtmaligen Champion Deutschland. Daran konnte auch das Trio vom TV Jahn Schneverdingen mit Helle Großmann, Laura Kauk und Aniko Müller nichts ändern, auch aufgrund der wenigen Einsatzzeiten in den letzten beiden Spielen. Die Bronzemedaille sicherte sich die Schweiz. Die Eidgenossinnen setzten sich mit 4:0 gegen Österreich durch.

In der Vorrunde setzte sich das deutsche Team von Bundestrainerin Eva Krämer in allen 3 Begegnungen durch. Gegen Brasilien und die Schweiz gelangen zwei 3:1 – Erfolge, die allerdings hart umkämpft waren. Gegen Österreich sicherte sich Deutschland mit einem souveränen 3:0 zum Abschluss der Gruppenphase den Gruppensieg. Die drei Schneverdingerinnen Helle Großmann, Laura Kauk und Aniko Müller überzeugten in diesen Partien mit starken Leistungen und sorgten für einen kompakten Auftritt der deutschen Mannschaft, die damit ihre Favoritenrolle eindrucksvoll untermauerten.

Im Viertelfinale gab es gegen Namibia beim 3:0 keinerlei Probleme. Ein anderes Kaliber wartet im Halbfinale. Österreich wollte unbedingt Revanche für die deutliche Vorrundenniederlage nehmen. Dementsprechend ambitioniert begann die österreichische Mannschaft und ließ erst zum Ende des ersten Satzes nach. Diese Chance ließ sich der Titelverteidiger nicht nehmen und gewann mit 11:9. Satz 2 war mit 11:5 eine deutliche Angelegenheit für Deutschland und man wähnte sich mit einer 2:0 – Satzführung bereits auf der Siegerstraße. Österreich legte im dritten Durchgang furios los und baute die Führung über 4:1 und 6:3 stetig aus. Jetzt schlug die Zeit der deutschen Kapitänin Svenja Schröder. Der Angreiferin vom TV Segnitz gelangen 5 sehenswerte Angriffe in Folge und drehte damit den Zwischenstand auf 8:6 für Deutschland. Beim Stand von 10:7 war es wieder Schröder vorbehalten, gleich den ersten Matchball zu verwandeln. Der folgende Jubel der Mannschaft und der mitgereisten Fans war dementsprechend groß und die Erleichterung über den Finaleinzug allen beteiligten anzusehen. Kleiner Wermutstropfen aus Schneverdinger Sicht: Alle drei Spielerinnen vom TV Jahn kamen nicht zum Einsatz. Im zweiten Halbfinale setzte sich Brasilien in einem hochklassigen und spannenden Spiel mit 3:1 gegen die Schweiz durch.

Im Finale, dass auf 4 Gewinnsätze ausgetragen wurde, mussten die drei Jahnlerinnen zunächst erneut auf der Bank Platz nehmen. Bundestrainerin Eva Krämer vertraute der Formation, die am Vortag mit 3:0 über Österreich erfolgreich war und schickte Svenja Schröder und Henriette Schell im Angriff, Maya Mehle im Zuspiel sowie Michaela Grzywatz und Denise Zeiher in der Abwehr auf das Feld. Bei 34 Grad startet das deutsche Team sogleich mit 2:0 perfekt ins Spiel. Brasilien kontert zum 5:2 und Krämer nimmt eine Auszeit. Der Südamerika-Express ist dennoch nicht aufzuhalten und stellt auf 8:2. Jetzt eine gute Serie der deutschen mit 3 Punkten in Folge zum 8:5. Brasilien schlägt zurück und sichert sich den ersten Satz mit 11:8. Die Krämer-Fünf startet im zweiten Abschnitt wieder gut und geht mit 2:1 in Führung. Danach dominieren wieder die Südamerikanerinnen und stellen auf 5:2 ihrerseits. Aniko Müller kommt für Henriette Schell ins Spiel und die Schneverdingerin punktet sofort mit einem Ass über die Seite. Schröder verkürzt danach auf 5:4. Brasiliens Starangreiferin Isabella Lucchin ist nicht zu halten und punktet nach Belieben zum 10:6. Müller und Schröder wehren die ersten beiden Satzbälle ab, dann eine Fehlangabe Brasiliens und ein weiterer spektakulärer Punkt von Müller zum 10:10 Ausgleich. Brasilien sichert sich den Satz trotzdem mit 12:10 und geht mit 2:0 Satzführung in die Pause. Eine schwere Hypothek nun für den Titelverteidiger. Gleiches Bild im dritten Durchgang. Deutschland geht mit 2:1 in Führung, Brasilien kontert mit 5 Punkten in Folge zum 6:2. Schröder punktet wiederholt über die Seitenlinien und verkürzt auf 7:6. Führungswechsel bei 9:8 für Deutschland, Brasilien kommt zurück und gewinnt auch Satz 3 mit 13:11. Im deutschen Spiel geht nicht viel zusammen und hat Probleme in allen Mannschaftsteilen. Kommt jetzt die große Aufholjagd? Beim Stand von 4:3 für Brasilien kommt Helle Großmann für Mannschaftskapitänin Schröder ins Spiel. Die Schneverdingerin punktet gleich mit ihrer ersten Ballberührung und gleicht zum 5:5 aus. Auch der zweite Schlag von Großmann führt zum Erfolg und bringt die deutsche Mannschaft mit 7:6 in Führung. Dann doch der erste Schlagfehler und Brasilien geht mit 9:8 in Führung und sichert sich kurze Zeit später den ersten Matchball beim 10:8. Müller wehrt diesen per Ass auf die Mitte zum 10:9 ab, kassiert aber danach die folgende Angabe in der Defensive. Der Titeltraum ist ausgeträumt. Brasilien gelingt die Überraschung und schlägt Titelverteidiger Deutschland mit 4:0.

„Wir haben alles reingelegt und uns nichts vorzuwerfen. Brasilien hat heute das Spiel ihres Lebens gemacht. Wir freuen uns trotzdem über die Silbermedaille“ gab eine gefasste Laura Kauk kurz nach Spielende zu Protokoll.

Der Schneverdinger Männer-Bundestrainer Olaf Neuenfeld, der die gesamte WM am Livestream verfolgt hat, hat mit diesem Ausgang nicht gerechnet: „Das war nicht vorherzusehen. Das war eine taktische Meisterleistung der Brasilianerinnen und ihres Trainers. Sie haben permanent unsere rechte Seite angegriffen und sind immer wieder zu leichten Punkten gekommen. Auch im Zuspiel hatten wir große Probleme und es war schwer für unsere Angreiferinnen, so die starke Deckung Brasiliens zu überwinden. Gratulation an den neuen Weltmeister und an unser Team zur Silbermedaille.“

 

Den Auftakt in die neue Hallenspielzeit machten am vergangenen Wochenende die U14 in der Bezirksliga sowie die 2. Frauenmannschaft in der Niedersachsenliga. Beide Mannschaften des TV Jahn Schneverdingen verzeichneten einige Erfolgserlebnisse.

 

Die U14 von Trainerin Christine Seitz trat zum ersten Spieltag in Wangersen mit zwei Mannschaften an. Der TV Jahn I konnte die Spiele gegen die eigene Zweite und den SV Düdenbüttel jeweils mit 2:0 gewinnen. Gegen die Erstvertretung vom MTV Wangersen musste man den ersten Satz mit 11:13 dem MTV überlassen. Im zweiten Durchgang sicherte sich das Team um Hauptangreiferin Ronja Röhrs mit 11:5 das Unentschieden. Die Zweitvertretung der Jahnlerinnen konnte gegen die eigene Erste lange gut mithalten und verlor knapp mit 12:10 und 11:8. Auch gegen Wangersen I zog man mit 13:11 und 11:8 nur knapp den Kürzeren. Gegen den MTV Lübberstedt erhielt man aus Krankheitsgründen mit 2:0 die Punkte am grünen Tisch.

TV Jahn I: Ronja Röhrs, Hanne Röhrs, Greta Baden, Amina Pepic, Jolina Sawatzki

TV Jahn II: Kirijassa Kerti, Emma Meyer, Ceylan Paukstys, Viktoria Paukstys, Lorena Winter

 

Die zweite Frauenmannschaft vom TV Jahn startete mit einem Heimspieltag in die Saison. Dabei musste Trainerin Christine Seitz auf die beiden U18-Vizeweltmeisterinnen Maja Rogosch und Emilia Schwarz verzichten, die erst wenige Stunden vor Spielbeginn aus dem Flugzeug gestiegen waren. Nach einer unnötigen 1:2 – Niederlage gegen den TSV Bardowick hatte man den TK Hannover II beim 2:0 sicher im Griff. Im abschließenden Spiel gegen den bis dahin verlustpunktfreien MTSV Selsingen gewann zunächst jeder einen Satz. Im Entscheidungssatz behielt dann der TV Jahn durch das starke Angriffsduo Natascha Winter und Nina Karahmetovic mit 11:4 die Oberhand und rangiert mit 4:2 Punkten auf dem dritten Platz.

Nina Karahmetovic, Natascha Winter, Nele Rogosch, Lisa Krüger, Merle Mund, Emily Gotzmann, Marie Küsel

Vorbericht Faustball WM Frauen in Montecarlo/Argentinien

Nach der Jugend-WM ist vor der Frauen-WM. Von Donnerstag bis Sonntag suchen die Frauen in Monte Carlo/ Argentinien einen neuen Faustball-Weltmeister. Die deutsche Mannschaft geht bei der 10. WM dabei als Titelverteidiger und Rekordweltmeister mit 7 Titeln an den Start und zählt zum engeren Favoritenkreis. Mit dabei sind gleich 3 Spielerinnen vom TV Jahn Schneverdingen. Neben der Abwehrspielerin Laura Kauk haben die beiden Angreiferinnen Helle Großmann und Aniko Müller die weite Reise über den Atlantik angetreten.

Los geht es für Team Deutschland im Club Guatambu Montecarlo im Norden Argentiniens am Donnerstag um 16.15 Uhr Mitteleuropäischer Zeit mit dem Spiel gegen Brasilien. Damit kommt es direkt zum Aufeinandertreffen der beiden großen Favoriten auf den Titel. Die Südamerikanerinnen sind bekannt für ihr Temperament auf und neben dem Spielfeld und schwer zu bespielen. Dennoch sieht die TV Jahn – Kapitänin Laura Kauk eine gute Chance auf die ersten beiden Punkte: „Viele Spielerinnen sind von Sogipa Porto Alegre, gegen die wir beim World Tour Final in diesem Jahr bereits gewonnen haben. Es wird zwar schwer, aber wir sind sehr zuversichtlich“. Am gleichen Tag trifft der Titelverteidiger um 21.30 Uhr MEZ auf die Schweiz. Auch hier trifft man auf bekannte Gesichter wie Starangreiferin Tanja Bogner, die als Linkshänderin für ihre überraschenden Schläge gefürchtet ist. „Wir müssen hier hochkonzentriert zu Werke gehen und von Anfang an voll da sein. Wenn man die Schweiz ins Spiel kommen lässt wird es nicht einfach“ analysiert Helle Großmann den zweiten Vorrundengegner. Im dritten und letzten Spiel der Vorrunde bekommt es die deutsche Mannschaft mit Österreich zu tun. Anpfiff ist am Freitag um 17 Uhr MEZ. Aniko Müller freut sich auf die Neuauflage des letzten WM-Finals 2021, als Deutschland mit 3:0 die Oberhand behalten konnte: „Spiele gegen unseren Nachbarn sind immer brisant und etwas Besonderes. Wenn wir unser druckvolles Angriffsspiel auf den Platz bekommen haben wir gute Chancen auf den Sieg.“
Am Samstag stehen dann ab 14 Uhr MEZ die Viertelfinals und ab 20 Uhr MEZ die Halbfinalspiele an. Das große Finale wird am Sonntag um 20.45 Uhr MEZ angepfiffen, hoffentlich dann mit deutscher Beteiligung und den 3 Heidschnucken.
Weitere Teilnehmer sind neben Gastgeber Argentinien die Südamerika Vertreter aus Chile und Kolumbien sowie mit Außenseiterchancen die Teams aus Neuseeland, Australien, Namibia und der USA.
Die erste Weltmeisterschaft im Frauenfaustball fand 1994 ebenfalls in Argentinien statt. In Buenos Aires siegte seinerzeit Deutschland vor Österreich, Brasilien und der Schweiz. Neben dem 7-maligen Rekordchampion Deutschland konnten sich die Schweiz (2002) und Brasilien (2010) jeweils einmal als Weltmeister in die Geschichtsbücher eintragen.

Für das deutsche Aufgebot haben Bundestrainerin Eva Krämer und Co-Trainer Ruben Schwarzelmüller neben den 3 Schneverdingerinnen Laura Kauk (Nr. 9), Helle Großmann (5) und Aniko Müller (1) folgende Spielerinnen nominiert: Henriette Schell (10, TSV Calw), Jordan Nadermann (12, Ahlhorner SV), Svenja Schröder (7, TV Segnitz), Michaela Grzywatz (8, Ahlhorner SV) und den 3 Spielerinnen vom TSV Dennach Maya Mehle (10), Ann-Kathrin Motteler (3) und Denise Zeiher (5).

Ergebnisse: www.24.fistballwwc.com

Livestream mit einer Zeitverschiebung von 4 Stunden: www.fistball.tv und  www.youtube.com/@SWR_Sport/streams

Nachbericht Faustball WM U18 in Llanquihue/Chile

Bei der Faustball Weltmeisterschaft der U18 in Llanquihue/Chile hat die deutsche Auswahl der Mädchen mit den beiden Schneverdingerinnen Maja Rogosch und Emilia Schwarz die Silbermedaille gewonnen. Im Finale unterlag der Titelverteidiger gegen Österreich mit 0:3.

In der Vorrunde startete die deutsche Mannschaft mit zwei souveränen 3:0 – Erfolgen gegen Argentinien und die Schweiz. Ein spannendes Spiel entwickelte sich anschließend gegen Mitfavorit Österreich. Nach zwei verlorenen Sätzen starteten die Deutschen eine furiose Aufholjagd und glichen zum 2:2 aus. Im Entscheidungssatz hatten dann die Österreicherinnen knapp mit 11:9 die Nase vorn und sicherten sich dadurch vorzeitig den Gruppensieg. In den beiden abschließenden Gruppenspielen gewann Team Deutschland mit 3:0 gegen Chile und mit 3:1 gegen Brasilien.
Nach dem erfolgreichen Viertelfinale, in dem Chile ohne größere Probleme erneut mit 3:0 geschlagen wurde, stand das Halbfinale gegen die Schweiz an. Mit den beiden Jahnlerinnen Emilia Schwarz im Angriff und Maja Rogosch in der Abwehr starten die deutschen mit einem 11:4 Satzerfolg optimal ins Spiel. Im zweiten Satz musste man nach einer frühen Führung beim Stand von 8:8 den Ausgleich hinnehmen. Begünstigt von drei Schweizer Angriffsfehlern baute Deutschland den Spielstand nach Sätzen auf 2:0 aus. Im dritten Durchgang konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Nach dem zwischenzeitlichen Stand von 7:7 gelangen dem Favoriten vier Punkte in Folge zum 11:7 Satzgewinn. Mit 3:0 zogen die deutschen Mädchen unter dem Jubel der zahlreich mitgereisten Fans und Eltern ins Finale ein. Emilia Schwarz wurde nach einer starken Leistung als MVP, also als wertvollste Spielerin des Spiels, ausgezeichnet. Nicht zuletzt dank ihrer erfolgreichen Angriffspunkte steht Deutschland damit im Finale gegen Österreich. „Das lief heute richtig gut bei mir und ich freue mich über diese Auszeichnung“ fühlte sich Schwarz geehrt.
Bei schwierigen Bedingungen mit 12 Grad, Regen und starkem Wind startete Titelverteidiger Deutschland im Finale erneut mit Emilia Schwarz in der Startformation. Maja Rogosch musste trotz einer überzeugenden Vorstellung im Halbfinale zu Beginn auf der Bank Platz nehmen. In einem hart umkämpften ersten Durchgang hatte Österreich mit 11:9 das bessere Ende für sich. Der schwer zu bespielende Platz ließ kaum einen ruhigen Spielaufbau zu und so kam es mehr und mehr auf die Angaben beider Teams an. Im zweiten Satz lief Deutschland von Beginn an einem Rückstand hinterher. Mitte des Satzes musste Schwarz den Platz für Leni Hasselberg vom TV Brettorf im Angriff räumen, aber auch diese Maßnahme zeigte keine Wirkung. Die deutsche Abwehr war läuferisch nicht auf dem Niveau, um die Angriffe der Österreicherinnen parieren zu können. Kaum ein Ball wurde im Spielfeld gehalten und somit kam man zu keinem Spielaufbau oder eigenen Angriffen. Mit 7:11 ging man nun mit einer schweren 0:2 – Hypothek in den nächsten Abschnitt. Aber auch hier war in der Abwehr keine Besserung in Sicht und lediglich die erfolgreichen Angaben der erst 15-jährigen Hasselberg hielten den Titelverteidiger noch im Spiel. Mitte des Satzes kam Rogosch dann doch noch zu ihrem Finaldebüt, konnte aber auch keine entscheidenden Impulse mehr setzen. Beim Stand von 10:9 verwandelte Österreich den ersten Matchball und sicherte sich damit den dritten WM-Titel der weiblichen U18.
Nach der ersten Enttäuschung überwog bei Rogosch und Schwarz dennoch der Gewinn der Silbermedaille und eine bis zum Finale überzeugende Weltmeisterschaft der beiden Heidschnucken: „Diese WM war ein großartiges Erlebnis, dass ich nie vergessen werde. Ich bin sehr stolz darauf, Teil dieser Mannschaft gewesen zu sein“ sagte Angreiferin Emilia Schwarz nach der Siegerehrung. Ähnlich euphorisch fiel das Fazit von Abwehrspielerin Maja Rogosch am Ende des Turniers aus: „Ich bin dankbar dafür, dass ich diese Chance bekommen habe, hier sein zu dürfen. Ich habe jeden Moment genossen und es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Mit diesem Team auf dem schönsten Faustballplatz der Welt mit Vulkan im Hintergrund spielen zu können und dann noch Vize-Weltmeister zu werden macht mich sehr glücklich.“

Die Bronzemedaille sicherte sich die Schweiz durch einen 3:0 – Sieg über Brasilien.

Beim parallel ausgetragenen Wettbewerb der männlichen U18 gewann das deutsche Team die Goldmedaille. Gegen starke Brasilianer setzte sich die Mannschaft des Bundestrainer-Duos Kolja Meyer und Tim Lemke in einem dramatischen Finale mit 3:2 durch und sicherte den 7. Weltmeistertitel für Faustball Deutschland in dieser Altersklasse. Im Spiel um Platz 3 behielt Österreich mit 3:1 die Oberhand über die Schweiz. Randnotiz: An gleicher Stelle in Llanquihue gewannen die deutschen U18 Männer bereits 2006 den WM-Titel gegen Brasilien. Als Spieler stand damals der heutige U18-Bundestrainer Tim Lemke auf dem Feld. Der Bundestrainer 2006 war seinerzeit der Schneverdinger Olaf Neuenfeld, der heute Männer-Bundestrainer ist.

Ergebnisse: www.24.fistballu18wc.com/results/

 

 

Vorbericht U18-Weltmeisterschaft in Chile mit Emilia Schwarz und Maja Rogosch

Die besten Faustball-Nachwuchsteams der Welt mit dem Weltmeistertitel im Blick: Nach drei Jahren Unterbrechung findet vom 31. Oktober bis 3. November im chilenischen Llanquihue die Faustball-Weltmeisterschaft der männlichen und weiblichen U18 statt. Nach 2006 – rund 18 Jahre später – finden die U18-Welttitelkämpfe damit wieder im Süden Chiles statt.
Die herausragende Jugendarbeit von den Schneverdinger Vereinstrainern zeigt hier erneut ihren Erfolg. Mit Emilia Schwarz und Maja Rogosch schafften gleich zwei Spielerinnen des TV Jahn Schneverdingen den Sprung in den Nationalkader – sie haben ihren Heimatort Schneverdingen bereits verlassen und befinden sich auf dem Weg zu ihrer Highlight-Meisterschaft ihrer noch sehr jungen Spielerinnenkarriere.

Die Vorbereitung laufen auch Hochtouren, der Countdown läuft: Vom 31. Oktober bis 3. November wird das Vereinsgelände des Club Gimnástico Alemán Llanquihue wieder die besten U18-Nationalteams zu Gast haben. Einen malerischeren Ort für eine U18-Weltmeisterschaft dürfte es dabei wohl kaum geben. Das Gelände, das direkt am See Llanquihue mit Blick auf die Vulkane Osorno und Calbuco liegt, hat sich in der Vergangenheit den Ruf als einer der schönsten Faustballplätze der Welt erarbeitet. Vier Tage lang sind nun die besten Nachwuchsteams im Faustball in Chile zu Gast. „Die gemeinsame Austragung der 2. WM der männlichen U18 und 1. WM der weiblichen U18 war im Januar 2006 ein großartiger Erfolg“, sagt Jörn Verleger, Präsident der International Fistball Association (IFA) und so auch die IFA selbst „Der Club Llanquihue und der Faustballverband in Chile haben in der Vergangenheit bereits mehrfach unter Beweis gestellt, welch großartige Faustballveranstaltungen sie organisieren können. Wir sind überzeugt, dass uns in den nächsten Tagen das nächste bevorsteht.“
Nach der Absage von Indien werden 14 Teams – 8 bei der männlichen U18 und 6 bei der weiblichen U18 – in Llanquihue um den Titel kämpfen. Bei den U18-Männern bekommt es Titelverteidiger Deutschland dabei mit starker Konkurrenz zu tun. Aus Europa werden noch Europameister Österreich, die Schweiz und Dänemark zur Weltmeisterschaft antreten, hinzu kommen aus Amerika die Teams von Südamerika-Champion Argentinien, Brasilien, Chile sowie Namibia (Afrika). In der weiblichen U18 gehen neben Titelverteidiger Deutschland mit den Jahnlerinnen Schwarz und Rogosch in ihren Rängen noch Österreich, die Schweiz (alle Europa), Brasilien, Chile und Argentinien (Amerika) an den Start. Der Modus ist dabei in beiden Wettbewerben nahezu identisch. So werden die Nationalmannschaften zunächst in einer Vorrundengruppe Spiele gegen jede andere Nation bestreiten, ehe die weiteren Runden bevorstehen. Alle Begegnungen werden dabei im Modus Best of 5 ausgetragen.
Alle Spiele werden im Livestream übertragen: Interessierte, die nicht nach Chile reisen, können die Spiele trotzdem verfolgen. Die Organisatoren in Chile planen, in Kooperation mit der International Fistball Association, die Übertragung aller Begegnungen – von Feld 1, 2 und 3. „Das hat es bei einer U18-Weltmeisterschaft im Faustball noch nie gegeben“, sagt Sönke Spille, IFA Head of Events & TV Production: „Wir freuen uns, dass die Fans Zuhause keine Begegnung verpassen und somit die Qual der Wahl haben, welchen der teilweise drei gleichzeitig laufenden Streams sie nun sehen möchten.“ Auf Feld 1 wird die Übertragung dabei mit einem englischen Livekommentar erfolgen.
Schwarz verpasste krankheitsbedingt die letzten Trainingseinheiten auf heimischen Boden, Rogosch konnte noch den letzten Feinschliff vor ihrem Abflug vornehmen. Gemeinsam mit einigen Spielerinnen des Frauen A Kaders nutzten die beiden Jugendnationalspielerinnen nahezu jede freie Minute in den letzten Wochen, um nochmal auf den Sportplatz zu gehen und an den Ball zu kommen. Dabei trotzten sie den kalten Temperaturen, der frühzeitig eintretenden Dunkelheit und den nassen Bodengegebenheiten und legten alles auf ihr großes Ziel aus. Klar ist, die Vorbereitungen sind abgeschlossen und der Ehrgeiz in den Koffer gepackt. Schwarz wird mit ihren zwei bereits gespielten Europameisterschaften, ebenso wie Nationaldebütantin Rogosch das erste Mal auf einer Weltmeisterschaft auflaufen. „Das ist nicht nur eine Meisterschaft, das ist eine WM auf einem anderen Kontinent, unter ganz anderen Bedingungen. Ich freue mich wahnsinnig, mich der Herausforderung zu stellen. Für mich ist es eine sehr große Ehre den TV Jahn, aber auch ganz Deutschland auf dem Faustballfeld vertreten zu dürfen.“, berichtete die 17-jährige Schwarz mit glänzenden Augen. Auch Rogosch Faustballherz schlägt gleich doppelt so schnell bei dem Gedanken an dieses Großereignis und verriet einen Tag vor ihrer Abreise „Ich schlüpfe das erste Mal in die Rolle einer Nationalspielerin. Ich bekomme schon Gänsehaut, wenn ich an unsere Ausrüstung denke und überall „Deutschland“ auf dem Rücken steht bzw. der Bundesadler auf der Brust unseres Trikots abgebildet ist. Ich freue mich, dass es jetzt endlich los geht und ich die Aufregung ab dem ersten gespielten Ball in Chile ablegen kann.“

Nachbericht Jugendeuropapokal U14+U18

Die Faustball-Auswahlteams des Niedersächsischen Turnerbundes sind der drittbeste Faustball-Verband Europas. Eine Woche nach dem Sieg bei der Deutschen Meisterschaft der Mitgliedsverbände gewann Niedersachsen beim Faustball-Jugendeuropapokal in Widnau (Schweiz) die Bronzemedaille. In der Einzelwertung stach die weibliche U18 mit dem Titelgewinn hervor.

Eindrucksvoll präsentierte sich die weibliche U18 mit den Schneverdingerinnen Emilia Schwarz und Nele Rogosch – und das bereits in der Gruppenphase. Nach einem 1:1-Ausgleich zum Auftakt gegen Mitfavorit Oberösterreich – gespickt mit nahezu dem gesamten U18-Nationalteam – überzeugte der NTB mit 2:0-Siegen gegen die Westschweiz, Thurgau und Hessen. Damit schloss der NTB die Gruppe mit 7:1 Punkten auf Rang eins ab. In der Endrunde präsentierte sich Niedersachsen dann in Topform. So bezwangen die NTB-Faustballerinnen am Sonntagmorgen Schwaben (11:8, 11:7) und Bayern (11:8, 11:6), zogen damit ins Endspiel ein. Hier gab es den erneuten Showdown gegen Oberösterreich – der sich aber kaum zu einem Showdown entwickelte. Zu stark präsentierte sich Niedersachsen von Beginn an und machte mit 11:8 und 11:5 den Sieg perfekt. Schwarz selbst war überwältigt von dem großen Erfolg ihrer Mannschaft „Dass wir Österreich so gut im Griff haben werden und das auch noch in einem europäischen Finale, hätte ich kaum für möglich gehalten. Mit dieser Goldmedaille haben wir uns für die harte Arbeit in den letzten Wochen belohnt.“
Ebenfalls auf dem Podest landeten die Jahnlerinnen Ronja Röhrs, Greta Baden und Hanne Röhrs mit der weiblichen U14. Dabei hatte es am ersten Tag so gar nicht danach ausgesehen. „Wir hatten zu Beginn des Turniers noch große Schwierigkeiten zu unserem Spiel zu finden und haben zu viele Fehler hinnehmen müssen“, so Baden über die Anlaufprobleme ihres Teams. Zwei Niederlagen gegen Salzburg und Schwaben standen „nur“ ein Remis gegen Schleswig-Holstein und ein Sieg gegen Zürich/Schaffhausen gegenüber – Gruppenplatz vier. So war es nur dem Modus zu verdanken, dass sich die NTB-Faustballerinnen nicht zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Medaillenrennen verabschieden mussten. Baden zeigte sich unzufrieden mit Wettkamptag eins, wobei die Erleichterung über das Erreichen der ersehnten Endrunde überwog „Nachdem wir einen wirklich schwachen Tag hatten, brauchte es am Sonntag viel Selbstvertrauen. Wir selbst, aber auch unsere Trainerinnen haben an uns geglaubt – so konnten wir am Sonntag nochmal zeigen, was in uns steckt.“ Im Achtelfinale gegen Bayern (11:3, 11:6) und Viertelfinale gegen Sachsen (9:11, 11:9, 5:3) steigerte sich das Team spielerisch, war dann aber im Halbfinale gegen Schwaben chancenlos (11:5, 11:4). Im Bronze-Match gelang gegen Salzburg die Revanche für die Vorrundenniederlage am Vortag. Mit 11:7 und 11:7 war Niedersachsen in ihrem letzten Spiel erfolgreich und beendeten die Saison mit einem Sprung auf das Siegerpodest.
Da die männliche U18 (7. Platz) und männliche U14 (6. Platz) hinter den guten Ergebnissen des Deutschlandpokals blieben, verpasste der Niedersächsischer Turnerbund es – nach dem Sieg im vergangenen Jahr – in der Gesamtwertung, um den Sieg mitzukämpfen. So landete Niedersachsen, hinter Oberösterreich (550 Punkte) und Schwaben (540), mit 470 Zählern auf dem Bronze-Rang.

Vorbericht Jugendeuropapokal 05.+06.10.2024

Fünf Schneverdingerinnen vertreten auch beim diesjährigen Jugendeuropapokal der Landesturnverbände den TV Jahn Schneverdingen mit ihrer Berufung in den niedersächsischen Landeskader. Im schweizerischen Widnau wollen die Auswahlmannschaften des NTB nach dem großartigen Erfolg beim Deutschlandpokal am vergangenen Wochenende erneut angreifen und nehmen die Medaillen ins Visier.

In der Schweiz messen sich an zwei Turniertagen über 50 europäische Mannschaften in den Altersklassen der weiblichen sowie männlichen U14 und U18. An diesem Pokalwettbewerb  nehmen Auswahlmannschaften aus der Schweiz, Österreich, Italien, Deutschland und neu auch aus weiteren Ländern teil. Die ersten Austragungen des Jugendeuropapokals (JEP) gehen ins letzte Jahrtausend zurück. Diese inoffiziellen Jugend-Europameisterschaften der Länder sind 1996 zum ersten Mal ins Leben gerufen worden und wurden so auch beim allerersten Mal in Widnau ausgetragen. Nun kehrt das größte Jugendturnier Europas wieder zurück an seinen Ursprungsort und lädt rund 500 Sportlerinnen und Sportler auf die Sportanlage Aegeten in Widnau ein.
Im Wettbewerb der weiblichen U14 sind schon am letzten Wochenende Hanne Röhrs, Ronja Röhrs und Greta Baden in das Outfit ihres Bundeslandes geschlüpft und waren dabei erwartend erfolgreich. Sie werden auch beim anstehenden Jugendeuropapokal im Namen des NTB auflaufen und sich in „blau-weiß“ auf den Weg zu den Medaillenrängen durchschlagen wollen. Gefährlich werden können ihnen sicherlich ihre Finalgegnerinnen, gegen die sie beim Deutschlandpokal nur äußerst knapp verloren hatten. Die Schleswig-Holsteinerinnen sind zusammen mit den Niedersachsen ebenfalls in der Vorrundengruppe B. Des Weiteren bekommen es die Norddeutschen mit den Mannschaften aus dem Schwabenland, aus Salzburg und Zürich/Schaffhausen zu tun.
Auch Emilia Schwarz und Nele Rogosch haben den Sprung in die Landesauswahl geschafft und gehen im U18-Wettbewerb im Niedersachsentrikot an den Start. Zeitgleich mit ihren U14-Vereinskolleginnen und zwei weiteren männlichen Niedersachsenteams geht es in der Vorrunde gegen Gegnerinnen, gegen die sie bislang nur selten, bis gar nicht gespielt haben. Sie treffen auf Oberösterreich, Thurgau, Hessen und Westschweiz.
Beim Deutschlandpokal haben alle vier NTB-Mannschaft bewiesen, dass sie sowohl in der Einzelwertung als auch am Ende in der Gesamtwertung ganz oben stehen können. „Wir konnten unseren Sieg auf der Rückfahrt letzte Woche schon außerordentlich feiern, aber nach dem Deutschlandpokal ist vor dem Europapokal“ verriet die ehrgeizige Angreiferin Schwarz „Doppelgold wäre natürlich ein Traum, aber bei dem starken Teilnehmerfeld eine riesige Aufgabe.“

Nachbericht Deutschlandpokal

Triple perfekt: Die niedersächsischen Faustballerinnen und Faustballer haben bei der Deutschen Meisterschaft der Landesturnverbände zum dritten Mal in Folge die Gesamtwertung gewonnen. In der Sportschule Steinbach (Baden) stand der Niedersächsische Turnerbund in allen vier Spielklassen der männlichen und weiblichen U14 und U18 jeweils im Finale – und sicherte sich dreimal auch in der Einzelwertung den Titel. Großen Anteil an diesem Erfolg hatten auch sieben Nachwuchs-Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen.

Weibliche U18

Einen starken Eindruck hinterließ die weibliche U18 des NTB. Nach einem Remis zum Auftakt gegen Schwaben (7:11, 13:11) fand das Team immer besser zurecht. „Wir haben anfangs ein wenig benötigt, um mit den Bodenverhältnissen zurecht zu kommen“, berichtete Maja Rogosch. Die Faustballerin vom TV Jahn Schneverdingen fungierte im U18-Team, zu dem mit Emilia Schwarz, Natascha Winter und Nele Rogosch ein Schneverdinger Quartett zählte, als Kapitänin. „Mit der Zeit haben wir uns immer besser eingespielt, die Abstimmungen haben dann gut gepasst.“ Nach einem Sieg gegen Hessen (11:4, 11:5) setzte sich der NTB auch gegen Sachsen durch (11:5, 11:5) – und machte so den Gruppensieg perfekt. „Wir haben gegen Sachsen die Stimmung aus dem Hessen-Sieg mitgenommen, konnten die Anweisungen von unserer Trainerin Michaela Grzywatz super umsetzen“, so Rogosch. Auch am Sonntag setzte die Mannschaft ihre Siegesserie fort, gewann das Viertelfinale gegen das Rheinland (11:8, 11:5) und traf so im Halbfinale erneut auf Sachen. Nach souveräner Satzführung (11:3) wurde es im zweiten Abschnitt dann noch einmal spannend (11:9). „Wir sind eigentlich gut reingekommen, haben uns dann aber ein wenig auf der Satzführung ausgeruht“, berichtete Rogosch: „Im entscheidenden Moment waren wir dann aber da.“ Das Endspiel gegen Schleswig-Holstein war dann eine klare Angelegenheit. Mitte des ersten Satzes hatte sich die NTB-Auswahl auf die halblang geschlagenen Bälle der gegnerischen Offensive eingestellt – und feierte mit 11:8 und 11:5 den Sieg der Einzelwertung. „Wir haben als Team super harmoniert, haben viel gewechselt und dabei keinen Qualitätsverlust gehabt“, resümierte Rogosch.

Weibliche U14

Mit einer deutlichen Leistungssteigerung über den Turnierverlauf präsentierte sich die weibliche U14. „Wir hatten zu Beginn noch Startschwierigkeiten auf dem nassen Boden, mussten uns darauf einstellen, wie die Bälle springen“, erklärte Schneverdingens Spielerin Hanne Röhrs, die gemeinsam mit Greta Baden und Ronja Röhrs zum Aufgebot der U14-Auswahl des NTB gehörte. So ging das Auftaktmatch gegen Schleswig-Holstein deutlich verloren (5:11, 8:11), im Anschluss setzte sich Niedersachsen aber gegen Thüringen (11:1, 11:2), Sachsen (11:9, 11:7) und das Rheinland (11:3, 11:2) durch. „Gegen Sachsen haben wir das beste Spiel des Tages gezeigt und alle eine super Leistung abgerufen“, berichtete Hanne Röhrs. So gelang dem Team noch der Sprung auf Gruppenplatz zwei. Im Viertelfinale lieferten die NTB-Faustballerinnen dann gegen Bayern ab (11:7, 11:6) und bezwangen in einem packenden Halbfinale auch Schwaben (11:9, 14:12). „Gegen einige Spielerinnen aus Schwaben hatten wir mit Schneverdingen das DM-Halbfinale vor ein paar Wochen noch verloren. Die Rechnung wollten wir auf jeden Fall begleichen. Dass uns das gelungen ist, ist einfach super“, jubelte Röhrs. Im Endspiel befand sich der NTB kurze Zeit später gegen Schleswig-Holstein im Hintertreffen (8:11), lag auch im zweiten Abschnitt mit 6:9 zurück. „Wir waren aber die gesamte Zeit eine Einheit auf dem Feld, das hat zusätzliche Sicherheit gegeben, auch unerreichbare Bälle noch zu retten“, so Röhrs. Und: Ihr Team kam zurück, schaffte den Ausgleich (13:11). Im Entscheidungssatz musste sich Niedersachsen letztlich hauchdünn geschlagen geben (9:11). „Eigentlich hätten beide Teams den Sieg verdient, es war extrem knapp“, resümierte die Schneverdingerin.

Gesamtwertung

Mit drei Einzelsiegen und einem zweiten Platz setzte sich Niedersachsen deutlich vor der Konkurrenz aus Sachsen und Schleswig-Holstein durch. Es ist damit eine beeindruckende Dominanz, die der Niedersächsische Turnerbund in den vergangenen Jahren vorzuweisen haben. Der Erfolg in Steinbach war nicht nur der dritte Triumph in der Gesamtwertung in Folge, sondern auch der fünfte bei den vergangenen sechs Austragung. „Es unterstreicht, mit welch tollem Engagement die Vereinstrainerinnen und Vereinstrainer unsere Nachwuchstalente ausbilden“, sagte Landesjugendwartin Doris Schmertmann, die beim Deutschlandpokal als Delegationsleiterin fungierte: „Nur dank dieser akribischen Arbeit an der Basis ist ein solcher Erfolg an der Spitze möglich.“

 

Nachbericht Niedersachsenschild U10, U12 und U14

Mit deutlichem Vorsprung hat der Bezirk Lüneburg das Niedersachsenschild der Faustballerinnen und Faustballer gewonnen. Mit Unterstützung von einigen Nachwuchsspielerinnen des TV Jahn Schneverdingen gewann Lüneburg den Titel vor den Bezirken Weser-Ems und Hannover/Braunschweig.

Einen packenden Schlagabtausch lieferten sich die Teams in der weiblichen U14, dabei allerdings ohne beteiligte Jahnlerinnen, da diese zeitgleich in Baden für den Niedersächsischen Turnerbund im Einsatz waren. Die drei Top-Teas Lüneburg 1 und 2 sowie Weser-Ems 1 hatten untereinander jeweils einen Sieg und eine Niederlage geholt – letztlich gab die Balldifferenz den Unterschied zugunsten von Lüneburg 1 vor der eigenen Zweitvertretung.

In der weiblichen U12 mit den Schneverdingerinnen Viktoria Pauksyts, Emma Meyer, Kirijassa Kerti und Lorena Winter führte Lüneburg 2 die Schlusstabelle an. Einzig im internen Duell gegen Lüneburg 1 hatte sich das Team knapp geschlagen geben müssen (16:17), danach folgten vier Siege. Direkt dahinter platzierte sich – punktgleich – Weser-Ems 1. Diese hatten nur das direkte Duell gegen die punktgleichen Lüneburgerinnen knapp verloren (13:14).

In der weiblichen U10 kam das Jahnduo Sophie Willenbockel und Fenja Schwarz zum Einsatz. Doch im gesamten Turnierverlauf war Hannover/Braunschweig 1 nicht zu bezwingen. Sie blieben in allen Begegnungen ungeschlagen und rangierten so auf Rang eins. Platz zwei ging an Lüneburg 2, die gegen Lüneburg 1 unentschieden (14:14) spielten. Die Erstvertretung des Bezirkes gewann daneben die beiden Begegnungen gegen die zwei Teams aus Weser-Ems und landete so – hinter Hannover/Braunschweig 2 auf dem vierten Rang.

In der männlichen U10 dominierte die erste Mannschaft des Bezirkes Weser-Ems mit fünf Siegen. Vier Erfolge holte Lüneburg 1, Rang drei ging an Lüneburg 2.

Eine einfache Vorrunde – mit anschließenden K.o.-Duellen erlebten die Teams der männlichen U12. Souverän zog dabei Gruppensieger Lüneburg 2 ins Endspiel ein – mit einem 30:12-Sieg gegen Weser-Ems 2. Enger ging es im zweiten Halbfinale durch, in dem sich knapp Weser-Ems 1 gegen Lüneburg 1 durchsetzte (17:14) – und auch im Endspiel einen Sieg gegen Lüneburg 1 einfuhr (19:11). Den dritten Platz sicherte sich Lüneburg 2, mit einem 25:19-Sieg gegen Weser-Ems 2.

Mit identischem Modus spielte auch die männliche U14. Hier war Weser-Ems 2 als ungeschlagener Gruppensieger ins Halbfinale eingezogen – und setzte diese Siegesserie mit einem 19:17 gegen Weser-Ems 1 fort. Im Endspiel traf das Team auf Lüneburg 1, die ihr Halbfinale gegen Lüneburg 2 hauchdünn mit 21:20 für sich entschieden hatten. Im Endspiel behielt Weser-Ems 2 aber die Oberhand (20:18). Platz drei ging an Lüneburg 2, die mit 20:17 gegen Weser-Ems 1 gewannen.

Über ihre Medaillen freuten sich gleich alle der sechs eingesetzten Schneverdingerinnen. Sie hatten sich im Vorfeld in einem Trainingslager gegen andere Spielerinnen ihrer Altersklasse im Bezirk durchsetzen müssen, um bei den Titelkämpfen um das Niedersachsenschild auflaufen zu dürfen. Jahn-Trainerin Christine Seitz war schon über die Nominierung in den Bezirkskader mächtig stolz „Dass immer wieder schon die Jüngsten in die höheren Kader eingeladen werden, bestätigt den Einsatz, den sie im Training zeigen. Alle sechs überzeugen mich und meiner Co-Trainerinnen immer wieder und haben ihr Können mit dem Sieg des Niedersachsenschilds einmal mehr unter Beweis gestellt.“

Vorbericht Deutschlandpokal U14 + U18

Gleich sieben Schneverdingerinnen schafften den Sprung in die Auswahlmannschaften des Niedersächsischen Turnerbundes. Für sie geht die Reise am kommenden Wochenende zur Deutschen Meisterschaft der Verbände nach Baden-Baden.

Zu Gast beim badischen Turnerbund tritt die Faustballdelegation Niedersachsens mit vier Mannschaften (U14 w, U14 m, U18 w und U18 m) beim Deutschlandpokal an. Während der Landeslehrgänge im Vorfeld überzeugten Greta Baden, Ronja Röhrs und Hanne Röhrs ihre Trainerinnen von ihren Leistungen in der U14 sowie Natascha Winter, Nele Rogosch, Maja Rogosch und Emilia Schwarz die U18-Auswahltrainerinnen. In Baden-Baden spielen sie nun je in ihrer Altersklasse um den Deutschen Meistertitel in der Einzelwertung, aber gleichzeitig auch in der Endabrechnung um die Krone der Gesamtwertung.
Die U14 startet in der Vorrundengruppe A und wird sich am Samstag gegen Schleswig-Holstein, Sachsen, Rheinland und Thüringen beweisen müssen. Ziel ist Platz 1 in der Vorrunde, um einer zusätzlichen Viertelfinalrunde am Sonntagmorgen aus dem Weg zu gehen und sicher im Halbfinale zu stehen. Die Spielpaarungen der Gruppe B ergeben sich aus den Schwaben, Baden, Bayern, Hessen und Westfalen.
Auch die U18-Niedersachsinnen sind in ihrer Altersklasse in der Vorrundengruppe A gelandet und treffen währenddessen auf die Schwaben, Sachen und die Mannschaft aus Hessen. In der Gruppe B konkurrieren hier Bayern, Schleswig-Holstein, Baden und Rheinland. Ihr Spielmodus verlangt auf jeden Fall ein Viertelfinale. Die Gruppenersten beider Gruppen müssen am Folgetag gegen die Gruppenvierten ran sowie jeweils die Gruppenzweiten und -dritten stehen im Duell um die Halbfinals bevor es am späten Sonntag um die Platzierungen geht.
In den Favoritenrollen tümmeln sich seit mehreren Jahren vor allem die Niedersachsen, mit ihren Rivalen Rheinland, Schwaben, Schleswig-Holstein und Bayern. Die sieben Jahnlerinnen stecken schon vor ihrer Abreise voller Euphorie „Mit dem NTB unterwegs zu sein, ist schon etwas ganz besonderes. Mit den vier Teams + Trainer und Verantwortliche kommt schon eine Menge Stimmung in den Bus, das Spielen gelingt mit dem Rückhalt der Anderen natürlich noch besser“, berichtete U18-Spielerin Nele Rogosch, die schon mehrere Male für die Niedersachsen im Einsatz war. Und auch die Jüngsten, wie Greta Baden, können ihre Aufregung im Zaum halten „Aus dem Schneverdingen-Rot, wird für ein Wochenende lang Niedersachen-Blau. Es macht uns natürlich stolz unseren Verband vertreten zu dürfen und die ersten Erfahrungen in einer Auswahlmannschaft zu sammeln.“ Neben den zahlreichen Faustballfans werden sich auch die U13-U15 Nachwuchsbundestrainer sowie die U18-Jugendnationaltrainer das Spielgeschehen nicht entgehen lassen, schließlich sind dort die besten Spielerinnen dieser Altersklasse vertreten – sie werden sich ihre Notizen machen und am Ende des Tages auch die Heidschnucken unter die Lupe nehmen. Für Maja Rogosch und Emilia Schwarz ist es eine erste Probe, außerhalb der Schneverdingen-Mannschaft, vor der großen Weltmeisterschaft in fünf Wochen in Chile.